Hallo Mia_Papa,
Der erste Tierarzt hat mal mit 5 versch. Diäten angefangen und der kompletten Palette von Royal Carnin, was leider NICHTS brachte. Etwas später fiel dann der Verdacht auf Giardien, die selbst nach einer Runde "Panacur", diverser Homäopathischen Mitteln etc. nicht weg gingen. Wir haben dann auf eigene Faust mit Giardex behandelt.
Da der bisherige Tierarzt recht unflexibel war und wir wirklich schon viel Geld in die Behandlung von "Durchfall" gesteckt haben, haben wir uns nun eine zweite Meinung eingeholt.
Der neue Tierarzt machte direkt einen Giardien-Schnelltest, welcher negativ war. Auch eine Untersuchung des Kots im Labor brachte kein positives Ergebnis (Kot war von 2-3 Tagen gesammelt).
Wurde denn die Giardiendiagnose auch bestätigt? Du schreibst nur, dass "der Verdacht auf
Giardien fiel"?
Wir haben darauf Blut abnehmen lassen um eine Futtermittelunverträglichkeit festzustellen, da ggf. eine simple Allergie den Durchfall auslösen könnte, haben aber im gleichen Zug auch den FIP-Titer bestimmen lassen.
Der
Titer heißt CORONAVIRENANTIKÖRPERTITER, und das hat auch seinen Grund! Denn er besagt nur, dass die Katze Antikörper gegen Coronaviren im Blut hat. Nicht mehr und nicht weniger. Ob sie an
FIP erkrankt ist, oder in Zukunft daran erkranken wird kann dieser Test nicht beantworten. Es werden anhand der Höhe des Titers immer wieder Wahrscheinlichkeiten angegeben, aber ich persönlich halte das für sinnfrei.
Heute Morgen bekam ich den Anruf, das der Titer 1:400 ist mit der Aussage, ist irgendwie beunruhigend hat aber nichts zu heißen! Joa...
Genau, das hat nichts zu heißen, außer, dass die Katze mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen ist.
Habe jetzt mal ein wenig gegoogelt und bin total verunsichert. Der Tierarzt würde damit weiter machen, der Katze (ich weiss es leider nicht mehr ganz genau) Virbagen Omega bzw. Interferon zu spritzen. Das würde den Ausbruch von "FIP" zumindest mal herauszögern. (Kennt sich damit jemand aus?)
Was heißt "zumindest herauszögern"? Entweder ist der Coronavirus mutiert, dann kann keiner mehr der Katze helfen, wonach es jetzt aber hier ja nicht aussieht, oder eben nicht, und dann kann keiner sagen, ob der Virus mutieren wird.
Was die Medikamente bewirken sollen, weiß ich nicht. Meine Meinung ist, dass die beste Hilfe für die Katze eine absolute Katzenklohygiene (wenn Coronaviren ausgeschieden werden - Kotprobe untersuchen lassen) und möglichst wenig Stress ist.
Bei der Googelei fiel mir aber auch auf, dass oft von Giardien in Verbindung mit FIP-Titer die Rede ist. Weiss jemand ob es da zusammenhänge gibt?
Jain. An sich hat das nichts miteinander zu tun. Das eine sind Darmparasiten und das andere eben Viren. Wenn eine Katze z.B.
Giardien hat, aber nicht mit dem Coronavirus in Kontakt kommt, dann kann sich auch nicht mit dem Coronavirus infizieren.
Es kann aber sein, und das passiert wohl auch öfter, dass die Katze mit Coronaviren infiziert ist, welche normalerweise dem Halter gar nicht auffallen würden, da sie allenfalls leichten Durchfall auslösen, der aber schnell wieder verschwindet, aber durch die
Giardien und auch durch die Giardienbehandlung die Darmflora so geschädigt wird, dass die Coronaviren (denen die Medikamente, wie z.B. Panacur, nichts anhaben können) freie Bahn haben und dann z.B. eben auch zu Dauerdurchfällen führen können.
Ganz wichtig ist hier der Darmflora(wieder)aufbau!
WIr haben übrigens noch eine Katze (German Angora), welche via FIP-Schnelltest heute als negativ diagnostiziert wurde. Wir warten jetzt noch den Labortest ab und lassen sie dann nächste Woche impfen.
FIP-Schnelltest??? Man kann mit all den aufwendigen Tests, die es gibt,
FIP nicht nachweisen, und dein
Tierarzt hat einen
FIP-Schnelltest?
Gegen was willst du deine Katze impfen lassen? Gegen
FIP? Ich kann dir da nur raten dir das noch einmal gut zu überlegen. Diese Impfung ist sehr umstritten und wird auch nicht empfohlen, wenn die Katze schon einmal mit Coronaviren in Kontakt gekommen ist (wovon du ausgehen kannst), denn dann kann die Impfung die
Mutation des Coronavirus zu einer
FIP sogar noch begünstigen. Von manchen Impfkommissionen wird sie grundsätzlich nicht empfohlen.
Hat jemand ähnliches erfahren? Evtl. mega Ahnung was Giardien und FIP angeht?
siehe oben
Ich weiss gerade nicht wie ich weiter machen soll.
Meine Ansicht:
Kotuntersuchung auf Coronaviren (es ist wichtig zu wissen, ob deine Katze sie ausscheidet), die Darmflora checken (wenn die Darmflora kaputt ist, dann ist es kein Wunder, wenn der Durchfall nicht weggeht und es muss die oberste Priorität darauf liegen diese wieder aufzubauen; das kann Wochen bis Monate dauern), und den Kot auf andere Parasiten testen lassen. Es gibt schließlich nicht nur
Giardien.
PPS.:
Aktuell bekommt Mia noch Marobcyl gegen Durchfall. Schwächt das nicht das Immunsystem was bei FIP fatal wäre?
Das Medikament kenne ich nicht, aber grundsätzlich ist nichts, was das Immunsystem schwächt, gut bei Erkrankungen, denn im Endeffekt muss immer das Immunsystem die Erkrankungen bekämpfen. Außer, es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, denn da bekämpft das eigene Immunsystem den Körper.
FIP gehört zu den Autoimmunerkrankungen, die Coronavireninfektion aber nicht.
Alles Gute für euch.