Rechtlich kann man alle "Schutzverträge" knicken und zerreißen. Daran muss man sich nicht halten. Rechtlich gesehen ist das ein Kaufvertrag, das Tier geht in deinen Besitz über und du hast damit auch die Entscheidungsgewalt.
Mir wurde das von einem befreundeten Anwalt mal so erklärt: Selbst wenn in dem "Schutzvertrag" steht, das man das Tier kastrieren lassen muss, brauch man es theoretisch nicht machen, wenn man nicht will, denn das Tier gehört einem. Man muss auch niemanden in die Wohnung lassen, den man nicht reinlassen will, auch wenn es so in dem "Schutzvertrag" steht. Man muss der Tierschutzorga auch nicht mitteilen, wenn man umzieht oder wenn man zum Tierarzt geht o.ä.
In D gilt leider ein Tier immer noch als "Sache", somit gilt ein "Schutzvertrag" vor Gericht einfach nur als Kaufvertrag. Man kann ja auch kein Auto verkaufen und festlegen, das es aber regelmäßig in die Werkstatt soll und das man jederzeit vorbeikommen kann, um das zu kontrollieren. Oder das man, wenn das Auto weiterverkauft werden soll, es dann zurückbekommt (natürlich ohne dafür zu bezahlen).
Ich weiß, solche Vergleiche sind in einem Tierforum nicht gerne gesehen, gesetzlich ist das aber leider in D so geregelt.