Ich finde, bei reiner Wohnungshaltung ist eine Stunde Spielzeit das Minimum.
Weil es eben Wohnungshaltung ist, die den Katzen schon genug Anreize und Beschäftigungsmöglichkeiten nimmt.
Ich habe großes Verständnis dafür, dass Spieleangeln zu schwingen langweilig ist, weil ältere Katzen ja auch nicht mehr so hübsch hinterherhopsen, sondern lange lauern, gelangweilt durch die Gegend gucken, lauern und irgendwann einmal draufspringen.
Es ist halt nicht mehr der Vogel, es ist das Mäuseloch. ;-)
Meine eigenen Kater sind dreieinhalb Jahre alt. Ich hatte mich früher mal damit getröstet, dass sie ab eineinhalb Jahren etwas ruhiger werden würden. :lol: Dann wurden sie eineinhalb und blieben so hyper. Dann habe ich gelesen, aber drei Jahren werden sie ruhiger. - Seit einigen Monaten sind sie so aufgedreht wie Kitten und ich schätze mich glücklich, wenn ich mit 2 Stunden Spielzeit pro Tag entlassen bin.
Aber ich freue mich eben auch, dass sie so gesund, agil und temperamentvoll sind.
Ich habe Strategien entwickelt, wie ich mit den Katzen nebenbei spielen kann, während ich etwas anderes mache. Ich bin zum Beispiel kaum jemals im Forum unterwegs, ohne nebenbei
Trockenfutter den deckenhohen Kratzbaum hochzuwerfen. Ich habe nicht zufällig einen Kratzbaum direkt neben meinem Schreibtisch stehen. ;-)
Auch beim Fernsehen, telefonieren, quatschen, aufräumen, die Katzen sind dabei und ich verstecke hier mal ein Spielzeug, rufe sie da mal auf den Catwalk und übe einen Trick, spiele mit Federangeln, Laserpointer und Leckerli-Verstecken/Werfen, da hat jeder andere Vorlieben und die anderen gucken zu; es gibt diverse Fummelbretter - da sind Deine beiden jetzt auch in dem richtigen Alter dafür -, ich gestalte immer mal die Catwalks neu, was alle lieben, es gibt mal eine Baldriansocke...
Und so komme ich superschnell auf eine Stunde, weil meine beiden zumindest auch parallel spielen. Morgens 20 Minuten, beim Heimkommen 20 Minuten, abends eine halbe Stunde - fertig.