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Ewigkeit

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Hallo Ihr Lieben!

Letztes Jahr im Juli haben 2 Katzenkinder ihren Weg zu uns gefunden.
Ich lebe mit meinen beiden jüngeren Brüdern und meinem Freund in unserem Elternhaus, nachdem unsere Eltern erneut gebaut haben.
Einer meiner Brüder hat die Kleinen von einer Bekannten mitgebracht, es waren die letzten Kätzchen aus dem Wurf, die keiner haben wollte.
Wieso, verstehe ich bis heute nicht... Denn eine von ihnen war etwas ganz Besonderes... <3

Nun waren also die beiden Kätzchen da und ich habe mich zuerst fürchterlich aufgeregt, denn mein Bruder hat sich die Krümel andrehen lassen, ohne nachzudenken, wie wir sie vermitteln können.

Die Mutter ist eine grau getigerte EKH. Beide Winzlinge waren komplett schwarz. Und eines der Beiden hatte langes, plüschiges Fell.
Ich habe mich auf den ersten Blick in sie verliebt. Ein kleines Mädchen.

Am nächsten Tag konnte wir das Katerchen mit dem kurzen Fell gleich an einen guten Freund aus dem Ort vermitteln. Und da mein Freund noch für 3 Monate Zuhause war, da er erst dann seine neue Arbeitsstelle annahm, entschlossen wir uns, die plüschige, kleine Fellnase zu behalten.
Wir gaben ihr den Namen Lilly.

Sowohl mein Freund, wie auch meine Brüder und ich waren bereits Katzenerfahren, meine Eltern hatten auch 2 Katzen und da diese noch mit in unserem Einfamilienhaus aufgewachsen waren und meine Eltern gleich nebenan neu gebaut hatten, besuchten die Samtpfoten uns oft uns Wir hatten immer Futter im Haus.

Wir wohnen auf dem Land und es würde fast an Tierquälerei grenzen, einer Katze hier keinen Freigang zu gewähren. Also kauften wir unserer Lilly nach ein paar Wochen eine kleine Leine, an der wir sie immer uasführten, damit sie sich an die Geräusche draußen gewöhnen konnte.

Im Sturm eroberte sie die Herzen meiner Eltern und der Nachbarn und sie wuchs zu einer wunderschönen Langhaarkatze heran, deren Vater sicherlich ein Maine Coon Kater war.

Im späten Herbst durfte Lilly zum ersten Mal alleine nach draußen. Natürlich blieben wir bei ihr, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist.
Sie ging kaum von uns weg, war noch sehr zurückhaltend und schüchtern.
Aber schon bald liebte sie ihre Freigänge alleine und sie ging regelmäßig nach draußen. Als mein Freund wieder arbeiten ging, gewöhnten wir sie daran, tagsüber zu meinen Eltern zu gehen, wenn sie Hunger hatte, denn meine Mutter ist nicht berufstätig und somit fast immer Zuhause.
Das funktionierte so ganz wunderbar und sobald wir von der Arbeit kamen, waren alle anderen Menschen abgeschrieben und Lillys Welt drehte sich nur noch um meinen Freund und mich.

Wenn wir im Garten arbeiteten, war Lilly bei uns und sah uns zu. Wenn mein Freund abends mit Kumpels unterwegs war, war Lilly immer bei mir. Wenn ich mich morgens für die Arbeit fertig gemacht habe, hat Lilly mich im Badezimmer und überall hin begleitet, bis wir gemeinsam das Haus verließen.

Sie war unsere kleine Prinzessin. Stolz, etwas verwöhnt, selbstbewusst, aber mit kindlichem Charme. Ich habe mich in ihr immer wieder erkannt und mein Freund schmollte immer lächelnd, wenn wir uns abends gemeinsam auf "seinem" Platz auf dem Sofa breit machten, weil man von dort aus besser fernsehen konnte. :lol:

Mit 6 Monaten wurde Lilly kastriert, damit sie weiterhin unbesorgt nach draußen konnte.
Als das Frühjahr kam, blieb sie abends länger weg als vorher. Sie liebte es bei gutem Wetter auf die Jagd zu gehen.

Leider jagte sie immer auf den Wiesen am Ortseingang, an denen auch die Zufahrtsstraße zum Ort lang verläuft.
Unzählige Male bin ich mit dem Auto an ihr vorbei gefahren, während sie am Straßenrand wartete, dass das Auto an ihr vorbei fuhr.
Wir machten uns oft Sorgen und riefen sie immer, wenn wir sie dort sitzen sahen. Dann kam sie auch mit nach Hause.
Leider gelang es uns nicht, ihr ein anderes Wald- oder Wiesengebiet (davon haben wir hier endlos viele) nahe zu legen.
Die Straße ist nicht viel befahren und dennoch gefiel es uns nicht, dass sie sich dort aufhielt und ich verstand auch nie, wieso eigentlich.

Vor 2 Monaten war sie beim spielen in der Küche in einen Fliegenfänger gesprungen. :shock: Ich pulte den in ihrem wunderschönen Fell verfangenen Klebestreifen heraus, musste aber anschließend zum Tierarzt, da das Fell klebte. Dort wurde sie an ein paar Stellen am Bauch rasiert und danach gebadet - und sie hielt still wie eine Eins. :) Ich habe mich herrlich amüsiert, wie sie in der kleinen Schüssel lag und sich von der Tierärztin einseifen ließ. :g030:

Immer wenn man sie auf den Arm nahm, quäkte sie aus Protest 3 Mal, ehe sie sich entspannt überall hintragen ließ. :)

Sie war auf so wundersame Weise zu uns gekommen... Niemand hat ihr "Potential" erkannt. Die Besitzer der Mutter hätten für Lilly locker Geld verlangen können, denn sie sah aus wie eine Maine Coon und sie benahm sich anders, als andere Hauskatzen. Sie war anhänglicher, lief mit mir und dem Hund meiner Eltern spazieren, als wäre es das normalste von der Welt.
Und sie war das einzige Baby aus diesem Wurf, dass so besonders aussah und sich so besonders verhalten hat.

Vorletzten Donnerstag ist Lilly abends nicht rein gekommen. Das war nichts außergewöhnliches. Sie blieb gerade bei gutem Wetter manchmal für 1 Nacht weg.
Aber auch am darauffolgenden Tag und in der Nacht kam sie nicht nach Hause. Und das war für Lilly sehr nicht normal. Sie wäre nie einfach so nicht mehr nach Hause gekommen. Dafür war sie viel zu sozial.

Wir fingen an, sie zu suchen. Wir liefen über die riesigen Wiesen, auf denen sie immer jagte. Suchten im Wald. Suchten die Zufahrtsstraße ab. Erstellten Suchblätter, die wir im Ort aufhängten. Baten die Nachbarn in Scheunen und Kellern nach ihr zu suchen. Meldeten sie beim ansässigen Tierschutzverein als vermisst. Aber keiner hatte Lilly gesehen. Alle zuletzt an dem Tag, als wir sie auch das letzte Mal gesehen haben.

Wir suchten eine Woche lang. Tagsüber, abends wenn es dunkel war und morgens gleich wieder. Ich war so neben der Spur, dass ich mich auf der Arbeit krank schreiben lassen musste.
Aber es kam mir auch sehr gelegen, denn so hatte ich mehr Zeit, um nach ihr zu suchen.
Meine Eltern waren in Urlaub und riefen jeden Abend an, ob Lilly mittlerweile zu Hause sei.
Ich bin fast durchgedreht vor Sorge.

Mitte letzter Woche kam ein lieber Nachbar zu mir. Ein alter Mann, der Rentner ist.
Ich musste mittlerweile wieder arbeiten und er schlug vor, die Katze für mich zu suchen. Jede der 3 riesigen Wiesen wollte er ablaufen.
Ich war vorher nur groß drüber gelaufen und habe Lillys Namen gerufen. Denn ich dachte, eine Katze die auf einer Wiese ist, lebt. Und kommt, wenn man sie ruft.

Am nächsten Tag stand der Nachbar vor unserer Haustür. Am letzten Freitag. Er hat Lilly gefunden. Tot.
Sie lag auf der mittleren Wiese, direkt am Stacheldraht dran. Oder besser das, was noch von ihr übrig war.
Mein Freund und ich sind gleich los gelaufen um zu sehen, ob es nicht doch eine andere Katze sein könnte.
Aber es war zweifelsfrei Lilly, auch wenn man von dem süßen Wesen nicht mehr viel erkennen konnte. Aber ihr langes Fell hat sie unmissverständlich identifiziert. :cry: :cry: :cry:

Wir vermuten, dass sie auf der Straße, die neben den Wiesen entlang läuft und wo sie so oft am Straßenrand saß, angefahren wurde. Und sich entweder noch selber bis Mitten auf die Wiese geschleppt hat oder von einem Fuchs dort hin gezogen wurde.

Wir haben das schrecklichste Wochenende hinter uns, an das ich mich (zumindest seit langer Zeit) zurück erinnern kann. Und ich kann nicht begreifen, was da passiert ist.
Ich kann nicht verstehen, dass Lilly nie wieder nach Hause kommen wird und ich kann nicht verstehen, wieso ausgerechnet sie nie wieder nach Hause kommt. :cry: :cry: :cry: :cry: :cry:

Es existiert eine Leere in unserem Haus, die nicht zum aushalten ist. Lilly fehlt uns so unendlich! <3 <3 <3 Sie war erst 14 Monate alt. Und sie war unsere kleine Prinzessin.
Ich weiß nicht, wie ich das durchstehen soll.

Morgen habe ich Geburtstag und mein aller größter Wunsch war es, dass Lilly wieder nach Hause kommt.
Und nun habe ich diese schreckliche Gewissheit... :cry: :cry: :cry: :cry: :cry: :cry: :cry: :cry: :cry: :cry:
 
  • Lilly... Beitrag #2
Mein aufrichtiges Mitgefühl - es tut mir leid um Eure süße Lilly.

Es gibt momentan wohl keinen Trost und mir fehlen auch die Worte. Ich wünsche Euch auf jeden Fall viel Kraft, die Zeit der Trauer zu überstehen. Irgendwann werdet ihr wieder mit einem Lächeln an Eure Lilly denken können.
 
  • Lilly... Beitrag #3
Hallo und vielen Dank für deine lieben Worte.

Es tut gut zu wissen, dass man von jemandem verstanden wird.

Viele liebe Grüße,

Ewigkeit
 
  • Lilly... Beitrag #4
Mein aufrichtiges Beileid - von ganzem Herzen kann ich nachfühlen wie viel Angst ihr immer hattet, wenn ihr wusstet, dass Lilly draußen war - das geht mir auch immer so - was passiert ist, war einfach Schicksal - sie war noch so jung...

Mir fehlen leider die richtigen Worte des Trostes - aber sei versichert - ich fühle mit dir und weine mit dir...
 
  • Lilly... Beitrag #5
Es tut mir so unendlich leid was eurer kleinen Lilly passiert ist. Es muß schrecklich sein. Ihr habt mein allertiefstes Migefühl. Eure kleine Maus ist jetzt für immer in eurem Herzen und irgendwann werden wir alle unsere kleinen Lieblinge wiedersehen. Ich wünsche euch viel viel Kraft für die schwere Zeit der Trauer.

Lebe wohl liebe kleine Lilly, jetzt geht es dir wieder gut. Im Katzenhimmel kannst du mit all unseren Sternenkätzchen spielen und wieder glücklich sein.
Grüß bitte meine vier Lieblinge von mir.

Traurige Grüße Kathi.
 
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