Hallo Lola Thropp,
ich antworte dir mal hier.
Es haben ja schon viele geantwortet, aber ich kann gerne nochmal das Wichtigste zusammenfassen:
Erstens ist die Diagnose durch Bestimmung des Fructosaminwertes gesichert, der normale Glucosewert
kann beim
Tierarzt durch Stress auch mal so erhöht sein.
Überwiegend handelt es sich bei Katzen um Typ 2 Diabetes u. kann fast nur mit Insulin, d.h. mit Spritzen behandelt
werden.
Das Wichtigste für eine optimale Einstellung ist das "Hometesting", was du ja wohl schon weisst. Dafür reicht
ein Glukometer aus der Humanmedizin, das für Tiere ist unnötig teuer.
Der kleine Pieks am Ohr wird von den meisten Katzen nach etwas Übung toleriert, da kann man mit Belohnung
Leckerlie arbeiten.
Man spritzt immer in die Seite, es wird ein kleines Stück Fell waagerecht hochgezogen, man bildet ein kleines Zelt,
ich hoffe du verstehst wie ich es meine. Dorthinein wird gespritzt. Die Nadel der Spritze ist so klein, auch dieser Pieks
wird mit Ablenkung kaum bemerkt.
Ich habe nie bemerkt, dass da Vertrauen zerstört wird, es gibt sogar Katzen, die holen sich ihre Spritze ab, da sie
merken, dass es ihnen damit besser geht.
Kasi ist allerdings auch ein sehr geduldiger Kater, ich weiss nicht wie es bei Wildlingen ist.
Sicher dauert es eine Weile bis ihr beide damit zurecht kommt, aber man kann es lernen.
Zur Ernährung wäre zu sagen, nur noch Nassfutter, ohne Zucker, ohne Getreide oder pflanzliche Nebenerzeugnisse u.
ein Kohlehydratanteil vom max. 10 %, ich persönlich bleibe noch immer weit darunter. Man braucht kein teures Diätfutter,
zumal es oft auch Getreide enthält. Für den kleinen Geldbeutel kann man auch das Lux von Aldi nehmen, es ist geeignet.
Außerdem gibt es eine Futterliste
www.pfötchenbasar.de dort sind fast alle gängigen Sorten Diabetiker geeignetes Futter
aufgelistet.
Ich würde dir das Forum
www.diabeteskatzenvolk.com empfehlen, bin dort selbst Mitglied. Dort werden alle Fragen rund
um Diabetes und Anderes beantwortet. Das von dir angeführte Forum wird dort abgelehnt. Dort werden Katzen auf physiologische
BZ-Werte eingestellt, d.h. auf die Werte einer gesunden Katze. Dieses kann für den Anfänger oder auch für Berufstätige,
wo die Katzen den ganzen Tag alleine sind, sehr gefährlich werden, denn durch zu hohe Dosierungen kann es zu Unterzuckerung
kommen, die auch lebensgefährlich sein kann.
Sicher musst du auch etwas Ursachenforschung betreiben, denn ein Diabetes hat immer Gründe. Das wird dir aber alles beim
Diabeteskatzenvok erklärt.
Wenn du dort deinen Wohnort angibst, gibt es auch Ersthelfer, die dir zuerst zu Hause zur Seite stehen können.
Ich hoffe, ich konnte dir soweit helfen. Wenn du noch Fragen hast, beantworte ich sie gerne.
Sicher ist alles erstmal verwirrend, aber hab Mut, es ist gar nicht so schwer.;-)
LG
Und noch fast vergessen. Bei Katzen besteht die Möglichkeit da sich der Diabetes wieder zurück zieht.
Kasi war auch schon über ein Jahr in Remission d.h. ohne Insulin. Leider müssen wir jetzt seit März wieder
spritzen.