130 Tage ohne Mama Stella

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Tschikitta

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130 Tage ohne meine Mama Stella

Hallo, mein Name ist Peter. Ich bin der Sohn von Stella und möchte mal berichten wie es mir und meiner Schwester Paula in den letzten 130 Tagen ergangen ist. Auch werde ich erzählen wie es unserem Dosi Helmut seitdem geht.

An dem Tag als unsere Mutter ums Leben kam, bemerkten wir es gar nicht. Abends riefen wir nach unserer Mama, aber wir bekamen keine Antwort. Das einzige was Paula und ich merkten, war das etwas nicht stimmte. Unser Dosi saß vor seinem Computer und war am Weinen. Auch unsere Dosine war am Weinen. Wir wussten nicht warum, aber wir gingen zu unserem Dosi um ihn zu trösten. Ich sprang dazu auf seinen Schoß und Paula auf den Schreibtisch. Ich konnte sehen das viele Bilder von unserer Mama auf dem Bildschirm zu sehen waren. Zusammen mit unserem Dosi schauten wir die Bilder an. Dann fing er an etwas zu Schreiben. Ich weiß nicht was es war.

Am anderen Tag, Paula und ich suchten wieder unsere Mama, rief uns unser Dosi. Er zeigte uns eine Stelle unter dem Kirschbaum und sagte uns, das unsere Mama gestorben ist und nun im Regenbogenland ist. Paula und ich verstanden ihn nicht, darum setzte sich unser Dosi auf den Boden. Dann erzählte er uns von dem Regenbogenland, wie schön es dort ist und das wir dort unsere Mama wieder treffen werden. Langsam begriffen wir beide, das unsere Mama gegangen ist und nie mehr zurück kehren wird. Beide fingen wir an zu weinen, aber unser Dosi tröstete uns. Wir legten uns auf das Grab meiner Mama und Dosi kraulte uns ganz sanft. Dabei sprach er noch immer zu uns. Noch immer erzählte er vom Regenbogenland, wer dort hinkommt und auch von der Regenbogenbrücke erzählte er. Dabei war unser Dosi selbst am Weinen. Doch seine sanfte Stimme, die trotzdem so fest war, tröstete Paula und mich.

Jeden Tag gehen Paula und ich zum Grab meiner Mama. Wir legen uns dann neben das Grab, denn auf dem Grab hatte Dosi Blumen gepflanzt. Immer kam dann Dosi zu uns und erzählte von unserer Mama. Meistens aus der Zeit vor unserer Geburt. Auch erzählte er von unserem Vater. Das war ein roter Kater. Sicherlich ist Paula auch deswegen rot.

Oft saß Paula oder ich auf seinem Schoß wenn er am Computer war. Der andere saß dann immer auf dem Schreibtisch. Dann zeigte uns Dosi Bilder von unserer Mama und erzählte wie es zu dem Bild, das wir gerade sahen, gekommen ist. Trotz unserer Trauer mussten wir oft Lachen. Aber sehr viel weinen. Auch unser Dosi weint sehr viel. Besonders dann, wenn er wieder an Mama schreibt. Einige Tage ging es ihm in letzter Zeit gut und er hat nicht geweint. Aber als er schrieb wie er Mama das erste Mal gesehen hat, musste er wieder weinen.

Zu Beginn unserer Trauer habe ich Paula oft gefragt ob sie mit zu Mama geht. Immer kam sie mit. Oder sie hat mich gefragt. Wir legten uns dann immer zu ihrem Grab. Denn auf diesem waren ja die Blumen. Inzwischen sind die Blumen verwelkt, aber Dosi ging in den Keller und kam mit vielen künstlichen Blumen wieder. Die steckte er auf das Grab und sagte dabei das Mama Blumen sehr geliebt hat. Auch im Winter soll das Grab mit Blumen geschmückt sein, wenn auch nur künstliche. Aber wenn es wieder wärmer wird, kommen wieder richtige Blumen auf das Grab.

Einmal saßen Paula und ich an dem Grab als Dosi kam und sich zu uns setzte. Er fing an zu erzählen, das wir unserer Mama alle Fragen stellen können, die uns Belasten. Wir würden zwar in dem Moment keine Antwort bekommen, aber wenn es an der Zeit ist und wir unsere Mama wiedersehen würde sie alle Fragen beantworten. Unser Dosi würde viel darum geben wenn er Mama noch mal streicheln könnte. Dazu meinte er, auch irgendwann kommt die Zeit das dieses geschehen wird und darauf freue er sich schon.

Inzwischen müssen Paula und ich über einen Zaun springen wenn wir zu Mama wollen. Den Zaun hat Dosi gebaut, damit die Hunde nicht an das Grab können. Oft waren die Hunde an dem Grab. Sie haben zwar nicht gebuddelt, aber dafür die Blumen kaputt gemacht. Darum hat Dosi den Zaun gebaut.

Vor ein paar Tagen nahm Dosi uns beide auf den Arm. Dann ging er zu einer Stelle an dem man freie Sicht auf den Himmel hat. Dort sagte er: „Seht ihr diesen Stern dort? Das ist der Stern von eurer Mama. Dieser Stern wacht jetzt über euch. Auch wenn ihr ihn nicht sehen könnt weil Wolken davor sind, Stella wacht über uns alle!“ Als er das sagte fing er wieder an zu weinen. Dann ging er wieder zum Haus, wobei wir noch immer auf seinen Armen waren.

Noch immer gehen wir an Mamas Grab, Auch nach 130 Tagen gehen Paula und ich jeden Tag dahin. Entweder Liegt Paula oder ich dann im Kirschbaum. Von dort können wir den ganzen Garten überblicken. Besonders ist Mamas Grab zu sehen. Das war Mamas Lieblingsplatz. Dort waren immer die Sonnenstrahlen. Mamas Grab sieht sehr schön aus mit der weißen Umrandung. Da Mama direkt neben Oma Tiger liegt, hat Dosi die Umrandung so groß gemacht, das Tigers Grab mit eingebunden ist. Das hat er gemacht, weil Tiger und Mama sich so gut verstanden haben. Vom ersten Tag an, als Mama hier ins Haus kam, hat Tiger sie beraten. Auch hat sie ab und zu mit Mama gekuschelt Das hat sie mit Luna nie gemacht. Darum nennen wir Tiger auch Oma. Doch leider ist sie auch schon im Regenbogenland. Dort sind Oma und Mama mit Sicherheit wieder vereint.

Wenn ich wieder wegen Mama geweint habe, kann Dosi das sofort sehen. Er nimmt mich dann immer auf den Arm und tröstet mich. Weil Paula ein rotes Fell hat, kann man nicht gut sehen ob sie geweint hat. Aber auch sie weint täglich.

Wenn er nach uns ruft, sagt er immer „kleiner Schwarzer Mann“ zu mir. Meine Schwester Paula nennt er dann „Paulinchen“.

Euer Peter


Hallo ich bin Paula

Ich kann mich nur den Worten meines Bruders anschließen. Die erste Zeit war sehr schwer für uns beide. Schließlich wussten wir nicht wo Mama geblieben ist. Erst als Dosi uns das Grab gezeigt hat, erfuhren wir was geschehen ist. Die Todesursache hat uns Dosi nicht erzählt. Er sagte einmal das wir das Mama Fragen sollen. Er würde es uns nicht erzählen. Als er das damals sagte musste er ganz stark weinen. Sehr oft nimmt er uns einfach so in seinen Arm und redet mit uns. Nicht nur über Mama. Er erzählt oft von den Tieren die er unterwegs trifft.

Neulich saß ich auf dem Lieblingsplatz von Mama und war am Weinen, da kam er und setzte sich an Mamas Grab. Dann fing er an zu reden. Als ich ihm zuhörte merkte ich, das er gar nicht von Mama sprach. Er erzählte die Geschichte des Regenbogenlandes. Anschließend rief er mich und Peter, der inzwischen auch da war, und zusammen gingen wir zu seinem Computer. Dort rief er die Geschichte des Regenbogenlandes auf. Alle drei waren wir am Weinen. Aber Peter und ich haben begriffen das irgendwann auch wir beide ins Regenbogenland gehen werden. Dort treffen wir dann Mama wieder!

Wir werden so wie zu Lebzeiten von Mama verstecken spielen, oder auch nur fangen. Das hat immer sehr viel Spaß gemacht. Mama hat das Stundenlang mit uns gespielt. Wir konnten nicht genug davon bekommen. Peter und ich spielen zwar immer noch zusammen, aber es macht nicht so richtig Spaß ohne Mama. Das findet auch Peter.

Gestern waren wir wieder am Grab von Mama. Unser Dosi war am Schlafen. Dachten wir, denn auf einmal kam er zu uns und wechselte den Akku in der Lampe die auf Mamas Grab steht. Dabei sprach er wieder mit uns. Er sagte, das die Lampe immer des Nachts brennen muss. Den Grund sagte er nicht. Ich konnte sehen, das er mit den Tränen am Kämpfen war. Da musste auch ich wieder weinen. Trotzdem bin ich zu Dosi gegangen und hab ihn getröstet. Er nahm mich dann auf den Arm und streichelte mich am Kopf. Er sagte einmal, das Mama das sehr gerne gehabt hat. Sie war direkt süchtig danach. Auch ich bin süchtig danach. Peter mag das auch sehr gern, aber bei ihm muss das nicht sein. Er hat es lieber an der Seite des Kopfes.

Dosi geht jeden Tag zum Grab von Mama. Egal ob es regnet, stürmt oder die Sonne scheint. Er sitzt oder steht dann an dem Grab und redet mit Mama. Peter und ich wissen inzwischen, das er die ersten Minuten alleine sein möchte, darum folgen wir ihm erst später. Peter sagte mal zu mir, das er glaube das es Dosi genauso gehen würde wie uns beide. Immer wenn wir am Grab sind weinen wir und das scheint Dosi auch zu machen. Darum sollen wir ihn auch zuerst in Ruhe lassen, damit wir das nicht merken. Aber wir merken es doch. Beide zeigen wir aber nicht das wir es gemerkt haben.

Vor ein paar Wochen war er zusammen mit unserer Dosine in Bayern bei seiner Tochter. Peter und ich dachten erst, das er gegangen ist. Dann ist Peter aber eingefallen das Dosi dieses ja gesagt hatte als er das Haus verließ und weg fuhr. Als er nach dem zurückkommen davon erzählte konnten wir sehen, das ihm das gut getan hat. Mal zwei Tage was anderes sehen scheint ihm geholfen zu haben.

Als er so Schmerzen im Bein hatte, hat er oft des Nachts nicht geschlafen. Peter und ich wollten helfen, doch wir konnten es nicht. Dafür hat er uns dann die ganze Nacht gestreichelt. Glaube ich zumindest. Denn wenn ich am Schlafen war, habe ich seine Hand nicht gespürt. Aber sobald ich wach wurde merkte ich seine streichelnde Hand. Das hat uns sehr geholfen über den Verlust von Mama hinweg zu kommen. Dabei sprach er mit uns, wenn er nicht gestöhnt hat vor Schmerzen.

Vor ein paar Tagen habe ich von Mama geträumt. Dabei war ich sehr entspannt. So entspannt, das ich sogar geschnarcht haben soll. Sagte mir jedenfalls Peter, der durch das Geräusch an geloggt wurde. Ich habe in meinem Traum wieder mit Mama fangen gespielt. Das hat einen riesen Spaß gemacht. Als ich dann wach wurde habe ich geweint und Dosi hat mich dann auf seinen Arm genommen und getröstet. Er wusste wohl warum ich weine.

Wenn Peter und ich bei unserem Dosi sind, fühlen wir uns immer wohl. Er hat so viel zu erzählen von Mama, aber auch von den anderen Katzen und Hunden hier im Haus. Ich muss ehrlich sagen, das ich mich schon freue irgendwann all die Tiere kennenzulernen, die bei unserem Dosi gelebt haben. Auch Peter geht es so. Doch beide hoffen wir, das es noch sehr lange dauert bis wir über die Regenbogenbrücke gehen.

Eure Paula
 
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