• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit

Diskutiere FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit im Besuch beim Tierarzt Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo Freunde, meine Katze Mia (Europäisch Kurzhaar) leidet seit einem halben Jahr unter ständigem, breiigem Durchfall. Der erste Tierarzt hat...
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Mia_Papa

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Hallo Freunde,

meine Katze Mia (Europäisch Kurzhaar) leidet seit einem halben Jahr unter ständigem, breiigem Durchfall.

Der erste Tierarzt hat mal mit 5 versch. Diäten angefangen und der kompletten Palette von Royal Carnin, was leider NICHTS brachte. Etwas später fiel dann der Verdacht auf Giardien, die selbst nach einer Runde "Panacur", diverser Homäopathischen Mitteln etc. nicht weg gingen. Wir haben dann auf eigene Faust mit Giardex behandelt.

Da der bisherige Tierarzt recht unflexibel war und wir wirklich schon viel Geld in die Behandlung von "Durchfall" gesteckt haben, haben wir uns nun eine zweite Meinung eingeholt.

Der neue Tierarzt machte direkt einen Giardien-Schnelltest, welcher negativ war. Auch eine Untersuchung des Kots im Labor brachte kein positives Ergebnis (Kot war von 2-3 Tagen gesammelt).

Wir haben darauf Blut abnehmen lassen um eine Futtermittelunverträglichkeit festzustellen, da ggf. eine simple Allergie den Durchfall auslösen könnte, haben aber im gleichen Zug auch den FIP-Titer bestimmen lassen.

Heute Morgen bekam ich den Anruf, das der Titer 1:400 ist mit der Aussage, ist irgendwie beunruhigend hat aber nichts zu heißen! Joa...
Habe jetzt mal ein wenig gegoogelt und bin total verunsichert. Der Tierarzt würde damit weiter machen, der Katze (ich weiss es leider nicht mehr ganz genau) Virbagen Omega bzw. Interferon zu spritzen. Das würde den Ausbruch von "FIP" zumindest mal herauszögern. (Kennt sich damit jemand aus?)

Bei der Googelei fiel mir aber auch auf, dass oft von Giardien in Verbindung mit FIP-Titer die Rede ist. Weiss jemand ob es da zusammenhänge gibt?

WIr haben übrigens noch eine Katze (German Angora), welche via FIP-Schnelltest heute als negativ diagnostiziert wurde. Wir warten jetzt noch den Labortest ab und lassen sie dann nächste Woche impfen.

Hat jemand ähnliches erfahren? Evtl. mega Ahnung was Giardien und FIP angeht?

Ich weiss gerade nicht wie ich weiter machen soll.

PS.:
Der aktuelle Tierarzt macht schon einen Super Eindruck. Er war der erste der es geschafft hat den Katzen Blut zu entnehmen, ohne das es ein riesen Drama wurde. Es macht mir nicht den Eindruck als wolle er sich wirtschaftlich an mir bereichern. Auch die Ergebnisse des Labors mit FIP 1:400 habe ich mit eigenen Augen gesehen.

PPS.:
Aktuell bekommt Mia noch Marobcyl gegen Durchfall. Schwächt das nicht das Immunsystem was bei FIP fatal wäre?

Bin für jeden kleinen Tipp dankbar!
Ganz liebe Grüße
 
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  • FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit Beitrag #2
Hallo Mia_Papa,

Der erste Tierarzt hat mal mit 5 versch. Diäten angefangen und der kompletten Palette von Royal Carnin, was leider NICHTS brachte. Etwas später fiel dann der Verdacht auf Giardien, die selbst nach einer Runde "Panacur", diverser Homäopathischen Mitteln etc. nicht weg gingen. Wir haben dann auf eigene Faust mit Giardex behandelt.

Da der bisherige Tierarzt recht unflexibel war und wir wirklich schon viel Geld in die Behandlung von "Durchfall" gesteckt haben, haben wir uns nun eine zweite Meinung eingeholt.

Der neue Tierarzt machte direkt einen Giardien-Schnelltest, welcher negativ war. Auch eine Untersuchung des Kots im Labor brachte kein positives Ergebnis (Kot war von 2-3 Tagen gesammelt).

Wurde denn die Giardiendiagnose auch bestätigt? Du schreibst nur, dass "der Verdacht auf Giardien fiel"?

Wir haben darauf Blut abnehmen lassen um eine Futtermittelunverträglichkeit festzustellen, da ggf. eine simple Allergie den Durchfall auslösen könnte, haben aber im gleichen Zug auch den FIP-Titer bestimmen lassen.

Der Titer heißt CORONAVIRENANTIKÖRPERTITER, und das hat auch seinen Grund! Denn er besagt nur, dass die Katze Antikörper gegen Coronaviren im Blut hat. Nicht mehr und nicht weniger. Ob sie an FIP erkrankt ist, oder in Zukunft daran erkranken wird kann dieser Test nicht beantworten. Es werden anhand der Höhe des Titers immer wieder Wahrscheinlichkeiten angegeben, aber ich persönlich halte das für sinnfrei.

Heute Morgen bekam ich den Anruf, das der Titer 1:400 ist mit der Aussage, ist irgendwie beunruhigend hat aber nichts zu heißen! Joa...

Genau, das hat nichts zu heißen, außer, dass die Katze mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen ist.

Habe jetzt mal ein wenig gegoogelt und bin total verunsichert. Der Tierarzt würde damit weiter machen, der Katze (ich weiss es leider nicht mehr ganz genau) Virbagen Omega bzw. Interferon zu spritzen. Das würde den Ausbruch von "FIP" zumindest mal herauszögern. (Kennt sich damit jemand aus?)

Was heißt "zumindest herauszögern"? Entweder ist der Coronavirus mutiert, dann kann keiner mehr der Katze helfen, wonach es jetzt aber hier ja nicht aussieht, oder eben nicht, und dann kann keiner sagen, ob der Virus mutieren wird.

Was die Medikamente bewirken sollen, weiß ich nicht. Meine Meinung ist, dass die beste Hilfe für die Katze eine absolute Katzenklohygiene (wenn Coronaviren ausgeschieden werden - Kotprobe untersuchen lassen) und möglichst wenig Stress ist.

Bei der Googelei fiel mir aber auch auf, dass oft von Giardien in Verbindung mit FIP-Titer die Rede ist. Weiss jemand ob es da zusammenhänge gibt?

Jain. An sich hat das nichts miteinander zu tun. Das eine sind Darmparasiten und das andere eben Viren. Wenn eine Katze z.B. Giardien hat, aber nicht mit dem Coronavirus in Kontakt kommt, dann kann sich auch nicht mit dem Coronavirus infizieren.
Es kann aber sein, und das passiert wohl auch öfter, dass die Katze mit Coronaviren infiziert ist, welche normalerweise dem Halter gar nicht auffallen würden, da sie allenfalls leichten Durchfall auslösen, der aber schnell wieder verschwindet, aber durch die Giardien und auch durch die Giardienbehandlung die Darmflora so geschädigt wird, dass die Coronaviren (denen die Medikamente, wie z.B. Panacur, nichts anhaben können) freie Bahn haben und dann z.B. eben auch zu Dauerdurchfällen führen können.

Ganz wichtig ist hier der Darmflora(wieder)aufbau!

WIr haben übrigens noch eine Katze (German Angora), welche via FIP-Schnelltest heute als negativ diagnostiziert wurde. Wir warten jetzt noch den Labortest ab und lassen sie dann nächste Woche impfen.

FIP-Schnelltest??? Man kann mit all den aufwendigen Tests, die es gibt, FIP nicht nachweisen, und dein Tierarzt hat einen FIP-Schnelltest?
Gegen was willst du deine Katze impfen lassen? Gegen FIP? Ich kann dir da nur raten dir das noch einmal gut zu überlegen. Diese Impfung ist sehr umstritten und wird auch nicht empfohlen, wenn die Katze schon einmal mit Coronaviren in Kontakt gekommen ist (wovon du ausgehen kannst), denn dann kann die Impfung die Mutation des Coronavirus zu einer FIP sogar noch begünstigen. Von manchen Impfkommissionen wird sie grundsätzlich nicht empfohlen.

Hat jemand ähnliches erfahren? Evtl. mega Ahnung was Giardien und FIP angeht?

siehe oben

Ich weiss gerade nicht wie ich weiter machen soll.
Meine Ansicht:
Kotuntersuchung auf Coronaviren (es ist wichtig zu wissen, ob deine Katze sie ausscheidet), die Darmflora checken (wenn die Darmflora kaputt ist, dann ist es kein Wunder, wenn der Durchfall nicht weggeht und es muss die oberste Priorität darauf liegen diese wieder aufzubauen; das kann Wochen bis Monate dauern), und den Kot auf andere Parasiten testen lassen. Es gibt schließlich nicht nur Giardien.

PPS.:
Aktuell bekommt Mia noch Marobcyl gegen Durchfall. Schwächt das nicht das Immunsystem was bei FIP fatal wäre?

Das Medikament kenne ich nicht, aber grundsätzlich ist nichts, was das Immunsystem schwächt, gut bei Erkrankungen, denn im Endeffekt muss immer das Immunsystem die Erkrankungen bekämpfen. Außer, es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, denn da bekämpft das eigene Immunsystem den Körper. FIP gehört zu den Autoimmunerkrankungen, die Coronavireninfektion aber nicht.

Alles Gute für euch.
 
  • FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit Beitrag #3
Wow!

Vielen Dank für die Mühe und die damit verbundene sehr detaillierte Antwort.

Die Giardien wurden mehrfach (nach 3 oder sogar 4 Tests) bestätigt zumindest bei Mia.
Bei der anderen Katze Carlie haben wir noch "nichts" testen lassen, da sie bisher keine Symptome hatte.

Beiden Katzen geht es an sich auch wahnsinnig gut. Sie sind munter, haben hunger, trinken viel, reden viel und haben einfach Spaß am leben, aber Mia hat eben noch diesen Durchfall, den wir seit einem halben Jahr versuchen weg zu bekommen.

Der Tierarzt hat heute morgen Blut bei Carlie (2te Katze) entnommen. Ein wenig entnommenes Blut hat er für einen FIP Schnelltest verwendet, welcher negativ war. Den Rest hat er ins Laber geschickt um den FIP-Titer bestimmen zu lassen. Er hat empfohlen, die Katze zu impfen, solange FIP unter bsp. 1:50 ist.
Das das wiederum der Katze schaden könnte, habe ich auch schon gelesen.

Ich habe mir auch schon überlegt den Kot auf Coronaviren untersuchen zu lassen.
Ich vermute auch hierfür sollte ich wieder Kot von 2-3 Tagen sammeln?!

Ich habe dem Tierarzt nochmal gemailt, was das genau für Spritzen sind, die das Immunsystem von Mia aufbauen sollen um den FIP herunter zu drücken und somit den Ausbruch zu verzögern.

SObald ich ein Feedback habe, werde ich es posten.

Nochmals vielen Dank für das Feedback!
 
  • FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit Beitrag #4
Ich kann mich hier nur anschließen.

Der Corona Titer sagt lediglich aus das deine Katze Kontakt mit Viren hatten, vll sogar gerade einen Infekt durchmacht. Das ist normal und macht nichts, die meisten Katzen kommen damit allein zurecht.

Bitte lass die Katze nicht gegen FIP impfen, das kann zu Mutationen führen und FIP auslösen, Darum wird das eigentlich gar nicht mehr gemacht.

Ihr könntet den Kot mittels eines PCR Tests auf Corona Viren testen lassen, dann wisst ihr ob Viren ausgeschieden werden. Hier hilft nur ein ordentliches Klo Management, weil die Viren sich durch den Kot verteilen. Desto weniger Kontakt mit dem Kot, desto weniger Viren gelangen wieder in die Katze.

Zudem kommt das auch Stress einen Erhöhung des titer Wertes auslöst, und 1:400 kann auf einen aktuellen Infekt hinweisen, muss es aber nicht. Der Kot Test ist da die einzige Sicherheit.
Und man kann einen FIP ausbricht nicht herauszögen - entweder der Virus mutiert oder nicht, ob und wann das passiert kann niemand sagen.

Und Interferon hilft zwar dem Immunsystem, ist aber sehr teuer und ich weiß nicht was das bringen soll?

Ich rate hier auch zu einer Darmsanierung, ein gutes Mittel ist hier BeneBac.
Ich kann euch sagen das eine Darmsanierung sehr lange dauert. Hier heißt es Geduld haben.
 
  • FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit Beitrag #5
Erstmal tut es mir sehr leid, dass du wegen der Gesundheit deiner Katze solche Sorgen hast. Aber bleib zunächst erstmal ruhig, so lange die Diagnostik nicht abgeschlossen ist, kann man definitiv erstmal nicht viel sagen.

Der Tierarzt hat heute morgen Blut bei Carlie (2te Katze) entnommen. Ein wenig entnommenes Blut hat er für einen FIP Schnelltest verwendet, welcher negativ war. Den Rest hat er ins Laber geschickt um den FIP-Titer bestimmen zu lassen. Er hat empfohlen, die Katze zu impfen, solange FIP unter bsp. 1:50 ist.
Das das wiederum der Katze schaden könnte, habe ich auch schon gelesen.

Wie Finny schon geschrieben hat, es gibt keinen FIP-Test. Es gibt im Blutbild aber Werte, anhand derer man auf FIP schlißen kann. Vielleicht solltest du erstmal über die Krankheit ein bisschen nachlesen, dann wirst du vielleicht das Vorgehen deines Arztes besser beurteilen können.

Schau mal in folgen Links







Wenn die entsprechenden Tests erfolgt sind, dann kannst du von FIP sprechen. Sobald FIP ausgebochen ist macht eine großartige und teure Therapie (wie es Interferon ist) meiner Meinung nach wenig Sinn.

Viel Erfolg und gute Nerven!
 
  • FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit Beitrag #6
Wow!

Vielen Dank für die Mühe und die damit verbundene sehr detaillierte Antwort.

Kein Thema :). Ein bisschen hat es mich geärgert, dass die ganze Antwort weg war, als ich gerade fertig war und ich alles noch einmal neu schreiben musste ;-).

Die Giardien wurden mehrfach (nach 3 oder sogar 4 Tests) bestätigt zumindest bei Mia.
Bei der anderen Katze Carlie haben wir noch "nichts" testen lassen, da sie bisher keine Symptome hatte.

Ok. Ja, das passiert öfter. Nicht jedes mit Giardien infizierte Tier zeigt auch Symptome. Manche Katzen kommen mit diesen Biestern sehr gut alleine klar.

Beiden Katzen geht es an sich auch wahnsinnig gut. Sie sind munter, haben hunger, trinken viel, reden viel und haben einfach Spaß am leben, aber Mia hat eben noch diesen Durchfall, den wir seit einem halben Jahr versuchen weg zu bekommen.

Ich würde hier wirklich in Richtung Darmsanierung gehen. Das ist eine langwierige Sache, aber es lohnt sich. Natürlich nur, wenn ausgeschossen ist, dass noch andere Darmparasiten den Durchfall verursachen könnten.

Der Tierarzt hat heute morgen Blut bei Carlie (2te Katze) entnommen. Ein wenig entnommenes Blut hat er für einen FIP Schnelltest verwendet, welcher negativ war. Den Rest hat er ins Laber geschickt um den FIP-Titer bestimmen zu lassen. Er hat empfohlen, die Katze zu impfen, solange FIP unter bsp. 1:50 ist.
Das das wiederum der Katze schaden könnte, habe ich auch schon gelesen.

Wie gesagt: bitte nochmal gründlich überdenken. Ich persönlich würde never ever eine Katze gegen FIP impfen lassen. Und bitte, bitte das heißt Coronavirenantikörpertiter.

Ich habe mir auch schon überlegt den Kot auf Coronaviren untersuchen zu lassen.
Ich vermute auch hierfür sollte ich wieder Kot von 2-3 Tagen sammeln?!

Ja, genau. Nochmal 3 Tage Kot sammeln und ein großes Kotprofil erstellen lassen und auf Darmflorabakterien (auch auf die Guten), Coronaviren, Kokzidien, Tritrichomonas foetus (hab ich was vergessen) testen lassen.

Ich habe dem Tierarzt nochmal gemailt, was das genau für Spritzen sind, die das Immunsystem von Mia aufbauen sollen um den FIP herunter zu drücken und somit den Ausbruch zu verzögern.

Ich rate jetzt mal ins Blaue hinein, dass dein Tierarzt Zylexis meint. Das ist wirklich ein Immunbooster - und mega teuer obendrein. Sicher sehr hilfreich, wenn die Katze wegen einer Krankheit total in den Seilen hängt und das Immunsystem es nicht mehr schafft gegen die Krankheit anzukommen.
Ich halte das aber bei einer Coronavireninfektion für kontraproduktiv. Vor allem weil der ganze Stress, den die Fahrten zum Tierarzt machen viel schlimmer sind, als eine Kur mit Zylexis helfen könnte - und ob es hilft oder mehr schadet ist bei Coronaviren sehr umstritten.

SObald ich ein Feedback habe, werde ich es posten.

Ja bitte :).

Und nochmal: Bei all dem was du beschreibst, hat deine Katze eventuell gerade mit Coronaviren zu kämpfen. Das gilt es natürlich abzuklären. Aber von FIP kann hier keine Rede sein. Das ist nicht das Gleiche!
 
  • FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit Beitrag #7
Ich rate jetzt mal ins Blaue hinein, dass dein Tierarzt Zylexis meint. Das ist wirklich ein Immunbooster - und mega teuer obendrein. Sicher sehr hilfreich, wenn die Katze wegen einer Krankheit total in den Seilen hängt und das Immunsystem es nicht mehr schafft gegen die Krankheit anzukommen.
Ich halte das aber bei einer Coronavireninfektion für kontraproduktiv. Vor allem weil der ganze Stress, den die Fahrten zum Tierarzt machen viel schlimmer sind, als eine Kur mit Zylexis helfen könnte - und ob es hilft oder mehr schadet ist bei Coronaviren sehr umstritten.

Zylexis hält sich von den Kosten im Vergleich zu Interferon in Grenzen. Bei uns hat eine Spritze ca. 20 Euro gekostet, Interferon liegt meines Wissens nach bei ca. 50 pro Spritze? (Je nach Tierarzt und Berechnung natürlich)

Bei den Immunaufbaupräparaten muss man schauen, was man eigentlich therapieren möchte. Das kann ganz schnell nach hinten losgehen, da sehr viele Präparate die Zellerneuerung ankurbeln. Da aber Viren in der zelle sitzen, können sich durch so eine Therapie auch die Viren unter Umständen weiter ausbreiten. Insofern würde ich, ebenso wie Finny schon beschrieben hat, nur zur Behandlung von Sekundärerkrankungen eine solche Therapie machen lassen. Ob es in deinem Fall Sinn macht muss dein Tierarzt beurteilen. Aber du kannst ihn ja gezielt danach fragen.
 
  • FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit Beitrag #8
Zylexis hält sich von den Kosten im Vergleich zu Interferon in Grenzen. Bei uns hat eine Spritze ca. 20 Euro gekostet, Interferon liegt meines Wissens nach bei ca. 50 pro Spritze? (Je nach Tierarzt und Berechnung natürlich)

Bei den Immunaufbaupräparaten muss man schauen, was man eigentlich therapieren möchte. Das kann ganz schnell nach hinten losgehen, da sehr viele Präparate die Zellerneuerung ankurbeln. Da aber Viren in der zelle sitzen, können sich durch so eine Therapie auch die Viren unter Umständen weiter ausbreiten. Insofern würde ich, ebenso wie Finny schon beschrieben hat, nur zur Behandlung von Sekundärerkrankungen eine solche Therapie machen lassen. Ob es in deinem Fall Sinn macht muss dein Tierarzt beurteilen. Aber du kannst ihn ja gezielt danach fragen.

Sorry, ja, stand ja oben, dass es eventuell Interferon ist. Blöd, wenn man so manche Sachen dann doch überliest. Interferon ist ja zumindest nicht kontraproduktiv, sondern kann eventuell tatsächlich hilfreich sein, da es soviel ich das bisher verstanden habe, dafür sorgt, dass die gesunden Zellen quasi ummantelt werden, so dass die Viren diese nicht mehr befallen können. Erwiesen, dass es was bringt ist wohl nicht (zumindest nicht das ich wüsste, aber ich behaupte auch nicht, da 100%ig up-to-date zu sein), aber versuchen kann man es ja mal. Zylexis wirkt ja anders. Nämlich, so wie du sagst, durch Stimulierung zur Erneuerung der Lymphozyten .
 
  • FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit Beitrag #9
So,

zunächst vielen Dank an Kunterbunt. Die Links waren sehr hilfreich.

@Finny: Ich habe nochmal nachgefragt und "HEUTE" von meinem Tierarzt (bemerkenswert) Antwort bekommen:

Virbagen Omega ( = Rekombinantes Omega - Interferon feliner Herkunft) sollen wir ihr insgesamt 4 mal alle 2 Tage spritzen. Ab nächster Woche (so der Plan). Der Spaß kostet ca. 250€. Frage mich wirklich ob das notwendig ist, nachdem was wir hier bisher so besprochen haben.

Ich sammle indes fleißig Kot von Mia um die vorgeschlagene Stuhlprobe machen zu lassen. Was wäre wenn MIa zu den "Ausscheidern" von Coronaviren zählen würde. Ich nehme an absolut strikte Klotrennung?!

Lieben Dank und einen schönen Sonntag für euch!
 
  • FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit Beitrag #10
Lebt Mia allein bei euch?

Falls nicht, hat sich die andere Katze eh schon angesteckt. Mach das Klo regelmäßig sauber und desinfiziere, dann ist das ok.

Ich habe / hatte hier auch Corona Viren, ein Kater ist an FIP gestorben.

Meine beiden anderen haben sich infiziert. Ein Kater hat einen titer von 1:400 ( hat aber Angst beim Tierarzt), der andere keinen. Also keinen messbaren. Beide Kater sind gesund.
Soll heißen das beide den Corona Infekt überstanden haben. Und beide benutzen nur ein Klo.

Sollte Mia Viren ausschieden würde ich das beobachten und einige Wochen später wieder eine Probe abgeben, dann siehst du ob sie den Infekt allein bekämpft hat.
 
  • FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit Beitrag #11
@Finny: Ich habe nochmal nachgefragt und "HEUTE" von meinem Tierarzt (bemerkenswert) Antwort bekommen:

Virbagen Omega ( = Rekombinantes Omega - Interferon feliner Herkunft) sollen wir ihr insgesamt 4 mal alle 2 Tage spritzen. Ab nächster Woche (so der Plan). Der Spaß kostet ca. 250€. Frage mich wirklich ob das notwendig ist, nachdem was wir hier bisher so besprochen haben.

Hm, ich würde da nochmal mit dem Tierarzt reden und mir von ihm ganz genau erklären lassen, warum er das geben will und was genau das Interferon bewirken soll.
Wie gesagt: mein Stand ist, dass das durchaus helfen könnte. Aber diese Information ist schon etwas älter. Da gibt es eventuell durchaus aktuellere Erkenntnisse.

Wenn das Interferon Mia helfen könnte die Coronaviren zu bekämpfen, dann würde ich mir überlegen, ob ich das Geld nicht investieren würde. Gerade da du schreibst, dass ihr es ihr selbst spritzen würdet, sie also nicht ständig zum Tierarzt gebracht werden müsste. Denn dieser Stress würde in meinen Augen alles wieder kaputt machen. (Stress wird als einer der Hauptauslöser dafür vermutet, dass das Coronavirus mutiert.)

Ich sammle indes fleißig Kot von Mia um die vorgeschlagene Stuhlprobe machen zu lassen. Was wäre wenn MIa zu den "Ausscheidern" von Coronaviren zählen würde. Ich nehme an absolut strikte Klotrennung?!

Wenn du Klotrennung hinbekommst, dann wäre das gut. Bei mir persönlich wäre es unmöglich. Aber super wichtig ist, dass die Klos penibel gereinigt werden und auch desinfiziert. Denn es geht nicht nur um deine zweite Katze, auch Mia hat die Chance, dass sie, wenn sie sich nicht immer wieder selbst ansteckt, wie Coronaviren besiegen kann.
Es ist nicht so, dass eine Katze, die einmal Coronaviren hat, diese für immer haben muss.

Wenn Coronaviren im Kot nachgewiesen werden, dann musst du schauen, ob sie gerade eine aktuelle Infektion durchmacht, oder ob sie Dauerausscheider ist. Dazu gibt es ein Schema, in welchen Abständen man den Kot untersuchen lassen sollte. Da müsste ich aber noch einmal gucken, wie das genau ist. Aber eins nach dem anderen ;-), vielleicht ist ja auch wirklich nur die Darmflora hinüber.
 
  • FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit Beitrag #12
So - eben mal ne halbe Stunde mit meinem Tierarzt telefoniert.

1) Carlie (2te Katze) wird nicht geimpft - Entscheidung von uns - Tierarzt D'accord
(Trotzdem mal gespannt wie hoch der Titer von Carlie ist! Ich halte euch auf dem Laufenden)

Baustelle Mia:
2) Der Coronavirenantikörpertiter wurde letzte Woche eigentlich nur neben einer Futtermittelunverträglichkeit "zur Absicherung" mit bestimmt. Die Ergebnisse der Futtermittelunverträglichkeit sollten heute eintreffen und mein Gedanke war, bevor wir jetzt mit Kanonen auf Spatzen schießen stellen wir das Futter erstmal so für Mia um, dass es Ihrer Verträglichkeit entspricht. Evtl. kommt der Durchfall ja tatsächlich daher und ist gar kein Symptom was auf die Coronaviren zurück zu führen ist.

3) Wir sammeln seit gestern fleißig Kot um bestimmen zu lassen, ob Coronaviren aktiv ausgeschieden werden. Dient als zusätzliche Absicherung was eine Infektion angeht.
(Mia kam aus schlimmen Verhältnissen mit ca. 0,5 Jahren zu uns. Sie war bei einer Frau, die auf engstem Raum Katzen hielt und für viel Geld weiter vermittelt hat. (Lange Geschichte - zur Beruhigung das Veterinäramt wurde damals informiert!) Da es keine ärztliche Versorgung für die Katzen gab (alle ungeimpft etc.) wäre es möglich, dass sie damals "nur" Kontakt mit Coronaviren hatte).
Die Kotprobe würde ich ggf. in einer Woche nochmal machen.

4) Sollte sich rausstellen, dass sie Coronaviren ausscheidet werden wir ihr Interferon spritzen.
Es aktiviert das Immunsystem, und schützt die guten Zellen vor einer Mutation.

Mir persönlich wäre es ja am liebsten wenn sie möglichst rasch auf eine Umstellung des Futters reagiert und wir dadurch den Durchfall weg bekommen. Dann hat sie zwar einen hohen Coronavirentiter, wenn man allerdings weiss wo die Katze herkam, ist das kein Wunder. Und mit über 2 Jahren ist Mia ja auch aus der "groben" Danger-Zone für einen Ausbruch.

Was haltet ihr vom Plan?

Danke für eure Unterstützung!
 
  • FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit Beitrag #13
Also ich finde, das hört sich sehr gut an.

Eine Futtermittelunverträglichkeit kann man wohl abschließend nur durch eine Ausschlussdiät feststellen.
Schau mal nach dem Thread: wie funktioniert eine Ausschlussdiät. Kann mit dem Handy leider nicht verlinken.
 
  • FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit Beitrag #14
Also ich finde, das hört sich sehr gut an.

Eine Futtermittelunverträglichkeit kann man wohl abschließend nur durch eine Ausschlussdiät feststellen.
Schau mal nach dem Thread: wie funktioniert eine Ausschlussdiät. Kann mit dem Handy leider nicht verlinken.

Habe mich wohl falsch ausgedrückt. Diäten hatten wir ja schon 5 oder so. Royal Carnin rauf und runter. Hat leider nichts gebracht. Ich denke ich bekomme heute die Ergebnisse vom Futtermittelunverträglichkeitstest via Blutuntersuchung. Dann weiss man direkt, was das Tier alles haben darf und was nicht.
 
  • FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit Beitrag #15
Habe mich wohl falsch ausgedrückt. Diäten hatten wir ja schon 5 oder so. Royal Carnin rauf und runter. Hat leider nichts gebracht. Ich denke ich bekomme heute die Ergebnisse vom Futtermittelunverträglichkeitstest via Blutuntersuchung. Dann weiss man direkt, was das Tier alles haben darf und was nicht.

Nein, ich denke du hast mich falsch verstanden ;-).
Eine AD hat nichts mit Royal Canin óder Ähnlichem zu tun. Royal Canin besteht im Grunde nur aus lauter minderwertigen Zutaten, die nichts, aber auch gar nichts in der Katze zu suchen haben, die dann mit irgendwelchen Zutaten "aufgepeppt" werden, damit sie erst einmal die Wirkung zeigen, die man von ihnen erwartet.

Bei einer AD wird mit einer Fleischsorte begonnen, die die Katze bisher noch nicht bekommen hat (meistens Pferd) und wenn die Symptome verschwinden, dann wird immer eine Fleischsorte mehr dazugenommen. Wie gesagt, in dem Thread den ich dir genannt habe kann man das genau nachlesen wie es funktioniert. Aber auf jeden Fall mit richtigem Fleisch und nicht mit dieser Matschpampe, die RC verkauft ;-).

Ich bin da kein Experte, aber ich habe hier von Leuten, die ich auf diesem Gebiet (Futter, Futtermittelunverträglichkeit) durchaus als Experten einstufe, schon ganz oft gelesen, dass man mittels Blutuntersuchung eine Futtermittelunverträglichkeit nicht richtig bestimmen kann.
Ich suche mal, ob ich so einen Beitrag finde. Da ist dann auch die Begründung dabei ;-).

Wo wir gerade beim Futter sind. Was fütterst du denn eigentlich?

------------------------

So, habe mal geschaut, ob ich etwas wegen der Blutuntersuchung finde und habe es dir mal hierher zietiert:

Vorweg: man kann Katzen auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten nicht beim Tierarzt testen. Das muss über eine Ausschlussdiät erfolgen.

Ansonsten: 3 Tage Kot sammeln und in einem Labor untersuchen lassen. Stichwort Giardien, sonstige Parasiten, Darmflora

Aber genau das hat heute mein Tierarzt gemacht, er hat Blutabgenommen und eine Hautprobe.

Herzlichen Glückwunsch, du hast Geld zum Fenster hinausgeworfen.

Der Bluttest hat absolut Null Aussagekraft, da sich die Proteine zu ähnlich sind, um sie zu unterscheiden.

Unser Hund war damals laut Blutuntersuchung auf so ziemlich alles allergisch. Er kratzte sich die Ohren blutig. Ende vom Lied: keine Allergie, dafür aber Polypen in den Ohren die ihm Schmerzen bereitet haben.

(Wenn du auf den roten Pfeil hinter dem Namen des Zitierten klickst, dann kommst du in den Originalthread)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit Beitrag #16
Hups - Okay danke für die Info!

Also als hier irgendwann vor ewigen Zeiten mal "Normalität" herrschte haben wir uns mit den Katzen auf Sanabelle Sensitiv geeinigt. Zwischendurch ein bisschen Nassfutter (animonda, grau) wobei wir uns bei Nassfutter nicht entscheiden konnten, was nun wirklich "gut" ist und haben deshalb immer mal wieder ein Pfund Hähnchenbrust gekauft und den Katzis gekocht gegeben.

Aktuell geben wir beiden:
Rocyal Carnin - Gastro Intenstinal

Da wir nicht permanent trocken füttern wollten, haben wir dann zwischendurch auch wieder die Hähnchenbrust-Nummer durchgezogen, die allerdings den Durchfall von Mia drastisch verschlimmert hat. Der Durchfall war dann nicht breiig sondern flüssig.

Carlie (Katze 2) ist es eigentlich völlig egal, was, wann, wieviel. Sie hat keine Kloprobleme und fühlt sich sichtlich wohl, solange es "irgendwas" zu essen gibt. Sie rastet nur immer ein wenig aus, kurz bevor es essen gibt (die beiden haben feste Fütterungszeiten morgens und abends) und schreit ziemlich laut (Vorfreude?!).

Für pauschale Tipps bin ich natürlich gerne offen!
 
  • FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit Beitrag #17
Waaaaaaah.... ich habe den Thread hier gelesen und rege mich so auf, dass ich den Rest nur quer gelesen habe, weil ich unbedingt etwas dazu schreiben musste.

Tut mir leid, aber der Tierarzt hat nicht alle Tassen im Schrank und will wirklich nur Geld verdienen.
Interferon bei Corona-Viren? Hallo geht es noch??????

Die Katze hatte, wenn ich es recht verstanden habe, Giardien und eine Behandlung mit Panacur hinter sich.
Panacur ist ein Mittel, dass auch eingesetzt wird, um Würmer abzutöten. Und Panacur tötet auch die Bakterien in der Darmflora. Bei manchen Katzen baut sich die Darmflora nicht so schnell von allein wieder auf und benötigt Unterstützung. Gibt man diese Unterstützung nicht, hat man die Katze über längere Zeit Durchfall oder breiigen Kot. Die Sanierung der Darmflora kann sich sogar mit Unterstützung ein halbes Jahr oder gar länger hinziehen.

Wenn man aber auch noch Antibiotika wie das Marobcyl gibt, um den Durchfall zu bekämpfen, erreicht man damit nur, dass die Darmflora noch weiter geschädigt wird.

Das ist bei uns Menschen auch nicht anders. Oft gibt es bei uns auch Durchfall oder Pilze, weil die Antibiotika die Darmflora zerstört.

Und ist die Darmflora zerstört, können sich die "schlechten" Bakterien und Viren ungehindert weiter vermehren. Wie z.B. die Corona-Viren.

Die Corona-Viren haben unheimlich viele Katzen. Mein Kater z.B. auch. Er hatte schon ziemlich lange Durchfall, sogar mit Blut, oder breiigen Kot. Mein neuer Tierarzt hat einen umfangreichen Kottest einschließlich PCR gemacht, der ziemlich teuer war, aber alles einschloss. Ergebnis: Corona-Viren und sonst nix.
Also genau wie bei dir.
Gegen Corona-Viren kann man aber nichts tun. Und normalerweise kommt der Katzenkörper mit dem den Viren allein klar. Wenn er denn nicht durch andere Mittelchen angegriffen wird.
FIP bedeutet das Ergebnis "Corona-Viren" noch lange nicht. Die hohe Konzentration von Corona-Viren KANN die Wahrscheinlichkeit einer Mutation erhöhen. Aber das ist auch alles. Es ist absolut unbekannt, welche Umstände die Mutation begünstigen. Daher ist auch fraglich, was man tun kann, um eine eventuelle Mutation zu verhindern.
Ob Corona-Viren wirklich ausgeschieden werden, ist unerheblich. Es ändert nichts am Ergebnis. Wichtig ist eine erhöhte Klohygiene. Sobald der Durchfall verschwindet, ist das sowieso problemlos. That's it!
Vor allem ändert sich der Titer auch im Laufe der Zeit.

Und der Bluttest auf eine Futtermitttelallergie? Rausgeschmissenes Geld. Auch wie bei uns Menschen. Der Allergietest wirft das raus, was die Tiere meist futtern. Also Rind, Schwein, Huhn, Pute... evtl. Getreide. Hängt davon ab, was man so gefüttert hat, aber die genannten Fleischsorten sind in den meisten günstigen Futtersorten enthalten.
Um wirklich eine Futtermittelallergie festzustellen, muss man eine Ausschlussdiät machen. Alles andere ist Quatsch.

Von deinem Plan halte ich leider gar nichts.
Der nützt deiner Katze nichts sondern nur dem Tierarzt.

Vergiss alles, was der Tierarzt dir erzählt hat. Wenn deine Katze lediglich breiigen Durchfall hat, aber ansonsten fit ist und nicht dehydriert, muss gar nichts Großartiges gemacht werden.
Sondern einfach nur: Die Darmflora muss saniert werden!
Antibiotika weg. Trockenfutter weg (das Getreide im Trockenfutter schadet der Darmflora), auch Nassfutter mit Getreide weg. Hochwertige Nassfutter her oder am besten auf Barf umstellen. Und auch auf die Leckerchen achten... keine Knuspertaschen und Co.
Was höchstens noch sinnvoll wäre, ist ein Mittel gegen den Durchfall wie z.B. Entero Teknosal oder ähnliches.
Und dann gibst du ihr BeneBac, Zoolac, Diarsanyl... irgendetwas von diesen Mittelchen zur Darmsanierung. Hauptsache deine Katze frisst es und du musst es ihr nicht mit Gewalt einflößen.
Und dann heißt es Geduld haben. Viel Geduld. Es kann Monate dauern, bis alles wieder okay ist.
Evtl. wird der Kot immer etwas weicher bleiben. Aber geformt.

Bis auf die Giardien habe ich das auch alles durch. Glaub mir, das klappt!

Ich habe auch schon einige Tierärzte erlebt. Es ist erschreckend wie viele schlechte Tierärzte es gibt.
Allein mit Antibiotika gegen Durchfall vorzugehen, zeigt schon, wes Geistes Kind er ist.
 
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  • FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit Beitrag #18
Hallo Frigida,

vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag.
Ja man weiss irgendwann nicht mehr was man machen soll...

Wir haben es schon mal mit Benebac (für Vögel kann das sein?!!) probiert ihren Darm wieder aufzupeppeln - Erfolglos. Leider noch nicht nachdem sie Panacur bekommen hat.

Wo bestell ich am Besten ein Darmsanierungsmittel und welche Menge gebe ich?
Was würdest du/ihr als Futter empfehlen? Was ist "Barf"? :(

Leider kamen heute noch keine Ergebnisse von der Futtermittelanalyse, aber sie scheint wie von euch behauptet ja tatsächlich nicht den gewünschten Erfolg/Sinn zu bringen...Ärgerlich!

Lieben Dank nochmal für eure Teilnahme
 
  • FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit Beitrag #19
Ich kann das gut verstehen.
Bei meinen ersten beiden Tierärzten habe ich Metronidazol (ein heftiges Antibiotikum) gegen den Durchfall bekommen. Und auch Royal Canin Gastro Intestinal. Sobald ich das absetzte, kam der DF wieder.
Der Kottest sah so aus, dass ein Schnelltest auf Giardien gemacht wurde und mal durch das Mikroskop geschaut wurde. Damit erkennt man aber nur Würmer und Co und keine "Anaerobier" wie die Diagnose hieß. Die übrigens absoluter Quatsch war.

Glücklicherweise hatte ich dieses Forum hier. Und habe dann einen guten Tierarzt gefunden.
Ich habe allerlei versucht und bin dabei fast zu einem Experten geworden. :mrgreen:
Das BeneBac-Gel bekommst du bei der Katzentheke.com. Davon gibst du täglich eine Einheit.
Wie vom Zoolac, dass du sogar bei Amazon bekommst oder bei Skovkat.de.
Du musst wirklich viel Geduld haben. Das hilft nicht sofort. Das Immunsystem, an dem die Darmflora einen großen Anteil hat, muss sich erst einmal berappeln, um die Viren zu bekämpfen. (Du kannst dabei auch es mit Lysin, Propolis oder Colostrum unterstützen.)
Der Aufbau der Darmflora ist an sich keine Medizin, sondern eher eine Unterstützung für den Körper.

Barf bedeutet: biologisch artgerechte Rohfleischfütterung. Oder "Biological Appropriated Raw Food".
Es heißt, dass du deine Katzen mit Rohfleisch fütterst und damit sie mit allen notwendigen Vitaminen, Spurenelementen, Mineralien und Co versorgt ist, führst du dem Fleisch noch sogenannte Supplemente zu.
Der Vorteil am Barf ist, dass es die Ernährung ist, die einer artgerechten Ernährung am nahesten kommt.
Der Katzenkörper kann hier fast alles verwerten und daher wird nur wenig Kot ausgeschieden. Gerade bei Durchfall ist das natürlich eine Erleichterung.
Aber der Kot wird durch die Ernährung auch fester.
Meinem Mailo hat das sehr geholfen.
Genauso geholfen hat bei mir auch das gekochte Huhn. Das hilft aber eigentlich nur dann gut, wenn der Katzenkörper daran gewöhnt ist. Also dauert das meist ein Weilchen, bis sich der "Output" bessert.

Ach die Futtersorten:
Bei mir ging es ganz gut mit Granatapet und Catz Finefood. Ich habe in der Zeit nicht viele Sorten gefüttert.
Aber am besten geht Barf und gekochtes Huhn. ;-)
 
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  • FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit Beitrag #20
Grundsätzlich stimme ich Frigida da grundsätzlich zu. Gerade bei der Fütterung gibt es da nichts hinzuzufügen, genauso, wie es sicher absolut richtig ist das Hauptaugenmerk auf die Sanierung der Darmflora zu richten, neben (meiner Meinung nach absolut wichtig) den Stress für die Katzen so weit es irgend möglich ist zu reduzieren.

Außer bei der Sache mit dem Interferon.
Es ist richtig, dass es kein Medikament gibt, dass erwiesenermaßen gegen Coronaviren hilft und diese eliminieren kann. Aber genauso, wie L-Lysin der Zylexis bei manchen Krankheiten sehr sinnvoll sein kann durch das, was sie eben im Körper machen, kann eben auch Interferon bei viralen Infektionen hilfreich sein. Und steht zumindest im Verdacht (um das mal so auszudrücken ;-)) hilfreich zu sein.

Auch ich habe genau diese Geschichte durch. Erst Giardien, dann Schwierigkeiten den weichen Kot in den Griff zu bekommen und schließlich irgendwann die Diagnose, dass Coronaviren ausgeschieden werden.
Mit dem Unterschied, dass bei mir in der Tat bei einer Katze das Virus mutiert ist und mein kleiner Herzenskater an FIP gestorben ist. Ich würde heute wahrscheinlich neben all der Sachen, die ich genau so gemacht habe, nämlich absolute Klohygiene und Darmfloraaufbau (was mittlerweile auch seine Früchte getragen hat) durchaus über eine Interferontherapie nachdenken. Teuer hin oder her. Wenn nur die Chance bestanden hätte die Katzen bei der Bekämpfung des Virus zu unterstützen, dann hätte die Mutation vielleicht verhindert werden können.
Und nur diese Chance hätte den Unterschied zwischen Leben und Tot machen können.
 
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FIP-Titer, Giradien, Ratlosigkeit

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