Hallo Felina,
ich habe zwei Einlingsgeburten hinter mir ... es waren noch teilweise mumifizierte Kitten ohne Knochen mit im Bauch.... sag ich Dir jetzt vorab, damit Du etwas vorbereitet bist.
Die ganze Geburtsgeschichte kannst Du auf meiner Webseite nachlesen, von beiden Einlingsgeburten unter
http://www.elmerheide.de
Die Einlinge meiner Katze waren beide nicht lebensfährig und verstarben beim Abnabeln, bzw, vorher unter den Wehen.
Einzelkitten können nur sehr schwer geboren werden, weil die Gebärmutter der Katze auf Druck von beiden Gebärmutterhörnern angewiesen ist und immer abwechselnd ein Kitten aus dem linken und eines aus dem rechten Schlauch hinunter rutschen müssen und wenn eines raus ist, bekommt das zweite das Signal zum weiterflutschen...ist laienhaft wiedergegeben, was mein Tierarzt mir erklärte. Wenn da nur ein riesenhaftes ist, dann funktioniert der Mechanismus nicht oder nur sehr schlecht.
Meine Katze (
Siam) war selber sehr schlank während der Trächtigkeit, man sah ihr die Trächtigkeit kaum an, das Kitten war trotzdem so groß wie sonst 2 Monate alte. Ein einzelnes Kitten im Bauch wird nunmal viel größer als mehrere, da kannst Du die Katze auch hungern lassen, es wird trotzdem zu groß werden.
Ich würde kurz vor dem errechneten Geburtstermin ein Röntgenbild machen lassen, um zu sehen wie groß das Kitten im Bauch ist. Man sieht das sehr gut.
Wenn es zu groß ist, vergiss eine normale Geburt. Heutzutage würde ich sofort Kaiserschnitt machen lassen. Dieses ganze Wehenmittelgeben und zwei Tage Wehen waren für unsere Katze im Nachhinein gesehen Quälerei die zu nichts führte.
Wenn ihr ein Junges heile per Kaiserschnitt heraus bekommt, denkt über eine Kastration nach...ich wollte es auch nicht wahrhaben, aber ich hätte sofort nach dem ersten Kaiserschnitt kastrieren lassen sollen.
Milch schiesst trotzdem ein. Wenn die Mutter einen oder zwei Tage das Kleine nicht annimmt, füttert per Flasche und legt es der Mutter immer wieder an die Zitzen vorm Füttern. Manche Katzen nehmen schon halb benommen ihre Kleinen an, andere Katzen brauchen bis zu 5 Tagen, dass sie die Kleinen nach dem OP Schock akzeptieren. KMR Kittenmilch und Spritzten mit Nucki und Fläschchen solltet ihr schon vor der OP zuhause haben. Dazu unbedingt ein Digitalwaage mit Grammanzeige und eine Heizdecke falls die Mutter zu schwach ist und das Kleine nur auf Abstand bei sich haben will.
Du solltest Dich auch darauf einstellen, dass die Mutterkatze mit einem Kitten vielleicht unterfordert ist und es liegen lässt, weil sie eines zu wenig findet, Katzen können so sein. Suche schon jetzt nach einer evtl Amme, einer Katze die zeitgleich Kitten bekommen wird, der könnte man es dann unterschieben. Es muss nicht die gleiche Rasse sein, gleicher Geburtstag wäre wichtig.
Wenn Du weitere Fragen hast, ich stehe gerne zur Verfügung.
Ein Kaiserschnitt kostet bei unserem Landtierarzt übrigens um die 345 Euro mit Wehenmittelchen vorher und Nachversorgung hinterher, ich sags nur, damit Du dann nicht ohnmächtig wirst.