Hallo Katzenfreunde,
wie viele hier brauche ich dringend euren Rat.
Die Situation vorher
Unser kleiner Schatz Suri (1 Jahr alt - BKH in blau, kastriert) wohnt seid Februar mit uns in einer großen Maisonettewohnung mit Balkon.
Sie hat eine ganze Weile gebraucht um sich richtig einzuleben, da sie ein eher schüchternes Mädchen ist, die aber immer gefallen möchte. Mit viel Geduld, Klickertrainig, Zuneigung und Leckerlies haben wir es geschafft, dass sie sich völlig selbstbewusst hier bewegt und auch mal allein durch die Wohnung streift wenn wir da sind.
Sie schläft nachts ein paar Stunden mit im Bett und kommt morgens zu mir zum kuscheln. Außerdem bekommen wir nachts immer unser Geschenk in Form ihres heiligen Balles, der auch nie zum Spielen verwendet werden darf!:mrgreen: Abend wird auf Teufel komm raus mit uns gespielt, gerannt und verstecken gespielt!
Sie ist die liebste Katze die wir uns vorstellen können! Sie geht an keine Möbel oder macht sonst irgendwelchen Schaden und ist immer völlig aus dem Häuschen wenn wir Heim kommen.
Da wir beide berufstätig sind und somit ca 9 Stunden täglich dieses süße Fellkneul allein lassen müssen, hatte ich schon den Eindruck, dass Suri einsam ist. Speziell da ich weiß, dass Katzen sehr soziale Tiere sind und nicht allein gehalten werden sollten. Ich habe mir große Sorgen gemacht, dass ihr etwas fehlt!
Die Idee
Suri sollte es an nichts mangeln ( Recherche nach einem artgerechten Futtermix, den sie auch gern isst hat ganz schön Nerven gekostet ). Also haben wir nach einem passenden Gefährten für sie gesucht und sind dabei auf Kasimir - 2 Jahre alt, BKH in creme gestoßen.
Er wurde von der Vorbesitzerin als ebenso ruhig und zurückhaltend beschrieben wie Suri. Passt also!
Also sind wir losgefahren um uns den Kerl anzusehen.
Die Situation jetzt
Wir haben Kasimir gesehen und er hat gleich angefangen zu schmusen. Er war etwas hibbelig, weil die Küchentür hinter ihm zugemacht wurde, aber er hat sich schnell entspannt. Also haben wir ihn mitgenommen. Wir haben allerdings einen Aspekt völlig vernachlässigt. Kasi ist nicht kastriert. Blöde Idee - ich weiß!!!
Als wir nach Haus kamen haben wir ihn erstmal separiert und eine gute Stunde "ankommen" lassen. Er wurde gebürstet und hat natürlich etwas zu essen bekommen. Mein Mann hat sich mit Suri beschäftigt.
Nach einer Stunde haben wir dann die Tür zum Arbeitszimmer geöffnet und das Gekeife und Gefauche ging los. Aber nur von Suri, Kasi war total ruihg und hat sie nur angeblinzelt, eine Stunde lang.
Ich weiß, dass das Blinzeln ein gutes Zeichen ist und einem Lächeln gleichkommt. Nach ein paar Stunden hat Suri ihn auch aus der Ferne angelinzelt. Seid Samstag geht das nun schon so. Suri läuft durch die Wohnung, Kasi in kontinuierlich kleiner werdenden Abständen hinterher. Kommt er ihr dennoch zu nahe, faucht sie und schlägt nach ihm.
Kasi, voll im Hormonrausch, brüllt den ganzen Tag, nur wenn ich zu Hause bin und mich irgendwo entspannt hinsetze ist eine Weile Ruhe, weil die beiden ja auch irgendwann auf die 16 Stunden Schlaf pro Tag kommen müssen;-)
Kasimir ist wenn wir zur Arbeit sind und Nachts separiert. Er hat einen großen Raum mit allem Notwendigen für sich und beruhigt sich meist schnell wenn die Tür vor seiner Nase geschlossen werden muss. Das ist einfach notwendig, damit Suri wenigstens ein paar Stunden ihre Ruhe hat. Sie wird ständig von Kasi verfolgt und sehr laut und fordernd angeschrien. Manchmal versucht sie auch an ihm zu schnüffeln, aber er erschreckt sich dann auch und kreischt. So geht das hin und her. Er versucht sich nämlich auch immer heimlich anzuprischen wenn sie läuft oder schläft...sie erschrickt und er bekommt auf die Mütze.
Die Frage
Das die Zusammenführung zweier Katzen Zeit braucht ist mir bekannt. Ich weiß nur nicht, ob es tatsächlich das richtige für Suri ist. Wenn Kasi in seinem Zimmer ist, ist sie nämlich wieder völlig entspannt, kuschelt und spielt, was sie in seinem Beisein niemals tut.
Kasimir hat am Dienstag einen Kastrationstermin. Aber ob es danach besser wird und vor allem, ob dieses ständige markdurchdringende Gebrülle dann aufhört, kann ich mir nicht vorstellen. Unsere Nerven liegen deswegen echt am Boden und wir haben eine sehr schlechtes Gewissen beiden Tieren gegenüber!
Sollten wir die beiden lieber wieder trennen?