Mann, mann, mann - bist Du im Reallife auch so rechthaberisch, daß Du es schon nötig hast, den Sinn meiner Postings zu verdrehen, um Deine Argumentation zu stützen?
Die beiden von Dir zitierten Schnippsel aus meinen Beiträgen widersprechen sich überhaupt nicht, wie Du es aber hier dem Leser suggerieren willst. Zum einen schrieb ich, daß ich keinerlei Verhaltensänderungen bemerkt habe, die auf eine Rolligkeit hindeuten (was ja auch Fakt ist) und zum anderen, daß aber dennoch viel für die stille Rolligkeit spricht (eben weil es die letzte verbliebene Erklärung ist). Und wo ist da jetzt der Widerspruch? (Im übrigen ist es immer wieder interessant zu sehen, wie allergisch Leute darauf reagieren, wenn jemand etwas von anatomisch-physiologischen Grundlagen weiß, ohne Arzt zu sein... denn anders kann ich mir den gehässigen Hinweis "Älläbätsch, ich behaupte Du hast Dich geirrt, und das trotz deiner tollen Ausbildung" nicht auffassen).
Nicht unbedingt als krankhaft, aber doch als unnormal und gesundheitlich gefährdend.
Sorry, aber der natürliche Zustand des "nicht-kastriert-seins" ist wohl kaum als unnormal zu bezeichnen?!
Der normale Zustand einer Katze wäre nämlich eine Rolligkeit mit nachfolgender Deckung und Trächtigkeit.
Bin mir gerade nicht sicher, ob ich das schon geschrieben hatte, aber es gab bei ihr durchaus Rolligkeiten mit Deckung und Trächtigkeit. Es gab aber auch Rolligkeiten mit Deckung OHNE anschließende Trächtigkeit...
Wenn also dennoch rollt und sei es nur still, wäre die Kastration die richtige Entscheidung, auch um das Tier nicht hormonell negativ zu beeinträchtigen
Also aufgrund Deines Postings habe ich jetzt noch einmal (wirklich recht ausführlich) mit meinem
Tierarzt über dieses Thema gesprochen - und zwar, um ihn nicht zu "beeinflußen", ohne vorher meine Meinung dazu zu sagen.
Was ich als Antwort bekam deckte sich allerdings mit meiner bisherigen Sichtweise - er vertritt die Meinung, dass eine Kastration unbedingt empfehlenswert ist, wenn die Katze eine Freigängerin ist und somit die Gefahr einer Trächtigkeit besteht. Wenn dies sicher ausgeschlossen werden kann (so wie bei mir, wo die Katze gar keine Chance hätte, "auszubüxen"), sieht er die Kastration als nicht notwendig an. Gesundheitlichen Beeinträchtigungen dadurch sieht er keineswegs, zumal der Ultraschall unauffällig war und die Blutwerte sehr gut sind (--> keine Entzündungszeichen). Von daher warte ich jetzt nur noch auf das Ergebnis der Östrogen-Bestimmung... Der
Tierarzt ging übrigens noch weiter und sagte (O-Ton): "...auch bei Katern könnte man sich bei reinen Wohnungskatern die Kastration theoretisch sparen, da macht man es nur, um das unerwünschte Markieren zu unterbinden." Auf die anders lautenden Aussagen "aus dem Internet" sagte er mir, daß der natürliche Zustand niemals schädlich sein kann, er es allerdings sofort befürwortet, eine Katze zu kastrieren, wenn sie Freigang hat oder wenn Beschwerden (Entzündung, Polypen und sonstiges) auftreten. Von daher ist er auch kein Kastrationsgegner... wie dem auch sei: ich warte jetzt den Hormon-Check ab, aber alle bisherigen Ergebnisse könnten besser nicht sein. Von daher werde ich die Katze auch nicht kastrieren lassen, allerdings wird sie auch in Zukunft einmal jährlich "einen großen Checkup" bekommen, und sollte da jemals etwas Auffälliges an den Geschlechtsorganen (z.B. Gebärmutter-Polypen oder so) festgestellt werden, dann kommt natürlich auch die Kastration... Nur wie gesagt: Ich habe halt aufgrund meiner Ausbildung immer ein gewisses Problem damit, wenn quasi-grundlos "gesundes Gewebe entfernt wird" (das bezieht sich jetzt nciht nur auf Katzen, ich bin z.B. auch ein Gegner von Beschneidungen aus religiösen Gründen und sowas). Aber abgesehen davon, mußte ich über den Satz "ich weiss das Männer ein größeres Problem mit Kastration haben" wirklich sehr schmunzeln :lol:
Viele Grüße,
Spike2 & Trampelchen
EDIT: Nur um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Wenn der
Tierarzt mir nun dringend zu einer Kastration angeraten hätte (und mir dies dann auch begründet hätte, so wie er immer alles sehr gut erklärt), dann hätte ich das vermutlich auch machen lassen. Da ich aber Vertrauen zu diesem
Tierarzt habe und sich seine Aussage sogar komplett mit meiner vorherigen Sichtweise deckt, bin ich nun natürlich (gebe ich zu) erst recht bestärkt darin, meiner Süßen diese OP zu ersparen...