• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Krebs am Unterkiefer

Diskutiere Krebs am Unterkiefer im Tumore und Geschwürerkrankungen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo zusammen, Meine Katze Lilo hat am Unterkiefer Krebs, den man leider nicht mehr operativ entfernen kann! Er ist jetzt auf gut 2 Wochen...

Hilfe beim essen


  • Umfrageteilnehmer
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  • Krebs am Unterkiefer Beitrag #1
L

Lilo2004

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Hallo zusammen,
Meine Katze Lilo hat am Unterkiefer Krebs, den man leider nicht mehr operativ entfernen kann! Er ist jetzt auf gut 2 Wochen deutlich gewachsen! Der Tierarzt meinte er gibt ihr noch 6 Monate außer sie fängt zu Kratzen an oder isst nicht mehr. Seit heute merkt man, dass sie sich mit dem essen schwer tut, jedoch Appetit hätte. Wir haben es mir gerade mit kleinen plastiklöffeln probiert, klappt aber leide nicht. Hab das Fressen auf den Finger getan und ihr gegeben, das ging einigermaßen!
Wisst ihr vielleicht wie ich ihr beim Fressen helfen könnte?? Will sie ja noch nicht verlieren!!
Danke Lilo2004
 
  • Krebs am Unterkiefer Beitrag #2
Bei Menschen legt man einen Sonden-Schlauch in den Magen, wenn sie nicht mehr schlucken können.
Ist das vielleicht eine Option, um sie bei Kräften zu halten?

Eine Spritze verwenden? - Dazu das Futter vielleicht vorher im Mixer mit Wasser aufbereiten. Kauen fällt doch sicher auch schwer, oder?
 
  • Krebs am Unterkiefer Beitrag #3
Danke für die Antwort, werde morgen gleich den Tierarzt kontaktieren. Sie war ja schon immer eine zierliche Maus, mit 3,6 Kilo! Jetzt hat sie 3,3 Kilo, da wir ja alle 2 Tage wiegen! Heute morgen im Bett ist sie auch das erste von selber mit erhobenen Kopf gekommen und liess mich den "knubbel" anfassen! Momentan schafft sie eine Dose Gourmet Pastete und aufgeweichtes Trockenfutter. Wenn ich den knubbel nur früher entdeckt hätte, hätte man ihr helfen können, aber der Tierarzt meinte er müsste den halben Unterkiefer entfernen und das wäre nur mit Schmerz und Qual für Lilo! Aber irgendwie muss ich ihr ja helfen, ist doch mein Baby und für die Regenbogenbrücke ist es noch zu früh!!!!

Schmetterlinge werden noch gekaut ;-)
 
  • Krebs am Unterkiefer Beitrag #4
Hi,

das tut mir wirklich leid für deine Miez und für Dich aber wenn ein Tier nicht mehr selbstständig fressen kann hat das leider keine Lebensqualität mehr. Ich bin einfach ehrlich und ich glaube es wird langsam Zeit, sie gehen zu lassen. Da könnt ich gleich mit weinen, es tut mir wirklich leid :-(

Bei Menschen legt man einen Sonden-Schlauch in den Magen, wenn sie nicht mehr schlucken können.
Ist das vielleicht eine Option, um sie bei Kräften zu halten?

Das fänd ich absolute Quälerei, sorry, aber erklär mal dem Tier dass es jetzt eine Sonde tragen muss, um Nahrung zu bekommen. Das Tier kann sich dadurch nicht mehr so bewegen wie es gerne würde.

Ich hoff du nimmst mir meine Meinung nicht übel :-(
 
  • Krebs am Unterkiefer Beitrag #5
Hi,

das tut mir wirklich leid für deine Miez und für Dich aber wenn ein Tier nicht mehr selbstständig fressen kann hat das leider keine Lebensqualität mehr. Ich bin einfach ehrlich und ich glaube es wird langsam Zeit, sie gehen zu lassen. Da könnt ich gleich mit weinen, es tut mir wirklich leid :-(



Das fänd ich absolute Quälerei, sorry, aber erklär mal dem Tier dass es jetzt eine Sonde tragen muss, um Nahrung zu bekommen. Das Tier kann sich dadurch nicht mehr so bewegen wie es gerne würde.

Ich hoff du nimmst mir meine Meinung nicht übel :-(

Hallo, Hannibal, Katzen tragen doch Halsbänder, so dass ich kein Problem sehen würde, es festzubinden...die meisten kranken Katzen vertrauen ihren Besitzern häufig sehr. Der Eingriff ist ein sehr kleiner.
 
  • Krebs am Unterkiefer Beitrag #6
Lilo soll nicht leiden, in guten wie in schlechten Tagen, wir stehen das gemeinsam durch! Aber sie ist ja erst seit dem25.9 10 Jahre und ich denke auch das es dazu beiträgt das wir für 4 Monate ausziehen mussten weil wir umgebaut hatten und sie da ganz oft alleine war in der einliegerwohnung bei meinen Eltern! Seit Freitag sind wir zurück und ihr könnt euch nicht vorstellen wie die miaut hat und gleich alles im Haus erkundet hat! Weiß nur nichtig ich sie raus lassen kann denn sie sollte laut Tierarzt nicht krank werden! Haben Lilo zum Geburtstag eine naturkratzbaumlandschaft im Gärten gebaut! Sorry wegen den Fehlern aber mit weinenden Augen sieht man die nicht mehr
 
  • Krebs am Unterkiefer Beitrag #7
Hallo, Hannibal, Katzen tragen doch Halsbänder, so dass ich kein Problem sehen würde, es festzubinden...die meisten kranken Katzen vertrauen ihren Besitzern häufig sehr. Der Eingriff ist ein sehr kleiner.

Und dann bleibt die Katze irgendwo hängen, zieht sich den Schlauch... oder erbricht ihn hoch und verschluckt sich daran. Zudem entstehen dadurch Druckstellen in der Nase und es birgt viele Risiken.
Und nein, keine Katze sollte ein Halsband tragen... finde ich zu gefährlich.

Nein, wenn eine Katze nicht mehr fressen kann und keine Aussicht auf Besserung besteht, würde ich sie auch erlösen.
 
  • Krebs am Unterkiefer Beitrag #8
Ach, Lilo...vielleicht findest du in den universitären Tierkliniken einen Spezialisten, der dich in so einem Fall fachkundig beraten kann, wie man das Tier ohne Kieferchirurgie am besten versorgt? Ich hatte damals auch eine gute Beratung in Giessen bekommen, nachdem ich ein paar Fotos versendet hatte.




Und dann bleibt die Katze irgendwo hängen, zieht sich den Schlauch... oder erbricht ihn hoch und verschluckt sich daran. Zudem entstehen dadurch Druckstellen in der Nase und es birgt viele Risiken.
Und nein, keine Katze sollte ein Halsband tragen... finde ich zu gefährlich.

Nein, wenn eine Katze nicht mehr fressen kann und keine Aussicht auf Besserung besteht, würde ich sie auch erlösen.

der Schlauch wird durch die Bauchdecke gelegt und lässt sich gut abbinden, so dass er sich nicht löst. ;-)

...und nein, ich würde meine Katze noch längst nicht deshalb "erlösen" (=töten):!:
 
  • Krebs am Unterkiefer Beitrag #9
Sag doch, dass du keine Nasensonde meinst...

Gut, dann trotzdem Gefahr des Ziehens (durch die Katze selbst), Wundinfektionsgefahr, Verwachsungen usw.
 
  • Krebs am Unterkiefer Beitrag #10
Ich würde für meine Katze bis ans Ende der Welt gehen, solange es für Lilo ertràglich und ohne schmerzen ist!! Sie gehört zur Familie, ich muss nach jedem Strohhalm greifen!
 
  • Krebs am Unterkiefer Beitrag #11
Hunger trägt nicht zur Lebensqualität bei...

Lilo, ich verstehe Dich so gut. Ich wünsche Dir viel Kraft!!
 
  • Krebs am Unterkiefer Beitrag #12
Wisst ihr, ich komme aus nem Dorf in Niederbayern, meine Katze ist krankenversichert, lilos Bruder stitch hab ich schon an FIP verloren, ich hatte beide mit 3 Monaten bekommen und dann muss man sich anhören: meine Güte IST ja NUR ein Tier! Oder : die Yvonne spinnt lässt katzen versichern!!! Danke euch allen fürs zuhören, bin froh das mich jemand versteht
 
  • Krebs am Unterkiefer Beitrag #13
  • Krebs am Unterkiefer Beitrag #14
Hallo Lilo,
Ich möchte dir die Geschichte meiner Katze erzählen, weil sie das gleiche oder etwas Ähnliches hatte. Zuerst fiel ein erbsengroßer Knubbel an der Innenseite der Unterlippe auf. Dieser wurde entfernt, die Wunde verheilte problemlos, die Katze erholte sich rasch. Der Knubbel saß gestielt am Kieferknochen. Histologischer Befund war Spiralzellen, Fibrosarkom. Prognose: stark rezidivierend, selten Metastasen.
Tierarzt sagte, beobachten, wenn was nachwächst, wegschneiden. Stelle blöd, weil man nicht großzügig ausräumen kann.

Was jetzt kommt, mag arg klingen, war es aber nicht. Der Tierarzt sagte, wir schneiden so lange weg wie es geht. Die erste Op war Ende Mai. Die zweite Mitte September, die dritte Anfang November, die vierte im darauffolgenden Jänner. Dann war Ruhe bis September.
Die Katze hat sich nach jeder Op sofort erholt. Gleich beim Heimkommen wollte sie fressen und in den Garten. Die Wunden verheilten im Nu, sie hatte keine Schmerzen und war guter Dinge.
Wäre das nicht von Anfang an so gewesen, wir hätten ihr die vielen Ops nicht angetan!

Es waren sehr schwierige Operationen, weil der Tumor wanderte. Der Tierarzt musste sorgfältig präparieren, um die Iugularis Vene, die Speicheldrüsen, Luft- und Speiseröhre nicht zu beschädigen.

Das hat er alles hinbekommen und ganz richtig gesagt, mit all diesen Maßnahmen haben wir der Katze gut 10 % ihres Lebens geschenkt und das ist ganz schön viel.

Obwohl wir im Jänner nach der vierten Op gemeinsam beschlossen, es jetzt gut sein zu lassen, wir können nicht alle 8 Wochen operieren, machte er es nach der langen Zeit, immerhin 8 Monate beschwerdefrei, noch einmal. Wieder erholte sich die Katze innerhalb weniger Tage.

Leider wuchs der Tumor diesmal innerhalb von 3 Wochen explosionsartig nach. Nach ein paar Tagen hatte sie das erste Mal Probleme mit dem Fressen, trank auch nicht mehr und ich wollte keinesfalls zuschauen, wie sie dehydriert und immer weniger wird.

Der Tumor war nur mehr Tumor, nicht mehr im Gewebe eingebettet und die letzte Möglichkeit wäre gewesen den halben Kiefer zu entfernen, auf die Gefahr hin, dass es halswärts weiterwächst, also ließen wir sie in Ruhe gehen.

Uns wurden eineinhalb Jahre geschenkt, in denen wir beide Freude hatten, die Katze und ich.

Dass es nicht ewig so weitergehen kann, war schon lange klar. Ich konnte mich an den Gedanken gewöhnen und langsam Abschied nehmen. Es war alles gut so. Wir haben den richtigen Zeitpunkt erwischt und deshalb tut es auch nicht so verzweifelt weh, obwohl die Trauer natürlich groß ist.

Vielleicht ist es bei euch ja auch möglich, ein wenig Zeit zu gewinnen. Sprich drüber, frag nach Spitzenchirurgen, macht, was möglich, aber noch tiergerecht ist.

Alles Gute!
 
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Krebs am Unterkiefer

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