Ich finde auch, dass du ihn als erstes wirklich durchchecken lassen solltest, wobei ich wirklich sehr hoffe, dass es wirklich "nur" an der veränderten Familiensituation liegt.
Allerdings erinnern mich einige Sachen die du beschreibst auch an meine Kater Felix (7) und Rocky (4 Monat). Felix legt ein ähnliches Verhalten an den Tag, seit wir ihm das Katzenbaby "ins Haus geschleppt" haben. Die ersten Tage war nichts auffälliges zu bemerken, dann zog er sich aber von Tag zu Tag immer mehr zurück. Auch er fauchte uns die letzten Wochen vermehrt an, schlief nicht mehr bei uns im Bett und suchte sich über Nacht und auch am Tag andere, für ihn eher untypische Schlafplätze und mochte nicht mehr gestreichelt oder gebürstet werden. Er wollte einfach nur seine Ruhe...
Rocky seinerseits ist derjenige, der seinen Frust, wenn er geschimpft bekommt, massiv an Felix auslässt.
Eine Abschwächung des Verhaltens war in den letzten Tagen zwar zu bemerken, aber ich befürchtete zwischenzeitlich auch, dass Felix sich mit der neuen Situation doch nicht ganz so wohl fühlen würde wie erhofft und wir evtl sogar den kleinen wieder weggeben müssten. Gestern Abend dann aber der "Durchbruch": Felix kam Abends in Bett als wenn nie etwas gewesen wäre, pfötelte sich schnurrend seinen Schlafplatz zurecht und rollte sich zusammen. Als Rocky sich kurz darauf dazu gesellte, schliefen beide aneinander gekuschelt bei uns ein.
Auch wenn es in den ersten Tagen oder Wochen keine sichtlichen Probleme bei euch gab, zieh es (organische Ursachen natürlich ausgeschlossen!!!) in Betracht, dass er etwas Zeit für die Umstellung braucht. So ein Baby verändert doch sehr viel, auch wenn man ich noch so sehr bemüht, den Tagesablauf nicht zu verändern. Ihr seid sicherlich durch das Baby und auch die Sorge um eure geliebten Katzen gestresst - auch das merkt er, egal wie sehr ihr euch nach außen um Ausgeglichenheit bemüht!
Alles Gute für den Tierarzt-Besuch und viel Kraft und Erfolg in dieser schwierigen Phase!!!