• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Wir sind so verzweifelt!

Diskutiere Wir sind so verzweifelt! im Sonstige Erkrankungen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Unser Kater Minusch, 5 Jahre, hatte vor einigen Monaten, nach halbjährigen Blasensteinproblemen und vielen TA Besuchen seine Blasenstein Op...
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Minusch82

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Unser Kater Minusch, 5 Jahre, hatte vor einigen Monaten, nach halbjährigen Blasensteinproblemen und vielen Tierarzt Besuchen seine Blasenstein Op. Oxalat, 3 Stück wurden entfernt. Danach ging es ihm viel besser. Allerdings gab es familiäre Probleme, wodurch er viel Stress hatte.
Irgendwann fanden wir wieder einige Blutstropfen in seinem Urin. Daraufhin verbannten wir jegliches Trockenfutter und füttern nur noch gutes Nassfutter, Carny, grau. Er frisst es gern. Nach einer Antibiotika Kur wegen Blasenentzündungsverdacht habe ich die Homöopathischen Tabletten Eurologist im Net entdeckt, die sehr gut gegen derlei Erkrankungen helfen. Er bekam nach Packungsanweisung nun diese und der Urin wurde wieder vollkommen normal. Ordentliche Mengen, kein Blut.
Er blühte wieder auf und alles war toll mit ihm. Dann, vor 3 Tagen, aus heiterem Himmel, begann er plötzlich mit dem Rücken zu zucken als hätte er einen Floh. Außerdem biss er danach und wirkte sehr nervös und angespannt. Rannte plötzlich los, als hätte er sich erschreckt oder ihn etwas gestochen.
Wir dachten zuerst da wäre eine Flohkur angebracht, allerdings ist er ein Stubentiger.
Am nächsten Tag kam dann jedoch auch noch Knurren dazu, was wir von ihm so nicht kennen. Außerdem weiterhin alle bereits genannten Symptome. Dazu kam jedoch, dass er öfter vor sich am Boden auf einen Fleck oder Fussel starrte und knurrte und dann wieder wie erschrocken davon rannte.
Mir brach und bricht es das Herz ihn so zu sehen! Er ist eigentlich ein neugieriger, lebensfroher, sensibler und lebhafter Kater, der immer überall dabei ist. Jetzt wirkt er wie ein verängstigtes, extrem schreckhaftes, teils recht apathisches tier.
Es kam so plötzlich und mein Mann und ich sind völlig überfordert und erschrocken. Ich weine ganz viel, weil ich mich so hilflos fühle. Heute war mein Mann sofort beim Tierarzt. Dort wurde ein Check up gemacht. Er sieht insgesamt gesund aus. Frisst, trinkt, geht auf Toilette. PH Wert normal.
Schleimhäute normal. Aber die TÄrztin fand heraus, dass seine Analdrüsen verstopft waren und leerte diese. Das war sehr schlimm für unseren Süßen. Danach war er fix und fertig. Alle hofften wir, dass nun eine Besserung eintreten würde, aber es geht schon wieder weiter mit den Attacken.
Wir haben große Sorge das es das Rolling Skin Syndrom sein kann. Aber noch können wir innere Organe nicht ausschließen.
Gibt es vielleicht jemanden unter euch, der uns Mut machen kann, vielleicht ähnliches erlebt hat, oder weitere Ursachen für dieses plötzliche Verhalten kennt?:cry:
 
  • Wir sind so verzweifelt! Beitrag #2
Welche Untersuchungen hat die Tierarzt heute gemacht?
 
  • Wir sind so verzweifelt! Beitrag #3
hallo! also sie hat die Schleimhäute angesehen, sich alles erzählen lassen und die Analdrüsen abgetastet und geleert. außerdem fieber gemessen, temperatur war ok. sollen ihm nun schmerzmittel geben und beobachten. sollte keine besserung eintreten soll er wieder kommen und blutwerte genommen werden, wegen eventueller organischer probleme. die ohren und flohbefall konnten auch ausgeschlossen werden. insgesamt war sie zufrieden mit seinem zustand. auch eine vergiftung konnte anhand der schleimhaut ausgeschlossen werden. so der momentane stand der dinge. haben ihm, nachdem er sich beruhigt hatte nun entsprechend seines gewichts das schmerzmittel verabreicht. wenn er schläft oder ruht, liegt er normal da. rollt sich sogar auf den rücken. aber sobald er aufwacht und sich bewegt, irgendwas macht, fressen gehen, oder etwas nachschauen, sind die merkwürdigen symptome samt fauchen und knurren wieder da...
 
  • Wir sind so verzweifelt! Beitrag #4
Anhand dieser Fragmentarischen Untersuchung konnte die Tierärztin auch überhaupt nichts finden. Denn die Untersuchungen anhand denen sie vielleicht einen Verdacht hätte bekommen können hat sie ja nicht gemacht und anhand der Farbe der Schleimhäute kann man keine Vergiftung erkennen oder ausschließen.

Geht nochmal zu einen besseren Tierarzt und besteht darauf das der Kater richtig untersucht wird.
 
  • Wir sind so verzweifelt! Beitrag #5
naja, minusch war so gestresst das sie der meinung war, es erstmal bei der analdrüsen leerung zu belassen. wir sollen dann kommende woche wiederkommen, wenn sich nichts bessert. wir überlegen gerade ob wir kommende woche mal zu einem weiteren Tierarzt fahren und eine zweite meinung einholen. ich werde, sobald etwas neues herauskommt die infos und symptome hier angeben.. vielleicht kannst du mir ja dann noch weiteren rat geben.. momentan schläft nuschi. so ruht er sich wenigstens erstmal aus.

übrigens hat er auch einige Schuppen im Fell. Sie fragte auch wegen Milben. Das lassen wir dann noch testen. Werde auch die Nassfutter Sorten nochmal wechseln. Also die alten Firmen mal weglassen und neue probieren. So kann man ausschließen, dass es eine Art Futtermittel Allergie ist. Allerdings frisst er das Nassfutter von Carny und Grau jetzt schon einige Wochen... Auch Pflanzen haben wir ausgetauscht, denn Alpenveilchen und Flammendes Kätchen haben es ihm eine zeitlang angetan. Deshalb auch der Verdacht auf Vergiftungserscheinungen. Aber sie sollen ja eigentlich doch nicht allzu gefährlich sein. Das wurde uns bei der Giftnotrufzentrale gesagt. In den Listen giftiger Pflanzen meiner TÄrztin waren sie nicht einmal aufgeführt.
 
  • Wir sind so verzweifelt! Beitrag #6
naja, minusch war so gestresst das sie der meinung war, es erstmal bei der analdrüsen leerung zu belassen.
Eine Vollständige Allgemeinuntersuchung wäre besser und sinnvoller gewesen als die Analdrüsenentleerung!
wir überlegen gerade ob wir kommende woche mal zu einem weiteren Tierarzt fahren und eine zweite meinung einholen.
Es wäre besser gewesen heute zu einem anderen Tierarzt zu gehen.
Werde auch die Nassfutter Sorten nochmal wechseln. Also die alten Firmen mal weglassen und neue probieren. So kann man ausschließen, dass es eine Art Futtermittel Allergie ist.
Durch Futtermarken wechseln kann man keine Allergie ausschließen.
 
  • Wir sind so verzweifelt! Beitrag #7
ohje.. ich hatte gehofft ihm mit dem futterwechsel eventuell irgendwie helfen zu können... bei uns hier ist es schwer mal eben so tierärztliche hilfe zu bekommen. nur wenige haben am we offen. und den tierarztnotdienst kann man vergessen!!! habe vor lauter angst vorgestern nacht um 3 uhr bei der notfalltierärztin angerufen. zuerst legte sie auf, dann rief sie nochmal selbst zurück und ich erzählte ihr seine symptome. daraufhin teilte sie mir mit: es ist kein akuter notfall. sie müssten eine stunde fahren denn meine praxis ist in dem und dem ort. und machen könnte ich auch nicht viel, außer vielleicht ein schmerzmittel spritzen. am besten sie warten bis morgen früh. es ist ja nicht mehr so lange hin.... :evil:
ich fühle mich teilweise unglaublich allein gelassen was die ärztliche hilfe für mein tier angeht!!!
dann kam samstag morgen gleich der Tierarzt besuch. da kam nun leider auch kaum was bei rum...
jetzt können wir entweder zu dieser person von notfalltierärztin fahren, oder morgen früh zu unserer TÄ gehen.. eine Tierklinik gibt es vor ort auch nicht... und eine stunde autofahrt, nuschi hat immer große angst im korb und auto.. weiß nicht was ich machen soll... meinem mann geht es ähnlich..
nuschi bekommt nun 5 ml metacam täglich. zeitweise geht es ihm besser, aber dann ist alles wieder da.. denn die ursache bleibt ja...

schattenkatze, eine frage habe ich noch: was gehört alles zu einer vollständigen allgemeinuntersuchung?
meine TÄ hat ja in die Ohren geschaut, fieber gemessen, schleimhäute kontrolliert, analdrüsen abgetastet, gewogen und die üblichen fragen zum verhalten gestellt. was gehört noch dazu?
 
  • Wir sind so verzweifelt! Beitrag #8
Hallo Minusch, ich habe so etwas ähnliches bei meinem Kater erlebt. Vor vier Jahren von einer Sekunde auf die andere, zuckte er am ganzen Körper, rannte wie verrückt durch die Gegend. Er leckte sich wie verrückt hinten an den Flanken, sprang hoch, rannte wieder los und das die halbe Nacht. Ich bin am nächsten Tag mit ihm zum Tierarzt. Auch sie konnte nichts finden, hat als erstes das Fell mit dem Flohkamm durchsucht, aber nichts gefunden. Krabbe ist auch ausschließlich in der Wohnung. Auch sie hat ihm die Analdrüsen geleert. Wieder zu Hause, spielte sich das gleiche ab in unterschiedlichen Zeitabständen. Ich habe mir den Kopf zermartert, ob ich irgendwas geändert habe, Waschmittel usw aber nichts. Er lag auch nur rum, traute sich nicht, sich groß zu bewegen. Tag für Tag wurden die Zeitabstände länger und nach ca. 3 Wochen war es vorbei.
Ein Jahr später, der gleiche Monat (September) wieder von jetzt auf gleich ging es los. Ich habe dann abgewartet, weil man ja nichts gefunden hatte. Wieder diese Leckattacken, das rumrennen, zucken usw. Apathie, Vermeidung von längeren großen Bewegungen. Nach einer knappen Woche ging ich wieder zum Tierarzt. Dieses Mal gab ihm die Tierärztin eine Allergiespritze. Schon als wir nach Hause kamen war er verändert. Aktiver, lief mehr rum. Klar, er leckte sich noch, sprang auch nochmal rum aber im ganzen war es deutlich besser. Und am nächsten Tag war es vorbei.
Im nächsten Jahr Ende August wappnete ich mich und wartete geradezu auf diesen "Anfall". Aber es kam nicht wieder. Bis heute nicht (toi toi toi). Ich weiss nicht, was es war. Ich hatte immer den Eindruck, wenn es begann mit diesen hektischen Bewegungen und den Leckattacken, als ob ihn etwas gestochen hatte.
Natürlich kann es auch etwas anderes sein bei Deinem Tier, aber die Sympthome sind sehr ähnlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Wir sind so verzweifelt! Beitrag #9
Hello!

Wichtig wäre in erster Linie einmal ein Blutbild. Das kann schon viel aussagen.
Findet man nichts, muss man eben weiter suchen. Röntgen, vielleicht ein CT wenn man das Roling Skin Syndrom vermutet.
Eine Stunde fahrt zur TK würde ich in kauf nehmen, denn dort haben sie meist bessere Ausstattung für Untersuchungen.

In einem anderen Forum hatte eine Katze genau die selben Symptome. Bei ihr wurde beim CT eine Veränderung im Gehirn festgestellt. Es war angeboren und löste dieses Verhalten aus.

Eine Futtermittelallergie läßt sich nur durch eine feststellen. Man kann das nicht testen.
 
  • Wir sind so verzweifelt! Beitrag #10
Ach übrigens: dieses Starren hatte Krabbe auch. Er lag bei mir im Bett und starrte minutenlang auf das Bettlaken. Lag da mal ein Fussel versuchte er ihn wegzulecken. Aber meistens war da überhaupt nichts, was das Starren erklären konnte.
 
  • Wir sind so verzweifelt! Beitrag #11
Zu einer Allgemeinuntersuchung gehören die Augen, die Zähne und das Abtasten des ganzen Körpers und bei seinen Symptomen gleich noch Blut abnehmen, evtl Röntgen und wenn die Blase einigermaßen gefüllt war hätte sie auch gleich versuchen können Urin aus zu Massieren.
 
  • Wir sind so verzweifelt! Beitrag #12
Blutbild hatte ich direkt beim ersten Mal machen lassen, kam aber auch nichts bei rum.
 
  • Wir sind so verzweifelt! Beitrag #13
Eine Stunde fahrt zur TK würde ich in kauf nehmen, denn dort haben sie meist bessere Ausstattung für Untersuchungen.

Das würde ich auch empfehlen. Deine TÄ scheint ja ziemlich ratlos zu sein:???:

Alles Gute für das kleine Sorgenkind.
 
  • Wir sind so verzweifelt! Beitrag #14
hallo, vielen dank für die vielen Infos und Ratschläge!:) Es hilft ungemein nicht so allein damit zu bleiben! Morgen geht es gleich frühs zum Tierarzt.. Am Samstag war leider auch nur die Vertretungstierärztin zugegen.. ich hoffe unsere eigentliche Tierarzt bringt mehr licht ins dunkel.. momentan geht es besser.. aber, wie Krabbentier schon meinte, die symptome sind wirklich sehr ähnlich!
was uns auch immer wieder ins auge fällt: er ist inzwischen viel ruhiger und lebhafter geworden, aber immer mal zwischendurch, selbst beim spielen, fällt sein blick plötzlich auf eine fussel oder einen fleck und er beginnt ihn anzustarren, lässt sich nur schwer davon ablenken, dann haut er kurz mit der pfote drauf oder leckt kurz drüber und rennt wie von sinnen davon... danach zucken und lecken und beißen am rücken, beinchen und brust. kurz darauf beruhigt er sich inzwischen wieder...
es ist wirklich erschreckend. er und die anderen beiden dürfen jeden tag rund um die uhr auf den balkon, haben also auch kontakt zu allen möglichen insekten. auch wespen und hornissen sind mitunter dabei gewesen. nun vermuten wir schon, ob er vielleicht, ohne das wir es bemerkt haben, eine schlechte erfahrung mit einem der viecher gemacht hat... wissen es aber nicht...
morgen lassen wir großes blutbild mit schilddrüsenwerten, bauchspeicheldrüsewerten machen.. außerdem milbentest. wegen flöhen schauen wir auch. zudem das obligatorische abtasten und unsere vermutungen besprechen... drückt unserem schatz die daumen... er hatte letztes jahr schon soviel durch... :-(
 
  • Wir sind so verzweifelt! Beitrag #15
hier ein paar bilder von Nuschi, der schwarz weiße mit pauschebacken.. und krümel, der getigerte... :)
außerdem ein bild von einem der oxalatsteine die nuschi letztes jahr entfernt werden mussten.. kein schöner anblick solche dinger...
 

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  • Wir sind so verzweifelt! Beitrag #16
Hallo, nein - allein bist du mit dem Problem sicher nicht. Vielleicht kann dir mein Fall ein bisschen Hoffnung geben. Meine Mona hatte fast diesselben Symptome. Auch die Halluzinationen - z.B. hat sie ein Loch in irgendetwas dreidimensional empfunden und wollte es wegmachen.
Keine der vielen Untersuchungen ergab irgendwas. (Natürlich sollte man sie trotzdem vornehmen) Phenobarbital half bei ihr gar nicht. ICh hatte das Gefühl, dass es immer kam, wenn ihr langweilig war oder sie merkte, dass sie eingesperrt ist.
Mich hat die Situation so fertig gemacht, dass ich umgezogen bin. Jetzt ist sie die wahrscheinlich glücklichste Freigängerin von München und symptomfrei ohne Medis.
Nur wenn mal eine Plastikfolie extrem unangenehm raschelt, kommt ein kurzer Anflug. Ich weiß dann aber genau, was ich zu tun habe, und wir kriegen es zusammen schnell wieder in den Griff.


Es scheint allgemein eine Reaktion auf Streß zu sein und ist meiner Meinung nach in unserer Ausprägung halbwegs gut zu therapieren. Man muss halt nur individuell herausfinden, was den Streß verursacht. Ein Todesurteil ist es jedenfalls nicht!! (Wollten mir auch Ärzte erzählen)
Alles Gute euch, wird schon!
 
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  • Wir sind so verzweifelt! Beitrag #17
Hallo zusammen, vor allem wäre ich vorsichtig mit 5 ml Metacam, ich hatte einen Kater der über längere Zeit Metacam bekam, was irgendwann seine Nieren so stark geschädigt hat, das er CNI bekam und nur noch ein halbe Jahr gelebt.

Auf jeden fall würde ich auch ein Blutbild machen lassen.
 
  • Wir sind so verzweifelt! Beitrag #18
hallo, inzwischen war mein mann mit nuschi bei unserer tierärztin.. es war ein disaster! nuschi hat seit dem analdrüsen leeren generell schon eine riesen angst vor dem korb und dem tierarzt... :!: vorher auch schon gehabt... aber wir haben ihn trotzdem in den korb manövriert. allein das tut uns schon jedes mal so leid! er schreit und jammert dann die ganze zeit.. auch im taxi.. auto haben wir selbst nicht..
als mein mann ankam, war es total voll, obwohl er schon früh hin fuhr. das waren dann auch noch ganz viele hunde. er rief mich dann an, weil nuschi total durchdrehte... er hatte solche angst, dass er, als mein mann ihn mit streicheln beruhigen wollte, zum ersten mal solche panik hatte, dass er sich festkrallte und verbiss... erst nach längerer zeit ließ er ihn wieder los.. mein mann ging dann mit ihm vor die tür, um ihn zur ruhe kommen zu lassen. aber draußen war es nicht viel besser, autos und wieder hunde... er atmete sehr schnell und verkroch sich in die hinterste ecke.. vollkommen aufgelöst... dann sprachen wir uns ab und ich rief in der praxis an und sagte bescheid das mein mann draußen mit nuschi warten würde und er in panik sei. außerdem das mein mann gebissen und gekratzt worden sei. die schwester meinte darauf hin, dass alles klar wäre und sie bescheid geben würde.
während dessen wurde die praxis immer voller und nuschi immer aufgeregter. wir telefonierten wieder und überlegten die ganze zeit was wir nun machen sollten, niemand schaute nach den beiden.
schließlich entschieden wir uns, das mein mann mit nuschi wieder nach hause kommen sollte.. kaum war nuschi aus dem korb hechelte er ganz doll und sein herz schlug extrem schnell.. er war völlig verängstigt.
wir brauchten ungefähr eine stunde um ihn wieder völlig zu beruhigen.. :?
jetzt steht fest, die nächsten untersuchungen lassen wir in einer anderen praxis machen! habe schon eine gefunden. aber wir trauen uns gar nicht sofort wieder mit ihm zu fahren, weil er so extreme angst entwickelt hat.. zumal er ja generell schon diese merkwürdigen reaktionen zeigt.. weiß einer, was man da machen kann, damit er nicht so furchtbaren stress aushalten muss?

zu seinem zustand: seit heute morgen um sechs ist das schmerzmittel raus aus dem körper. trotzdem spielt er zwischendurch und lässt sich gut ablenken. er reagiert auch etwas weniger extrem auf die fussel und krümel, wenn er irgendwo einen findet. wir versuchen sehr ruhig mit ihm umzugehen und ihn abzulenken. generell nimmt er wieder mehr anteil am leben drumherum. außerdem hat er guten appetit.. wir wollen nun den zustand ohne schmerzmittel beobachten.. auf jeden fall wollen wir noch eine blutuntersuchung machen lassen.. nur wann und wie am besten? damit er nicht nochmal solchen stress erleiden muss..
 
  • Wir sind so verzweifelt! Beitrag #19
Nun, das scheint ja ziemlich unvorteilhaft gelaufen zu sein mit dem Tierarzt. Und vermutlich ist die Entscheidung, einen anderen Tierarzt aufzusuchen nicht verkehrt.

Ich weiß nicht wo ihr wohnt, aber es gibt auch immer mehr Tierärzte, die Hausbesuche machen. Klar, wenn der Kater geröntgt (??? das Wort ließt sich gerade total komisch, schreibt sich das wirklich so ??? ) werden muss, dann kommt ihr um den Besuch in einer gut ausgestatteten Tierarzt-PRaxis bzw. bei einer Tierklinik nicht drum herum. Aber für's Blut abnehmen, vllt lässt sich da ein Tierarzt in eurem Umkreis finden, der zu euch nach Hause kommt. Das würde dem Kater zumindest die Fahrt ersparen - und wenn ihr selbst kein Auto habt und mit dem Taxi hin müsst, dann nimmt es sich finanziell gesehen vermutlich auch nicht mehr viel (natürlich verrechnen diese Tierätzte ihre Anfahrt auch...) Mach dich mal schlau über's Internet ob es so etwas bei Euch in der Umgebung gibt. Oder rufe bei den TÄ im Umkreis an und frage dort direkt nach, ob sie das tun würden.

Gibt es diese Möglichkeit nicht, rufe auf jedenfall vor dem Tierarzt-Besuch in der Praxis an! Die meisten Tierärzte haben feste Sprechzeiten, man kann aber auch mal einen Termin außerhalb dieser Öffnungszeiten ausmachen. Frage in der Praxis nach, ob dies möglich ist und erwähne auch eure besondere Situation, warum der Kater da jetzt so viel Panik hat. Spreche mit der Praxis ab, wann ihr kommen sollt und stelle sicher, dass ihr dann auch ohne lange Wartezeit direkt dran kommt.

Manche Katzen sind ruhiger, wenn sie von der Umgebung nicht so viel mitbekommen. Evtl könnte also eine Decke über dem Transportkorb helfen, den Kater etwas ruhiger zu bekommen. Und ihr Menschen, versucht euch in der Situation möglichst nicht aufzuregen und cool ran zu gehen. Wenn ihr aufgeregt seid und Angst habt, spürt eure Katze dies und es überträgt sich auch auf ihr Wohlbefinden!

Alles Gute.

PS: Auch wenn es sein kann, dass euer Tier das gleiche hat, wie hier schon beschrieben wurde: es ist noch nicht sicher. Ich würde an eurer Stelle nicht lange warten mit dem nächsten Tierarzt-Besuch. Eurem Katerchen scheint etwas zu fehlen, und entweder er hat Schmerzen oder fühlt sich zumindest ziemlich komisch. Ich würde da Nägel mit Köpfen machen um rauszufinden, was der Kater hat und ihn nicht unnötig lange leiden lassen - vllt kann ihm ja auch leicht geholfen werden?
Und lasst Euch das nächste Mal nicht so einfach "abwimmeln". Ich hätte mich mitten in den Gang bei meinem Tierarzt gestellt, wenn der Kater so laut brüllt und schreit und dein Mann eine blutende Wunde an der Hand hatte, dann vermute ich mal dass sie euch da nicht besonders ewig hätten stehen lassen, zumal dieses "Geschrei" ja auch den anderen Wartenden und dem Tierarzt-Personal auf die Nerven geht. Ja, dem Kater hat es bestimmt nicht gefallen. Aber geholfen hat ihm dieser Tierarzt-Besuch nun auch nicht. Da wäre es vllt sinnvoll, das arme Tier der Situation noch ein paar Minuten länger auszusetzen, aber dafür immerhin ein Ergebnis zu erlangen. ;)
 
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  • Wir sind so verzweifelt! Beitrag #20
Minusch ich glaube nicht, dass sich durch das Absetzen der Schmerzmittel etwas ändert. Krabbe hat auch gefressen und dass bei Nuschi die Sympthome etwas nachlassen ist auch identisch mit Krabbe.
Dass Nuschi allerdings so panisch reagiert beim Transport und Tierarzt kenne ich GsD nicht. Er verfällt eher in Schockstarre und lässt alles mit sich machen. Das Hecheln kenne ich auch. In der ersten Nacht, als die Symthome auftraten, hat er auch extrem gehechelt. Er hechelt wenn er extremen Stress hat und ich fand das immer beängstigend. Der Tierarzt hat bei einer anderen Gelegenheit zu mir gesagt, dass die sogenannte "Maulatmung" durchaus gefährlich sein kann, da es zum Kollabieren kommen kann.
Ich möchte Dir keine Angst machen, aber das Nuschi so reagiert ist schon beängstigend. Dass der Tierarzt zu Euch kommt, halte ich für bedenklich. Wenn er so ängstlich ist, könnte es durchaus sein, dass er sich in seinem Zuhause nicht mehr sicher fühlt. Es soll ja ein Ort sein, wo er sich absolut sicher fühlt und das kann er dann ja nicht mehr sein. Aber darüber gibt es bestimmt unterschiedliche Meinungen und Du kennst Dein Tier am besten.
Auf jeden Fall bin ich sehr gespannt, ob es zu einer Diagnose kommt, gerade weil ich diese Geschichte ja auch mitgemacht habe.
 
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