Hilfe: Maine Coon mit Knickschwanz für 1200 Euro von TICA-Vereinszüchter gekauft

Diskutiere Hilfe: Maine Coon mit Knickschwanz für 1200 Euro von TICA-Vereinszüchter gekauft im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo, ich bräuchte bitte Rat und Hilfe: Ende Mai 2013 haben wir unseren ersten Maine Coon Kater von einem seriösen TICA-Vereinszüchter gekauft...
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K

Katerchen-Carlo

Gast
Hallo,
ich bräuchte bitte Rat und Hilfe:

Ende Mai 2013 haben wir unseren ersten Maine Coon Kater von einem seriösen TICA-Vereinszüchter gekauft.

Da es unsere erste Rassekatze war, kannten wir uns mit den Gepflogenheiten eines solchen Kaufs nicht aus. Ich bin mit meinen beiden 8-jährigen Kindern ca. 300 km zu dem Züchter-Ehepaar gefahren und meine Zwillinge haben sich prompt in den kleinen schwarzen Maine Coon Kater Armano verliebt.

Das Züchter Ehapaar erklärte uns, dass wir den Kater entweder als Liebhabertier für 600 Euro kaufen können - mit der Bedingung ihn vor seinem ersten Geburtstag kastrieren zu lassen sonst drohe eine Vertragsstrafe von 2000 Euro – oder ihn als Zuchtkater zu kaufen zu einem Preis von 1200 Euro. Der Kater hat einen Stammbaum, wobei bei einem Kauf als Liebhabertier nur ein Stammbaum mit einem großen Aufdruck „Zuchtsperre“ ausgehändigt werden würde.

Da wir das erste mal mit diesen Regelungen beim Kauf von Rassekatzen konfrontiert waren und wir uns nicht sicher waren ob wir mit dem Kater züchten möchten, haben wir mit dem Züchter einen Kaufvertrag geschlossen und Armano zunächst als Liebhabertier für 600 Euro gekauft. Zusätzlich wurde folgende Sondervereinbarung in den Vertrag aufgenommen:

„Der Käufer hat die Option mit dem Kater zu züchten. Sollte er sich dazu entscheiden, muß er dies vor Vollendung des ersten Lebensjahres mitteilen. In diesem Fall wäre ein Zuchtpreisaufschlag von 600 Euro nachzahlen. Der Käufer muß dann einem ordentlichen Katzenzuchtverein beitreten.“

Soweit gut – wir haben dann fristgerecht dem Züchter mitgeteilt, dass wir mit Armano gerne züchten würden und weitere 600 Euro bezahlt, also zusammen 1200 Euro.
Wir haben dann auch propt den richtigen Stammbaum vom TICA-Verein des Züchters bekommen, ohne den Vermerk Zuchtsperre.

Im April diesen Jahres bin ich dann auch einem Katzenzuchtverein beigetreten und haben ihn dann, zusammen mit unserer, zwischenzeitlich dazu gekauften, reinrassigen Maine Coon Dame Lisa, auf einer internationalen Katzenausstellung unseres Vereins vorgestellt und in der offenen CAC Klasse bewerten lassen. – Ich denke bis hierhin haben wir alles richtig gemacht – oder?

Leider haben die Richter bei der Bewertung unseres 1200 Euro Katers Armano einen vererbten Knickschwanz festgestellt und uns mitgeteilt dass der Kater ein Zuchtverbot hat. Zu diesem Zeitpunkt habe ich auch zum ersten mal erfahren, daß es diese Erberkrankung "Knickschwanz"überhaupt gibt. Ich bin danach sofort zum Tierarzt und ein Röntgenbild hat die Diagnose bestätigt.
Der tierarzt sagte auch, daß er Armano zuvor nicht auf einen Knickschwanz untersucht hat, da dies nur auf ausdrückliches Verlangen passiert, nicht im Rahmen eines Gesundheits-Untersuchung - und davon wusste ich nichts.

Darauf hin habe ich den Züchter über alle Umstände informiert und ihn höflich um einen Lösungsvorschlag gebeten.

Folgende Antwort habe ich erhalten:

„wir finden es sehr schade, dass Ihr Vorhaben mit Armano züchten zu wollen, nicht in Erfüllung geht, da der Kater nicht für die Zucht geeignet sein soll. Auch wir haben schon mehrfach sehr teure Zuchttiere gekauft, die aus verschiedenen Gründen nie zum Zuchteinsatz kamen. Dieses Risiko hat ein Züchter leider zu tragen und das ist nur eine der Schattenseiten, die eine Zucht mit sich bringt. Wir haben Ihnen Armano lt. Vertrag als Liebhabertier verkauft und Ihnen auf Ihren Wunsch hin die Option evtl. mal mit dem Kater züchten zu dürfen eingeräumt. Wir, unser Tierarzt und auch Sie haben an dem Tier nichts negatives feststellen können. Sie haben den Kater bei uns in Augenschein genommen, ihn selber ausgewählt und persönlich abgeholt. Die Linien der Elterntiere sind unseres Wissens her "sauber" und bei uns ist aus dieser Verpaarung auch noch kein Kitten mit einem Erbfehler gefallen! Wir haben Sie beim Kauf von Armano darauf hingewiesen ( wie auch im Kaufvertrag zu lesen ist!), den Kater innerhalb von 7 Tagen einem Tierarzt Ihrer Wahl vorzustellen. Wir haben während dieser Frist und auch nach über einem Jahr nichts negatives von Ihnen gehört. Sie haben uns im Januar dieses Jahres dazu bewegt, die zuchtfreien Papiere für Armano zu beantragen. Bestimmt hatten Sie den Kater vorher von einem Tierarzt auf Zuchttauglichkeit untersuchen lassen und sich vorher in Ihrem Verein beraten lassen. Auch zu diesem Zeitpunkt hatten wir nichts negatives von Ihnen gehört. Wir würden gerne unseren Tierarzt mal ein Auge auf das Röntgenbild von Armanos Schwanz werfen lassen. Es wäre sehr nett, wenn Sie uns ein Foto davon per Mail schicken könnten.
Leider können wir Ihnen in diesem Fall nicht weiterhelfen.“

Nun meine Fragen:
1. Ist das so rechtens? Kann mir ein Züchter ein Tier mit einem Gen-Defekt verkaufen und dann die Verantwortlichkeit mit einer späteren, durch uns durchzuführenden Tierärzlichen Prüfung auf uns abwälzen?
2. Als wir Armano gekauft haben war er 15 Wochen alt – hätte dem Züchter der Umstand, dass er einen Knickschwanz hat, nicht damals schon bekannt sein müssen und hätte er uns darüber nicht aufklären müssen?
Kann so eine Fehlbildung übersehen werden, oder ist so etwas für einen erfahrenen Züchter offensichtlich?
3. Hat der Verein des Züchters nicht Zuchtkontrollen durchzuführen die so etwas verhindern?
4. Kann ich die zusätzlich gezahlten 600 Euro Aufpreis für die Zuchtfreigabe zurückfordern und was ist mit den zusätzlich entstandenen Kosten (60 Euro Katzenshow mit Ergebnis Zuchtverbot) und 60 Euro Röntgenbild vom Tierarzt?

Eigentlich hatten wir solche Probleme bei einem TICA Vereinszüchter nicht erwartet, zumal uns das Züchterpaar sehr tierlieb vorkam, denn sie hatten sehr viele Katzen und züchten wohl auch noch Hunde, Pferde und Fische … http://www./images/smilies/bonus/wow.gif
 
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  • Hilfe: Maine Coon mit Knickschwanz für 1200 Euro von TICA-Vereinszüchter gekauft Beitrag #2
Seriöser Züchter?? Das denk ich nicht!

1. Den Knickschwanz fühlt man doch, wenn über den Schwanz streicht!

2. Warum wolltet ihr züchten?
Klingt nicht so, als ob ihr euch mit dem Thema ernsthaft auseinandergesetzt hat!
Denn gerade über Erbkrankheiten sollte man sich - meiner Meinung nach - ausführlichst vor solch einem Vorhaben informiert haben!

Geld zurück bei einem Liebhabertier...NAJA! .... könnte ein langer Rechtsstreit werden....
 
  • Hilfe: Maine Coon mit Knickschwanz für 1200 Euro von TICA-Vereinszüchter gekauft Beitrag #3
a, da hast Du sicherlich recht, wir haben da viele Fehler gemacht.
Als wir Armano gekauft haben, war uns wirklich nicht klar ob wir Nachwuchs von Ihm möchten oder nicht. Es ging uns eigentlich darum eine schöne verschmuste Maine Coon Katze zu bekommen.
Nachdem er sich als ein so liebes und anhängliches Tier gezeigt hat, haben meine Kinder einen "Katzen-Nachwuchswunsch" etwickelt, dem ich auch gerne nachkommen möchte.
Es geht uns dabei nicht um die Gewerbsmäßige- oder Hobby-Zucht, einfach nur um süße, reinrassige und gesunde Katzenkinder. Genetische Recherchen, Vorabprüfungen zur Fortplanzung und ähnliches sind bei Züchtern die dies dauerhaft tun sicherlich wichtig. Gerade darum sind wir zu einer "seriösen Zucht" gegangen, Züchtern die in Deutschlands "erstem und ältesten registriertem TICA-Vereins" sind, keinem "selbstgebasteltem 6-Mann-Verein"
Da sollte man doch voraussetzen können, daß man ein gesundes Tier bekommt und eben der Verkäufer/Züchter solche Dinge abklärt, bevor er ein Tier verkauft.
Der Tierarzt sagt ganz klar, daß der Wirbel nicht gebrochen ist, sondern eine Fehlbildung zwischen dem letzten und dem vorletzten Wirbel vorliegt.
Angeboren, sagt er.
Selbst jetzt, nachdem der Züchter weiß, daß er uns ein Tier mit Gendefekt verkauft hat, verliert er kein Wort darüber das er vielleicht die Elterntiere prüfen lässt - nö - die Linien der Elterntiere sind seines Wissen nach "sauber", wie er schreibt - "können da leider nichts machen" und das war's dann wohl.
Mal Hand auf's Herz: "Lehrgeld gezahlt", wie Du schreibst - mir geht es nicht um's Geld, mir kommen nur Zweifel das dies alles dem Grundgedanken einer ordentlichen Zucht enspricht?
Ist das nicht gerade das, was einen Züchter von einem Vermehrer unterscheiden sollte? Warum soll man denn bei einem Vereinszüchter kaufen, wenn man vor so etwas als Käufer nicht geschützt ist?
Nach wie vor halte ich als Neuling die Prinzipen und Regeln einer sauberen Zucht über einen Verein für richtig und wichtig - daher auch unser Vorgehen bei dem Wunsch nach kleinen Maine Coon Kitten.
http://www./images/statusicon/user_online.gif http://www./images/buttons/report.gif http://www./images/buttons/edit.gif
 
  • Hilfe: Maine Coon mit Knickschwanz für 1200 Euro von TICA-Vereinszüchter gekauft Beitrag #4
Wir haben Sie beim Kauf von Armano darauf hingewiesen ( wie auch im Kaufvertrag zu lesen ist!), den Kater innerhalb von 7 Tagen einem Tierarzt Ihrer Wahl vorzustellen. Wir haben während dieser Frist und auch nach über einem Jahr nichts negatives von Ihnen gehört. Sie haben uns im Januar dieses Jahres dazu bewegt, die zuchtfreien Papiere für Armano zu beantragen. Bestimmt hatten Sie den Kater vorher von einem Tierarzt auf Zuchttauglichkeit untersuchen lassen und sich vorher in Ihrem Verein beraten lassen. Auch zu diesem Zeitpunkt hatten wir nichts negatives von Ihnen gehört.

Hi,
wenn dies so gewesen ist wie vom Züchter dargestellt, dann kannst du dem Züchter aber überhaupt nichts vorwerfen, sondern musst dich an die eigene Nase fassen, vor dem "ich züchte jetzt", bzw. gleich nach dem Einzug keinen gründlichen Check gemacht zu haben.

Etwas anderes ist die Abgabe eines Einzelkittens, sollte eigentlich kein Züchter machen.
 
  • Hilfe: Maine Coon mit Knickschwanz für 1200 Euro von TICA-Vereinszüchter gekauft Beitrag #5
Ich hab absolut keine Ahnung von Zucht und all dem. Auch nicht von Knickschwanz.

Aber wäre es nicht normal gewesen, dass er Züchter des Katers den Knickschwanz selber bemerkt ...? Also gleich von klein auf...? Merkt man sowas denn nicht?
 
  • Hilfe: Maine Coon mit Knickschwanz für 1200 Euro von TICA-Vereinszüchter gekauft Beitrag #6
Nein, ich habe eine Katze gekauft die laut Züchter zur Zucht geeignet ist und fühle mich von dem Züchter übervorteilt und nicht richtig aufgeklärt. Er hätte mich darüber aufklären müssen, daß eine solche Erkrankung gibt, bei diesem Tier möglich ist und untersucht werden muss. Ist das der Sinn einer Zucht im Rahmen eines "ordentlichen Katzenvereins"? Thematik sit wohl: Verkaufe gengeschädigtes Tier an Depp der sich nicht auskennt und sage hinterher mal "davon habe ich nichts gewusst - Du hättest Dich besser informieren müssen, Genetik lernen oder Dir einen Mentor suchen sollen" das ist eine seriöse Zucht im Sinne der TICA
 
  • Hilfe: Maine Coon mit Knickschwanz für 1200 Euro von TICA-Vereinszüchter gekauft Beitrag #7
Aus meiner Sicht läuft das über eine ganz normale Mängelgewährleistung beim Kauf ...

Steht dazu was im Vertrag? Also ein Ausschluß oder so? Ganz ausschließen kann man die Gewährleistung allerdings nicht.

Ich finde es seltsam, dass ein Knickschwanz nicht aufgefallen sein soll... und auch, dass der Kater allein abgegeben wurde.
 
  • Hilfe: Maine Coon mit Knickschwanz für 1200 Euro von TICA-Vereinszüchter gekauft Beitrag #8
Also zuerst, ich züchte nicht :mrgreen:
..... Aber: Soweit mir bekannt ist, werden Knickschwänze vererbt, also ist eines der Elterntiere ganz offensichtlich mit diesem Gendefekt ausgestattet.
Ich weiß es nur, da meine Nachbarin sich ein "reinrassiges" Kitten mit Knickschwanz geholt... allerdings nicht vom Züchter sondern von einem sogenannten "Hobbyzüchter" - sprich: Vermehrer :roll:

Tiere mit solch einem Defekt, werden wohl gleich "aussortiert" und sind (wie du nun auch weißt) nicht zur Zucht zugelassen.

Mhhh.... ja teures Lehrgeld. Evtl. könntest du dich mal bei dem Verein schlau machen :roll:
Ansonsten weiß ich nicht, inwieweit du das rechtlich durchsetzen kannst.

Vielleicht meldet sich hier aber auch ein Züchter zu Wort :mrgreen:
 
  • Hilfe: Maine Coon mit Knickschwanz für 1200 Euro von TICA-Vereinszüchter gekauft Beitrag #9
Ja ich denke ein gewissenhafter Züchter ist sich der Problematik bewusst.
Bisher hat jeder den ich gefragt habe und sich mit Katzen etwas intensiver beschäftigt gesagt, daß diese Fehlbildung von einem erfahrenene Züchter bemerkt worden wäre. Aber 1200 Euro sind 1200 Euro - dazu noch eine Klausel im Vertrag, daß man in der Plicht ist den Kater innerhalb von 7 Tagen gesundheitlich überprüfen zu lassen und schon sind die "gewissenhaften Züchter aus der Haftung draussen". Wir konnten uns damals nicht zwischen Armeno und seinem Bruder/Halbbruder "Malin" entscheiden.
Heute sind wir uns sicher, daß wir unser Vertrauen den falkschen Menschen geschenkt haben - da geht's wohl nur ums Geld und für anständig halte ich das Verhalten in dieser Situation auch nicht.


Hi,
wenn dies so gewesen ist wie vom Züchter dargestellt, dann kannst du dem Züchter aber überhaupt nichts vorwerfen, sondern musst dich an die eigene Nase fassen, vor dem "ich züchte jetzt", bzw. gleich nach dem Einzug keinen gründlichen Check gemacht zu haben.

Etwas anderes ist die Abgabe eines Einzelkittens, sollte eigentlich kein Züchter machen.
 
  • Hilfe: Maine Coon mit Knickschwanz für 1200 Euro von TICA-Vereinszüchter gekauft Beitrag #10
[...] Ich denke bis hierhin haben wir alles richtig gemacht – oder? [...]
Leider nein, wie diese Aussage belegt:
[...] Zu diesem Zeitpunkt habe ich auch zum ersten mal erfahren, daß es diese Erberkrankung "Knickschwanz"überhaupt gibt. [...]

Wenigstens über die gängigsten Erbkrankheiten sollte man schon Bescheid wissen :shock: ...

Mal vorweg: Zum Züchten gehört mehr, als mal eben einen Kater auf eine Katze zu setzen, denn schon die Auswahl der Zuchttiere ist eine Kunst für sich und sollte - gerade bei einer leider inzwischen recht überladenen Rasse wie den MC - erst nach reichlicher Überlegung, vielen Recherchen und einer guten Linienkenntnis erfolgen. Was genau im Vorfeld einer Zuchtgründung laufen sollte, habe ich hier einmal aufgelistet:

[...] Zum potentiellen Züchter:

* Zunächst sollte man sich einmal überlegen, warum man züchten möchte -> sich ein Zuchtziel setzen (das sollte meiner Meinung etwas anderes sein, als gesunden Katzen der Rasse, die man züchten will, auf die Welt zu helfen, denn das sollte GRUNDLAGE, nicht Ziel sein).

* Am besten wäre es, wenn man sich einen "Mentor", also einen erfahrenen Züchter, zur Seite holt, der einen und die Katzen unterstützt und im Notfall einspringen/helfen kann.

* Man sollte sich einen seriösen Zuchtverein aussuchen, dessen Mitglieder einem ggf. auch mit Rat und Tat zur Seite stehen können (und das wollen).

* Man sollte mind. ein Genetikseminar besucht und/oder sich mit der einschlägigen Literatur befasst haben (wobei ich sagen muss, dass ich das beim Lesen viel schwerer "reinzubekommen" finde, als es auf einem Seminar zu lernen).

* Durch Gespräche und im Netz sollte man sich schlau machen und sich bei einem Verein anmelden, dessen Statuten einem zusagen.

* Man sollte einen Tierarzt haben, der einem kompetent zur Seite steht und das ist nicht bei jedem Tierarzt so (das soll keine Kritik sein, ich finde, kein Tierarzt kann alles wissen, daher einen suchen, der sich mit Katzenzucht auskennt!). Er muss um den Geburtstermin herum jederzeit abrufbar sein.

* Man sollte einen großen Batzen Kohle auf die hohe Kante legen, denn es kostet erst einmal eine Menge Geld, sich eine Zuchtkatze zuzulegen, die Kitten nach der Geburt (die evtl. durch einen kostenintensiven Kaiserschnitt geschah) gut zu versorgen (futtertechnisch und medizinisch) und wenn sie einem wegsterben, was leider immer einmal passieren kann, bekommt man auch "nichts mehr rein". (Ich weiß, das klingt brutal, aber auch das muss man sich klar machen!).

* Man sollte sich mit der Geburt von Katzen auskennen (abnabeln, absaugen, ggf. Notfallgriffe kennen, ...) und alle Gerätschaften, die man dazu braucht, im Hause haben, ebenso eine Waage, um die Kleinen dann regelmäßig (ein- bis zweimal am Tag) zu wiegen.

* Auch mit dem Zufüttern sollte man sich auskennen und auch hier die entsprechenden Utensilien bereit halten.

* Gut wäre es, wenn es der Beruf zulässt, dass man um den Zeitpunkt der Geburt Urlaub nehmen kann, denn wenn man zufüttern musst, dann alle zwei Stunden rund um die Uhr!

* Weiterhin sollte man sich schlau machen, was eine trächtige und dann säugende Katze an Mineralien etc. zusätzlich zum Futter braucht, was die Kitten brauchen und fressen sollten.

* Auch sollte die Wohnung und Einrichtung kittengerecht sein.

* Es sollte einem nichts ausmachen, wenn der potente Kater oder die rollige Katze in die Wohnung pinkeln.

* Man muss damit leben können, die Tiere herzugeben und ggf. auch gehen zu lassen, für mich mit einer der schwersten Punkte.

* Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Vorbereitungszeit mehrere Jahre in Anspruch nehmen kann!



Dann zu den Katzen:

* Vor dem Kauf der ersten Zuchtkatzen sollte das Wissen, welches oben erwähnt wurde, schon großteilmäßig vorhanden sein, denn nur dann kann man sich anständige Zuchttiere aussuchen.

* Dann sollte man selbstverständlich eine Zuchterlaubnis von Züchter der Katzen, mit denen man züchten will, haben. Zuvor sollte man noch nachforschen (oder sich bei erfahrenen Leuten erkundigen), was in den Linien der Tiere steckt, damit einen keine (bereits bekannten) bösen Überraschungen einholen.

* Das/die Tier/e sollte/n mind. einmal von einem unabhängigen Richter auf Erfüllung des Standards geprüft werden (hängt aber vom Verein ab, manche verlangen mehrere Bewertungen, das musst man in den Statuten der Vereine nachlesen, für die man sich interessierst) oder sollten wirklich von guten Züchtern stammen, die wissen, was sie tun und ihre Kitten auch entsprechend einschätzen können. Von Käufen bei anderen Jungzüchtern würde ich zu Beginn eher abraten.

* Die Tiere sollten alle gängigen medizinischen Tests durchlaufen und kerngesund sein.

* Da es bei unterschiedlichen Rassen so etwas wie Blutgruppenunverträglichkeiten gibt, musst man auch wissen, welche die eigenen haben.

* Kitten sollten nur grundimunisiert und nicht vor der 12. Woche (besser erst mit 14-16 Wochen) das Haus verlassen (möglichst zu zweit oder zu einer weiteren Katze hinzu).

Und auch für "nur mal einen Wurf" muss man sich genauso vorbereiten, als wenn man mehrere Würfe machen möchte. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt in meinen Augen.[...]

Und zu dem, was der Züchter schreibt,
[...] „wir finden es sehr schade, dass Ihr Vorhaben mit Armano züchten zu wollen, nicht in Erfüllung geht, da der Kater nicht für die Zucht geeignet sein soll. Auch wir haben schon mehrfach sehr teure Zuchttiere gekauft, die aus verschiedenen Gründen nie zum Zuchteinsatz kamen. Dieses Risiko hat ein Züchter leider zu tragen und das ist nur eine der Schattenseiten, die eine Zucht mit sich bringt. Wir haben Ihnen Armano lt. Vertrag als Liebhabertier verkauft und Ihnen auf Ihren Wunsch hin die Option evtl. mal mit dem Kater züchten zu dürfen eingeräumt. Wir, unser Tierarzt und auch Sie haben an dem Tier nichts negatives feststellen können. Sie haben den Kater bei uns in Augenschein genommen, ihn selber ausgewählt und persönlich abgeholt. Die Linien der Elterntiere sind unseres Wissens her "sauber" und bei uns ist aus dieser Verpaarung auch noch kein Kitten mit einem Erbfehler gefallen! Wir haben Sie beim Kauf von Armano darauf hingewiesen ( wie auch im Kaufvertrag zu lesen ist!), den Kater innerhalb von 7 Tagen einem Tierarzt Ihrer Wahl vorzustellen. Wir haben während dieser Frist und auch nach über einem Jahr nichts negatives von Ihnen gehört. Sie haben uns im Januar dieses Jahres dazu bewegt, die zuchtfreien Papiere für Armano zu beantragen. Bestimmt hatten Sie den Kater vorher von einem Tierarzt auf Zuchttauglichkeit untersuchen lassen und sich vorher in Ihrem Verein beraten lassen. Auch zu diesem Zeitpunkt hatten wir nichts negatives von Ihnen gehört. Wir würden gerne unseren Tierarzt mal ein Auge auf das Röntgenbild von Armanos Schwanz werfen lassen. Es wäre sehr nett, wenn Sie uns ein Foto davon per Mail schicken könnten.
Leider können wir Ihnen in diesem Fall nicht weiterhelfen.“ [...]
muss ich sagen, dass er in meinen Augen völlig Recht hat - mit der einzigen Ausnahme, dass ich nicht gut finde, dass er euch überhaupt - als völlig unerfahrenen Katzenhaltern - ein "Zucht"tier verkauft hat. Das finde ich recht unseriös, zum restlihen Verfahren muss ich ihm in allen Punkten Recht geben. Und nein, den Fehler muss man bei dem Kleinen noch nicht zwingend erkannt haben, sicher, es kann sein, aber ich denke, dann wäre er zur Zucht nicht freigegeben worden, hoffe ich zumindest. Denn ein erblicher Knickschwanz (wenn es denn tatsächlich einer sein sollte) bedeutet ja nicht, dass man das den Elterntieren zwingend anmerkt.

[...] Er hätte mich darüber aufklären müssen, daß eine solche Erkrankung gibt, bei diesem Tier möglich ist und untersucht werden muss. [...]
:?: Wieso sollte er? Es ist doch AN DIR, dich im Vorfeld zu informieren... Und Erbkrankheiten sind ja nun mal das ERSTE, über das man sich mal informiert, wenn man auch nur darüber nachdenkt, eventuell mal zu züchten.

Ich stimme dir insofern zu, dass der dir generell hätte abraten sollen, weil du viel zu wenig Ahnung von Zucht hast, aber es ist NICHT die Aufgabe des Züchters, DEINE Hausaufgaben zu machen...

Sicher - unglücklich gelaufen, gut war es nicht, dir ein "Zucht"tier zu verkaufen, aber wenn du dich im Vorfeld etwas schlau gemacht hättest, wäre dir das sicher nicht passiert bzw. hättest du ggf. auch einen silchen Züchter gemieden.

[...] ..... Aber: Soweit mir bekannt ist, werden Knickschwänze vererbt, also ist eines der Elterntiere ganz offensichtlich mit diesem Gendefekt ausgestattet. [...]
Nein, das ist nicht korrekt.
 
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  • Hilfe: Maine Coon mit Knickschwanz für 1200 Euro von TICA-Vereinszüchter gekauft Beitrag #11
Hallo TE,

ich als Nichtexpertin vermute, die Genetik des Knickschwanzes ist nicht so ganz trivial, möglicherweise variiert auch der Phänotyp (Alter und Art des Auftretens). Da müsstest Du Dich mal in die medizinische Fachliteratur einarbeiten. Einfach Bekannte zu fragen, hilft nicht wirklich weiter.

Ansonsten ist mir Dein Ansinnen (aufgrund eines Kinder-Katzennachwuchs-Wunsches zu züchten) wenig zugänglich. Ohne Zuchtziel und entsprechende Vorkenntnisse zu züchten, das ist für mich aus vielerlei Gründen heraus abträglich. Süße Maine Coon Kitten haben zu wollen, sollte meiner Meinung nach nicht die Motivation für eine Zucht sein, zumal Du ja offenbar zwei süße Coonies hast. Ich würde beide kastrieren lassen, das Geld vergessen und – bei Wunsch zukünftig zu züchten – mir das entsprechende Wissen erst einmal in Ruhe aneignen.
 
  • Hilfe: Maine Coon mit Knickschwanz für 1200 Euro von TICA-Vereinszüchter gekauft Beitrag #12
Wie ich schon öfters gesagt habe, Kitten in die Welt zu setzen, ist eine sehr große Verantwortung und da gehört nun mal deutlich mehr dazu, als im Besitz zweier potenter Katzen zu sein.
 
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