Welche Futtersorten wären denn geeignet?
Ahja, sind diese Struvitsteine eigentlich gefährlich? Muss ich mir große Sorgen machen? Könnte sich der Zustand meiner Katze trotz richtiger Ernährung verschlechtern?
Struvit ist eine Stoffwechselentgleisung und kann unbehandelt schon gefährlich und vorallem schmerzhaft für dein Tier werden. Aber das Gute ist, dass man es auch gut in den Griff bekommen kann.
Dass
Struvit entsteht müssen mehrere Dinge zusammenkommen. Tiere mit
Struvit haben die Angewohnheit ihren Urin stärker zu konzentrieren. Somit steigt neben der Konzentration der notwendigen Struvitbausteine im Urin auch die Verweildauer des Urins in der Blase an. Wenn dann der pH-Wert zu lange im alkalischen Bereich verweilt, ist das notwendige Mileu gegeben, dass
Struvit ausfällen kann.
Daher gibt es zwei wichtige Ansatzpunkte für das Problem.
Zunächst vermehrte Flüssigkeitsaufnahme, um die Konzentration im Urin zu senken und Blase und Nieren besser zu spülen. Kleinere
Struvitkristalle, falls sie trotzdem entstehen, können so oft auch rechtzeitig ausgeschieden werden. Darum ist Nassfutter, vielleicht sogar mit ein wenig Extrawasser, dem Trockenfutter vorzuziehen. Bei Trockenfutterfütterung nehmen die Tiere im direkten Vergleich viel weniger Flüssigkeit zu sich. Und auch zusätzlich anderweitig Flüssigkeit ins Tier zu bekommen.
Die zweite Säule ist der pH-Wert selbst. Dieser ist neben Art und Menge des Futters vom individuellen Stoffwechsel abhängig. Wie schon geschrieben sollten Kohlenhydrate (insb. Getreide) und pflanzliche Proteine vermieden werden, da sie den pH-Wert unnötig in den alkalischen Bereich verschieben. Das Futter sollte auch ein ausgewogenes Ca/P-Verhältnis zwischen 1,1-1,2 aufweisen. Wie dein Tier aufs Futter reagiert kannst du durch regelmäßige pH-Wertmessungen des Urins festellen. Dafür gibt es Teststreifen (Uralyt). Der Wert ist 4-8h nach der letzten Mahlzeit am aussagekräftigsten und danach richtet sich dann auch der Grad der notwendigen Ansäuerung. Der pH-Wert sollte in dieser Zeitspanne zwischen 6,2-6,8 liegen. Wie schon geschrieben musst du bei deinem Tier austesten, was gemocht wird und wie es auf das jeweilige Futter reagiert, welches die oben genannten Kriterien erfüllt. Vielleicht ist eine Ansäuerung dann nichteinmal notwendig.
Mit diesen Maßnahmen kannst du das Problem wirklich gut in den Griff bekommen und dein Tier beschwerdefrei halten.