Potente Kater dürften ohne weiteres in die Rubrik "Sonderfälle" einzuordnen sein, die der Vermieter aus bestimmten Gründen (Gestank!) vermutlich weiterhin verbieten darf ;-)
Was er heute nicht mehr darf: einfach so, ohne bestimmten Grund, Katzen und Hundehaltung verbieten.
OK, es ist sein Eigentum. Aber wenn er einem Mieter nicht mal zugestehen will, ein kastriertes Tier (oder auch 2), welches keine Schäden anrichtet und keinen Lärm macht, zu halten, dann sollte er sich lieber überlegen, gar nicht mehr zu vermieten.
Mit dem jetzigen Urteil des BHG (dieses Urteil solltet Ihr wirklich mal lesen, es ist super geschrieben, auch für Laien verständlich, denk ich mal, und es spricht mir aus der Seele - OBWOHL ich selbst auch Vermieterin bin!) darf er dies nicht mehr pauschal tun.
Er darf aber weiterhin störende Tiere, laute Tiere, Schaden anrichtende Tiere verbieten. Damit ist seinen Interessen ausreichend Rechnung getragen.
Mal ganz provokant: WARUM soll ein Vermieter eine leise, saubere Wohnungskatze verbieten dürfen? Wo ist da die Gerechtigkeit? Warum muss es für saubere, ordentliche, ehrliche tierhaltende Mieter ein Spießrutenlauf sein, eine Wohnung für sich und ihre Vierbeiner zu finden? Müssen alle diese Tiere ins Tierheim? Auf der Straße kann man ja schlecht wohnen!
Und damit ist nun endlich Schluß, seit diesem Urteil. Endlich!
Die mit Abstand am schlimmsten verwüstete Wohnung, die ich je gesehen habe, war eine vollkommen tierfreie WG in Heidelberg - die musste man abreißen. Es war KEIN einziges Tier an der Verwüstung beteiligt, nur Menschen. Die darf der Vermieter in seiner Wohnung aber auch nicht verbieten!
Also nicht, dass mich jemand hier falsch versteht: gegen eine "normale" Katzenhaltung (zwei, drei oder auch vier Kastraten) hätte ich hier bei Mietern auch nichts einzuwenden. Aber z.B. würde ich definitiv keine potenten Tiere im Haus haben wollen und auch Hundehaltung lehne ich ab.
Potente Kater solltest Du mit gutem Grund ablehnen können - riesige bellende oder bissige Hunde auch, oder nicht stubenreine Tiere (Oh Gott, Tonio ...).
Aber eben keinen stummen Zwergpudel, der den ganzen Tag bei seiner Omi auf dem Schoß sitzt und 2 Mal am Tag an der Leine durchs Treppenhaus zum Gassigehen geführt wird, ohne einen Mucks zu machen.
Und das finde ich gerecht so.