Unsere Diva, schwierige Sache! Sie akzeptiert niemanden!

Diskutiere Unsere Diva, schwierige Sache! Sie akzeptiert niemanden! im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Hey liebe Foris, mein Mann und ich sind mittlerweile Ratlos, deswegen wende ich mich an euch. Es geht um unsere Mietze Paula. Ich habe sie vor...
  • Unsere Diva, schwierige Sache! Sie akzeptiert niemanden! Beitrag #1
J

Jube1990

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Hey liebe Foris,

mein Mann und ich sind mittlerweile Ratlos, deswegen wende ich mich an euch.

Es geht um unsere Mietze Paula. Ich habe sie vor 2 1/2 Jahren beim ausreiten mit meinem Pferd in einem Stoffbeutel gefunden und natürlich mitgenommen. Damals war sie 6 Wochen alt, also viel zu klein. Unser Kater Puschel, damals 11 nahm sich ihrer sofort an. Er putze sie, sie schliefen und spielten zusammen und Paula durfte sogar bei ihm nuckeln. Er drehte sich dann genüsslich auf den Rücken.

Vor 3 1/2 Monaten nahmen wir ein kleines Kätzchen zu uns auf. Puschel bereitete keine Probleme und nach 2 Tagen fing auch Paula an mit ihr zu spielen. Sie schliefen sogar zu dritt auf einem Kissen. Klar knurrte und fauchte sie noch ab und zu aber eigentlich haben sie sich wirklich ausgiebig gejagt und auf dem Kratzbaum gespielt. Dann wurde unser Puschel sehr schwer krank und wir mussten ihn einschläfern. Ab da an ging die Misere los. Plötzlich fing Paula an Lilly ganz furchtbar zu prügeln. Es gab auch blutige Ohren. Tja und Paula bevorzugte es immer mehr, garnicht mehr Heim zu kommen. Sie blieb lieber draußen als bei Lilly zu sein. Die Kleine war süße 14 Wochen alt und wir entschlossen und sie abzugeben.
Danach wurde Paula extrem anhänglich. Das war so garnicht ihre Art. Ab und zu kam sie mal zum schmusen. Das genoss sie dann auch ausgiebig, samt schnurren, tatzen und speicheln. Aber das war wirklich ungewöhnlich, sie klebte förmlich an uns. Das änderte sich lange nicht.

1 Monat nach dem Tod hat sich eine Nachbarin einen kleinen 12 Wochen alten Kater zugelegt. Aufgrund eines Unglücks in ihrer Familie musste sie übers Wochenende in die Heimat. Nachdem sie mich ewig bequatscht hatte, willigte ich ein ihren kleinen Kater übers Wochenende zu nehmen. Paula drehte total durch. Sie verzog sich auf die Hängeschränke der Küche und wenn wir sie streicheln wollten haute und biss sie uns. Sie kam nicht mehr ins Wohnzimmer und lebte quasi in der Küche. Ich war froh als der Kleine nach 3 Tagen wieder weg war. Paula beruhigte sich innerhalb weniger Stunden. Sie kam ins Wohnzimmer und ließ sich ausgiebig kuscheln. Ihre Anhänglichkeit ließ nicht nach.

In den folgenden Wochen fiel mir auf, dass sie trotz Freigang irgendwie träger wurde. Also entschieden wir uns es nochmal mit einem kleinen Kater zu versuchen. Ihr Verhalten war einfach sehr untypisch. Sie war nie ein großer Schmuser, schon garnicht zum Menschen. Das machte sie vielleicht 15 min am Tag, den Rest kuschelte sie mit unserem alten Kater der ja leider verstorben ist.
Gesagt getan, klein Nemo zog ein. Er war absolut freundlich zu ihr. Die ersten Tagen fauchte und knurrte sie. Sie zeigte aber auch Interesse, ab und an, wenn der kleine Floh nicht hinsah dann schnupperte sie ganz vorsichtig und es wurde auch ein kleines bisschen gespielt. Paula mied aber das Sofa und kam auch nicht zum kuscheln auf den Schoß aber sie saß in der Stube, also verbarrikadierte sie sich nicht in der Küche und sie behielt ihren gewohnten Freigang bei ohne länger weg zu bleiben. Einige Tage blieb es auf den gleichen stand. Sie konnten 3 Meter voneinander entfernt sitzen, aber nur mit fauchen und geknurre. Dann wendete sich das Blatt. Auf einmal fing Paula an auch den Kleinen zu prügeln. Der Lütte konnte kaum mehr futtern ohne etwas auf die Ohren zu kriegen. Selbst auf dem Katzenklo verdrosch sie ihn, so das er in die Ecken machte. Uns knurrte sie auch an, aber diesemal wurden wir nicht gehauen. Der Lütte raste dann sofort unters Sofa wenn Paula um die Ecke kam und war nur ausgelassen am spielen wenn sie im Schlafzimmer schlief oder draußen war.
Das schaute ich mir einige Tage lang an und wir entschieden uns auch das abzubrechen, weil der Kleine immer ängstlicher wurde.

Tja nun ist der Kater nach 3 1/2 Wochen, davon 1 Woche nur prügel wieder ausgezogen. Paula beruhigte sich wieder innerhalb von Stunden doch jetzt ist sie noch merkwürdiger drauf. Sie kommt zwar zum schmusen aber nur noch zu mir und nicht zu meinen Mann. Sie speichelt auch nicht mehr, was sie sonst immer getan hat. Sie ist sehr träge und schläft viel, den Freigang nutzt sie nur noch 1 mal am Tag für ein paar Stunden. Zum Spielen bekomme ich sie zwar animiert aber nur knappe 20 Minuten. Im Schlafzimmer hat sie schon immer gerne geschlafen und auch dahin zieht sie sich zurück. Ihre Schlafstätte im Wohnzimmer, ein Kissen, meidet sie völlig. Normalerweise bekommen wir, wenn sie rein kommt ein Hallo-Gurren zu hören aber seit dem Einzug von dem kleinen Kater hat sie das nicht mehr gemacht und trotz dessen Auszug auch nicht mehr.
Sie wirkt irgendwie bedrückt. Sie scheint sich aber auch gleichzeitig wohler zu fühlen. Sie ist wieder viel mehr bei uns und sucht auch den Kontakt aber dennoch wirkt sie irgendwie träge. Laut Tierarzt ist alles in Ordnung.

Ich bin völlig verwirrt. Lilly hat sie aktzeptiert. Ihr Kater stirbt und sie dreht durch. Danach extrem anhänglich, dass war sie nicht mal als Kitten. Pflegekater kommt, sie beißt und haut uns. Dazu lebt sie ausschließlich in der Küche. Pflegekater weg, Katze wieder extrem anhänglich. Neuer Kater kommt, erst alles in Ordnung (jedenfalls was eine Zusammenführung angeht) dann fängt sie wieder an zu prügeln. Kleiner Kater weg und unsere Mietze verhält sich noch merkwürdiger. Ich bin total überfragt und hab keine Ahnung was jetzt richtig ist?!

Ist sie doch eher eine Einzelkatze? Oder Einsam? Oder trauert sie? Sollen wir es vielleicht nochmal mit einem gleichaltrigen oder etwas älteren Kater versuchen?

Ach menno, ich möchte ihr doch wirklich nur gutes :-(

Lg Jule und ihre Diva
 
  • Unsere Diva, schwierige Sache! Sie akzeptiert niemanden! Beitrag #2
Huhu,

Herzlich Willkommen im Forum. Schön, dass Du Dich angemeldet hast.

Ich finde es toll, dass Du Dir um Paula solche Sorgen machst und alles unternimmst, damit es ihr gut geht. Jetzt bin ich nicht der Experte auf dem Gebiet der Vergesellschaftung. Normalerweise rät man zu einem Tier, dass das gleiche Geschlecht, das gleiche Alter und einen ähnlichen Charakter hat.

Als ihr Paula aufgenommen habt war Puschel ja schon bei Euch und es hat mit den Beiden geklappt. Aber ich halte die Konstellation Paula und "kleiner" Kater für ungünstig. Falls ihr nochmal einen Versuch starten sollt nehmt dieses Mal ein weibliches Tier (wie bereits oben beschrieben).

Ansonsten wünsche ich noch viel Spaß im Forum.

LG

PS. Es tut mir unendlich leid, dass Euer Puschel über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Er ist jetzt ein Sternenkater und wird seinen Platz immer in Eurem Herzen haben.
 
  • Unsere Diva, schwierige Sache! Sie akzeptiert niemanden! Beitrag #3
Deine Mietz hat sich mit einem älteren Kater gut verstanden - warum setzt ihr ihr dann immer wieder ein Kitten vor die Nase? Stell dir vor, sie wäre ein Mensch, dann wäre sie jetzt eine Frau im besten Alter, die eine langjährige glückliche Beziehung mit einem älteren Mann hatte. Mit ihm vielleicht in Museen gegangen ist, tolle und interessante Gespräche über das Leben und die Politik geführt hat.... Würdest du nach Tod dieses Mannes dieser Frau dann jetzt raten ein Baby zu adoptieren? Wohl kaum oder? Denn nichts von dem, was sie im Leben gut findet kann sie mit diesem Baby tun - das sind komplett andere Interesse...
Deine Mietz kann mit so einem kleinen Wuselchen nix anfangen - also such ihr nen passenden Partner im besten Alter oder gleichaltrige Freundin zum klönen - dann wird's auch passen ;-)

(aber bitte bedenke: Zusammenführungen unter erwachsenen Katzen können länger als 3 Wochen dauern und das sie dann erstmal schmollt ist normal)
 
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