Hallo,
ich möchte mal auf unsere Erfahrungen bei Bauchspeicheldrüsenentzündung eingehen, die Niere lasse ich dabei außen vor, damit habe ich (zum Glück) keine Erfahrungen.
Meine Mii hatte Ende 2013 eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung die wir gut ausgeheilt bekommen haben. Dazu musste ich anfangs täglich mit ihr zum Tierarzt, es gab über Wochen AB, in der Akutphase zusätzlich Cortison und auch immer wieder VitB. Bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung ist es wichtig, möglichst leicht verdauliches Futter und fettarm zu füttern, weil die angegriffene Bauchspeicheldrüse vor allem Fett schwer verwerten kann, dafür viele Enzyme produzieren muss und aber die Bauchspeicheldrüse unbedingt soweit möglich zur Ruhe kommen muss, damit die Entzündung abklingen kann.
Übrigens ist in der Akutphase auch gekochtes Huhn nicht so optimal, da die Fleischfasern noch aufgespalten werden müssen, was die Bauchspeicheldrüse noch mehr anheizt. Ich hatte damals selbst gekochtes Huhn gefüttert (weil theoretisch logisch, ist ja Schonkost), daraufhin wurde der Kot senfgelb und schleimig, also alles noch schlimmer. Das Huhn wurde einfach nicht mehr richtig verdaut. Am besten ist leicht verdauliches Nassfutter.
Nach 4 Wochen (davon glaube ich waren wir 2 Wochen täglich beim Tierarzt, danach alle 2-3 Tage) war der Wert schon fast wieder im Normbereich. Wir haben das AB insgesamt über ca. 2 Monate gegeben. Heute ist alles wieder in Ordnung.
Gib die Hoffnung nicht auf, man liest im Netz von vielen sehr drastischen Verläufen, oftmals auch, dass eine Bauchspeicheldrüsenentzündung selten ganz ausgeheilt werden kann, aber ich denke, wenn man dran bleibt und intensiv therapiert (meistens müssen/sollen die Katzen in die Klinik und werden i.v. ernährt, dann geht alles schneller vorüber), hat man eine Chance, dass alles wieder in Ordnung kommt.
Ich drücke euch die Daumen, dass ihr alles in den Griff bekommt. Das wird schon.