Hallo,
ich dachte ich wärme das Thema hier nochmal auf, um zu berichten, wie es bei uns weiter gegangen ist. :-D
Vielleicht ist unsere Erfahrung für dein ein oder anderen hilfreich, der vor dem gleichen Problem steht.
Nachdem wir uns jetzt schon lange mit der Frage über eine Zweitkatze beschäftigt haben, wurde das Thema kurz vor Weihnachten konkret. Wir haben uns einige Katzen angeschaut und in der Nähe von Kassel unsere Süße dann auch gefunden.
Sie heißt Yarisha, ist knapp 2 Jahre alt und eine reinrassige Heilige Birma (mit Stammbaum). Sie kommt aus einer Familienzucht, die auf uns einen sehr positiven Eindruck gemacht hat. Die 4 Katzen (2 davon zum Verkauf, eine davon unsere) sind mit den Kitten (es war so viel weißes Gewusel, ich habe nicht genau mitbekommen wie viele es waren

) im Wohnzimmer rumgehopst, die Kater waren in einem großen Außengehege mit angrenzendem Spiel- und Ruhezimmer. Alle Katzen haben einen sehr offenen, positiven Eindruck gemacht und waren direkt sehr zutraulich. Obwohl das Katzenklo hinten im Raum stand, hat man es nicht gerochen (sie musste uns tatsächlich darauf hinweisen, sonst hätten wir es garnicht gemerkt), woraus ich mal auf gutes Futter schließe.
Nachdem wir ein bisschen von unserer Situation erzählt haben, haben wir uns mithilfe der Züchterin für unsere Kleine entschieden und uns auf den Heimweg gemacht.
Nach zwei Stunden Autofahrt, die sie vorbildlich gemeistert hat, wollten wir eigentlich eine eher behutsame Zusammenführung durchführen. Davon hat die Züchterin uns aber, mit Hinweis auf den Charakter ihrer Katze und dem was wir ihr von Konrad erzählt haben, energisch abgeraten.
Wir also Transportbox in den Raum gestellt, 10 Minuten stehen gelassen, Tür geöffnet.
Konrad war natürlich wie vom Donner gerührt, ist zum Korb geschlichen ("oh mein Gott, was miaut da?!"), geschnüffelt, gefaucht, geknurrt - ab unter die Couch. Sie war da weniger scheu, ist aus dem Korb gehüpft, sich gestreckt, umgeschaut ("aha, sehr nett ... meins!") und erstmal gefressen. Wir haben uns auf die Couch gesetzt und Normalität gespielt, im Hinterkopf den Satz: solange kein Blut fließt ist es normal.
Es floss kein Blut, es flogen nichtmal Haarbüschel.
Die ersten zwei Tage durfte sie ihm nicht zu nahe kommen, sonst hat er gefaucht und geknurrt, wobei der Abstand schon nach kurzer Zeit immer kleiner wurde. Wir haben die beiden auch relativ schnell in flagranti beim heimlichen Näseln erwischt :-D
Wir haben uns zum Glück bei der Kombination nicht verschätzt. Sie zeigen ein ähnliches Spielverhalten (beide lieben es miteinander Fangen zu spielen), sie ist kleiner als er, so dass er sich körperlich nicht bedroht fühlen muss, als Katze sicher auch nicht so ein großer Revierkonkurrent, und sie lässt sich von ihm nicht unterbuttern. Sie respektiert es, wenn er Abstand möchte, nimmt es aber nicht persönlich:
Er hatte es sich schon vorher angewöhnt, nachts auf meiner hüfte zu schlafen. Eines Nachts kam sie dazu, um sich in meiner Kniekehle zusammen zu rollen. Ihm passte das garnicht und hat sie zunächst verjagt. Beide haben sich dann ins Wohnzimmer verzogen. Als ich jedoch am nächsten morgen aufgewacht bin, lagen beide in genau derselben Stellung wie vorher auf mir drauf, selig schlummernd :roll: :-D
Es ist jetzt fast ein Monat vergangen, seit sie hier eingezogen ist. Er ist tagsüber nicht mehr so verschmust, wie er es vorher gewesen ist, aber ich hoffe, dass sich das noch gibt.
Ansonsten könnten wir nicht glücklicher sein, uns zu dem Schritt entschieden zu haben und beobachten eigentlich täglich Fortschritte.
Liebe Grüße
