Auch ich habe schon sehr oft hier gepostet das ich im tiefsten Hinterland wohne, fast so wie Schneewittchen hinter den Bergen, bei den 7 Zwergen.
Bei uns müsste es leider heißen bei den 100. Streunerkatzen

Naja, 100 sind es nicht, aber genug
Meine Eltern wohnen nicht sehr weit von mir entfernt im selbigen Ort. Sie haben ein riesiges Grundstück, mit 80 Obstbäumen und dahinter eine große Wiese, die direkt an die Felder angrenzt. Das ist der Katzentreff schlechthin. Dort wimmenln so viele Katzen herum, hab mal an einem Tag 20 gezählt. Wir wissen gar nicht, wem die alle gehören. Viele sehen sehr gut ernährt aus, aber näher betrachten kann man sie nicht, da sie scheu sind.
Von 4 Katzen wissen wir, dass sie unserern Nachbarn gehören, diese tragen auch ein Halsbändchen. Katzen streifen ja in einem großeren Radius durch die Gegend und wir kennen nur die Nachbarn in unmittelbarer Nähe. Welche Haustiere, die 5 Straßen weiter wohnen wissen wir nicht.
Jedenfalls haben wir zudem noch ein großes Problem mit den Streunerkatzen unserer verstorbenen Nachbarin. Die alte Dame war immer sehr nett, jedoch auf ihre letzten Tage auch sehr krank. Ihr Hobby war es Streunerkatzen anzufüttern. Eine Streunerkatze bringt uns seit Jahren immer wieder kleine kranke Kitten. Wir sind schon voll verweifelt, da uns auch schon die Nachbarn angemotz haben, dass wir unsere Katzen besser versorgen sollten, dabei haben meine Eltern mittlerweile gar keine Katzen mehr (alle vom Auto leider überfahren). Wir stellen immer wieder etwas Trockenfutter vor die Tür, damit sie wenigstens ein bisschen etwas zu fressen haben. Ihre Futterquelle, die alte Dame ist ja verstorben. Ich weiß, das ist sicher nicht das Beste. Aber Nassfutter für so viele Durchzugskatzen/Streunerkatzen kostet zu viel Geld.
Wir haben auch jetzt mit einer Dame vom Tierschutz gesprochen, dass das so nicht weitergehen kann. Diese ist so nett und borgt uns jetzt Lebendfallen, aber ich habe Angst, dass ich eine Nachbarskatze erwische, die viell. schon kastriert ist und sie dann unnötig zum
Tierarzt bringe. Alle mit Bändchen werden natürlich sofort wieder aus der Box freigelassen. Die Dame meinte, dass man allen neu kastrierten Streunern, ein kleines Stückchen vom Ohr abschneidet, falls sie wieder in der Box landen, als kastrierte Katzen erkannt werden. Für mich hört sich das zwar logisch an, aber auch irgendwie brutal.
Jedenfalls müssten wir für jede Streunerkatze 50€ bezahlen, die wir einfangen und kastrieren lassen wollen

... Die restlichen Kosten übernimmt der Tierschutz. Jedoch würden alle Streunerkatzen wieder freigelassen, das
Tierheim nimmt keine Streunerkatzen bei uns.
Die eine Katze, die immer wieder Junge uns aufs Grundstück bringt, wird fix kastriert, das steht schon fest, koste was es wolle. Ansonst müssen wir gut überlegen, welche Tiere wir noch kastriern lassen, so viel Geld haben wir auch nicht übrig. Vorrangig sind es natürlich weibliche Katzen.
Soviel zu unseren Nachbarskatzen!