Hallo ihr Lieben,
wir haben unsere Beiden Jungs ja erst knapp vier Wochen. Ich habe im Vorfeld viel über die Ernährung von Katzen gelesen und beschlossen: BARF soll es sein.
Ich habe dann viele Erfahrungsberichte durchstöbert und -was soll ich sagen- das hat es nicht grad leichter gemacht. :-?
In einigen Foren scheint es gerade zu eine Totsünde zu sein, seinen Katzen hin und wieder Dose zu füttern oder eben nicht alles Fleisch vom Biobauern neben an zu kaufen. Ich hatt emich eigentlich schon dafür entschieden meinen weiter immer mal eine Dose auf zu machen, damit sie es für eventuelle Katzensitter oder -Gott bewahre- Krankenhausaufenthalte auch weiter fressen. Aber besonders nach vielem Mitlesen in -nennen wir es mal- einem bekannten Sozialmedia kam ich mir doch glatt, wie ein schlechter Mensch wegen diesen Plänen vor.
In diesem Forum habe ich -warum auch immer- die Barf-Ecke recht spät entdeckt. Da ärgere ich mich heute noch drüber. :x Ich mag den Umgang miteinander hier.
Jetzt komme ich zu dem Teil, der vielleicht alle, die noch etwas hin und her gerissen sind, aufmuntern könnte:
- Ich hatte Sorge, dass es wahnsinnig viel Arbeit ist.
- Ich hatte Sorge wegen dieser ganzen Rechnerei.
- Ich hatte Sorge etwas falsch zu machen.
- Ich hatte Sorge, dass mein Freund mich für bekloppt hält, wenn ich Barf vorschlage. ;-)
- Ich hatte Sorge, dass die Umgewöhnung ewig dauert.
- Ich hatte Sorge, dass die Beiden es nicht mögen.
- und und und
Kurz die Vorraussetzungen: Meine Beiden kamen mit 14 und 17 Wochen zu uns und kannten von der Züchterin
Trockenfutter,
Nassfutter und gekochtes. Sie haben 2 Wochen lang alles weiter, wie bei der Züchterin bekamen.
Ich hatte Sorge, dass es wahnsinnig viel Arbeit ist
Ich habe mir mehrere Empfehlungen, was man so an Supplimenten benötigt durchgelesen und darauf hin eine Einkaufsliste zusammengestellt und dann bestellt. Das ging fix. Shoppen macht ja eh Spaß ;-)
Meine erste Portion habe ich aus Putenoberkeule mit Haut und Hühnerbrust gemacht. Die habe ich im Supermarkt besorgt. Die größte Arbeit war das Fleisch vom in grobe Stücke zu schneiden. Dann habe ich es einfach in die Küchenmaschine geworfen. Wollt emit kleinen Stücken anfangen für den Übergang. Hat insgesammt vielleicht ein Stunde gedauert. Aber auch nur, weil ich mit den Suppis noch so ungeübt war.
Ich hatte Sorge wegen dieser ganzen Rechnerei
Nachdem ich verstanden habe wie man alles per Hand ausrechnen
müsste, habe ich mir den duBarfst-Kalkulator besorgt. Das "ganze" Rechnen ist jetzt bei mir in 5 Minuten erledigt. Dann nochmal alles in der Auswertung kontrollieren.... vielleicht 10 Minuten insgesammt.
Ich hatte Sorge etwas falsch zu machen
Klar habe ich die auch immernoch, aber die Kalkis, die es so gibt, sind recht Idioten sicher und in den dazugehörigen Foren und hier kann man auch immer die Rezepte kontrollieren lassen, falls man sich mal nicht sicher ist.
Ich hatte Sorge, dass mein Freund mich für bekloppt hält, wenn ich Barf vorschlage
Um ehrlich zu sein: Ich denke das tut er. Aber das ist nichts neues. :lol: Und dagegen hat er in keinem Fall etwas. Und die Vorteile (mal abgesheen von einer gesunden Katz')
- Es kostet nicht mehr als Dose (eher weniger, wenn man größere Fleischmengen bestellt)
- Es riecht einfach nicht so wie Dosenfutter
- Der "Output" ist viel weniger und müffelt auch weniger.
haben ihn dann wirklich überzeugt.
Ich hatte Sorge, dass die Umgewöhnung ewig dauert
Ich habe damit gerechnet, das Barf in homäophatischen Dosen ins
Nassfutter einschleichen zu müssen und deswegen auch nur Miniportionen in Tüten eingefroren. Die waren vielleicht so groß wie 1-2 Eiswürfel.
Ich habe es als erstes mit gekochter Pute probiert: Sammy (der ältere von beiden) hats angeleckt und dann gefressen (er ist eh ein kleiner Staubsauger). Mailo (der kleinere) hats angeguckt und dann Sammy beobachtet, wieder geguckt und dann mich "angemeckert" als würde er fragen wollen: "Wo bleibt das richtige Futter?"
Das hat mich ja mal völlig demotiviert.
Nächster Versuch 2 Tage später:
Rinderhack. Sammy hats gefressen. Mailo nicht. :-| Ich habe dann einen Teelöffel
Nassfutter in Wasser aufgelöst und das Hack gut unter gerühert.... Beide haben es verschlungen. Jaaaaa Sieg!
Am nächsten tag gab es dann das ertse Barf. Wurde von Mailo wiede rnur misstrauisch begutachtet. Mit grade mal einem halben Teelöffel
Nassfutter wurde es dann zur Delikatesse.
Und nach 4 Tagen
Nassfutter-Reduzierung wurde gestern abend das erste mal pures Barf verschlungen.
Ich hatte Sorge, dass die Beiden es nicht mögen
Ich konnte es heute morgen nicht lassen und habe in einem weiteren Napf etwas
Nassfutter hin gestellt. Das wurde beschnupper und stehen gelassen. Erst als das barf leer war, ging es mit dem
Nassfutter weiter. Ich bin sooo stolz auf die Beiden
und und und
was soll ich sagen? Gestern Abend gabs dann das zweite Rezept (Diesmal Pute und Rind) und es wurden "normale" Futterportionen in extra besorgten Dosen eingefrohren. Dose wird es weiter hin und wieder mal einen Tag geben. Genau wie immer mal Kaustangen als Leckerli, aber ich selber esse ja auch mal Chips und Schokolade. Muss eben in Maßen und nich tin Massen sein.
Ach ja, und ich überlege jetzt, endlich eine Kühltruhe zu kaufen, damit ich auch mal eine große Bestellung aufgeben kann
Ich hoffe ich konnte damit dem ein oder anderen helfen. Vielleicht habt ihr ja auch noch Tipps für mich "Neu-Barferin".