Hallo zusammen,
ich bin hier brandneu, und habe natürlich ein Problem!!!!!
Mein Freund und ich sind Tauchlehrer, und haben lange in Griechenland gearbeitet. Dort gibt es bekanntlich viele Katzen - und unser Herz ist groß - wir haben vor Ort immer so. ca. 10 Katzen an der Tauchbasis gehabt - alle mittlerweile sterilisiert und kastriert , nur als vorab-Info.
Im letzten Jahr haben wir uns dann von dort den Niki mitgebracht. Ihn möchte ich jetzt hier ein wenig genauer beschreiben, denn er macht uns jetzt Probleme. Ein prächtiger roter "Pascha", furchtlos, kuschelig, selbstbewusst, everybodys Darling. Er kam in die Tauchbasis, und alle liebten ihn. Dort hat er sich problemlos in die große Gruppe eingefügt, hatte sogar ein/zwei Spielgefährten, alles easy.
Den Niki haben wir dann letztes Jahr im November mit nach Deutschland gebracht. Er ist jetzt 2 1/2 Jahre alt. Hier war er dann erst mal Einzelkatze, und wir haben ihn sogar mit dem Hund meiner Eltern vergesellschaften können. Der Hund ist 11 Jahre alt, und mochte keine Katzen. Niki hat das einfach "ausgesessen", auf der erhöhten Treppe, er lief auch einfach nicht weg. Ab Februar hat der Niki dann sogar aus seinem Napf fressen dürfen. Dem Hund ist dieses Selbstbewusstsein glaub ich immer noch unheimlich. Wir wohnen in absoluter Alleinlage, der Niki hat Katzentreppe, Katzenklappe, ein riesiges Revier, Freigang wann immer er will, und wir alle, funktionieren hervorragend in seinem Sinne. Auf jedem Sofa liegt eine Decke, er ist immer noch der Pascha, aber man kann ihm schlecht wiederstehen, denn er ist total lieb und verspielt. Ich gehe sogar mit der Katze jeden Tag im Gelände spazieren, und er erzählt und erzählt. Wir haben noch eine alte Kneipe, wenn es voll ist,da läuft der Niki durch 50 Leute, als wenn es selbstverständlich wäre. Soviel zum Niki.
Wir waren von April bis vor 2 Wochen wieder in Griechenland, den Niki haben wir bei meinen Eltern zu Hause gelassen, es geht ihm hier ja super gut. In Griechenland haben wir diesen Sommer 2 neue Findelkinder gefunden. Die Loulou und den Pizarro. Geschwister, von der Straße gesammelt. Die Loulou ist schneeweiß, und leider taub. Der Pizarro ist ein roter Tiger, leider etwas schreckhaft, versteckt sich auch im ersten Moment mal gern vor uns, ansonsten aber noch ein totaler Knutscher, ich bin seine "Ersatzmama", und wenn er sich nicht mindestens 2x täglich an meinem Hals "festnuckeln" darf, ist er nicht entspannt. Die 2 sind wohl so im Mai geboren, wir haben sie im Juni gefunden, und jetzt vor 2 Wochen mit nach Deutschland gebracht. Die 2 verstehen sich gut, wie Geschwister halt, manchmal spielt der Pizarro ein wenig grob mit der Loulou, dann gibt es halt Geschrei, und die Loulou trägt auch mal ne Schramme davon. Der Pizarro wiegt 4,5 kg, und die Loulou mal gerade 2,8 kg......halt ein wenig unterschiedlich.
Jetzt haben wir gedacht, unser doch ach so lieber Niki freut sich doch bestimmt über Gesellschaft, er ist doch soooo lieb.....und haben uns da wohl getäuscht, und uns auch nicht wirklich damit auseinandergesetzt, dass es anders sein könnte.......
Wir haben im Haus meiner Eltern eine Einliegerwohnung, und da der Niki den Sommer quasi bei meinen Eltern gelebt hat, hat er unsere Wohnung hier nur als Durchgang benutzt, denn die Katzenklappe von aussen geht in unser Bad. Türen waren immer offen, und er konnte tun und machen was er wollte. Die 2 Kleinen haben erst einmal unsere Küche bezogen, das war das einfachste, Klo, Futter alles schick, gibt es auch kein Problem. Dann haben wir den Niki gleich mal gucken lassen "er war ja immer so lieb", es gab geknurre und gefauche nur von Pizarros Seite, der Niki hat nur gleich mal zugelangt,der Pizarro hat sich ängstlich vermacht, und wir haben sie gleich erst mal getrennt. Das hat nur 1 Minute gedauert.
Haben Niki und die 2 neuen dann erst mal 2 Tage getrennt, wobei alle drei in der ganzen Wohnung herumlaufen können, aber nur nicht zusammen. Damit sich die Gerüche verteilen usw.
Haben eine Gittertür gebaut, die wahlweise in der Küche, oder im Bad angebracht werden kann, damit man mal die einen und mal den anderen ein wenig mehr Raum geben kann. Ich kann ja auch die Katzen nicht 2 Wochen in der Küche einsperren.
Die Loulou und der Pizarro sind nachts immer in der Küche eingesperrt, der Niki kann sie sich also anschauen/anriechen. Wir füttern die 2 Hauptmahlzeiten zusammen, nur die Tür dazwischen, das geht auch. Der Pizarro hat immer so viel Angst, dass er immer mal wieder knurrt/faucht, aber alles ängstlich, die Loulou bekommt davon nichts mit, die ist ja taub, und interessiert sich schon für den großen Roten draussen. Der Niki schaut sich alles an, sagt aber nichts(wenig). Kein knurren/fauchen, nur schauen.....dann hat sich der Pizarro mal rausgetraut, nach 4 Tagen, wir dachten na ja, mal schauen...und der Niki ist direkt drauf, kein schnuppern, kein warten und schauen.......Pizarro wollt sich verstecken, aber der Niki hat ihn verfolgt.......wir waren natürlich panisch, wie Menschen nun mal so sind, und haben sie getrennt......2 Tage später haben wir das gleiche noch mal mit der tauben Loulou probiert, da sie sich für Niki interessiert. Nur soviel, der Niki liegt auch mal auf dem Rücken vor der Tür, sieht nach Spielmodus aus usw. Knabberstangen raus, Loulou und Niki zusammen gefüttert, solange gefüttert wird ist alles ok. Kaum ist der letzte Bissen bei Niki die Kehle runter geht es gleich rauf auf die Loulou, dann hat die natürlich auch Angst, und wir haben Angst, dass der 6 kg Niki die 3 kg Loulou auch einfach platt macht. Auf anraten meiner Tierärztin habe ich eine Wasserpistole hier, damit kann ich den Niki "ablenken", damit wir sie dann immer wieder trennen.
Jetzt haben wir sie eher wieder getrennt, im moment machen wir keine Experimente, vielleicht sind wir auch zu ängstlich. Der Niki macht jetzt immer den Springteufel vor der Tür, versteckt sich....kommt dann angesprungen, und macht sich groß.......
Ich trau mich halt nicht weitere Versuche zu unternehmen, da der Niki sofort und ohne Umschweife auf die neuen losgeht, und die Fellfetzten dann gleich fliegen. Immer noch kein knurren und fauchen, das macht der alles ohne Worte.
Wir sind den halben Tag damit beschäftigt, die Türen auf und zu und wer ist wo und wie......damit sie sich nicht begegnen, aber die Gerüche sich verteilen können..... Das ganze geht jetzt seit ca. 2 Wochen so.
Lange Rede - kurzer Sinn: Sind wir auf dem richtigen Weg????
Was sollen wir machen?
Machen wir es jetzt eher falsch, da wir Stress bei den Tieren aufbauen???
Heute habe ich den kleinen Pizarro erst mal kastrieren lassen, der Niki ist sowieso schon kastriert.
Müssen wir sie raufen lassen bis das Blut fliesst, wie man so oft liest, oder woran erkenne ich, wie ernst es dem Niki ist, und ob die Kleinen vielleicht mehr "Geschrei" machen, als wirklich ist?
Oder einfach noch die Gittertür behalten, bis der Niki nicht mehr den Springteufel macht??
Ich brauch einfach ein paar Tips........Danke