Kater zieht sich vollkommen zurück

Diskutiere Kater zieht sich vollkommen zurück im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo liebe Community, ich bin ganz neu hier und bitte seht mir noch meine Unbeholfenheit nach. Vor zwei Wochen holten wir Paulchen aus dem...
  • Kater zieht sich vollkommen zurück Beitrag #1
S

struppienchen

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Hallo liebe Community,

ich bin ganz neu hier und bitte seht mir noch meine Unbeholfenheit nach.
Vor zwei Wochen holten wir Paulchen aus dem Tierheim zu uns in die Wohnung. Da es mir aber leid tat ihn alleine zu halten, haben wir gestern die jüngere Yoda aus dem Tierschutz geholt.

Mein Katerchen ist das ruhigste und ausgeglichenste Wesen was ich kenne. Doch als ich ihn die Box von Yoda habe beschnuppern lassen, ist er ausgerastet. Gefaucht und richtig tief geknurrt. Eigentlich wollten wir die beiden erstmal noch ein bisschen trennen, doch Yoda ist mir durch die Beine entwischt und hin zu Pauli. Dieser hat sich sofort in seinem Kratzbaum verschanzt und kam gar nicht mehr raus. Wenn Yoda zu ihm kam, knurrten beide um die wette. Yoda verpasste ihm auch eine Backpfeife.

Heute Nacht ließen wir die beiden getrennt. Da Paulchen sich eh unter unserem Bett verkrümelt hatte ließen wir ihn bei uns. Am Anfang wollte er sich dann plötzlich auch gar nicht mehr streicheln lassen und knurrte uns an (Das tat er sonst nie). Ic hoffe ich habs mir mit meinem Liebling nicht verscherzt :cry: Er hat gestern Abend auch nichts mehr gefressen.

Yoda hat dann heute Nacht das Spielzeug von Paulchen zerstückelt, war ansonste ganz lieb. Nur dann fing sie an mich zu bedrohen:shock:

Könntet ihr mir sagen ob das alles noch normal ist?
Wie ich weiter vorgehen könnte?
Ob die beiden nicht passen?

Danke

Liebe Grüße
Susi
 
  • Kater zieht sich vollkommen zurück Beitrag #2
Susi, eigene Erfahrungen mit Zusammenführung habe ich nicht. Ich kenne nur diverse Berichte von Bekannten, und auch, was in Büchern über Katzenverhaltensforschung steht.

Da gibt es Sabine Schroll, die hat ein Buch über Mehrkatzenhaushalt geschrieben. Gelesen habe ich von ihr " wenn Katzen Kummer machen", da lernt man viel über die Seele der Katze, oder die Katzenseele, vom großen Katzenverhaltensforscher Dr. Leyhausen.

Zusammengefasst würde ich es so machen:

Separiere die Katzen, jede in ein Zimmer, jede ein Katzenklo....nicht daß noch Unsauberkeit aus Protest dazu kommt. Laß ihnen Zeit.

Beschäftige dich mit jeder Katze gleich, nicht nur mit der, die weniger dominant ist, leidet.

Wenn du die Katzen zusammenführst, wähle ein Ereignis, das für beide neu und positiv ist, dann sind sie davon abgelenkt. Bsp. Wären ein neues Spielzeug, Activityboard oder Du versteckst Trockenfutter in der leeren Küchenrollen, oder im Marmeladengläschen, raschle damit rum, daß sie ihr Leckerli erarbeiten müßen. Oder binde dir eine Spielmaus oder eine Schlange aus leeren Klorollen am Faden ans Bein, laß sie jagen...

Man sollte auch eine positive Situation nutzen, gemeinsame Fütterung, danach wieder in getrennte Bereiche. Dadurch ist das Fressen positiv besetzt, wegen dem Hunger wird vielleicht nicht nach Links oder rechts geschaut...der Eindringling nicht negativ belastet, im Moment vergessen, das Tier verbindet das nicht mit Gefahr.

Gerade bei Tieren aus dem Tierschutz, unbekannter Vorgeschichte, kann das alles auch scheitern. Es gibt Katzen, die keine Kater mögen, keine anderen Katzen.
Es wird sehr oft pauschal behauptet, Katzen können nur zu zweit oder zu mehreren glücklich sein.
Das stimmt sicher für Siam, Orientalen... Aber eben nicht generell. Die Katze ist kein Rudeltier, sie ziehen zum Jagen gemeinsam los. Wobei ich, das soll niemand falsch verstehen, unbedingt alles versuchen würde, die Katze zu vergesellschaften, nach einem geeigneten Kumpel suchen würde. Auch da gibt es Antipathien, oder Kater, die nur einen Kater neben sich wollen, keine Katze....
Meinen Kater, den bekam ich mit 3 Jahren, erst als 3-jähriger Kater kastriert, war Zuchtkater. Dadurch hat er eine große Dominanz entwickelt, es will keinen Kumpel hier zuhause.
Das muß ich akzeptieren, er ist glücklich als Alphatier und Chef zuhause.
 
  • Kater zieht sich vollkommen zurück Beitrag #3
Guten Morgen Struppienchen,

zuerst einmal schön, dass du zwei Tieren aus dem Tierschutz ein neues Zuhause geben willst.

Die Zusammenführung hätte man allerdings etwas geschickter anstellen müssen.
Am besten hättest du einen in etwa gleichaltrigen Kater dazugenommen, aber nun gut. Jetzt ist Yoda da und man muss sehen, wie's klappt.

Wie weit liegen die beiden alterstechnisch auseinander? Sind beide kastriert?

Dass sich die beiden zurückziehen statt aufeinander loszugehen ist schonmal ein gutes Zeichen, heißt aber erst mal noch nichts.
Fauchen und Knurren sind anfangs normal.

Für so eine Zusammenführung braucht man nicht selten viel viel Geduld.
Du solltest dich in nächster Zeit viel um die beiden kümmern und nach und nach wenn wieder etwas Ruhe drin ist durch Spielen und Leckerlies versuchen, die beiden etwas aufeinander zuzubewegen.
Wichtig: Nicht zuviel und zu schnell auf einmal, sonst artet es in Stress aus und du bewirkst das Gegenteil.

Den Rest machen die beiden schon unter sich aus.

Eine Garantie dafür, dass die beiden mal die dicksten Freunde werden hast du natürlich nicht.
Unter Umständen werden sie sich nur akzeptieren und nebeneinander her leben.

Toi Toi Toi
 
  • Kater zieht sich vollkommen zurück Beitrag #4
Hallo herzlich willkommen hier im Forum, schön dass du zwei Katzen aus dem Tierschutz eine Chance gibst. :)

Das Zauberwort bei jeder Zusammenführung ist Geduld und je passender man die Zweitkatze auswählt, desto einfacher ist es meistens.

Wie alt sind die beiden Katzen? Ich gehe mal davon aus, dass beide bereits kastriert sind. Weiß man etwas über ihre Sozialisierung? Wie sind sie im Tierheim mit anderen Katzen klargekommen (auch wenn man dass nicht wirklich vergleichen kann, ist schließlich eine Ausnahmesituation)? Sind sie sich im Wesen, Charakter und Temperament wenigstens ähnlich?

Auf jeden Fall, wenn du sie jetzt getrennt hast, dann bitte erstmal getrennt lassen. Immer wieder zusammenlassen und wieder trennen, wirkt meist kontraproduktiv, da bauen sich nur Aggression, Verunsicherung usw. auf und macht es eher schlimmer als besser.

Also erstmal getrennt, beide zur Ruhe kommen lassen, dann schaust du nach einer Möglichkeit eine Gittertür anzubringen, wo die zwei geschützt Kontakt zueinander aufnehmen können. In der Phase solltest du auch die Katzenklos und Decken immer wieder mal austauschen, damit ihnen der Geruch des anderen vertrauter wird.

Nach einiger Zeit fängst du an Leckerlis auf beiden Seiten des Gitters zu verteilen, um positive Erlebnisse zu schaffen. Erst wenn beide Katzen auch in Anwesenheit der anderen entspannt bleiben, lässt du sie wieder zusammen, es kann auch hilfreich sein, wenn du sie vor dem Zusammenlassen, mehrmals mit einem von dir getragenen T-Shirt z.B. abreibst, um die Gerüche zu übertragen.

Ganz wichtig, versuche immer so ruhig und entspannt wie möglich zu bleiben, weil sich sonst deine Anspannung auf die Tiere überträgt.
 
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  • Kater zieht sich vollkommen zurück Beitrag #5
Vielen Dank für eure Nachrichten.
Yoda ist 3 Jahre alt und Pauli ist 7. Ich dachte eigentlich auch zuerst das ein Kater besser wäre, aber uns wurde an Herz gelegt das es mit einer Katze genauso gut klappt.

Pauli haben wir aus dem Tierheim, dort saß er zusammen mit einer Katze in einem Gehege. Laut den Pflegern haben sich die beiden ganz gut verstanden. Aber man weiß nichts über seine Vergangenheit, er war ein Fundtier.
Yoda haben wir aus einem Katzenasyl. Dort hat sie zusammen mit 25 Katzen gelebt und war auch sehr untergeordent und freundlich.

Beide sind auch kastriert. Yoda wurde abgegeben weil das Kind Neurodermitis hatte.

Ich werde euche Tips umsetzen. Vielen Dank schonmal!!
 
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