Frühkastration wird vom TS abgelehnt

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  • Frühkastration wird vom TS abgelehnt Beitrag #41
Gerade den Artikel wiedergefunden, der schuld war an meiner schrägen bis ablehnenden Sicht auf die (möglichst frühe) Frühkastration. ;-)

Finde ihn weder ganz überzeugend (Hunde -> Katzen), noch ganz von der Hand zu weisen.


(unter Erwachsenwerden/Kastration)

Ganz was anderes: auf der Seite gibts auch folgenden Link: - das ist sowas von wahr was die da schreiben :shock: DIE haben echt im Tierschutz gearbeitet ...
 
  • Frühkastration wird vom TS abgelehnt Beitrag #42
Gerade den Artikel wiedergefunden, der schuld war an meiner schrägen bis ablehnenden Sicht auf die (möglichst frühe) Frühkastration. ;-)

Finde ihn weder ganz überzeugend (Hunde -> Katzen), noch ganz von der Hand zu weisen.


(unter Erwachsenwerden/Kastration)

Ich habe genau bis hier gelesen und dann gestoppt, da ich die Aussage für schlicht falsch halte.

Leider gibt es nur sehr wenig wissenschaftliches Material zur Entwicklungsbiologie der
Katze. Da jedoch die Pubertät des Menschen gut erforscht ist, und auch zur Reifung des
Hundes inzwischen Veröffentlichungen vorliegen, kann man die gewonnenen Erkenntnisse
gut auf die Katze übertragen
.
 
  • Frühkastration wird vom TS abgelehnt Beitrag #43
Mir hat dieser Artikel hier sehr gut gefallen:



Pro und Contra wird man im Netz überall finden. Jeder sollte den Weg gehen, den er persönlich am besten findet.
Bezüglich des weltweiten Katzenelends ist meine Meinung aber weiterhin eher zu früh als zu spät kastrieren.
Wir wissen ja, dass leider nicht alle Katzenhalter so gewissenhaft sind wie unsere User hier.
Viele denken doch noch immer, "ach, die kleine Maus ist ja noch so jung..." und zack ist es passiert.

In den USA (da ist das Katzenelden noch viel größer als bei uns) ist eine Frühkastration mittlerweile absolut üblich. Klar kann man jetzt sagen, dass in den USA auch Declawing Standard ist und wohl kaum einer hier von uns an diese Form der Tierquälerei auch nur einen Gedanken verschwenden würde.
Fakt ist aber, dass in den Staaten inzwischen Langzeitstudien vorliegen, die besagen, dass die Katzen durch eine frühe Kastration keinerlei gesundheitliche Schäden nehmen.
Lediglich die Wachstumsfugen der Knochen können evtl. schliessen später als normal und besonders Kater können dadurch etwas größer werden als üblich.
Zum Thema, dass Verhaltensstörungen auftreten können (darüber gibt es keine wissenschaftlilchen Belege, sondern es sind nur Meinungen die im Netz kursieren), sollte man sich überlegen, ob es nicht mehr Verhaltensstörungen geben kann, wenn z.B. eine 9 Monate alte Katze schon Mutter werden muss.
Und zig Kitten die auf der Straße oder bestenfalls im Tierheim landen. Wieviele von denen leiden unter mangelnder Sozialisierung?
 
  • Frühkastration wird vom TS abgelehnt Beitrag #44
Zitat1:
Kastrierte Kater verringern ihr Streifgebiet dramatisch, denn der Trieb, die Gene weiterzugeben, ist ja genommen. Dies ermöglicht potenten Katern, zuzuwandern, das bisherige Revier des vorigen „Amtsinhabers“ zu übernehmen und an seiner Stelle die Damenwelt zu beglücken. Biologen raten daher, die Kater in Freilauf- bzw. Streunerpopulationen lediglich zu sterilisieren, was auch den Tierschutzorganisationen empfohlen wird!

Das ist aber genau das Verhalten das ich in meiner Streunergruppe nicht festgestellt habe.

Zitat2:
Kastrierte Kater leben deutlich gesünder, da sie sich nicht um Weibchen prügeln oder liebestoll in Autos laufen und wesentlich kleinere Streifgebiete haben. Oft werden sie auch häuslicher und verschmuster. Streit mit der Nachbarschaft über lautes Liebeswerben hat ein Ende. Kastrierte Kater können natürlich keinen Hodenkrebs mehr bekommen, und leiden nicht unter Prostataproblemen.
Vor allem wird die Gefahr der Verletzung in Katerkämpfen gebannt, die nicht nur auf dem Tisch des Tierarztes landen, sondern die Gefahr der Ansteckung mit FeLV („Leukose“) oder dem FI-Virus („Katzen-AIDS“) birgt.


Dann setzt man also freilebende Kater nur sterilisiert dem erhöhten Gesundheitsrisiko aus und das wird Tierschutzorgas empfohlen? Ich kenne keine Tierschutzorga, die das praktiziert.
 
  • Frühkastration wird vom TS abgelehnt Beitrag #45
Kater nur zu sterilisieren halte ich auch für unsinnig. Selbst wenn es so funktionieren sollte, dass der nur sterilisierte Kater andere Kater fernhält, wird er meines Erachtens dafür instrumentalisiert, bzw. ihm wird zu diesem Zweck die bestmögliche Vorsorge für seine Gesundheit und sein Leben, nämlich die Kastration vorenthalten.
 
  • Frühkastration wird vom TS abgelehnt Beitrag #46
Ich hatte gestern meine erste Frühkastration und bin völlig fasziniert, wie problemlos das abgelaufen ist. Die beiden Kitten sind 12 Wochen alt. Als ich sie abends abgeholt hatte, waren sie so fit wie am Morgen als ich sie hingebracht hatte. Wenn ich nicht gewusst hätte, dass sie kastriert worden sind, wäre ich niemals auf die Idee gekommen. Bis auf das sie ausehungert waren und die erste Amtshandlung als wir zuhause angekommen sind, an die Milchbar zu rennen, war nichts ungewöhnlich. Keine Nachwirkungen der OP oder Narkose. Sie haben noch nicht mal erbrochen, nachdem sie gefuttert hatten und sind den ganzen Abend herumgesprungen als wäre nie was gewesen. Das ist echt der Wahnsinn! :shock:

Ich gehöre somit nun zu denen, die Frühkastration empfehlen. ;-)

Ganz was anderes: auf der Seite gibts auch folgenden Link: - das ist sowas von wahr was die da schreiben :shock: DIE haben echt im Tierschutz gearbeitet ...

Neryz, das ist so genial dieser Artikel. Der bringt es wirklich auf den Punkt. Genau das habe ich in der Zusammenarbeit mit den Tierschutzvereinen auch erleben müssen. Ich hätte das niemals so gut in Worte fassen können. Danke, dass du das gepostet hast. Werde mir gleich den Artikel abspeichern. :)
 
  • Frühkastration wird vom TS abgelehnt Beitrag #47
Huhu :)

Toll dass deine Kleinen das so super gestemmt haben! Meine haben mit 4 Monaten total in den Seilen gehangen.

Ja, der Tierschutz ist ein Haifischbecken - das ist einer der Gründe, aus denen ich der Vereinstätigkeit fern bleibe und nur noch private Aktionen mache. Ich hab auf der Arbeit genug Stress, um mir das nicht noch in der Freizeit anzutun :-D
Sicher gibt es auch ganz tolle Vereine, aber ich unterstütz die dann lieber "von aussen".
 
  • Frühkastration wird vom TS abgelehnt Beitrag #48
Ja, der Tierschutz ist ein Haifischbecken - das ist einer der Gründe, aus denen ich der Vereinstätigkeit fern bleibe und nur noch private Aktionen mache. Ich hab auf der Arbeit genug Stress, um mir das nicht noch in der Freizeit anzutun
Sicher gibt es auch ganz tolle Vereine, aber ich unterstütz die dann lieber "von aussen".

Ja, sehe und mache ich genauso - aber das gilt nicht nur in den Vereinen sondern insgesamt - es gibt auch genug "Einzelkämpfer" die nicht wissen wo Schluß ist - in jeder Hinsicht.
 
  • Frühkastration wird vom TS abgelehnt Beitrag #49
Zitat von Neryz
Ganz was anderes: auf der Seite gibts auch folgenden Link: - das ist sowas von wahr was die da schreiben :shock: DIE haben echt im Tierschutz gearbeitet ...
hm? scheint nur frauen zu betreffen:p
erleichtert aufatmet:cool:
aber da sehen wir, auch von dieser thp, eine fixierung.
warum ist daß so?

warum arbeiten auch typen im Tierschutz?
was ist deren motivation?
ab und an eines der mädels abbekommen?:roll:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Frühkastration wird vom TS abgelehnt Beitrag #50
Schau mal die Fußnote auf er erste Seite - da hat sie was dazu gesagt - bist also nicht aus dem Schneider ;-)
Aber ansonsten ist das doch ne geile Anmachmasche oder etwa nicht??? :mrgreen:
 
  • Frühkastration wird vom TS abgelehnt Beitrag #51
Ganz was anderes: auf der Seite gibts auch folgenden Link: - das ist sowas von wahr was die da schreiben :shock: DIE haben echt im Tierschutz gearbeitet ...
Vielleicht öffnet das mal einigen die Augen, aber wahrscheinlich wieder nur denen, denen das selber schon klar war .... :?
 
  • Frühkastration wird vom TS abgelehnt Beitrag #52
Ja, sehe und mache ich genauso - aber das gilt nicht nur in den Vereinen sondern insgesamt - es gibt auch genug "Einzelkämpfer" die nicht wissen wo Schluß ist - in jeder Hinsicht.

Es gibt immer alles. ;-) Bei Einzelkämpfern habe ich es bisher noch nicht so stark erlebt, wie in den Vereinen, aber sicherlich hast du Recht, das kann auch einem Einzelkämpfer widerfahren. Wichtig ist halt, dass man, wie die Autorin schreibt, sich wirklich regelmässig fragt, ob es einem noch gut geht mit dem Tierschutz den man betreibt. Ich denke, das ist das Hauptproblem, dadurch dass viele so überfordert sind, haben sie keine Zeit mehr sich diese Frage zu stellen und dann geht es bergab und der Teufelskreis entsteht.

Ich hab mir das Dokument noch mehrmals durchgelesen und dann aber doch festgestellt, dass in dieser ganzen Darstellung noch ein Aspekt fehlt, der auch dazu beiträgt, dass die Menschen da nicht mehr rauskommen, egal mit welcher Rechtfertigung. Was ich bei den Vereinen oft erlebt habe ist, dass da viele Alteingesessene arbeiteten, d.h. Menschen, die das schon seit 20 oder mehr Jahren machen. Das kann zum einen die Konsequenzen haben, die in dem Text beschrieben werden, aber es hat auch was positives. Denn diese Tierschützer haben Erfahrung, die sich auf die Rettung der Tiere auch wieder positiv auswirken kann. Beispiel: ein Verein, der noch sehr jung ist und nicht so viel Erfahrung hat, wird ganz anderen Tierschutz machen als einer, der auf 20-jähriger Erfahrung bauen kann. Hinzu kommt die ganze Geschichte mit den Tierärzten. In keinem Verein, wo ich tätig war, hat sich der Verein vollkommen auf die Kompetenz des Tierarztes verlassen. Stattdessen, egal was war, sind sie mit dem Tier zum Tierarzt und haben dem Tierarzt erklärt, wie die Tiere behandelt werden müssen. Einfach weil sie die Erfahrung haben und der Tierarzt nicht. Tierschutz ist speziell, vor allem die ganzen Krankheiten, die sie mitbringen können.

Ich will nicht jedem Tierarzt seine Kompetenz absprechen (bitte nciht falsch verstehen!), aber auch meine Erfahrung ist, dass die meisten Tierärzte einen gutes Allgemeinwissen haben, aber sobald es speziell wird, überfordert sind und falsch behandeln. Ich habe sogar schon eine Tierärztin gefunden, die mir das bestätigt hat. :-? Zurück zu den Tierschützern: dieses Wissen, wie man welches Problem medizinisch behandelt ohne gleich hunderte von Euro an Tierarztkosten zu bezahlen, ist unbezahlbar und wird in den Vereinen auch immer weitergegeben. Manch einer von diesen Tierschützern könnte auch das Gefühl haben, der Verein brauche ihn und seine Erfahrung und steigt deswegen nicht aus. Wie gesagt, es kommt immer darauf an, aus welchen Gründen sich jemand überhaupt in dieser Hinsicht engagiert. Ist es aus dem Grund, Tieren zu helfen und denen die arm dran sind ein besseres Leben zu ermöglichen, dann kann sowas schnell mal als Grund und Rechtfertigung ausreichen.

Fazit: Tierschutz ist wirklich ein heisses Pflaster. Je länger ich das mache, desto mehr spüre ich es am eigenen Leibe...und ich muss ehrlich gestehen, ich bin schon an der einen oder anderen Stelle ins Grübeln gekommen....ob ich das alles wirklich so weitermachen will.
 
  • Frühkastration wird vom TS abgelehnt Beitrag #53
Das Thema Tierärzte ist noch ein ganz anderes - und Erfahrung ist mit nichts aufzuwerten - die Tierärzte sind in der Regel Allgemeinmediziner im Tierbereich und müßen genauso wissen, wie sie einen kranken Vogel oder Eichhörnchen oder sonstwas behandeln wie bei Katzen und Hunden - somit KÖNNEN sie gar nicht alles wissen und niemals soviel, wie jemand, der sich sozusagen durch jahrelange Arbeit mit einer Tierarzt Spezifiziert hat. Deshalb ist mir bei der Wahl des Tierarzt wichtig, daß sie auch für Anregungen meinerrseits offen sind und man sich auf gleicher Augenhöhe begegnet - denn beide zusammen haben wir mehr Wissen als einer alleine.

Aber was ich leider auch immer wieder erlebe bei jahrelangen Tierschützern ist die Abstumpfung und das "ich weiß es besser" - die Entwicklung schreitet schnell voran - was vor 10 oder 20 Jahren noch Usus war ist längst überholt - nicht nur im medizinischen Bereich, sondern im Gesellschaftlichen noch viel mehr. Die zukünftigen Tierhalter gehen nicht mehr zuerst ins regionale Tierheim, sondern gucken zuerst im I-net - und wenn die Website des zuständigen Tierheim's nicht ansprechend und "up to date" ist, dann sind sie raus aus dem Geschäft.
Erfahrung ist gut und wichtig, aber man muß offen sein für Neues, am Puls der Zeit bleiben, DA sein und offen für Rat und Vorschläge - Nur weil einer 20 Jahre lang etwas gemacht hat, muß es nicht auch gut sein - man kann die Dinge auch 20 Jahre lang schlecht gemacht haben ;-)
Gerade das Thema Fiv, Felv und Fip - da kann einem oftmals nur schlecht werden, was da für Sachen getrieben werden in vielen Vereinen - aber wenn man aufklären will wird man brüsk abgewiesen mit der Begründung "das haben wir schon immer so gemacht"....

Man will sich da nicht reinreden lassen - und die hinter der Hand angeführten Gründe sind dann noch ganz andere, wo man dann doppelt und dreifach nur noch den Kopf schüttelt.


Und was das Thema "Einzelkämpfer" und "ausarten" betrifft, da gibt es hier in Berlin leider 2 unschöne Beispiele, wo nichtmal mehr das Vet.Amt sich zu helfen weiß... (die Berliner Foris wissen worum es geht).
Jeder, der Tierschutz macht muß früher oder später anfangen sich selbst zu hinterfragen und lernen auch Nein zu sagen - sonst wir man überrollt. Ohne das wird man schlußendlich "versumpfen" - auf die eine oder andere Art.

Tierschutz kann etwas tolles sein - etwas wunderbares, etwas, wovon schlußendlich alle gewinnen - Tier wie Mensch - aber man muß sein Leben als Mensch trotzdem noch behalten (können) - ohne schlechtes Gewissen - sonst werden schlußendlich am Ende der Spirale alle verlieren - Tier wie Mensch.
 
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