Meine Freunde der Nacht

Diskutiere Meine Freunde der Nacht im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Also Talent als Schriftsteller hättest Du, Helmut-wirklich schön zu lesen. Ich habe mom leider zu wenig Zeit, zum forumseln, wegen neuer Arbeit...
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #21
Also Talent als Schriftsteller hättest Du, Helmut-wirklich schön zu lesen.
Ich habe mom leider zu wenig Zeit, zum forumseln, wegen neuer Arbeit, die mir Freude macht und ich mich reinknie, aber hier muß ich einfach ein Stop einlegen und schmökern-bitte mehr davon:-D
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #22
Als ich heute Morgen an besagter Stelle ankam, war keine Katze zu sehen! Außer Karlo und Leila habe ich heute Morgen keine weitere Katze gesehen bei meinem Spaziergang. Trotzdem habe ich zehn Leckerli Stangen in die Hecke gelegt in der Hoffnung, das mein neuer Freund/Freundin diese futtert. Als ich später noch einmal an dieser Stelle mit dem Auto vorbei musste, lagen die Stangen noch immer dort. Ich dachte mir dann: "Na gut! Fährste halt nachher noch einmal hier hin!" Etwa 75 Minuten später war ich mit dem ersten Bezirk fertig und ich bin wieder zu der Stelle. Diesmal fehlte eine Stange. Wer die geholt hat, konnte ich aber nicht sehen. Darum habe ich noch 6 Stangen dazu gelegt in der Hoffnung, das die Katze sich zeigt. Doch da war keine Katze!
Zwei Stunden später bin ich wieder zu der Stelle und diesmal waren alle Stangen weg. Ob diese nun von der Katze gefuttert wurden oder von einem anderen Tier weiß ich nicht. Den Besitzer der Hecke, der holte gerade seine Zeitung aus seiner Zeitungsrolle, habe ich gefragt ob er die Katze kennt. Er sagte mir dann: "Die schwarz/weiße? Ja die kenne ich! Die läuft schon seit ein paar Jahren hier herum. Aber wo sie hingehört weiß ich auch nicht! Die ganze Nachbarschaft verpflegt hier so einige Katzen von denen keiner weiß wo sie hingehören. Ich glaube es sind 6 oder 7 Katzen die hier öfters Auftauchen. Besonders wenn es kälter wird und sie nicht mehr so richtig Futter finden." Ich bedankte mich bei ihm und bin dann nach Hause.

P.S. Mir sind ein paar Geschichten aus der Vergangenheit eingefallen. Diese muss ich aber noch zu Papier (auf den Compi9 bringen, dann werde ich die auch hier reinsetzen. Also habt ein bisschen Geduld mit mir altem Mann!

Gruß Helmut
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #23
Da es heute Morgen leicht am regnen war, habe ich nicht damit gerechnet meinen neuen Freund zu treffen. Doch in Mathe scheine ich nicht mehr gut zu sein. :lol:
Ich komme also besagte Straße herunter geschlendert und sehe natürlich keine Katze. Also begebe ich mich zum Briefkasten des Hauses und stecke die Zeitung darein. Als ich mich weg drehe, ertönt hinter mir ein leises "Miau". Als ich mich wieder umdrehe, sitz in der offenen Garage des Hauses mein neuer Freund. Natürlich bin ich zu ihm, die Katze lief nicht weg, ging in die Hocke und streckte meine rechte Hand aus. Mit der linken holte ich schon Leckerli aus der Tasche. Während ich noch die Leckerli hervor holte, schnupperte die Katze an meiner Hand. Ganz kurz streichelte ich der Katze über den Kopf, aber sie zuckte zusammen, darum habe ich meine Hand wieder zurück gezogen. Dann gab ich der Katze 10 Leckerli und als sie anfing zu futtern, bin ich wieder gegangen.


Mein erster Freund der Nacht

Ich habe ja versprochen, dass ich mein Gedächtnis durchforsche und dazu in diversen Schubladen nachsehen werde, ob da nicht noch die eine oder andere Geschichte versteckt ist, die sich vielleicht lohnt zu schreiben. Da ich über ein fast fotografisches Gedächtnis :mrgreen: verfüge, sei es Personen die ich nur einmal gesehen habe und sofort wiedererkenne, über Ortskenntnisse, ein weg einmal gefahren finde ich immer wieder und sei es nach Jahren, oder über eigene Erlebnisse, all das ist abgespeichert und wird von mir nach und nach wieder abgerufen. Die Geschichten die ich hier erzählen werde, betreffen nur den Zeitraum ab dem 8.06.2010! Denn an dem Tag bin ich angefangen Zeitungen zu verteilen und war somit des Nachts unterwegs.
Beginnen wir also mit dem 8.06.2010!
Ich stehe um 2.00 Uhr an der Ablagestelle der Zeitungen, weil der Botenmeister (Rennleiter) mich angerufen hatte, um 15.30 Uhr, ob ich nicht diese Nacht schon mit einem anderen Boten mitgehen kann, da dieser Bote umzieht nach Berlin und von daher keiner da ist, der diesen Bezirk machen kann. Ich hatte mich erst eine Woche vorher bei der Zeitung als Bote beworben. Bei einem Telefongespräch mit einem Mitarbeiter der Zeitung aus dem Personalbüro wurde ich gefragt, ob ich ein bestimmtes Ehepaar kennen würde. Natürlich kannte ich das Ehepaar, denn es waren meine Eltern die fast 40 Jahre (!!!!) die Zeitung verteilt hatten und ich hatte öfters mitgeholfen, wenn einer der beiden verhindert war.
Somit wurde mir zugesagt, dass ich bei der Zeitung als Bote anfangen kann und sich der Botenmeister bei Bedarf meldet. Also stand ich nun um 2.00 Uhr an der Ablagestelle und wartete auf den Botenmeister und den Boten wo ich mit sollte um den Bezirk kennen zu lernen. Fand ich persönlich großen Blödsinn, aber im Nachhinein war es doch richtig dass ich mitgegangen bin, da doch einiges zu beachten war. Der Botenmeister hatte mich schon begrüßt und kurz darauf kam auch der Bote wo ich mit sollte.

Kurz wurde ich der Frau vorgestellt, dann verschwand der Botenmeister. Ich half der Frau dann die 150 Zeitungen die sie verteilen muss in die Packtaschen am Fahrrad und in den Anhänger zu verstauen. Diese Botin fuhr sonst immer mit dem Rad, da ich aber keines besitze und mir auch keines anschaffen werde, ich bin absoluter Gegner von Fahrrädern, da zwei meiner Kinder schon damit verunglückt sind und eines der Kinder seitdem zu 100% behindert ist, das andere trägt seitdem Metall im Kopf.

Auf einmal zwickt mir etwas ins Bein und als ich hinsehe ist es ein mittelgroßer Hund, der neben mir steht. Der gehört zu der Frau! Streicheln oder Anfassen sei nicht möglich eröffnete mir die Frau. Der Name des Hundes war Florian! Wenn Florian zwickt, das macht er auch bei ihr, dann ist er am Spielen. Gut, was soll es. Soll der Hund eben Spielen, warum auch nicht. Schmerzen hatte man durch das zwicken nicht. Als wir dann endlich losgingen lief der Hund zunächst voraus, kam aber immer wieder zurück. Oft kam es auch vor, dass er nicht zu sehen war, dafür aber zu spüren. Der Hund hatte einen riesigen Spaß an seinem Spiel und ich ließ ihn gewähren. Nur hat er an diesem Morgen nicht einmal sein Frauchen gezwickt. Immer nur mich!

Am nächsten Morgen war es wieder das gleiche! Wir gingen beide und verteilten die Zeitungen und der Hund zwickte wieder nur mich. Als wir eine kleine Pause machten, Zigarettenpause, zwickte der Hund mich wieder. Nur diesmal hatte ich damit gerechnet, denn aus den Augenwinkeln hatte ich gesehen wie er sich anschleicht. Bevor er zuschnappen konnte, streckte ich ihm meine Hand entgegen. Der Hund schnupperte daran und ich fing an den Hund zu streicheln. Der ließ sich das auch zum Erstaunen der Frau gefallen. Von nun an kam der Hund nicht mehr zum zwicken, sondern nur um gestreichelt zu werden.

Am nächsten Tag trug ich die Zeitungen dann alleine. Mit der Frau habe ich etwa 2 Stunden gebraucht. Jetzt da ich alleine war, brauchte ich genau so lange, obwohl ich öfters auf eine Liste schauen musste. (Später habe ich 1,5 Stunden gebraucht) Bevor die Frau dann nach Berlin gefahren ist, kam sie noch einmal zur Ablagestelle. Auch diesmal hatte sie Florian mitgebracht. Dieser kam sofort zu mir gelaufen und bekam nun seine Streicheleinheiten. Selber der Rennleiter konnte es nicht fassen, dass Florian sich streicheln ließ. Als die Zeitung da war und die Frau wieder ging, kam der Hund noch einmal zu mir, hat seinen Kopf an mein Bein gerieben und nachdem ich ihn noch einmal richtig gestreichelt habe, ist er gegangen. Ich habe ihn nie wieder gesehen.
Das war wohl mein erster Freund der Nacht!
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #24
Am Mittwoch Morgen kam ich wieder an die Stelle wo ich die fremde katze bisher mit Leckerli Stangen versorgt hatte. Auch diesmal war die Katze da. Ich ging zu ihr hin, holte aus meiner Tasche einen kleinen Teller hervor, der natürlich neugierig beschnuppert wurde. Dann holte ich zwei Schalen mit Nassfutter aus meiner Tasche und füllte den Inhalt auf den Teller. Anschließend schob ich den Teller zur Katze. Diese Schnupperte zunächst und der Geruch war wohl angenehm. Denn sie nahm vorsichtig einen Happen vom Teller und fing an diesen zu Futtern. Anscheinend hat ihr das geschmeckt, denn sie machte sich sofort über den Teller her. Während sie nun am futtern war, habe ich sie leicht auf dem Rücken gestreichelt. Beim ersten mal wollte sie noch weg, doch schon beim zweiten Mal machte sie dazu keine Anstalten mehr. Der Katze schien es zu gefallen. Nachdem der Teller leer war, habe ich ihr noch ein paar Leckerli Stangen gegeben Auch als sie diese am futtern war, habe ich sie gestreichelt. Doch irgendwann musste ich auch weiter, darum habe ich den Teller wieder in meine Tasche getan, mich von der Katze verabschiedet und bin weiter. Als ich später mit dem Auto dort vorbei kam, war sie nicht mehr zu sehen.
Gestern kam ich wieder zu der Stelle, jedoch war die Katze nicht da. Dafür saß an der Stelle wo ich die Stangen hinlege, eine andere Katze. Als diese mich sah ist sie sofort abgehauen. Ich habe 10 Stangen an der Stelle hingelegt und bin dann weiter. Nach ein paar Minuten bin ich vorsichtig wieder zurück gegangen. Als ich die Hecke wieder sehen konnte war die andere Katze gerade am futtern. Mit einem Lächeln bin ich dann weiter und als ich mit meinem Auto an der Stelle vorbeikam, habe ich noch einmal 10 Stangen dort hingelegt.
Als ich komplett mit dem Verteilen der Zeitungen fertig war, bin ich noch einmal zu der Stelle. Keine Stange mehr zu sehen und ich überlegte ob ich nicht noch einmal welche dort hinlegen sollte. Doch ich habe es gelassen, weil es schon nach sechs Uhr war und gleich die Anwohner mit ihren Hunden Gassi gehen werden. Außerdem wird dann auch der Verkehr ein wenig mehr. Nachts vielleicht ein Auto in der ganzen Nacht. Nach sechs Uhr müssen aber viele Anwohner zur Arbeit und dann fahren dort auch wohl 30 Autos in der ersten Stunde. Anschließend wird es wieder weniger, aber noch immer fährt dann ab und an ein Auto.
Dafür gibt es eben eim nächsten Mal mehr Leckerli Stangen.
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #25
Eine weitere Geschichte von meinen Freunden der Nacht. Wieder ein Hund!

Der zweite Freund der Nacht

Ich trage nun seit ein paar Wochen die Zeitung bei uns in der Stadt aus. Inzwischen brauche ich dafür nur noch 1,5 Stunden. Trotzdem bin ich immer um 2.00 Uhr an der Ablagestelle der Zeitungen. Auch habe ich schon in einem anderen Bezirk ausgeholfen. Und genau davon werde ich dieses Mal Schreiben.
Zusätzlich zu meinem Bezirk, inzwischen hatte ich dieses fest bekommen, trug ich in einem anderen Bezirk 100 Zeitungen aus. Als Urlaubsvertretung für drei Wochen. Hört sich viel an, aber 30 Zeitungen musste ich allein bei einem Krankenhaus abliefern. Also waren es nur noch 70 Zeitungen für die ich laufen musste. Schnell, schon beim ersten Mal, merkte ich aber, das es besser ist mit dem Auto zu fahren, da der Bezirk doch sehr lang gezogen ist. Dabei konnte ich dann aber auch mal 20 Zeitungen ohne Auto verteilen und bei einer anderen Straße sogar 30. Die restlichen 20 Zeitungen waren eben nur von Haustür zu Haustür fahren. Am ersten Tag, als ich diesen Bezirk abfuhr, passierte nichts. Zwar habe ich die ein oder andere Katze gesehen, aber sonst auch nichts.
Am zweiten Tag kam ich also wieder mit meinem Auto zu einer Adresse wo eine Zeitung hin muss. Die Zeitungsrolle befindet sich auf der anderen Seite der Gartenpforte. Ich laufe also auf die Gartenpforte zu, als ich einen großen Hund dahinter bemerke. Noch war er ganz ruhig. Als ich jedoch meine Hand ausstreckte um die Zeitung in die Rolle zu stecken, ertönte von ihm ein warnendes Knurren. Trotzdem musste ich die Zeitung in die Rolle stecken und als meine Hand über der Pforte, nun auf dem Grundstück, war, schnappte der Hund zu. Ich war jedoch etwas schneller wie der Hund und zog meine Hand schnell zurück. Trotzdem bemerkte ich, dass der Hund noch meinen Pullover am Ärmel erwischt hatte.
Nun war guter Rat teuer! Die Zeitung musste ausgeliefert werden. Nur wie in die Rolle bekommen? Oder einfach am Zaun festklemmen? Einfach aufs Grundstück schmeißen? Ging nicht, da auf der Liste stand: „Zeitung unbedingt in die Rolle, da die sonst zerfetzt wird!“
Sollte ich es riskieren, dass der Hund mich beißt? Mich hat noch nie ein Tier in 57 Lebensjahren (Stand 2010) gebissen. Jetzt sollte sich das ändern? Halt, Stopp Helmut! Du Lügst! Ein Tier hat dich doch schon gebissen! Richtig! Das war zu der Zeit als ich beim Bund war. Damals machten wir eine Übung und als ich so durchs Gelände geschlichen bin, hat mich eine Kreuzotter gebissen. Nur hatte dieses Tier an dem Tag wohl ihren Pech Tag!
Zuerst habe ich sie bei ihrem Sonnenbad am frühen Abend gestört, dann hat sie bei ihrem Biss auch noch meinen Stiefel erwischt und in diesen gebissen. Jedenfalls habe ich den Biss der Schlange nicht bemerkt und erst als ich mir den Stiefel betrachtet habe, konnte ich die Bisspuren erkennen.
Zurück zu dem Hund und meinem Problem! Wie die Zeitung in die Rolle kriegen ohne gebissen zu werden? Mir kam die Erleuchtung! Ich hob die andere Hand und streckte diese über den Zaun. Aber so, dass der Hund diese nicht erreichen konnte. Nun versuchte der Hund natürlich die andere Hand zu erwischen und ich konnte die Zeitung in die Rolle schieben. Dann zog ich die andere Hand zurück und der Hund schaute mich verdutzt an. Ich sagte zu ihm: „Pech mein kleiner. Nun ist die Zeitung drin!“ Ich drehte mich um, stieg in meinen PKW und fuhr zum nächsten Kunden.
Am nächsten Tag wieder das gleiche Theater und wieder lenkte meine andere Hand den Hund ab. Das ging über eine Woche so, dann kam der Hund zwar an die Gartenpforte, setzte sich hin und ich schob ohne Probleme die Zeitung in die Röhre. Nach ein paar weiteren Tagen habe ich dann mit dem Hund geredet. Dazu stützte ich mich auf die Pforte auf und ließ den Hund an meinen Armen schnuppern. In der letzten Woche fing ich ihn an zu streicheln, was er ohne Murren geschehen ließ. Er freute sich richtig wenn ich kam um die Zeitung zu bringen und ihn zu streicheln.
Nachdem der andere Bote seinen Urlaub beendet hatte und wieder am Verteilen war, kam ich mit ihm ins Gespräch, weil die Zeitung mal wieder zu spät angeliefert wurde. Er fragte mich: „Wie hast Du denn den Hund bei der Hausnummer 15 überlistet. Wenn ich bisher kam, habe ich immer einen Stock auf Grundstück geschmissen und wenn der Hund dann weg war, die Zeitung in die Röhre gestopft. Jetzt bleibt der Hund sitzen und schaut zu wie ich die Zeitung in die Röhre schiebe. Keine Reaktion von ihm.“ Ich erzählte ihm dann, was ich gemacht habe und gab ihm den Rat, einfach den Hund zu streicheln.
Ein paar Tage später, wieder mal kam die Zeitung später, sagte er dann zu mir, das der Tipp mit dem streicheln sehr gut war. Der Hund wartet nun jeden Morgen auf ihn und freut sich wenn er gestreichelt wird. Bisher musste ich in diesem Bezirk nur noch einmal aushelfen. Der Hund hat mich sofort erkannt. Bei anderen Aushilfen ist er aber immer noch ein richtiger Wachhund der nichts aufs Gelände lässt.
Das war mein zweiter Freund der Nacht!
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #26
Inzwischen habe ich einen zweiten Bezirk bei uns in der Stadt mit übernommen. Nun muss ich 230 Zeitungen verteilen. Den neuen Bezirk mache ich komplett zu Fuß. Dazu habe ich eine Karre mit zwei Taschen dran. Normal ist, dass ich zu meiner Umhängetasche nur eine Tasche an der Karre brauche. Nur wenn die Zeitung dicker ist, brauche ich auch die zweite Tasche.
Im ersten Bezirk sehe ich zwar ab und an einige Katzen, aber die laufen immer weg wenn ich komme. Auch im zweiten Bezirk sehe ich drei Katzen. Zwei laufen immer weg, nur die dritte geht ein Stück zur Seite und wenn ich die Zeitung dann in den briefschlitz getan habe und wieder weg gehe, kommt sie zurück und legt sich wieder vor die Tür. Anlocken lässt sie sich nicht, auch wenn ich langsam auf sie zugehe, weicht sie zurück. Darum habe ich nach ein paar Tagen aufgehört sie an zu locken. Jedoch rede ich immer noch mit ihr.
Auch einen sehr großen Hund gibt es in dem Bezirk. Ihn lernte ich an einem Samstag kennen. Ich hatte die Karre und meine Tragetasche mit Zeitungen vollgemacht und bin los. Nachdem ich etwa die Hälfte der Zeitungen verteilt hatte und wieder einmal aus der Karre Zeitungen in meine Tragetasche umlud, ertönte hinter mir ein leises „Wuff“! Nach der Tonlage zu urteilen musste es ein großer Hund sein und darum drehte ich mich vorsichtig um. Nicht weil ich Angst hatte, sondern um den Hund nicht zu erschrecken.
Hinter mir stand eine Dogge und war mit dem Schweif am Wedeln. Langsam streckte ich eine Hand aus und der Hund schnupperte daran. Dann kam er näher und ich konnte ihn streicheln. Dann kam auch schon der Besitzer des Hundes und sagte zu mir, dass der Hund völlig harmlos ist nur eben ein sehr verschmuster Hund. Auf ein Kommando von dem Mann ging der Hund weiter und auch ich machte meine Runde weiter. Noch ein paar Mal habe ich den Hund getroffen und er kam um gestreichelt zu werden. Aber nur samstags habe ich den Hund gesehen, dann hatte der Besitzer sein Restaurant länger geöffnet und er ging, nachdem er zu Hause war, mit dem Hund Gassi.
In einer anderen Straße lebte ein Hund der normalerweise im Haus lebte, oder wenn es sehr warm war auch im Garten. Dort hatte er ein Gartenhaus zur Verfügung. Ich laufe also auf das Haus zu, stecke die Zeitung in die Rolle und als ich mich wieder umdrehe, steht der Golden Retriever hinter mir. Ich war erstaunt, weil der Hund auf der Straße herum lief. Da der Hund ruhig stehen blieb, streichelte ich ihm über den Kopf. Dabei hielt ich Ausschau ob nicht der Besitzer zu sehen ist. Doch das war nicht der Fall. Der Hund lief nun auf die Gartentür zu und kratzte an dieser. Ich ging hin und drückte die Klinke herunter. Ich rechnete nicht damit, dass die Tür aufgeht, jedoch ließ sie sich ohne Schwierigkeiten öffnen. Sobald die Tür auf war, schlüpfte der Hund durch die geöffnete Tür, drehte sich noch einmal um, kam auf mich zu und schleckte an meiner Hand. Dann ging er zu dem Gartenhaus. Ich schloss die Tür und bin weiter. Noch zweimal traf ich den Hund und er freute sich jedes Mal wenn er mich sah.
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #27
@Helmut, immer wieder schön zu lesen, Deine Begegnungen mit den Freunden der Nacht:-D

LG
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #28
Weiter geht es mit den Freunden der Nacht!
Inzwischen habe ich einen neuen Bezirk bekommen. Den ersten großen Bezirk mit 150 Zeitungen habe ich auf Drängen des Rennleiters gegen einen Bezirk mit 125 Zeitungen getauscht. Trotzdem ist der Verdienst gleich, weil bei diesem neuen Bezirk Spritgeld gezahlt wird, was in dem anderen Bezirk nicht der Fall war. Der neue Bezirk ist ein Ortsteil unserer Stadt und liegt etwa 3 Kilometer von meinem Wohnort entfernt.. Bisher musste ich für meinen alten Bezirk 5 Kilometer fahren um zu Ablagestelle der Zeitungen zu kommen. Was nun entfallen würde, wäre da nicht der zweite Bezirk mit 85 Zeitungen in unserer Stadt. Also fahre ich jeden Morgen zu dieser Ablagestelle, nehme dort meine Zeitung in Empfang und verteile die Zeitungen. Natürlich komplett zu Fuß, da es auch für diesen Bezirk kein Spritgeld gibt. Wenn dieser Bezirk fertig ist, fahre ich zur Ablagestelle für den neuen Bezirk und verteile dort die Zeitungen. Auch diesen Bezirk mache ich komplett zu Fuß.
Das ist kein Problem, weil die Ablagestelle und der erste Leser nur 500 Meter auseinander sind. Im Bezirk stelle ich meinen Wagen in einen Parkstreifen ab, verteile die ersten 60 Zeitungen und bei dieser Runde komme ich auch wieder zu meinem Auto um die restlichen Zeitungen in meine Karre zu packen und diese zu verteilen.
Als es einmal derbe am Regnen war, machte ich den Bezirk mit meinem Auto und stellte dabei fest, dass ich genauso lange brauche wie zu Fuß. Also wurde die Karre nun zu Hause gelassen und die Zeitung mit dem Auto verteilt. Wobei ich feststellte, das der Spritverbrauch meines damaligen Wagens (ca. 15 Liter, deutsches Fabrikat mit sechs Zylindern und 2,5 Litern Hubraum))doch die Spritgelder komplett auffressen wird. Was sich auch als richtig erwies. Ich bekam etwa 75 Euro Spritgeld und verbrauchte aber 150 Euro im Monat. Also musste ein anderes Auto her, was ich auch sehr schnell gefunden habe. Das war ein Diesel (der nur 6,0 Liter brauchte und noch immer braucht) und nun passte es mit dem Spritgeld und den Ausgaben um zu tanken. Auch alle drei Monate ein paar neue Schuhe saßen dran.
In dieser Zeit, ich habe diesen Bezirk noch immer und werde ihn auch nicht hergeben, lernte ich als erstes Glori kennen. Glori ist eine Kuh Katze, weil sie schwarz/weiß ist.


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Damals, ich hatte erst ein paar Tage diesen Bezirk und benutzte immer noch die Liste, damit ich wusste wo die Zeitungen hin müssen, kam sie auf mich zu. Vorsichtig streckte ich damals meine Hand aus und war mit ihr am Reden. Sie kam sofort zu mir und ließ sich streicheln. Fast jeden kam kam sie um gestreichelt zu werden. Obwohl ich damals noch keine Leckerlis dabei hatte. Auch begleitete sie mich jedes Mal bis zu einer gewissen Grenze, dann Miaute sie einmal, ließ sich streicheln und ging zurück. Es hat lange gedauert bis ich herausgefunden habe, warum sie dann zurückging. Dabei war es so einfach. Sobald das Haus in dem sie wohnte nicht mehr in Sicht war, drehte sie um und ging zurück.
Irgendwann vor etwa zwei Jahren, es war kurz nach dem Ende der Sommerferien in NRW, lernte ich die Dosine von Glori kennen und erfuhr auch den Namen der Katze. Glori war wieder einmal bei mir und ich hatte sie mit Leckerlis versorgt, die sie gerade am Futtern war. Dabei habe ich Glori gestreichelt. Ich hörte wie eine Frau öfters „Glori“ rief doch dachte nicht daran, das die Katze die bei mir war eben jene Glori war. Auf einmal stand die Frau bei mir und glaubte ihren Augen nicht zu trauen. Glori ließ sich von einem fremden Mann streicheln und war gleichzeitig am Futtern.
Ich habe mich etliche Minuten mit der Frau unterhalten und erfuhr nicht nur den Namen der Katze, sondern auch das Glori nun in den Urlaub fahren würde. Die Dosine hatte einen Wohnwagen an der Nordsee stehen und dort sollte es nun für 2 Wochen hin gehen. Ich verabschiedete mich von Glori und wünschte einen schönen Urlaub, dann ging Glori mit der Frau mit. Das war auf einem Samstagmorgen. Zwei Wochen später, es war ein Montag, kam Glori laut Miauend zu mir. Wieder war streicheln angesagt und natürlich gab es auch wieder Leckerlis. Jetzt in der kalten Jahreszeit kommt Glori nur einmal in der Woche zu mir, aber wenn es wieder wärmer wird, ist sie jeden Morgen da um gestreichelt zu werden.
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #29
Noch mehr Freunde
Von Glori habe ich ja schon berichtet! Heute berichte ich von Mausi und ihrem Freund Pedro. Ausführlich habe ich schon einmal über die beiden geschrieben. Hier nun nur eine kurz Fassung. Zunächst lernte ich Mausi kennen, jedoch wusste ich Ihren Namen nicht, den habe ich erst später erfahren. Ich steckte gerade eine Zeitung in den Briefschlitz des Hauses wo Mausi lebte, da tauchte sie neben mir auf. Sie ließ sich anstandslos streicheln. Das sie alt ist, konnte ich sehen denn sie hatte sehr viele graue Haare in ihrem Fell. Auch ging sie nicht sehr schnell. Mausi, so erfuhr ich später war eine sehr alte Katze. Obwohl schon immer Freigänger war sie 23 Jahre alt. Fast jeden Tag kam nun Mausi, ließ sich streicheln und bekam von mir ein Leckerli. Dieses machte ich immer sehr klein, da Mausi keine Zähne mehr hatte.

Irgendwann kam die Zeitung mal später und ich kam erst nach 6.00 Uhr in die Straße wo Mausi lebte. An dem Tag lernte ich auch Pedro kennen. Pedro war eine Deutsche Dogge. Sie wurde von ihren Besitzern immer um 6.00 Uhr aus dem Haus gelassen. Dann lief sie zu einem Acker, machte ihr Geschäft und ging dann zu ihrem Haus zurück. Als sie mich an dem Morgen sah, kam sie zu mir, ließ sich streicheln und bekam natürlich auch ein Leckerli. Das Mausi und Pedro Freunde waren, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Irgendwann, die Zeitung kam mal wieder zu spät, sah ich dann Mausi mitten auf der Straße liegen. Aber ich sah auch die Dogge wie diese auf Mausi zu lief. Mein Erstaunen war aber sehr groß als die Dogge sich neben Mausi hinlegte und diese sich am Hals der Dogge fest hielt. Ganz vorsichtig stand die Dogge dann auf und trug Mausi, die auf dem Hals der Dogge sich festhielt, zu ihrem Haus. Dort wurde ein paar Mal gebellt und die Menschin der Katze öffnete die Tür. Erst dort erfuhr ich, das Mausi und Petro die besten Freunde waren. Auch ihre Namen erfuhr ich dort.

Kurz darauf, habe ich den Bezirk bei uns in der Stadt abgegeben und einen neuen bekommen. Dadurch war ich immer weit vor 6.00 Uhr, meistens zwischen 3.45 Uhr und 4.45 Uhr, in dem Bezirk mit dem Verteilen der Zeitung fertig. Pedro habe ich dann natürlich nicht mehr gesehen, aber ein Leckerli legte ich trotzdem immer vor seiner Tür ab. Mausi kam jedoch noch öfters um gestreichelt zu werden. Bis eines Tages Mausi nicht mehr kam. Ihre Menschin, die ich einmal bei uns in der Stadt getroffen habe, erzählte mir dann, das Mausi eines Morgens von Pedro gebracht wurde und leider verstorben war. Auch Pedro lebte leider nicht mehr lange. Aber das erfuhr ich auch erst ein paar Wochen später.

Obwohl beide Tiere schon sehr lange nicht mehr unter uns weilen, lege ich Täglich ein Leckerli bei ihnen ab. Wer sich diese holt ist mir unbekannt. Jedenfalls hat die Frau, bevor sie des Nachts in Urlaub gefahren sind, einmal gesehen als ich das Leckerli für Pedro auf den Briefkasten gelegt habe. Da sie aber die Zeitung abbestellt hatte, wegen des Urlaubes, ging sie nach draußen um mich daran zu erinnern. Jedoch als sie zum Briefkasten blickte, lag dort kein Leckerli mehr. Sie kam dann hinter mir hinterher um mich zu fragen, was ich auf den Briefkasten gelegt hatte. Als ich ihr von dem Leckerli erzählte, war sie sehr erstaunt, weil es ja inzwischen weg war. Auch sie wusste nicht, wer das Leckerli holt!
 
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  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #30
Klausi, ein neuer Freund
Wenn ich in meinem ersten Bezirk anfange die Zeitungen zu verteilen, stelle ich meinen Wagen immer auf einem Parkstreifen ab um dort insgesamt 10 Zeitungen zu verteilen. Dort sind eine kleine Kapelle und davor ein kleiner Park. In dem Park steht auch eine Bank und auf dieser entdeckte ich eines Tages eine Katze. Ich sprach die Katze an und ging langsam auf sie zu. Doch die Katze sprang von der Bank herunter und wich zurück. Also war das nichts mit streicheln. Ich legte ein Leckerli auf die Bank und verteilte die zehn Zeitungen. Bei drei Häusern konnte ich die Bank nicht sehen, aber von den anderen aus konnte ich genau die Bank und die Katze sehen. Diese war, nachdem ich das Leckerli abgelegt hatte und weiter gegangen war, wieder zur Bank gegangen und schnupperte an der Leckerli Stange. Dann fing sie an zu futtern.
Am nächsten Morgen saß die Katze wieder auf der Bank und das gleiche begann noch einmal von vorne. So ging das über mehrere Tage. Dann sah ich die Katze einige Tage lang nicht. Trotzdem legte ich immer eine Stange auf die Bank welches auch jeden Morgen verschwunden war. Natürlich konnte sich jedes Tier diese Stangen holen aber ich vermutete dass es die Katze war.
Eines Tages habe ich sie wieder gesehen. Ich war gerade aus meinem Auto ausgestiegen und hatte die zehn Zeitungen unter dem Arm. Da tauchte die Katze auf, legte eine Maus vor meine Füße und ging wieder. Schnell habe ich meine Kamera aus der Tasche geholt und ein Foto von der Katze gemacht. Wieder ging sie zur ihrer Bank und sprang darauf. Ich ging auf die Bank zu und diesmal blieb die Katze sitzen. Ich legte ein Leckerli auf die Bank und ging ein paar Schritte zurück. Da fing die Katze an das Leckerli zu futtern. Anschließend hob ich die Maus auf und legte sie in mein Auto.
Ein paar Tage später sah ich eine Katze in einem ganz anderen Bereich meines Bezirkes. Vom Aussehen genau so aussah wie die Katze von der Bank. Ich sprach sie an und die Katze kam sofort, ließ sich streicheln und nahm natürlich auch das Leckerli. Ich dachte dass es die Katze von der Bank ist und freute mich darüber dass sie von einem auf den anderen Tag so zutraulich war. Doch am nächsten Tag saß die Katze wieder auf der Bank und als ich auf sie zu ging und streicheln wollte, wich die Katze zurück. Trotzdem gab es das Leckerli. Als ich in dem Bereich ankam, wo die zweite Katze war, kam sie sofort angelaufen als ich sie rief. Wieder konnte ich sie streicheln. Diesmal war es unter einer Straßenlaterne und ich schaute mir die Katze genau an. Beim nächsten Mal als ich die Bank Katze traf, schaute ich mir auch diese genau an und ich erkannte, dass es doch zwei Katzen sind und nicht eine.
Inzwischen lässt sich auch die Bankkatze von mir streicheln. Zusammen habe ich sie aber noch nicht gesehen, obwohl zwischen den beiden Bereichen nur etwa 100m liegen. Dabei müssten die Katzen noch nicht einmal durch Gärten schleichen, da es eine Straße und einen Verbindungsweg gibt.
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #31
Hier nun mal wieder eine Geschichte von meinen Freunden der Nacht, bzw. welche Tiere ich so des Nachts bei meinem Spaziergang treffe.

Es war vor etwa 2 Jahren. Damals habe ich zusätzlich zu meinen 145 Zeitungen noch 16 Zeitungen dazu bekommen. Diese Zeitungen mussten in zwei Bereichen verteilt werden. Dabei lag ein Bereich direkt neben meinem bisherigen Bezirk und der zweite Bereich total außerhalb. Um dort hin zu kommen, musste ich etwa 2 Kilometer mit dem Auto fahren, dort 11 Zeitungen verteilen und dann wieder zurück. Das war ja nicht so schlimm, aber der Bote der diese 16 Zeitungen bisher verteilt hatte, musste sowohl im ersten Bereich als auch im zweiten Bereich Zeitungen verteilen. Im ersten Bereich war es so, das er genau gegenüber wo ich nun 5 Zeitungen verteilte, nur auf der anderen Straßenseite eine Zeitung ausliefern. Dann fuhr er wieder einen Kilometer zurück und verteilte seine Zeitungen weiter. Auch im zweiten Bereich verteilte er, dort gab es nur zwei Straßen, vier Zeitungen und zwar bei der Hausnummer 1-4! Ich musste ab Hausnummer 5 Verteilen. Natürlich habe ich gegen diesen Blödsinn protestiert, noch dazu, da dieser andere Bote auch noch 16 Zeitungen in meinem Bezirk verteilte.

Ich fahre also im ersten Bereich auf einen Reiterhof. Dorthin kommen vier Zeitungen. Danach bin ich weiter, da noch eine Zeitung zu einem Haus musste, die im hinteren Bereich des Reiterhofes liegt. Nachdem ich die Zeitung dort in die Röhre gesteckt habe, um dort hinzukommen musste ich um die ganze vordere Hälfte des Hauses laufen. Dort ist es sehr dunkel weil erst das Licht vor der Haustür anging, als ich direkt vor der Tür stand. Auch brannte das Licht nur etwa 10 Sekunden lang, so das es schon wieder aus war als ich zu meinem Auto ging. Dort sah ich einen Schatten neben meinem Auto stehen. Da ich eine Taschenlampe dabei hatte, machte ich diese an und sah zu meinem Erstaunen ein Pferd neben meinem Auto stehen. Irgendwie musste dieses Pferd aus seiner Box entwichen sein. Nur aus welcher?

Als ich neben das Pferd trat, legte der Gaul sofort seinen Kopf auf meine Schulter. Ich griff in das Haar des Pferdes und ging mit ihm an den Stallungen entlang um eine leere Box zu finden. Das Pferd ging anstandslos mit mir mit. Nirgends fand ich eine Box die offen stand und einfach in eine Box zu bringen wollte ich nicht. Also bin ich mit dem Pferd auch noch zu dem Außengehe der Pferde gegangen. Aber auch dort war kein Gatter auf. Nun war guter Rat teuer. Einfach das Pferd weiter herum laufen lassen ging nicht, denn etwa 100 Meter entfernt verläuft ein Autobahn Zubringer. Dieser wird auch des Nachts stark befahren. Zwar ist die Straße dort auf einem Damm angelegt der etwa 7 Meter höher liegt wie der Rest des Geländes, aber für ein Pferd ist das kein Hindernis.

Also ging es zum Haus des Besitzers des Reiterhofes. Wieder folgte das Pferd. Ein kurzer Blick aufs Handy sagte mir, das es etwa 3.30 Uhr war. Vor dem Eingang zu dem Haus, dort ist ein kleiner Vorgarten, ließ ich das Pferd los und es blieb auch stehen. Dann habe ich an der Tür geklingelt. Nach etwa 10 Minuten öffnete sich über mir ein Fenster und ein Mann fragte was das soll. Als ich antwortete das ich ein Pferd gefunden habe, kam nur ein „Moment“ und keine drei Minuten später ging die Haustür auf. Da ging auch das Licht vor diesem Haus an, was aber nicht nötig war, da genau an einem Stallgebäude gegenüber ein Licht brannte und es damit hell genug war.

Als der Mann nun das Pferd sah, musste er laut lachen und erzählte mir, das dieses Pferd das einzige ist welches ein Gatter öffnen und wieder schließen kann. Darum habe ich keine offene Box gefunden. Eigentlich wird die Verriegelung des Gatters besonders gesichert, aber das muss wohl am Abend vorher nicht gemacht worden sein. Zusammen gingen wir dann mit dem Pferd zu der Box und das Pferd ging sofort wieder in die Box. Dann zeigte mir der Mann noch, falls das Pferd mir mal wieder über den Weg läuft, wie die Verriegelung besonders gesichert wird. Das kam noch einmal vor, doch dieses mal brachte ich das Pferd einfach in seine Box.

Anschließend fuhr ich weiter und verteilte meine Zeitungen. Jedes Mal wenn ich nun die Zeitung zum letzten Haus brachte, musste ich auch an der Box vorbei, in dem das Pferd untergebracht ist. Dabei wurde ich immer mit einem freudigen Prusten des Pferdes begrüßt. Auch legte mir das Pferd immer seinen Kopf auf die Schulter.

Etwa 9 Monate später hatte ich Erfolg mit meinen Protesten gegen diese Verteilung der Zeitungen im ersten und zweiten Bereich. Ich bekam die 16 Zeitungen die der andere Bote bisher in meinem Bezirk verteilt hatte und er die anderen 16 Zeitungen aus den Bereiche eins und zwei. Noch mehrmals war ich auf dem Pferde Hof und wurde immer freudig von dem Pferd begrüßt.
 
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