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CNI und Kristalle in der Blase

Diskutiere CNI und Kristalle in der Blase im Erkrankungen von Nieren und Harnwegen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo zusammen, wir haben einen kastrierten Perserkater, der ca. 14 Jahre alt ist und ca. 4 kg wiegt. Das Alter ist nicht genau bestimmbar, weil...
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DerRausch

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Hallo zusammen,

wir haben einen kastrierten Perserkater, der ca. 14 Jahre alt ist und ca. 4 kg wiegt. Das Alter ist nicht genau bestimmbar, weil wir ihn vom Tierarzt erhalten haben, der ihm zugelaufen war.
So... nun zum Wesentlichen. Im Feb 2012 haben wir ein großes Blutbild beim Tierarzt machen lassen, weil wir wissen wollten, ob er etwas mit der Niere haben oder bekommen könnte. Die Werte waren alle soweit i.O., nur der Kreatininwert war mit 1,8 schon fast am oberen Ende der Skala. Wir haben uns hier allerdings noch nichts dabei gedacht.
Im Oktober 2013 haben wir ein erneutes Blutbild machen lassen. Hierbei kam heraus, dass einige Werte erhöht waren bzw. von der Norm abweichen. Dies waren:

A/G-Quotient: 1,36 (normal lt. Skala 0,6 - 1,2)
Harnstoff: 13,1 mmol/l (normal lt. Skala 5,0 - 11,3)
Kreatinin: 211,7 µmol/l (normal lt. Skala 0-168 ) -> umgerechnet 2,7
Natrium: 156 mmol/l (normal lt. Skala 145-158 )
Cystatin C: 2,3 mg/l (nomrla lt. Skala < 1)
Leukozyten: 4,1 G/l (normal lt. Skala 6,0 - 11)
Trombozyten: 171 G/l (normal lt. Skala 180-550)

Unsere Tierärztin hat uns somit mitgeteilt, dass unser Kater höchstwahrscheinlich an einer CNI im "Anfrangsstadium" leidet und wir wenn möglich das normale Katzenfutter in Nierenfutter umstellen sollten.
Nun gut, wir wollen ja alles erdenkliche für unseren Kater tun und haben dies dann gekauft. Zusätzlich haben wir die Empfehlung für Renes/Viscum comp. PLV von PlantaVet bekommen, so dass wir ihm alle drei Tage eine Ampulle mit einer Pipette ins Mäulchen sprizten.
Allerdings wollte unsere Katze das Nierenfutter selbst nicht wirklich annehmen. Wir haben so ziehmlich alle Marken durchprobieren und unser Kater fraß einfach zu wenig, so dass wir uns entschieden, dass Futter nicht von heute auf Morgen zu wechseln, denn schlimmer als das falsche zu fressen ist gar nichts zu fressen... Das war der Beginn, dass wir uns selber Informationen zu diesem Thema gesucht haben. Außerdem haben wir unseren Tierarzt gewechselt, da wir mit dem bisherigen Tierarzt nicht ganz zufrieden waren.
Wir haben gelesen, dass ein großes Blutbild nicht unbedingt zu 100% aussagekräftig ist, da die Blutwerte durch Stress o.ä. künstlich in die Höhe getrieben werden können und das ein U-P/C-Test (Harnuntersuchung) meist eindeutigere Werte liefert. Gesagt getan...
Wir haben das Katzenstreu durch nicht saugfähige Kugeln früh morgens ersetzt, der Kater urinierte, wir haben die Probe genommen und zum Tierarzt gebracht. Das Ergebnis war erstaunlich... Die Harndichte war in Ordnung (da CNI-Katzen meist wesentlich mehr trinken ist die Segmentdichte lt. Tierarzt eher dünner als normal). Blut war keines im Urin. Dann hat sie die Probe ins Labor geschickt und die wiesen "vereinzelnt" Struvitkristalle nach. Bis auf diesen Punkt war die Probe völlig i.O. daher in der Urinprobe gab es keinen Hinweis auf eine CNI.
Uns wurde die Paste Uropet vorgeschlagen. Wir haben sie gekauft, aber unser Kater mochte sie nicht. So sind wir bei Astorin Flutd 60 gelandet und sollten ihm täglich eine Tablette geben. In einem Katzenstick ließ sie sich leicht reindrücken, so dass wir uns für diese Variante entschieden. Dies sollte langsam den Urin ansäuern, um die Struvite aufzulösen und somit auszuscheiden.
Wir haben nun Mitte Oktober ein weiteres großes Blutbild machen lassen, in dem sämtliche Organe überprüft wurden. Heraus kam folgendes:

Harnstoff: 35 (ich weiß leider nicht mehr, welche Einheit)
Kreatinin: umgerechnet 2,6
Leber, Bauchspeicheldrüse und Muskeln sind i.O.
weiße Blutkörperchen waren vermindert
Eosinophile Granulozyten bei 13 (normal 0-6)

Nun standen wir und auch unser Tierarzt vor der Frage, ob unser Kater überhaupt an CNI leidet, denn der einige Parameter, wenn auch der Wichtigere (der Kreatininwert), ist erhöht. Die anderen Indikatoren sprechen nicht für ein Nierenproblem... Was könnte er also haben?
Letzten Donnerstag wurde dem Kleinen ein Zahn wg. Zahnsteins gezogen. In diesem Zug hat unser Tierarzt in der Betäubung ein Punktierung gesetzt und Urin entnommen. Hier hat sie nun nun keine Struvite mehr feststellen können, aber es war Blut im Urin. Darauf hin hat sie ein Ultraschall von der Blase gemacht und festgestellt, dass dort wohl viele Kristalle wären und sich nicht erklären kann, weshalb des Flutd die Kristalle nicht auflöst. Es sei denn, es sind keine Struvite, sondern andere Kristalle, die nicht aufgelöst werden können...
Wir sollen ihm nun statt 1 jetzt 1,5 Tabletten pro Tag geben, in der Hoffnung, dass bei der nächsten Urinuntersuchung in ca. 4 Wochen die Kristalle über den Urin ausgeschieden werden und man so bestimmen kann, um welche Kristalle es sich handelt.
Wir haben gelesen, dass sowohl durch diese Karsteine bzw. -kristalle Nierenerkrankungen entstehen können, wie auch durch die Nierenerkrankung Harnstein usw.... daher fragen wir uns, ob er tatsächlich etwas mit der Niere hat oder die Kreatininwerte durch z.B. Harnsteine oder -kristalle erhöht sind.
Wir haben ihm vorsorglich erstmal das Trockenfutter komplett weggenommen und geben ihm nur noch Nassfutter. Weiterhin fragen wir uns, ob das spezielle Urinfutter nicht schlecht für die Niere ist oder umgekehrt das Nierenfutter für die Bildung weiterer Kristalle sorgt.
Hat jemand von Euch damit Erfahrungen?

LG Robert
 
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