Das neue Jahr fing für meine Frau und mich äußerst tragisch und traurig an. Das für mich unfassbare, ein Alptraum ist passiert. Ich habe am Neujahrstag meinen eigenen geliebten Kater überfahren. Trotz sofortiger Verbringung in eine gute Tierklinik war ihm nicht mehr zu helfen. Wir hatten im Juli 2013 unsere Katze, die wir bis dahin hatten, durch eine Krankheit im Alter von 10 Jahren verloren. Das war eine Freigangkatze, die rein und rauskonnte wie sie wollte. Wir wohnen in einer Siedlung aber ländlich, mit vielen Gärten und Auslauf. Nach ein paar Tagen ohne ging es meiner Frau und mir nicht gut, es fehlte was. In unserer Nachbarschaft wohnt eine Frau von der Katzenhilfe die ich ansprach, ob sie helfen Könnte. Sie zeigte uns 3 Geschwisterkatzen die zu dem Zeitpunkt 7 Wochen alt waren, das war Ende August. Zwei Katzen und ein Kater, bildschöne Tiere,schwarz, Kurzhaar mit weißer Brust und Pfoten. (Wie Felix auf der Futterpackung). Der Kater und meine Frau gingen sofort eine innige Beziehung ein und eine Katze kam sofort zu mir. Die drei waren im Freiland geboren worden und sehr zutraulich. Ein Weibchen war schon versprochen und wir konnten uns nicht entscheiden. Also nahmen wir den Jungen und das Mädchen. Die beiden kamen super miteinander aus und spielten und tollten den ganzen Tag herum. Als es im Herbst noch schöne warme Tage gab, ging ich mit beiden an der Leine raus. Das war für die beiden eine tolle Erfahrung. Diese Neugier auf alles was es zu sehen und hören gab - Vögel und Wind und Blätter. Im Dezember wurden dann beide kastriert, weil feststand das die auch wieder freigänger werden sollten. Vor Weihnachten liessen wir dann beide ohne Leine raus aber unter Beobachtung. Meine Frau und ich hatten schon ein wenig Angst ob sie nicht weglaufen, war aber kein Problem. Einmal Rufen oder Geräusch mit dem Futternapf und schon kamen beide im Galopp an. An Neujahrstag war schönes Wetter und ich sagte, beide Katzen können raus. Nach zirka einer halben Stunde wollte ich an der Tankstelle Brötchen holen. Ich startete den Motor, fuhr aber nicht sofort los weil ich damit rechnete das die beiden wenn sie das Auto hören angelaufen kommen. Das war aber nicht der Fall. Ich fuhr langsam die Strasse runter (Spielstrasse) bis zur nächsten Einmündung. Beim anfahren merkte ich das ich mit dem hinteren linken Rad irgendwo drübergefahren bin. Ich sehe in den Rückspiegel und sehe meinem Kater auf der Strasse liegen. Ich konnte es nicht fassen. Wo war er hergekommen? Ich hatte ihn nicht gesehen. Sofort hielt ich an und bin zu ihm gelaufen. Der kleine Kerl war ohne Bewusstsein und blutete ein wenig aus dem Mund. Er atmete ganz langsam und ruhig. Ich habe ihn in eine Decke in den Fussraum gelegt und bin zur Tierklink gefahren die GottseiDank Kreisnotdienst hatte. Dort wurde er erstmal versorgt und der Arzt sagte wenn er zu sich kommt wird er geröntgt und ggf operiert. Dazu kam es aber nicht mehr, nach ca 5 Stunden ist er ganz ruhig eingeschlafen, ohne nochmal das Bewusstsein wiedererlangt zu haben. Ich kann keinem beschreiben wie ich mich gefühlt habe. Der Arzt tröstete mich damit, das es öfter vorkommt als man glaubt, das Tiere aus Zutrauen weil sie das Auto kennen und hören ohne Rücksicht auf die Gefahr ins Auto laufen oder darunter sitzen. Das wäre kein Einzelfall. Ich vermute das er an dem Grundstück an der Einmündung (Rasen mit Wadenhoher Hecke) gesessen hat und das Auto erkannt hat und von rechts unter die Beifahrertür in die Hinterachse gelaufen ist. Ich habe ihn weder von vorne noch von hinten kommen gesehen. Ich selber mach mir die grössten Vorwürfe: Habe ich nicht genug aufgepasst, war ich nicht umsichtig genug, habe ich die Tiere zu früh nach draussen gelassen? Vor der 1o jahre alten Katze hatten wir eine Katze die 16 Jahre alt geworden ist, wir haben also seit über 26 Jahre eine Katze und haben alles so gemacht wie mit den anderen auch. Der Verlust ist für uns sehr schmerzlich, vor allem weil seine Schwester ihm so ähnlich sieht und ich ihn immer sehe wenn ich Becki anschaue.
Gruss Jörg