Und nun mal zum genaueren Teil...
Ares hat HCM, hypertrohphe Cardiomyopathie,
Eine Hammerdiagnose, ich zittere immer noch innerlich.
Zur Erinnerung:
Seit Ares bei uns ist (jetzt 3 Wochen) hatte er 1 - mehrmals am Tag einen Anfall, der sich in "asthmatischem" Röcheln äusserte. Während spielerischer Anstrengungen hörte und hört man seine Atemgeräusche, "kratzig", als ob er nicht richtig Luft bekäme.
"Eigentlich" ging ich gestern mit ihm zum Tierarzt, um seine Mandelentzündungnoch ein letztes Mal nachkontrollieren zu lassen (definitiv endlich vollständig abgeheilt).
Und dann wollte ich ihn noch röntgen lassen, mit dem Verdacht auf Asthma. Herzerkrankungen waren für mich zu dem Zeitpunkt noch ganz weit weg.
Nun, die Röntgenaufnahme zeigte einen 100 % positiven Befund. Der Tierarzt zeigte mir ein Bild von einer 4 jährigen HCM- positiven Katze- es hätte das gleiche Tier auf beiden Röntgenaufnahmen sein können.
Ares' Bronchien sind dazu leider auch voll mit Wasser, sie leuchteten fürchterlich weiss auf der Rötgenaufnahme. Das erklärt natürlich seine "Anfälle". Das Herz drückt die Luftröhre zum jetzigen Zeitpunkt sichtbar nach oben "ab". Es selbst liegt wie ein fehlgeformter Kloß auf den Rippen auf. Der Ultraschall bestätigte das ganze.
Für Ares heisst das Glück gehabt... Glück das es in jungem Alter diagnostiziert wurde. Er bekommt jetzt sein Leben lang ACE- Hemmer, und nun erstmal eine Entwässerungskur. Wann immer seine Beschwerden wieder zunehmen, ist wieder eine Entwässerung angesagt, die Abstände werden sich immer weiter verkürzen, bis zum... Nun...
Mein Tierarzt erzählte mir aber auch von einem rel. neuen Medikament, das bisher nur bei Menschen und Hunden angewandt wird. Sollte Ares (irgendwann) nicht gut auf die ACE- Hemmer ansprechen, so werden wir dies versuchen.
Es ist möglich das es genetisch bedingt ist. Es kann aber auch genauso als spontane Mutation aufgetreten sein- man kann das auf medizinischem Weg icht nachvollziehen, es gibt eben keinen "Gentest" dafür.
Nach dem Gespräch mit den Züchtern habe ich erstmal ein grundsätzlich gutes, positives Gefühl, ich würde sagen, weiteres wird sich ergeben.
Auf jeden Fall werden wir mit ihm im Sommerurlaib, Mitte Juli, zum Kardiologen nach Hannover fahren, und die Diagnose nochmals bestätigen lassen. Vielleicht hat dieser als Spezialist ja auch noch neue Therapieansätze.
Es ist leider eine unheilbare Krankheit, selbst medikamentös dauerbehandelt mit einem langen langsamen Abwärtstrend, an deren Ende Ares wahlweise ersticken oder an einem Herzanfall sterbebn wird. Wenn wir merken, das es nicht mehr geht, werden wir ihn erlösen lassen.
Lt. unserem Tierarzt ist von einigen Monaten bis zu wenigen Jahren alles drin- das wird nur die Zeit zeigen.