Angst vor geschlossenen Türen

Diskutiere Angst vor geschlossenen Türen im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo liebe Katzenfreunde, ich wende mich bewusst an euch, ein nächster Schritt wäre eine neue Wohnung oder ein Katzentherapeut... Paula (oder...
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KarlaMohn

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Hallo liebe Katzenfreunde,
ich wende mich bewusst an euch, ein nächster Schritt wäre eine neue Wohnung oder ein Katzentherapeut...

Paula (oder auch Frau Paula genannt) ist eine ca. 9 Jahre alte Katze, ich habe sie seit 4 Jahren, aus dem Tierheim, hat vorher bei einer alten Frau als reine Wohnungskatze gelebt. Wir beide haben schon in verschiedenen WGs gelebt und sie hatte immer Freigang. Obwohl das WG-Leben und Umzüge ihrem Naturell widersprechen, hat sie die jedes Mal besser überstanden und sich immer überraschend schnell eingewöhnt. Im Sommer ist sie hauptsächlich draussen, nicht weit weg, sie begrüsste mich auch oft an der Tür und quaschte. Im Winter war sie meistens drin, selten aber länger als 12 Stunden am Stück. Sie ist insgesamt eine sehr scheue, zurückhaltende Katze, die sich nicht hochheben lässt, verspielt ist sie nur 5 Minuten am Tag, eigentlich will sie nur eins: schlafen und gestreichelt werden :)

Vor einem Jahr bin ich mit meinem Freund in eine kleine Zwei-Zimmer-Wohnung mit einem Balkon gezogen. Sie hatte keine Probleme mit dem Umzug, hat es sich sofort (nach wenigen Stunden!!) heimisch gemacht und als dann der Sommer kam, gehörte der Balkon ihr.

Vor zwei Monaten hatte sie Entzündungen im Ohr und am Auge. Das Einfangen ist schon hochproblematisch mit ihr, purer Stress. Aber irgendwann hat man ja Routine. Ich habe ihr also zwei Wochen Medikamente geben müssen, das war furchtbar für sie.

Sie hat dann irgendwann beschlossen, nicht mehr in die Wohnung zu kommen, solange die Balkontür zu ist. Weil sie sich dort sicher gefühlt hat, ich habe sie dort nie gefangen. Seit zwei Monaten also weigert sie sich, bei geschlossener Tür in die Wohnung zu bleiben, es ist so schlimm, dass niemand zwischen ihr und der Tür kommen darf. Sie kommt nachts rein, da lassen wir ihr die Tür auf und sie schläft und frisst in der Wohnung. Tagsüber ist sie auf dem Balkon, der ganz auf ihre Bedürfnisse eingerichtet ist. Mittlerweile starrt sie aber den ganzen Tag in die Wohnung und mauzt, weil sie rein will - aber nur, wenn ich nicht da bin und die Tür zu machen könnte...wenn ich oder mein Freund die Tür aufmachen, kommt sie höchstens n Meter rein, auch nach einer halben Stunde weigert sie sich, obwohl sie ja will! Sie hat solche Angst...

Das ist echt viel Text, vielleicht hat es sich ja jemand durchgelesen. Es ist bereits besser geworden, da mein Freund und ich sie ja streicheln und ihr gut zusprechen und sie ja auch möchte. Aber der letzte Schritt, das Vertrauen in die geschlossene Wohnung, die kommt wohl nur mit der Zeit, oder nie wieder?

Danke!
 
  • Angst vor geschlossenen Türen Beitrag #2
Ich habe leider (oder glücklicherweise) damit keine Erfahrung. Aber bei mir war es so, dass ich meinen Katzen 1 Woche lang Metronidazol geben musste. Widerlich bitter schmeckende Antibiotika. Dabei geholfen hat meine Nachbarin, ich habe festgehalten und sie hat die Tabletten platziert.
Es wurde sich dann sofort unter das Bett verzogen, sobald meine Nachbarin durch die Tür kam. Das blieb auch eine ganze Weile so. Aber inzwischen kommen sie wieder an und schmeißen sich ihr zu Füssen, um gekrault zu werden (hab ich eigentlich Katzen oder Hunde?).

Ich glaube, das wird bei dir sicher auch besser werden.
Ich würde ihr Leckerchen nur noch drinnen geben. Ebenso wie Streicheleinheiten. Das Gute gibt es halt nur in der Wohnung. Die Tür würde ich dann immer weiter schließen (von weit geöffnet bis angelehnt und dann zu).
Du könntest auch mit ihr klickern. Das wird oft empfohlen und ungelogen, es stärkt die Bindung.
 
  • Angst vor geschlossenen Türen Beitrag #3
Lasst ihr auf jeden Fall viel Zeit und bringt ihr viel Geduld entgegen. Wie du schon richtig festgestellt hast, fühlt sie sich auf dem Balkon sicher, da das Medikamente-bekommen für sie sehr stressig war. Versucht also, sie mit viel gutem zureden, Geduld und Leckerlis in GANZ KLEINEN SCHRITTEN wieder an die Wohnung zu gewöhnen.
Anconsten wäre auch Clickern eine Möglichkeit, das wird allerdings natürlich bei einer scheuen Katze wie ihr trotzdem viel Zeit und Geduld erfordern. Geduldig sein müsst ihr also so oder so...
Edit: Frigida war schneller - im Prinzip also volle Zustimmung zu dem was Frigida sagte :-D
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Angst vor geschlossenen Türen Beitrag #4
Was mir spontan so einfällt wäre, dass Du viel mit ihr zusammen auf dem Balkon bist (kein Vergnügen bei dem Wetter, aber es gibt ja warme Kleidung ;-)). Vielleicht schafft sie es dann sogar irgendwann die Wohnung wieder zu betreten (während Du noch draußen bleibst)?
 
  • Angst vor geschlossenen Türen Beitrag #5
lasst euch von einem Glaser eine Glasscheibe mit Katzenklappe einsetzen.

Bei Auszug müsst ihr natürlich wieder die Originalscheibe einbauen lassen.

Ansonsten Geduld, Ruhe, Geduld, Ruhe

Clickertraining ist wirklich eine ganz tolle Lösung - meine Angstmieze hat dadurch großes Selbstbewusstsein aufgebaut und die pers. Bindung verstärkt
 
  • Angst vor geschlossenen Türen Beitrag #6
Hey,
vielen lieben Dank für eure schnellen Antworten!

Sie bekommt ihr Fressen drinnen, aber manchmal spielen wir mit ihr draussen, da gibt es Leckerlies. Wir nutzen den Balkon auch im Sommer nicht (nicht wegen ihr), weswegen das eigentlich jetzt ihr totaler Rückzugsraum ist und wir haben das bisher auch so gehalten, weil sie immer total panisch wird (und sie fühlt sich dann in keiner ihrer drei Höhlen mehr wohl), wenn wir dann doch mal da sind. Ich glaube auch, dass es besser wäre, die guten Sachen für in der Wohnung zu behalten, weil mein Eindruck ist, dass es sie bestärkt, rein zu kommen, weil sie hier Liebe und Fressen bekommt.
Das Clickertraining kannte ich noch gar nicht, auf den ersten Blick frage ich mich, wie das ihr Selbstwertgefühl steigern soll und ausserdem soll sie ja nicht ein kurzes Verhalten gut finden, sondern das Vertrauen in uns zurück gewinnen. Aber ich schau mir das mal genauer an, wenn ihr sagt, das kann einer ängstlichen Katze helfen, dann ist es ein Versuch wert!

Glastür mit Klappe ist eine Überlegung wert, mal herausfinden wie teuer das ist!

Danke für eure Antworten, war in letzter Zeit schon etwas verzweifelt, weil sie immer reinschaut und mauzt und sich nicht traut, aber es ist ja schon besser geworden und Geduld, Liebe und Leckerlies sollten bald alles wieder gut machen....

...bis zur nächsten Flohkur :-?

Liebe Grüße
 
  • Angst vor geschlossenen Türen Beitrag #7
Ich bin ein Fan von Bachblüten und habe damit mit meinem Kater gute Erfahrungen gemacht.
Es gibt BB-Mischungen auf Zuckerbasis (nicht auf Alkohol) für verschiedene Anlässe, z.B. auch für durchlebte schwierige Situationen oder Du suchst Dir einen TÄ/Tierheim, der mit Bachblüten arbeitet.
(Tipp: Star of Bethlehem ist für die Überwindung solcher schlechten Erfahrungen hilfreich)

LG
 
  • Angst vor geschlossenen Türen Beitrag #8
Sie hat dann irgendwann beschlossen, nicht mehr in die Wohnung zu kommen, solange die Balkontür zu ist. Sie kommt nachts rein, da lassen wir ihr die Tür auf

Dieses verstehe ich noch nicht so ganz.:-? Ist die Balkontür also tagsüber geschlossen und die Miez ist den ganzen Tag auf dem Balkon und sie kann nur nachts rein?
 
  • Angst vor geschlossenen Türen Beitrag #9
Hallo Hildegunst,
eine Weile hat sie Bachblüten bekommen, die auf sie abgestimmt waren. Wir fanden, das war vor zwei Jahren, das ihr das gut getan hat. Habe ich auch überlegt, das wieder zu nehmen, schaden kann es ja nicht.

36 Pfoten, hier mal genauer erklärt, damit es nicht ganz so furchtbar wirkt:
Derzeit sieht es so aus, dass sie tagsüber fast nur auf dem Balkon ist. Dort hat sie einen Kratzbaum, eine weitere Höhle, einen Stuhl mit Polster zum sonnen und eine Katzenbox (eine Pappschachtel mit Styropor, Zeitung und Mülltüten verkleidet, mit Heu und Decken ausgestattete Box). Dort hat sie sich eigentlich immer sehr wohlgefühlt, sich gesonnt, gespielt usw. Wasser hat sie dort unbegrenzt, große Schüsseln sind imer voll Regenwasser. Mittlerweile hat sie auch ihr Katzenklo draussen. Im Sommer war es kein Problem, ihr die Türen bzw. Fenster immer aufzulassen, damit sie frei nach draussen gehen kann. Jetzt im Winter geht das nicht. Zuerst wollte sie ja auch überhaupt nicht mehr rein und jetzt bittet sie mit Miauen, reingelassen zu werden. Wir haben zwei Räume, vom Schlafzimmer aus geht die Tür, vom Wohnzimmer aus ein Fenster auf den Balkon. Wenn wir in einem Raum sind, machen wir ihr im anderen Raum Tür oder Fenster auf und sie kommt zum fressen und anschliessend zu uns, lässt sich streicheln (gestern hat sie sich sogar eine Weile hingelegt und geputzt!). Aber nur solange wir uns kaum bewegen und der Fluchtweg frei bleibt. Nachts lassen wir das Fenster auf und sie kann rein und raus wie sie will. Bisher geht das ganz gut, der Winter ist auch recht milde. Nur tut es mir schon weh, wenn sie stundenlang vorm Fenster sitzt und uns anschaut, und trotzt mehrmaliger Versuche nicht drin bleiben möchte.
Da fast immer einer von uns da ist, können wir auch ganz gut auf sie reagieren. Wenn wir mal ein paar Tage nicht da sind, wie über Weihnachten, lassen wir ihr die Balkontür auf.

Ich bin insgesamt recht unsicher (gewesen?), weil ich dachte, ich würde falsch mit der Situation umgehen. Vielleicht setze ich zuviel auf den Faktor Zeit und Geduld und müsste mich mehr um sie bemühen, aber sie ist halt so scheu, dass ihr zuviel Aufmerksamkeit sonderbar vorkommt. Gerade von meiner Seite aus, die sie ja immer einfangen musste. Wenn ich auf sie zugehe, jedenfalls war das nun fast zwei Monate so, hat sie abgeblockt, weil sie ja dachte ich würde sie einfangen. Streicheleinheiten und Spielen gab es dann viel von meinem Freund, der immer der gute ist ;)

Lieben Dank nochmal an euch, ihr seid eine große Hilfe!
 
  • Angst vor geschlossenen Türen Beitrag #10
Das ist doch schonmal toll, dass sie sich kurz gelegt hat.

Nein, ich glaub nicht dass Du allzuviel "aktiv" tun kannst. sondern wohl wirklich nur "die Luft anhalten" wenn sie in der Nähe ist. Vielleicht gewöhnst du Dir an, Leckerlies in der Tasche zu haben, die Du ganz vorsichtig anbieten kannst, wenn sie rein kommt und halbwegs entspannt ist?
Wenn ihr die Bachblüten damals geholfen haben würd ich das nochmal versuchen.
 
  • Angst vor geschlossenen Türen Beitrag #11
Hey,
klar, mit Leckerlies haben wir vorher auch schon "gearbeitet", aber jetzt setzen wir sie strategischer ein!
Danke & LG, Karla
 
  • Angst vor geschlossenen Türen Beitrag #12
Ich habe auch noch etwas überlegt.
Wie groß ist denn euer Kratzbaum in der Wohnung?
Falls er nur klein ist: Ich glaube, sie braucht einen deckenhohen Kratzbaum, so dass sie ganz oben - außer eurer Reichweite - sitzen kann und euch beobachten.
Vielleicht wäre dann auch ein Catwalk ganz gut, so dass sie über euch herum laufen kann.
 
  • Angst vor geschlossenen Türen Beitrag #13
Hallo Frigida,
in der Wohnung hat sie verschiedene Höhlen und Liegeplätze. Ich habe aber festgestellt, erst in dieser Wohnung, also ungefähr seit einem Jahr, dass sie nicht mehr gerne springt. Da sie ja eine sehr ängstliche Katze ist, ist sie innerhalb der Wohnung nie viel gesprungen, da ist sie sehr unsicher (da sehr schreckhaft), draussen dagegen habe ich sie auf Tische und Bänke rumhopsen gesehen (da hat auch abgenommen). Sie bevorzugt auch den Eingang durch die Balkontür, beim Fenster muss sie vorher übers Sofa (sie springt nicht direkt) aufs Fensterbrett, da ist sie besonders bei Angst ja sehr unsicher. Den "Catwalk" habe ich auch schon in Erwägung gezogen, aber sie scheint mir viel zu unsicher bei schon einfachen, bekannten Sprüngen aufs Fensterbrett oder auf die Sofalehne, dass ich das nicht möchte, ich glaube auch nicht, dass ihr das Sicherheit gibt. Sie war schon immer eine Boden bzw Höhlenkatze, die nie nach oben geflüchtet ist - selbst auf das Sofa oder einen Stuhl geht sie nur, wenn sie sich wohl fühlt. Wenn auf Tische, Betten, Schränke dann nur aus Übermut und in ihren Fünf-Minuten. Sie hat sogar son Kratzbaum mit Mini-Hängematte auf Heizungshöhe, direkt an der Heizung, vom Fensterbrett aus zu erreichen - benutzt sie nicht, nur zum kratzen....

Da wir sowieso einen frischen Kratzbaum für die Wohnung brauchen, werde ich dennoch in Erwägung ziehen, einen zu kaufen, der wirklich mal bis zur Decke geht, wir haben da eigentlich eine ganz gute Ecke für. Wenn sich da dann herausstellen sollte, unterer Decke, das ist was für sie und sie ist sicher genug, dann kann ich den Catwalk anschaffen.

Lieben Dank für deine Gedanken. Mittlerweile sind ja schon sehr viele Ideen zusammen gekommen, ich bin ein wenig gerührt :)
 
  • Angst vor geschlossenen Türen Beitrag #14
was ganz wichtig ist, du darfst sie in ihrer Angst nicht bestätigen.

Wenn sie ihr ängstliches Verhalten zeigt, solltest du sie ignorieren
Wenn sie zu dir kommt, belohnen und streicheln.

Man bestärkt eine Katze ganz leicht in ihrer Angst, in dem man ihr bei ängstlichem Verhalten gut zuredet und sie besonders beachtet.

ist schwierig, ich weiß

beschäftige dich bitte unbedingt mit dem Clickern - es ist echt klasse
 
  • Angst vor geschlossenen Türen Beitrag #15
Ich habe einen deckenhohen Kratzbaum von Petfun dazu gekauft.
Zuerst hatten meine zwei auch Angst, dort hinauf zu klettern. Aber Leckerlis haben sie dann dazu gebracht.
Inzwischen wird rauf gerast!

Aber meine sind nicht wirklich ängstlich. Man sitzt dann auch mal auf dem Türblatt oder springt quer durch den Raum von einem Schrank zum nächsten.


Da stimme ich fuzzy voll zu. Wenn bei mir eine der Katzen vor irgend etwas Angst hatte, habe ich das einfach ignoriert. Aber zu zweit oder jetzt gar zu dritt ist auch vieles einfacher.
 
  • Angst vor geschlossenen Türen Beitrag #16
Hallo Fuzzy,
ja sowas habe ich mir auch schon gedacht. Ich habe gerade überlegt, wie wir das hier machen. Und eigentlich habe ich schnell aufgehört, mich mit ihr zu beschäftigen, während sie panisch ist - sie also in Ruhe in ihrem jeweiligen Schutzraum gelassen, derzeit ja der Balkon. Weil mich das selber stresst und ich immer denke, zwei gestresste zusammen, das wird nichts. Aber nach fast zwei Monaten fragt man sich ja dann doch mal, ob das eine gute Taktik ist. Ich habe mir auch immer gedacht, wenn sie von sich aus kommt, ist das besser, weil sie dann was will, weil sie dann ruhig und mutig ist und dann kriegt sie es auch und merkt, das ist gut und jetzt mittlerweile fordert sie ja wieder wesentlich mehr ein.

Eine Weile dachte ich, wenn ich sie in Ruhe lasse, wenn sie gestresst ist, wenn ich ihr dann das gebe, was sie will (wie eine offene Tür zum Beispiel), dann bestärke ich sie dadrin, dass sie Angst haben muss und das sie das jeweilige dann braucht. Wir haben dann mal das Gegenteil ausprobiert (2x, mehr nicht...): Tür zu und Katze drin, nach dem Motto, sie wird schon merken, dass es doch gar nicht so schlimm ist! Aber ich habe das keine 3 Minuten ausgehalten, es war furchtbar wie sie gemauzt hat und dann pinkelt sie vor stress und weiß nicht wohin...ich dachte mir, das kann ja auch nicht richtig sein!

Also war mein Bauchgefühl größtenteils richtig, das beruhigt mich ja etwas.

Danke dir für deine Antwort!!


Hmmm Frigida, ja ignorieren...ignoriere ich ihre Angst? Vielleicht bestärke ich sie doch dadrin? Offene Türen sind besser? Aber ignoriere mal eine Katze die vor lauter Stress pinkelt und mauzt...

Ich schau nochmal, was ich in der Wohnung verbessern kann, dass es ihr hier wieder sicher vorkommt (wobei sie ja vor MIR angst hat....)

Danke und bye
 
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  • Angst vor geschlossenen Türen Beitrag #17
Das wird schon. Ich würde wirklich das Klickern probieren.

Ich hatte mit Milka und Imano nach ihrem Einzug etwas Probleme gehabt, weil sie Angst vor mir hatten. Bei mir hat es genutzt, sie gelegentlich kurz auf den Arm zu nehmen und sofort am Ursprungsort wieder abzusetzen.
Sie haben gelernt, dass ihnen nichts passiert.
Aber das waren kleine Kitten und nicht eine 9 Jahre alte Katze.

Du musst wahrscheinlich viel Geduld haben und vielleicht über eine Katzenklappe nachdenken. :mrgreen:
 
  • Angst vor geschlossenen Türen Beitrag #18
Hey,
Danke, das ist nett. Ich glaube auch, dass es wieder wird. Katzenklappe ist zu teuer, würde ein paar hundert Euro kosten das Fenster auszutauschen und was anderes einzusetzen und da wir max. 1-2 Jahre hier noch wohnen werden (wahrscheinlich sogar weniger), lohnt das nicht. Aber bis zum Umzug wird es wohl besser werden & ab Frühjahr haben wir eh immer Fenster weit auf. Und in neuen Wohnungen war sie in den ersten Wochen immer ganz chillig, bis sie dann raus durfte, dann gab es nur noch die Freigänger-Katze die höchstens bei -15 Grad und Schnee 1-2 Tage in der Wohnung zugebracht hat.
 
  • Angst vor geschlossenen Türen Beitrag #19
Erstmal danke für die nähere Erklärung, warum diese Miez so gerne auf dem Balkon "wohnt". Sie scheint etwas speziell zu sein.;-)


Nochmal ein Gedanke hierzu:
in der Wohnung hat sie verschiedene Höhlen und Liegeplätze.

Wo stehen denn diese Höhlen und Liegeplätze? Etwas abseits oder muss sie dafür in Eure Nähe, um diese zu erreichen?

Und wo sind diese Orte? Auf dem Boden oder etwas höher?

Ich selbst habe ja vor Jahren 2 Extrem-Scheulinge aufgenommen, Minki und Möhrchen. Die beiden haben sich überhaupt nicht in meine Nähe getraut, sondern sich immer hinter einer Kommode verschanzt. Es hat ein halbes Jahr gedauert, bis ich sie überhaupt das erste mal berühren durfte.

In der Zeit bin ich nur schleichenderweise und in gebückter Haltung durch die Wohnung gegangen...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Angst vor geschlossenen Türen Beitrag #20
Hey 36 Pfoten,
manchmal frage ich mich, ist die Katze so speziell, weil ich sie in einigen Macken unterstütze :mrgreen: ?

Ihre Verstecke und Lieblingsplätze sind alle auf dem Boden bzw. Bankhöhe, jeweils unterschiedlich nah und fern von uns bzw. der Ausgänge. Aber ich musste sie ja aus allen regelmäßig rausjagen, um ihr die Medis zu geben. Das war nicht schön, muss schon traumatisch gewesen sein...Vielleicht sollte ich ihr neue aufbauen, in Sichtweite der Tür. Nur weiß ich noch nicht, wie sie die als sicher empfinden kann, wo sie doch immer gleich in Panik ausbricht, wenn die Tür zu ist. Danke aber für den weiteren gedanklichen Anreiz, er kommt mit auf die Maßnahmenliste. Ein kleiner Baustein.

Paula hat die ersten zwei Wochen hinter einem in einer Ecke lehnenden Spiegel gelebt. Ich bin mit ihr zusammen zum Futter gerobbt. Nur Nachts ist sie ausgetickt, wie ein junges Reh, das war sehr schön. Bei ihr ist es so, dass sie sehr lange braucht, um Vertrauen aufzubauen (in Menschen und Umgebungen), länger als die durchschnittliche Hauskatze mit einem normalen also ungestörten Vertrauensverhältnis zu Menschen. Wenn das einmal weg ist bei ihr, dann dauert, tja, Monate, Jahre oder bis eine äußerliche Veränderung eintritt...

Mein Freund schafft übrigens weitere Fortschritte. Ich habe ihn gebeten, wenn sie reinwill weil sie offensichtlich Hunger hat, sie erstmal mit Leckerlies zu füttern. Und er war ganz mutig und hat das Fenster zugemacht, sie gestreichelt, ihr dann die geilsten Leckerlies gegeben und sie war hin und weg und total begeistert, aber sobald das Programm vorbei war, wollte sie wieder rausgelassen werden. Aber er ist auch der Gute, er darf derzeit mehr bei ihr als ich...

Liebe Grüße, K
 
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