Hallo

Ich bin ganz neu hier und hätte ein paar Fragen zu meiner Katze, die gestern zu mir gekommen ist.
Vorab die Ausgangssituation: Sie ist uns als Kätzchen bei meiner Oma zugelaufen und wurde immer zutraulicher. Zuerst kam sie nur zum Fressen in die Nähe des Hauses, aber mit der Zeit ließ sie sich fast nicht mehr von ihrem Platz vor dem Kamin bewegen. Sie war gewohnt, in der Nacht raus zu kommen und auch draußen ihr Geschäft zu verrichten. Nun ist sie um die 15 Jahre alt (wir wissen es nicht genau) und nicht mehr sonderlich aktiv.
Nachdem meine Oma verstorben ist und mein dementer Opa vor vier Monaten ins Altersheim gekommen ist war die Katze jedoch ganz alleine im Hof. Die Nachbarn haben sie ab und an gefüttert und sie war auch immer in der Lage, sich selbst zu ernähren. Die Sache ist nun, dass sie nach ein paar Tagen begonnen hat, ohne Unterlass zu maunzen und nach meinen Großeltern zu suchen. Die Nachbarn haben sich wegen des Lärms zu beschweren begonnen und ich stand vor der Wahl: Tierheim oder zu mir in die Wohnung (Oma hat ein Haus mit großem Garten am Land, ich wohne in der Stadt).
Ich habe mir gedacht: bevor ich das arme Ding in ein
Tierheim schicke, versuch ich doch mal, sie zu mir zu nehmen. Sie ist meine erste Katze und ich bin recht unsicher, wie ich mich verhalten soll, beziehungsweise wie ich es ihr gemütlich einrichten könnte.
Der Transport (ca. 2h) war ziemlich anstrengend für die Katze und für mich, aber bei mir hat sie dann sehr brav gefressen und getrunken. Nach ein paar Stunden hat sie sogar das Bad verlassen und scih zu mir gekuschelt.
Meine Probleme sind aber jetzt: sie kennt den Kratzbaum nicht und benutzt lieber den Teppich im Bad oder (schlimmer!) mein Bett. Ich habe mir gedacht, ich lege mir eine Fußmatte zu, auf der sie herumkratzen kann (das war bei meiner Oma auch so).
Das zweite Problem ist, dass sie in der Nacht zu maunzen beginnt, weil sie raus aufs Klo muss. Rauslassen kann ich sie leider nicht (vor allem da sie erst einen Tag bei mir war), aber sie geht auch nicht aufs KaKlo. Stattdessen hat sie mich um 02:45 in der Nacht aufgeweckt, miaut und schließlich ins Vorzimmer gepinkelt. Was könnte ich tun, um ihr das Klo näher zu bringen?
Außerdem habe ich Angst, dass ihr langweilig werden könnte in meiner kleinen Wohnung (ein Zimmer mit Balkon, den ich aber erst absichern muss), mit Spielzeug kann sie aber auch recht wenig anfangen. Das schaut sie kurz interessiert an, bewegt sich aber nicht und wenn ich es werfe, schaut sie ihm mehr oder weniger teilnahmslos nach. Allerdings streicht sie dann wieder ruhelos durch die Wohnung.
Die Sache mit den Artgenossen ist so, dass sie sich noch nie so gut mit den anderen Katzen in der Gegend von meiner Oma verstanden hat und diese sie eher immer bedrängt haben (sie ist aber kastriert).
Zudem ist mir noch aufgefallen, dass sie einen ziemlich dicken Bauch hat, werde ihr wohl zukünftig kein
Trockenfutter mehr geben und sie entwurmen lassen beim Tierarzt, von
FIP will ich nicht ausgehen müssen.
War die Idee, sie zu mir zu nehmen vielleicht doch nicht so gut? Langsam bekomme ich ein echt schlechtes Gewissen. Dass sie traurig ist oder unglücklich war ja das letzte was ich wollte.
So, das ist jetzt ein ziemlich langer Beitrag geworden, ich hoffe ihr habt vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht oder Tipps, wie ich es der Katze (und mir) leichter machen könnte.