@ CatMustLearn Deine Geschichte liest sich fast wie meine.
Ich meine damit meine erste Katze.
Damals habe ich fast alle Fehler gemacht, die in der Katzenhaltung nur möglich sind und mit denen nach wie vor viele hier ins Forum hereintapsen.

Ein Arbeitskollege sagte damals: Du willst eine Katze? Komm mit auf den Hof meines Vaters und such dir eine (EINE) aus. Auf dem Hof liefen drei kleine Kitten unbekannten Alters und Geschlechts herum. Ich erwischte eines in
Schildpatt, ein Mädchen, wie ich später erfuhr. Es galt allgemein das Vorurteil "Katzen sind Einzelgänger", sonst hätte ich wohl zwei genommen. So aber war ich es zufrieden, traute mir auch nur Eine zu, eine viel zu junge, wie ich heute weiß.
Das ist jetzt 25 Jahre her, diese Katze lebt schon lange nicht mehr. Ich habe sie geliebt und ich war in ihrem Katzenuniversum der einzige Mensch, der zählte.
Das Weitere entwickelte sich fast identisch mit deinen Erlebnissen und ich kann leider nicht von einem Happy End berichten, die Katze starb zuvor.
Was blieb, war ein starkes Vorurteil meines Mannes, was Katzen anbetraf, denn meine Katze hatte es ihm/uns mit ihrem Verhalten nicht leicht gemacht. Eifersucht und Angriffe auf Fremde Personen, so wie du es beschrieben hast. Ca. 8 Jahre kämpfte ich für einen weiteren Versuch in Richtung Katzenhaltung. Heute haben wir 2 fröhliche Katerjungs die uns viel Freude bereiten.
Sorry, das wollte ich mal loswerden, auch damit klar ist, dass ich dich nicht nur sehr gut verstehen kann, sondern mir auch im Nachhinein viele, ja sehr viele Gedanken gemacht habe.
- Als Erstes empfehle ich dir, mit deiner Freundin eine Art Schlachtplan zu entwickeln. Sie muss mitziehen und darf Ergebnisse nicht in kurzer Zeit erwarten. Ich würde Sie, die Freundin zur Futtermeisterin erklären. Futter und vor allem Leckerlie dürfen nur und absolut ausschließlich von ihr verfüttert werden. Keine Ausnahmen, wenn irgend möglich.
- Tiertherapeut finde ich auch eine gute Idee, sollte man ruhig einplanen, aber auch keine Sofortlösung erwarten.
- Weitere Katzen überdenken. Im Vorliegenden Fall vielleicht sogar über zwei männliche Kitten nachdenken. Das wird sie so beschäftigen und auf Trab halten, dass Eifersucht kaum noch Raum bekommt.
- Bachblüten zur Entspannung einsetzen (vielleicht auch Zylkene), vielleicht kann der/die Tierpsychologe da beraten.
- sich auf eine Wochen- eher noch Monatelange Phase einstellen und zuvor absprechen, ob man gewillt ist, das durchzuhalten.
Sorry, neben meiner kleinen Lebensbeichte ist das jetzt ziemlich viel Text geworden. Ich hoffe für euch Alle, dass ihr es schafft und die Kurve bekommt.