Hallo,
Ich habe mir gerade ein paar Threads zum Thema IBD angeschaut, aber nicht so richtig gefunden, was uns hier gerade beschäftigt.
Also, ich habe seit Kurzem einen sechsjährigen Pflegekater. Bevor er zu mir kam war er in einem Käfig in einem Tierbedarf-Geschäft untergebracht, wo sich Kunden Adoptions-Katzen ansehen können. (Ist hier üblich, USA) Er sollte in eine Pflegestelle (zu mir) umziehen, weil er die Nase so gestrichen voll hatte von dem Käfig und der Umgebung, verständlicherweise.
Kurz bevor er dann zu mir ziehen konnte fing es an, dass sein Kot immer von etwas frischem Blut überzogen war. Die anderen Helfer vom Katzenschutzverein sind von Stress ausgegangen und/oder Futterunverträglichkeit.
Ich wollte mir erstmal ansehen, ob er vielleicht zu stark presst, denn er ist dick und hatte dort nicht viel Bewegung. Ist aber nicht der Fall, geht alles easy. Der Kot sieht ansonsten normal aus, keine Verstopfung, kein Durchfall. Der Kater ist topfit und verspielt. Trotzdem fand ich hier wieder Blut am Kot vor, regelmäßig.
Also ab zur TÄ:
Großes Kotprofil: negativ
Rektoskopie: Keine Geschwüre o.ä.
Daraufhin vermutete die TÄ eine bakterielle Ursache und verschrieb Metronidazole: Kein Effekt. Die erste Runde (7Tage) wäre zwar erst morgen durch, aber man müsste eigentlich längst eine Verbesserung sehen, wenn das die Ursache wäre.
Heute habe ich deshalb mit der TÄ geemailt und ihr noch einmal ein Foto vom Kot geschickt. Sie geht nun von IBD aus und rät, dass ich es erstmal mit hypoallergenem Futter probiere. Anfang Dezember haben wir eh wieder einen Termin, weil sein Herz noch mal untersucht werden soll (eine andere Baustelle.) Bis dahin machen wir also erstmal den Versuch mit Futter.
Falls die Futterumstellung nichts bewirken sollte, will sie eine Colonoskopie und Biopsie machen und ein Steroid geben.
Mit IBD hatte ich noch nie zu tun. Alles, was ich zum Thema bislang gefunden habe, beschreibt Durchfall und Gewichtsabnahme sowie Übergeben als typische Symptome. Keines davon trifft hier zu - Er ist pummelig, munter und macht schöne Geschäfte.
Wie geht das zusammen? Kann er IBD haben ohne Gewichtsverlust und Durchfall? Oder käme das irgendwann hinzu?
Mir war auch nicht bewusst, dass es nicht heilbar ist. Heisst das, er wird sein Leben lang futtersensitiv bleiben und Spezialfutter fressen müssen, oder kommt sowas nur gelegentlich in Schüben (z.B. ausgelöst durch Stress)? Wird IBD durch Stress getriggert? Kann sowas schlimmer werden, oder sich steigern, oder verläuft es auf einem gleichbleibenden Level? Helfen probiotische Supplemente in diesem Fall? Oder andere Zusätze?
Wie man sieht, habe ich IBD noch nicht verstanden, weiss nur, nur dass es irgendwie eine Autoimmunsache ist. Was aber spielt dann Futter dabei für eine Rolle? Mir ist nicht so ganz klar, auf was ich beim Futter achten muss, IBD ist ja keine Allergie. Reizen manche Fleischsorten den Darm mehr als andere? Wenn ja, welche Sorten sollte man bevorzugen? Ist es hilfreich, ähnlich wie bei Allergien, auf exotischere Fleischsorten umzusteigen (Hase, Wild, Pferd....)
Und wieso kommt es so plötzlich? Die letzten Monate war alles ok, egal, was er gefressen hat (nur Nassfutter).
Noch zum Futter: Er wird ab jetzt limited-ingredient, single-protein Nassfutter bekommen (nass). Wir fangen mit Ente an. Ich hoffe, das hilft. Hill Z/D (nass) oder Royal Canin Rabbit (nass) nannte die TÄ als weitere Alternativen.
Mit Barfen kann und will ich noch nicht anfangen.
Danke!