Hallo liebe Katzengemeinde..
Ich bin ganz neu hier und brauche euren Rat..
Vielleicht kurz zur Vorgeschichte:
Unsere Langharmix Dame Lina war eine Fundkatze die wir im Juni 2013 mit etwa 2 Jahren aus dem Tierheim holten. Dort konnte man uns (da sie in einer Transportbox ausgesetzt gefunden wurde) nicht viel über sie sagen, aber bei uns war es Liebe auf den 1. Blick…

Lina wurde uns als Einzelkatze vermittelt, da sie nach Aussage des Tierheims nur schwer andere Katzen „neben sich“ duldet.. Wir wollten´s mit der kleinen Diva (was sie wirklich ist ;-) ) riskieren und haben bisher keinen Tag bereut!
Nach langer Überlegung haben mein Mann und ich uns jedoch nun dazu entschieden Lina einen Spielkameraden zu schenken, da wir auch beide berufstätig sind. Wir hofften, dass die Ablehnung gegenüber anderer Katzen im Tierheim einfach daher kam, dass sie sozusagen die Nummer 1 sein wollte. Da wir aber genug „Liebe“ für 2 Katzen haben und sie bei uns weiterhin die Nummer 1 sein wird zog nun vor 1 Woche der kleine Bengalkater Rumo (fast 5 Monate) bei uns ein.
Rumo ist unseres Wissens nach gut sozialisiert, da er zusammen mit seinen Geschwistern bei der Mama aufwuchs, welche dort auch in einem Verband mit anderen Katzen und deren Kitten lebte. Der kleine war der Letzte des Wurfes der noch nicht vermittelt war, da er eine kleine Fehlstellung der Wirbelsäule hat.
Die ersten 2 Tage hatte Rumo sein alleiniges Reich im Gästezimmer und Lina hatte weiterhin den Rest der Wohnung für sich.
Am 3 Tag./ 1. Tag der Zusammenführung lief´s wirklich nicht gut, beide haben nur gefaucht und gebrummt und Lina hat den kleinen immer wieder in die Enge getrieben, sodass wir die zwei über Nacht dann auch wieder getrennt haben.
Am 2. Tag liefs eigentlich genau so, sodass ich schon heulend da saß und Angst hatte den kleinen evtl. wieder zurück bringen zu müssen (ich weiß „zurück bringen“ hört sich schlimm an, aber hatten das so mit der Züchterin vereinbart, da ich ihr von der Dominanz unserer Katze erzählte und meine Bedenken äußerte. Da diese auch um das Wohl ihrer Tiere bedacht ist sind wir so verbleiben.)
Ab dem 3. Tag haben wir die Türen nun durchgehend auf und seit gestern sind wir auch wieder arbeiten..
Die 2 jagen sich teilweise wirklich durch die ganze Wohnung und teilen weiterhin Tatzenhiebe aus. Die Große beobachtet den Kleinen ganz genau und haut dann auch immer mal wieder zu. Da der Kleine sich das aber auch nicht gefallen lässt fängt dieser auch teilweise noch an zu knurren und wehrt sich auch ausgiebig, sodass es aus meiner Sicht wirklich relativ ausgeglichen ist, der Kleine hat halt auch wirklich Pfeffer im Hintern..
Meine Frage ist jetzt halt ob das vielleicht schon „spielen“ ist oder doch noch „kämpfen“? Wenn wir jedoch mit Spielangeln etc. wedeln kommt immer nur der Kleine. Die Große kommt nur wenn man Rumo anderweitig beschäftigt, was gar nicht so einfach ist, da das womit Lina spielt immer viel interessanter ist.. ;-)
Rumo wird auch immer mutiger was das erkunden der restlichen Wohnung betrifft. Zum Schlafen geht er jedoch noch immer in seine kleine Höhle auf der Couch im Gästezimmer. Lina schläft weiterhin bei uns im Bett und macht auch sonst uns gegenüber keinen veränderten Eindruck.
Was meint ihr? Würde mir das Herz brechen den Kleinen wieder „abgeben“ zu müssen, aber denke wir sind auf einem guten Weg, oder?
Habt ihr Erfahrungswerte wie lange eine Zusammenführung durchschnittlich dauert?