Ich muss mich gerade wieder darauf einstellen eine Katze zu verlieren. Obwohl ich mir wohl momentan noch einrede, dass ich ganz gut damit klarkomme, weil ich mich auf seinen Tod zumindest einigermaßen seelisch vorbereiten konnte, wird es an dem Tag an dem er geht (ob friedlich bei mir oder per
Euthanasie) natürlich ganz anders aussehen. Momentan ist es aber so, dass ich den Gedanken daran so gut wie möglich von mir wegschiebe, weil ich mir die letzten Wochen/Monate (so lange es mit der Medikation und ohne dass Zadei leidet halt geht) nicht kaputt machen möchte. Wir schmusen sehr intensiv, mehr als sonst und verbringen halt auch durch die ständige Kontrolle ob er Pipi gemacht hat, wenn ja wieviel und wohin, die täglichen Medikamentendosen, das spezielle Füttern, etc. mehr Zeit als sonst miteinander. Momentan leidet Mika etwas darunter, dass Zadei nicht mehr spielen möchte, aber er geht sehr lieb mit ihm um und legt sich oft in Zadeis Nähe und berührt ihn leicht.
Allgemein gesehen ist Zadei das Tier, das ich am längsten kenne, da (wir) ich ihn seit seiner 5.ten Lebenswoche habe

und er mittlerweile 15 Jahre und 2 Monate alt ist. Früher war er gar nicht auf Menschen bezogen, kam immer nur hin und wieder zu meiner besten Freundin und WG Partnerin zum Schmusen und ansonsten waren immer nur die anderen Katzen seine Bezugspersonen, allen voran sein Bruder Spike. Das änderte sich dann, als leider 2011 Spike, 2012 das Hexi verstarb und er wegen dem Umzug von meiner Freundin nach Wissen, die Nero mitgenommen hatte (die beiden haben sich nicht ganz so gut vertragen) mit mir nach Köln gezogen ist. Danach war ich seine einzige Bezugsperson. Mit dem Alter wurde Zadei sowieso von Jahr zu Jahr ruhiger und schmusebedürftiger, auch vorher schon. Er wollte z.B. bereits mit 11-12 Jahren nicht mehr so gerne nach Draußen und hat deshalb den Umzug vom Land in die Stadt gut überstanden. Nachdem Mika Anfang 2014 zu uns kam, hat er einen zweiten Frühling erlebt und unglaublich ausgiebig gespielt und gebolzt und wunderschöne 6 Monate mit Mika verbracht. Erst seit im August die Diagnose
CNI gestellt wurde, hatte er keine Lust mehr zum Spielen, wurde noch viel verschmuster und natürlich auch allgemein wegen dem Alter, Arthrose etc. ruhiger und auch tattriger. Aber er meistert sein Opa-Leben soweit ziemlich gut.
Wie Mika früher war, weiß ich nicht, da er aus dem Tierschutz kommt. Er war Anfang Februar vom Tierheimtierarzt auf ca. 10-12 geschätzt worden, ist aber unglaublich aktiv. Ich habe den Eindruck, als wäre er so ca. 8-9. Verändert hat er sich eigentlich nur insofern, dass er nicht mehr so panisch ist, wieder Vertrauen zu Menschen gefasst hat und allgemein ein sehr soziales Wesen hat. Anfangs konnte man das nicht so deutlich sehen, da er sich ständig verkrochen hat.