Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten!

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  • Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten! Beitrag #1
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Herr Beethoven

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Hallo liebes Forum,
ich bin ganz neu u. das auch mein 1. Beitrag - denn ich bin erst seit gestern Katzenbesitzerin von einem 2jährigen Perserkater. Er kam ursprünglich aus dem Ausland, war dann in einer Pflegestelle bis er gestern über eine lange Autofahrt endlich zu mir kam. Er ist sicherlich durcheinander, auch wenn er sich hier sehr neugierig und zutraulich zeigt. Allerdings gibt es so paar Dinge die mich nachdenlich machen - aber gut, ich bin auch noch katzenunerfahren und möchte nichts falsch machen!
Zum einen lag ich gestern im Bett, er kam nach kurzer Zeit und als ich das Licht ausmachte fing er auch an an mir herumzuschnuppern. Plötzlich biss er mir in die Hand - nicht fest, aber ich habe schon ausreichend gemerkt dass er im Besitz spitzer Zähne ist. Da habe ich nicht reagiert, mich nur weggedreht. Er hat dann die Nacht unter der Bettdecke an meinem Bauch geschlafen.
Heute morgen, als ich aufstehen wollte, kam er schnurrend unter der Bettdecke vor. Ich wollte ihn über den Kopf streicheln und begrüßen - und hatte als Antwort seine Krallen in der Hand. Nicht fest, aber Striemen. Ich habe ihn dann wörtlich geschimpft, er ist vom Bett runtergehoppst.
Vorhin, als ich mich stadtfertig gemacht habe - ich habe ihn garnicht beachtet - springt er mir plötzlich von hinten an mein Bein. Ich konnte so schnell garnicht reagieren, er sprang hin und war aber sofort wieder weg. Auch hier wieder oberflächliche Beissspuren - aber eben durch die Jeans durch. Hier habe ich ihn dann so schnell ich eben reagieren konnte kurz im Nacken gehalten (nicht hochgehoben) und Nein gesagt.
Er kennt scheinbar keine "Spielsachen" oder spielen mit dem Menschen. Bälle, Mäuse, auch Catnip - Dinge werden ratlos betrachtet und dann ignoriert. Erst mit der Spielangel konnte ich ihn aus der Reserve locken, aber auch erst nachdem er 5 Minuten nicht wusste was ich jetzt von ihm mit diesem "Ding" erwarte. Wir haben heute schon viel gespielt, er hat dann auch gut geschnauft. Vorhin unter dem Küchentisch, glaube ich, hat er es aber schon wieder versucht - mein Fuß/Bein bewegte sich wohl so anreizend vor seiner schönen Nase. Ich hab es aber gemerkt und auch dann wieder nur am Nacken gehalten und Nein gesagt.
Ist meine Reaktion richtig? Was kann ich noch tun? Ich merke, dass ich jetzt schon auf der "Hut" bin um nicht von ihn angesprungen zu werden und wünsche mir ganz schnelle "Besserung". Wahrscheinlich bin ich auch zu ungeduldig. Ich kenne ihn eben leider auch noch nicht lange und kann ihn so garnicht einschätzen - aber so wird es IHM ja auch gehen.
Ich bin gespannt auf eure Meinungen, vielleicht habt ihr ja noch ein paar gute Ratschläge?!

LG!
 
  • Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten! Beitrag #2
Hallo und herzlich willkommen!

Dein Kater erinnert mich sehr an meinen Pascha. Er war bei uns am Anfang auch alleine. Hat uns angesprungen und wollte mit keinem Spielzeug spielen. Wir waren total ratlos. Bis wir ihm einen Kumpel dazu geholt haben.
Und siehe da - mit dem konnte er dann richtig raufen und wir wurden nicht mehr attackiert.
Ich kann dir nur dringend zu einem passendem Kumpel für deinen Kater raten. Am besten auch männlich und ungefähr im selben Alter.

Lg Nadine
 
  • Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten! Beitrag #3
Weisst Du Näheres von dem Kater? Also was das Vorleben anbelangt?
Für mich liest es sich so, dass er dringend einen Raufkumpel braucht. Er ist erst zwei Jahre und hat noch sehr vel Energie. Die gilt es abzubauen. Und mit was/wem kann er das besser als mit einem Katerkumpel? Da er den nicht hat, nimmt er Dich:lol:.
Wer einmal gesehen hat, wie zwei Katzen miteinander spielen, raufen, kuscheln, sich gegenseitig ablecken, den Kratzbaum rauf- und runterjagen, wird verstehen, dass der Mensch das niemals leisten kann.
Schenk ihm einen Kumpel und es wird aufhören, dass er Dich attakiert ;-).

Ach und ich würde ihn nicht am Nacken halten. Auch wenn Du ihn nicht hochnimmst, so sieht es doch für ihn nach einer Bedrohung aus. Versuche ihn anders abzulenken, positiv. Wenn er mittlerweile weiss, was die Angel für eine Funktion hat, nimm die. Er muss jetzt viel ausgepowert werden, solange er noch allein lebt.
 
  • Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten! Beitrag #4
Auch von mir mir erstmal herzlich willkommen hier!:f050:. Schön, dass Du Dich für ein Fellchen vom Tierschutz entschieden hast:-D

Wie hat sich das Katerle denn auf der Pflegestelle verhalten? War er dort genauso oder hatte er dort Raufkumpels, mit denen er spielen und toben konnte?
 
  • Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten! Beitrag #5
Guten Abend!
Katerchen war auf der Pflegestelle alleine, ab und an Hundekontakt - der auch gut lief. In Teneriffa hatte er wohl noch eine Katzenfreundin, die er auch geschwängert hat. Mit ihr kam er nach Deutschland, er ist jetzt kastriert. Über seine Vorgeschichte ist nicht viel bekannt, er wurde abgegeben weil er angeblich "böse" sei.
Ich bin über sein Verhalten, das heute noch 2x richtig eskaliert ist, sehr verunsichert. Da ich schon nicht weiß ob ich mit ihm klarkommen kann - ich bekomme nämlich schon Angst vor ihm - möchte und kann ich mir momentan noch keine Gedanken über eine 2. Katze machen. Wenn er angreift, - und das ist kein Spiel mehr, lässt er sich weder durch Worte, klappern, noch durch Wasser davon abhalten. Er macht so Blitzangriffe, die ich nicht immer vorhersehen kann und die auch richtig weh tun können. Meine Lederschuhe haben schon ewigliche Erinnerungen von ihm. Welche Schuhe, oder ob in Socken - das ist ihm egal. Ich habe mit jemanden vom Tierschutz Kontakt und nach einer Videoaufnahme meint diese, dass es eventuell Verlustängste sind. Er rennt mir nämlich den ganzen Tag in jeden Raum nach und will es vielleicht eigentlich garnicht. Theorie, dass er dann "zuhaut" weil ich doch endlich mal an einem Ort bleiben soll. Jetzt wurde er erstmal aufs Wohnzimmer begrenzt, das ich jetzt soweit es ging katzenfreundlich eingerichtet habe. Neben Catwalk, Kratzbaum u. Tonne hat er dort sein Klo, Futter, Wasser und ein Spielzeug. Ich werde mich abends zu ihm setzen und versuchen mich langsam an ihn zu gewöhnen und mehr Zeit zu geben. Ich hoffe es ist ein halbwegs richtiger Weg, wenn auch (noch) ohne 2. Katzenkumpel und wünsche mir wirklich dass das klappt, sonst weiß ich nicht in welcher Form ich ihn behalten kann und möchte. Achja - auf der Pflegestelle ist dieses Verhalten nicht bekannt, sonst hätten sie ihn mir als absolute Katzenanfängerin mit all den Neulingsunsicherheiten auch garnicht vermittelt. Ich war ganz speziell auf der Suche nach einer erwachsenen, ruhigen Katze aus dem Tierschutz. Ach wegen der Pflegestelle - dazu sollte man aber wissen, dass er nicht in einer Wohnung gelebt hat sondern in einem großen Büroraum.
 
  • Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten! Beitrag #6
Wenn dir die Pflegestelle schon schreibt dass es Verlustängste sein könnten, würde ich persönlich gar nicht zu lange mit einem Kumpel warten. Dein Kater ist jung und frisch bei dir, das sind eigentlich prima Voraussetzungen für eine Zusammenführung.

Wenn du einen passenden Kater aussucht, kann er seine Attacken nämlich an ihm starten, und dieser wird ihm im Gegenzug zeigen, wo die Grenzen sind.

Wurde dein Kater schon richtig durchgecheckt, ob er evtl. Schmerzen oder so hat?
 
  • Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten! Beitrag #7
Aber die Vorstellung ist für mich so furchtbar schwierig, kann jemand das ein bisschen nachfühlen? Wenn ich schon vor ihm in der kurzen Zeit Angst bekomme, weil da etwas gerade mächtig schief läuft - wie will ich mir dann noch eine 2. Katze in die Wohnung holen, und vor allem auch der - bestimmt erstmal unsicheren Katze - hier Sicherheit bieten? Meine Angst steigert sich bei der Vorstellung ungemein, dass alles schief laufen wird. Ich befürchte auch dass das beschriebene von mir das "böse" Verhalten ist, was der 1. Besitzer meinte und der Abgabegrund fürs Katerchen war - und da hatte er ja eine Katzenfreundin. Klar, "nur" Vermutungen, aber ich bin trotzdem sehr verunsichert und fühle mich mit 2 Katzen in dieser Situation überfordert. Ich bin dabei mir vor Ort Hilfe zu holen, ich will ihn nicht "aufgeben".

Ich behaupte mal von mir selber, ich komme mit vielem klar - ich hätte auch eine blinde, taube, 3beinige- oder 5schwänzige Katze geholt. Aber mit Agression komme ich nur ganz schwer klar. Er macht das leider auch nichtmehr "spielerisch" oder a´la Raufbold, sondern richtig agressiv. Wenn mir irgendjemand 100%ig garantieren könnte, dass die 2. Katze die sofortige Lösung dieses Problems ist - würde ich jetzt noch anfangen zu suchen. Aber da er das Verhalten scheinbar (!) auch mit 2. Katze zeigte, traue ich mich diesen Schritt aktuell nicht. Ich denke stattdessen über die Freigängermöglichkeit nach (wir haben hier viele Katzen in der Umgebung), aber auch dann müsste ich ihn ja erstmal einige Wochen zur Eingewöhnung in der Wohnung halten.

Er wurde vor seiner Einreise gecheckt, hat einen Pass bekommen - wurde lt. Pass geimpft, ist gechipt, entfloht, kastriert und negativ auf FIV und FelV getestet. Ich hatte vor ihn meiner Tierärztin vorzustellen, eben weil er auch nur recht wenig wiegt.
 
  • Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten! Beitrag #8
Es ist immer ein Unterschied ob er mit einer Katze lebte oder mit einem Kater der seine Raufattacken mit auslebt. Kater und Katzen haben in der Regel sehr unterschiedliche Spielverhalten. Wenn er ein Raufer ist und die Katze eine im Spielverhalten "normale" Katze ist, fand die sein Attacken vermutlich auch ziemlich blöde.

Hier mal ein Link zum besseren Verständnis:



Nein, eine Garantie kann Dir natürlich keiner geben aber es ist sehr wahrscheinlich das es besser wird.
Setzt Dich bitte mal hier im Forum mit Taskali in Verbindung, die hat sehr viel Ahnung von solchen Katzen wie Deiner eine ist... und kann Dir bestimmt gute Tipps geben.
 
  • Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten! Beitrag #9
Ich habe mit jemanden vom Tierschutz Kontakt und nach einer Videoaufnahme meint diese, dass es eventuell Verlustängste sind. Er rennt mir nämlich den ganzen Tag in jeden Raum nach und will es vielleicht eigentlich garnicht. Theorie, dass er dann "zuhaut" weil ich doch endlich mal an einem Ort bleiben soll. Jetzt wurde er erstmal aufs Wohnzimmer begrenzt, das ich jetzt soweit es ging katzenfreundlich eingerichtet habe. Neben Catwalk, Kratzbaum u. Tonne hat er dort sein Klo, Futter, Wasser und ein Spielzeug. Ich werde mich abends zu ihm setzen und versuchen mich langsam an ihn zu gewöhnen und mehr Zeit zu geben.


Hallo,
Blöde Situation, aber dass er jetzt ohne kätzischen Kumpel tagsüber alleine im
Wohnzimmer bleiben soll, weil er Verlustängste hat, finde ich sehr seltsam. Nein, eigentlich finde ich es falsch.
Mein Tipp wäre auch: Auf jeden Fall einen 2. Kater dazu zu holen. Auch, wenn es zwischen den Beiden nicht die große Liebe wird (man kann es nie 100% garantieren), hat dein Jetziger ( hab ich den Namen überlesen? ) einen zum raufen, spielen und wird in kätzisch zurecht gewiesen. Das kann er besser verstehen als Wasser spritzen und auf den Boden gedrückt zu werden.
Ich finde auch, dass du damit auf keinen Fall lange warten solltest, weil das die Zusammenführung schwieriger machen würde/könnte.
Dein Kater hat ja schon mit Katzen Kontakt, kennt also die Sprache.
Auch, wenn es keine sofortige Lösung eures Problems ist, wird es doch wohl eine Verbesserung sein, schon alleine, weil du nicht mehr das einzige Angriffsziel bist und Kater2 ihn mit erzieht
 
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  • Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten! Beitrag #10
@ Herr Beethoven:
Hallo,
ich kann das total nachvollziehen dass du nun verunsichert bist. Erst Recht kann ich verstehen, dass du Angst davor hast mit einer zweiten Katze alles nur noch schlimmer zu machen, wo mit dem ersten Tier nicht alles so gut läuft. Mir ging es damals ganz genau so. Ich hatte auch solche Panik, dass ich nicht den richtigen Kumpel finde, dass die Zusammenführung wahnsinnig kompliziert wird, ob zwei Kater mir nicht die Bude auseinander nehmen...
Alle Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet. Meine beiden Jungs sind jetzt seit 6 Jahren ganz toll miteinander und ich habe meine Ruhe und meine Hände und Füße werden nun nicht mehr angegriffen. Ich glaube viele Tiere werden als "böse" oder "agressiv" abgegeben, ohne dass da etwas dran ist. Sobald ein zweiter Kater dazukommt und der Mensch es konsequent unterbindet wenn einer der Buben dann doch mal meint es bei seinem Menschen zu versuchen, ist oft alles gut und man braucht keine Angst mehr haben gebissen oder gekratzt zu werden. Das Problem ist halt wirklich sich zu überwinden und einfach mal das Risiko einzugehen. Klar kann es auch schief gehen wenn man nicht den passenden Kumpel auswählt, aber: "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt."
Ich habe echt schon sehr viele genau solcher Kater erlebt wie du deinen beschreibst und ich kann mir ehrlich auch nicht vorstellen, dass es "Verlustängste" sind. Könntest du das Video was du aufgenommen hast nicht mal hier posten? Dann könnten wir uns ein besseres Bild machen....

Fürs erste hier mal zwei Videos wo zwei Kater aus Spaß miteinander balgen:




Ich finde, bei beiden Video sieht man sehr deutlich dass es Spiel ist, weil sich zwischendurch abgeleckt wird, die Bisse sind noch sehr vorsichtig...Aber man sieht auch deutlich wie angestarrt wird, wie in die "antatzende" Pfote gebissen wird (zweite Video ab Sekunde 20 ). Da kann man schon mal denken, dass einen der Kater einschränken und kontrollieren will, wenn er dieses Verhalten am Menschen zeigt...
Aber diese Art von Spiel brauchen Kater einfach und viel zu häufig kommt es dann halt zu Problemen, wenn sie diesen Drang nicht ausleben können.

Hier sieht man mal zwei Kater die es ernst meinen.
Da hört man auch deutlich den drohenden Kampfgesang:
 
  • Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten! Beitrag #11
Auch ich kann deine Bedenken bezüglich der Zweitkatze verstehen. Pascha war auch mein erster Kater. Er ist mir auf Schritt und Tritt miauend überall hin gefolgt. Mit Nichts konnte ich ihn beschäftigen, kein Spielzeug, kein Leckerchen NICHTS konnte ihn ablenken. Morgens fing das Theater schon an. Ich bin aus dem Bett aufgestanden, da kam er drunter hervor und attackierte meine Beine.

Was ich damit sagen will: DU bist für ihn die absolute Bezugsperson. Und ich glaube wirklich, wenn du einen passenden Kumpel für ihn holst, das das Ganze aufhört, oder zumindest weniger wird. Denn dann hat er einen Raufpartner, ist abgelenkt und kann sich dann auf den konzentrieren.

Ein Versuch ist es allemal wert. Genau wie Paule würde ich dir raten dich mit einer erfahrenen Pflegestelle in Verbindung zu setzen. Da kann man dich gut beraten und vielleicht ist ja sogar ein passender Kumpel mit dabei? ;-) Nur Mut, den hatte ich damals auch, (klar auch Bedenken und Zweifel) und jetzt haben wir sogar drei Kater, die sich miteinander beschäftigen und wir Menschen sind vor Paschas Angriffen und Verfolgungen bis heute verschont geblieben :lol:
 
  • Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten! Beitrag #12
Lies dich noch ein bisschen ein. Ich verstehe deine Bedenken, aber mit einem Kumpelkater wird es sich entspannen.
Dein Katerchen ist momentan unterfordert und will raufen, du als einzige Person musst also dafür herhalten. Er meint es nicht böse, gar nicht, aber er hat nun einmal die Power und das Bedürfnis danach.

Was kannst du jetzt, sofort tun?
Versuch ihn mit Spielchen auszupowern und gib ihm Kopfarbeit, indem du mit ihm Clickerst.
Es gibt sehr viele ähnliche Fälle, auch Kombinationen von Katze und Kater, wo der Kater angeblich "böse" die Kätzin angreift. All das löst sich meist mit einem Spielgefährten, der genau die gleichen Bedürfnisse hat.
*mut mach*
 
  • Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten! Beitrag #13
Hallo
ich kann das sehr gut nachvollziehen das Du vorerst keine 2.Katze möchtest.Ich hatte 17 Jahre auch nur eine Katze. Auch das ging sehr gut.Habe ebenso versucht ihr einen Spielkameraden zu gönnen.Dieser Schuß ging nach hinten los.Es ist nicht jede Katze so das sie noch einen Kumpel möchte.
Jetzt habe ich einen kleinen Kater 13 Wochen alt.Der tobt natürlich auch wie ein Verrückter rum.Ist halt jung.Er wollte abends nicht schlafen und hat uns manche Nacht sehr mürbe gemacht.Wir haben ihn erst seit 2 Wochen.Nun sag ich dir wie er ruhiger wird- bez. werden kann.Ist keine Garantie aber ein Versuch wert.Kauf dir eine über Amazon eine CD : Music for Cats and Friends. Immer wenn ich mein Handy mit der Musik abends aufs Kopfkissen lege,wird er zunehmend ruhiger und sehr anhänglich und schläft innerhalb weniger Minuten ein.Bei meiner Freundin hat die Zusammenführung zweier Kater auch nicht funktioniert.Als der eine weg war,hat der andere ersteinmal Schlaf nachholen müssen.Sie hatte den reinsten Terror zu Hause.Jetzt ist alles gut.
Ebenso clicker ich auch schon mit meinem Kleinen.Versuch dies auch mal.Ihr bekommt ein ganz anders Verhältnis zueinander.
 
  • Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten! Beitrag #14
also meinem Calimero war es auch grotten langweilig, weil er auch eine Zeit alleine war. Zudem hat er beim Spiel mit uns auch seine Grenzen schlecht abschätzen können, er ist uns zwar nicht angesprungen, aber zugepackt hat er auch mal und gekratzt auch.

Seit er seinen Kumpel hat, was anfangs auch die ersten zwei Wochen etwas chaotisch lief, ist er wie ausgewechselt. Ich habe nie wieder von ihm einen Kratzer kassiert, es sei denn ich provoziere das. Wenn er mich begrüsst und auch mal meinen Arm festhält, ist er ganz vorsichtig geworden.

Picasso ist viel größer als er, aber ständig wird gerauft, danach wird sich wieder geputzt...alles gut. Es war die beste Entscheidung für Calimero und uns. Wir haben zwei tolle Kumpels, die beide so sanft wie Lämmchen zu uns sind.

Ich denke, wenn Du ein Tier von einer Pflegestelle nimmst und Dein Problem erklärst, dann könntest Du auch ganz sicher den neuen Kumpel wenn es denn garnicht geht, wieder zurück bringen. Rede mit den Leuten, das hilft sicher allen Beteiligten.

Du solltest das Tier aber am besten danach aussuchen, was für Deinen Kater gut wäre, weniger was Dir am besten gefällt, aber Du hast ja geschrieben, Du bist da offen, auch wenn er 5 Schwänze hätte :lol:

LG Sabine

LG Sabine
 
  • Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten! Beitrag #15
@Tyros4 verstehe ich das jetzt richtig? Hältst du ein 13 Wochen altes Katerchen alleine?

Ich finde es auch sehr bedenklich, wie du der TE quasi abrätst, nach einem Kumpel zu suchen. Dieser Kater scheint nämlich sozial zu sein und ist bei weitem nicht zu alt für eine Vergesellschaftung.
Die Musik kann man ausprobieren oder auch nicht, das Raufbedürfnis eines jungen und gesunden Katermannes wird man damit nicht auf Dauer unterdrücken können.
 
  • Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten! Beitrag #16
Sorry auch wenn es hier OT ist, aber Kitteneinzelhaltung ist schlicht Tierquälerei !
Natürlich kann die Zusammenführung von erwachsenen Katzen schief gehen, Du magst ja auch nicht jeden anderen Menschen nur weil er ein Mensch ist.
Eine zweite Katze zu einer erwachsenen Katze will sorgsam ausgewählt werden nach den Bedürfnissen der Erstkatze und nicht nach den Bedürfnissen und Vorlieben der Menschen, denn genau daran scheitert es nämlich in den meisten Fällen der Vergesellschaftung.
Und schon wird eine Katze zur Einzelkatze abgestempelt.
Auch in diesem Fall ist die richtige Auswahl der entscheidende Punkt, den passenden sehr sozialen aber raufigen Katerkumpel zu finden.
 
  • Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten! Beitrag #17
Hallo


wie etwas weiter oben schon geraten wurde, scheint der gute mann extremen innerlichen streß zu haben...


auf jedenfall auspowern....
mit clickern (geistige auslastung) ist ganz ganz wichtig....
und viel spielen spielen spielen....


als meiner anfangs noch alleine war, forderte er auch wesentlich mehr spielen ein als jetzt.


somit gewinnst du auf jedenfall etwas zeit!


und kaputte katzen können keinen schuh /fuß mehr anfallen ;-)


lg
 
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  • Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten! Beitrag #18
Hallo Herr Beethoven, ich bin über die Aussage gestolpert, dass er bei der Pflegestelle in einem Büroraum und nicht in einer Wohnung gelebt hat.
Normalerweise leben Pfleglinge nach kurzer Quarantäne mit den anderen Katzen in der Wohnung. Wie will die/der Pflege-Dosi sonst Aussagen über das Verhalten des Tieres treffen?
Ich bin da etwas misstrauisch.
Ich denke, der Kater ist nichts für einen Katzenneuling. Jemand wie Taskali wüsste ihn sicher zu nehmen, sie hat viel Erfahrung mit allen Arten von Katzen.
Beißende Katzen sind nicht ungefährlich. Einige sind hier deswegen schon mehrmals im Krankenhaus gelandet.

Es klingt immer hart, wenn man sagt, er ist noch nicht lange bei dir und überleg dir, ob du ihn nicht wieder zurück geben willst. Kein Tier hat so etwas verdient und auch ein kleiner Beißer soll ein gutes Zuhause bekommen. Und sicher kann man ihm das Beißen auch wieder abgewöhnen.
Aber es wäre eine Alternative, vor allem wenn du schon Angst vor ihm hast.

Wenn du ihn behalten möchtest, würde ich dir vor Einzug eines zweiten Katers raten, eine Verhaltenstherapeutin für Katzen hinzu zu ziehen. Ich glaube nicht, dass hier der Einzug eines zweiten Katers die allein selig machende Lösung ist.
Ein zweiter Kater ist auf jeden Fall wichtig, keine Frage. Aber du musst erst einmal wissen, wie du die heftigen Beissereien für dich in den Griff bekommst. Und dafür würde ich mir Hilfe suchen.

Hallo
ich kann das sehr gut nachvollziehen das Du vorerst keine 2.Katze möchtest.Ich hatte 17 Jahre auch nur eine Katze. Auch das ging sehr gut.Habe ebenso versucht ihr einen Spielkameraden zu gönnen.Dieser Schuß ging nach hinten los.Es ist nicht jede Katze so das sie noch einen Kumpel möchte.
Jetzt habe ich einen kleinen Kater 13 Wochen alt.Der tobt natürlich auch wie ein Verrückter rum.Ist halt jung.Er wollte abends nicht schlafen und hat uns manche Nacht sehr mürbe gemacht.Wir haben ihn erst seit 2 Wochen.Nun sag ich dir wie er ruhiger wird- bez. werden kann.Ist keine Garantie aber ein Versuch wert.Kauf dir eine über Amazon eine CD : Music for Cats and Friends. Immer wenn ich mein Handy mit der Musik abends aufs Kopfkissen lege,wird er zunehmend ruhiger und sehr anhänglich und schläft innerhalb weniger Minuten ein.Bei meiner Freundin hat die Zusammenführung zweier Kater auch nicht funktioniert.Als der eine weg war,hat der andere ersteinmal Schlaf nachholen müssen.Sie hatte den reinsten Terror zu Hause.Jetzt ist alles gut.
Ebenso clicker ich auch schon mit meinem Kleinen.Versuch dies auch mal.Ihr bekommt ein ganz anders Verhältnis zueinander.

Und das ist nicht dein Ernst oder?
Kleine Katzen brauchen IMMER einen Spielgefährten in ihrem Alter. Hier ist die Vergesellschaftung auch ganz simpel. Man sucht ein Tier gleichen Geschlechts und gleichen Alters, setzt die beiden zusammen und lässt sie machen.
Katzen sind keine Einzelgänger, sie werden von den Menschen, die sie allein halten, dazu gemacht.
Und wenn du dann später versuchst der Katze einen Spielkameraden dazu zu setzen und nicht auf gewisse Dinge achtest, kann das nur nach hinten los gehen.

Es ist schon von Vorteil, wenn man sich auch ein wenig mit dem Wesen von Katzen beschäftigt, wenn man Katzen hält.
Einzelhaltung ist eine ganz fiese Art mit Katzen umzugehen.
Dein Kater wird nicht ruhiger, dein Kater resigniert!

Verzeih die Unfreundlichkeit, aber bei solchen Aussagen stellen sich mir alle verfügbaren Haare auf!
 
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  • Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten! Beitrag #19
Oh, soviele Antworten - danke liebe User!

Ich habe mir die ganze Nacht und den heutigen Tag viele Gedanken gemacht, mit der Dame vom Verein geschrieben und mit meiner Familie gesprochen - und ich gehe mal auf Frigidas Post ein, da ich tatsächlich die Entscheidung getroffen habe das Katerle zurückzugeben.
Ich bin wirklich tierlieb und möchte Tieren generell das beste, aber ich traue mir diesen Kater nicht zu und auch nicht ohne die nötige Erfahrung einfach eine 2.Katze dazu zu holen. Es war doch deutlich herauszulesen, dass man sich nach der 1.Katze richten muss - und den Kerl hier kenne ich ja garnicht. Und wenn ich eine hätte - geht es ja weiter, wie vergesellschafte ich die beiden, was wenn es nicht klappt, usw. usw.
Diese Entscheidung ist mir nicht einfach gefallen aber ich muss mir eingestehen dass hier meine persönliche Grenze erreicht ist und ich völlig überfordert. Ich habe Angst und traue mich kaum in seiner Gegenwart zu laufen - das ist ja eigentlich - denke, hoffe ich - nicht der Sinn weshalb wir Menschen uns so Haustiger holen. Ich finde es auch dem Katerle gegenüber "fairer", damit bekommt er die Chance für Katzenerfahrenen Menschen, die am besten schon Tigerkumpels haben, die ihn mit der nötigen Sicherheit zu händeln wissen. Ich fasse gerade erst wieder "Fuß" im Leben, dass fällt mir mit einer Miezi, die selbigen zerlegt, ziemlich schwer. :lol: Jetzt werde ich bis er geholt wird mich natürlich weiterhin bestmöglichst um ihn kümmern, füttern, streicheln und auch mehrmals täglich spielen. Aber er wird im Wohnzimmer bleiben denn ich muss mich angstfrei in meiner Wohnung bewegen können. Er wird voraussichtlich übermorgen geholt und so muss er es nichtmehr unendlich lange darin aushalten.
Er tut mir so unglaublich leid, dass er wieder ettliche km herumgefahren wird (er kommt immerhin in die alte PS), aber es wird das beste für uns beide sein. Er wirkt bisher im Wohnzimmer zu meiner Erleichterung entspannt, liegt auf dem Sofa und schläft.
Ich habe auf jeden Fall daraus gelernt, - denn wenn ich nach einer neuen Hausmieze schaue werde ich entweder 2, die sich schon kennen holen, - oder eine dieser Katzen finden, die sich wirklich nicht vergesellschaften lassen möchten. Ich denke ich könnte mit etwas Bastelei im Frühjahr darüber nachdenken, sogar Freigang ermöglichen.
Danke trotzdem nochmal für eure Antworten und bitte nicht gegenseitig zerfleischen.

Ich bin gerade so wahnsinnig enttäuscht. Nicht auf das Katerchen, er kann ja nichts dafür - aber darauf dass es nicht geklappt hat.

Liebe Grüße!
 
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  • Die erste eigene Katze ist da - Unsicherheit bei unerwünschten Verhalten! Beitrag #20
Ich finde es zwar schade, dass Du so schnell aufgibst, aber andererseits habe ich großen Respekt vor Deinem Mut, zuzugeben, dass Du Dich mit der Situation überfordert fühlst.

Dieser Kater ist wahrscheinlich wirklich nicht "Deiner".

Ich wünsche Dir mehr Glück und Erfolg bei der Auswahl Deiner zukünftigen kätzischen Mitbewohner.;-)

Ich würde an Deiner Stelle einfach mal im örtlichen Tierheim vorbeischauen und mich in die Katzenstube setzen. Dann wirst Du schon adoptiert.;-)
 
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