Du musst dir keine Sorgen machen, dein Tierarzt hat völlig recht.
Ich finde es gut, dass er dir das sagt, viele Tierärzte verbreiten völlig unnötig Panik.
Eine FIP-Impfung ist auch völlig unsinnig.
FIP ist nicht ansteckend. Problematisch ist nur die Flüssigkeit im Bauchraum, weshalb man bei einer Punktion aufpassen muss, dass die Wunde wirklich gut "abgedichtet" ist.
Leo hatte wahrscheinlich aufgrund der Corona-Viren, die seinen Darm besiedelt haben, diesen starken Durchfall.
Damit war er ebenso wahrscheinlich auch ein Ausscheider dieser Viren, die höchst ansteckend sind.
Man geht davon aus, dass inzwischen ca. 80% der Katzenpopulation in Deutschland von dem Virus befallen sind. Daher wahrscheinlich inzwischen auch alle deine anderen Katzen, wenn sie nicht sogar bereit vorher den Virus in sich trugen.
Normalerweise ist er nicht gefährlich, er führt allerdings manchmal bei kleinen oder alten Katzen zu lang anhaltenden Durchfällen, da das Immunsystem dort noch nicht oder nicht mehr so fit ist.
Das Labor Laboklin sagt, dass eine hohe Konzentration von Corona-Viren die Wahrscheinlichkeit für FIP erhöht. Weil einfach mehr Viren im Körper sind, die mutieren können.
Was aber nicht bedeutet, dass eine hohe Konzentration der Viren auch ein Anzeichen für FIP ist.
Für eine Mutation müssen mehrere Faktoren zusammen kommen. Welche das genau sind, ist allerdings nicht geklärt. Es besteht aber auch der Verdacht, dass eine genetische Präposition eine Rolle dabei spielt.
Deswegen kann sein Bruder gefährdet sein. Muss aber nicht. Man weiß es nicht. Daher solltest du dich nicht verrückt machen.
Für deine anderen Katzen sehe ich gar keine Gefahr.
Ein Test auf Corona-Viren sagt dir nur, dass ggf. welche vorhanden sind. Aber FIP ist es damit noch lange nicht. Wenn dem so wäre, müsste ich um meine Katzen auch zittern.
Mein älteren Kater wurde aufgrund seines lange andauernden Durchfalls auch auf Corona getestet und es wurde eine hohe Konzentration der Viren festgestellt.