Erst habe ich mich auch mies deswegen gefühlt... es kam mir ein bisschen vor wie ein Verrat gegenüber meiner Lilu.
Ich glaube, dieses Gefühl kennt jeder, der schon einmal ein geliebtes Tierchen verloren hat und dann ein "neues" eingezogen ist.
Ich habe ja auch schon so einige Sternchen am Katzenhimmel, aber ich habe mich immer relativ schnell dazu entschlossen, das leere Plätzchen wieder zu füllen. Das kann natürlich nicht jeder und manche brauchen einfach eine längere Trauerzeit, die man sich dann auch zugestehen sollte.
Was einfach wichtig ist: man sollte sein Herz für das neue Tierchen öffnen, dieses so akzeptieren, wie es ist, und keinesfalls mit dem "alten" vergleichen. Jede Katze ist ja anders und einzigartig.
Was immer bei dieser Entscheidung hilft, ist das hier:
Testament einer Katze
Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament,
um ihr Heim und alles, was sie haben
denen zu hinterlassen, die sie lieben.
Ich würde auch solch´ ein Testament machen,
wenn ich schreiben könnte.
Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner
würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
meinen Napf, mein kuscheliges Bett,
mein weiches Kissen, mein Spielzeug
und den so geliebten Schoß,
die sanft streichelnde Hand,
die liebevolle Stimme,
den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt
zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird,
gehalten im liebendem Arm.
Wenn ich einmal sterbe, dann sag' bitte nicht:
"Nie wieder werde ich ein Tier haben,
der Verlust tut viel zu weh!"
Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus
und gib' ihr meinen Platz.
Das ist mein Erbe.
Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles,
was ich geben kann.
(Margaret Trowton)