Weiter geht es mit den Freunden der Nacht!
Inzwischen habe ich einen neuen Bezirk bekommen. Den ersten großen Bezirk mit 150 Zeitungen habe ich auf Drängen des Rennleiters gegen einen Bezirk mit 125 Zeitungen getauscht. Trotzdem ist der Verdienst gleich, weil bei diesem neuen Bezirk Spritgeld gezahlt wird, was in dem anderen Bezirk nicht der Fall war. Der neue Bezirk ist ein Ortsteil unserer Stadt und liegt etwa 3 Kilometer von meinem Wohnort entfernt.. Bisher musste ich für meinen alten Bezirk 5 Kilometer fahren um zu Ablagestelle der Zeitungen zu kommen. Was nun entfallen würde, wäre da nicht der zweite Bezirk mit 85 Zeitungen in unserer Stadt. Also fahre ich jeden Morgen zu dieser Ablagestelle, nehme dort meine Zeitung in Empfang und verteile die Zeitungen. Natürlich komplett zu Fuß, da es auch für diesen Bezirk kein Spritgeld gibt. Wenn dieser Bezirk fertig ist, fahre ich zur Ablagestelle für den neuen Bezirk und verteile dort die Zeitungen. Auch diesen Bezirk mache ich komplett zu Fuß.
Das ist kein Problem, weil die Ablagestelle und der erste Leser nur 500 Meter auseinander sind. Im Bezirk stelle ich meinen Wagen in einen Parkstreifen ab, verteile die ersten 60 Zeitungen und bei dieser Runde komme ich auch wieder zu meinem Auto um die restlichen Zeitungen in meine Karre zu packen und diese zu verteilen.
Als es einmal derbe am Regnen war, machte ich den Bezirk mit meinem Auto und stellte dabei fest, dass ich genauso lange brauche wie zu Fuß. Also wurde die Karre nun zu Hause gelassen und die Zeitung mit dem Auto verteilt. Wobei ich feststellte, das der Spritverbrauch meines damaligen Wagens (ca. 15 Liter, deutsches Fabrikat mit sechs Zylindern und 2,5 Litern Hubraum))doch die Spritgelder komplett auffressen wird. Was sich auch als richtig erwies. Ich bekam etwa 75 Euro Spritgeld und verbrauchte aber 150 Euro im Monat. Also musste ein anderes Auto her, was ich auch sehr schnell gefunden habe. Das war ein Diesel (der nur 6,0 Liter brauchte und noch immer braucht) und nun passte es mit dem Spritgeld und den Ausgaben um zu tanken. Auch alle drei Monate ein paar neue Schuhe saßen dran.
In dieser Zeit, ich habe diesen Bezirk noch immer und werde ihn auch nicht hergeben, lernte ich als erstes Glori kennen. Glori ist eine Kuh Katze, weil sie schwarz/weiß ist.
Damals, ich hatte erst ein paar Tage diesen Bezirk und benutzte immer noch die Liste, damit ich wusste wo die Zeitungen hin müssen, kam sie auf mich zu. Vorsichtig streckte ich damals meine Hand aus und war mit ihr am Reden. Sie kam sofort zu mir und ließ sich streicheln. Fast jeden kam kam sie um gestreichelt zu werden. Obwohl ich damals noch keine Leckerlis dabei hatte. Auch begleitete sie mich jedes Mal bis zu einer gewissen Grenze, dann Miaute sie einmal, ließ sich streicheln und ging zurück. Es hat lange gedauert bis ich herausgefunden habe, warum sie dann zurückging. Dabei war es so einfach. Sobald das Haus in dem sie wohnte nicht mehr in Sicht war, drehte sie um und ging zurück.
Irgendwann vor etwa zwei Jahren, es war kurz nach dem Ende der Sommerferien in NRW, lernte ich die Dosine von Glori kennen und erfuhr auch den Namen der Katze. Glori war wieder einmal bei mir und ich hatte sie mit Leckerlis versorgt, die sie gerade am Futtern war. Dabei habe ich Glori gestreichelt. Ich hörte wie eine Frau öfters „Glori“ rief doch dachte nicht daran, das die Katze die bei mir war eben jene Glori war. Auf einmal stand die Frau bei mir und glaubte ihren Augen nicht zu trauen. Glori ließ sich von einem fremden Mann streicheln und war gleichzeitig am Futtern.
Ich habe mich etliche Minuten mit der Frau unterhalten und erfuhr nicht nur den Namen der Katze, sondern auch das Glori nun in den Urlaub fahren würde. Die Dosine hatte einen Wohnwagen an der Nordsee stehen und dort sollte es nun für 2 Wochen hin gehen. Ich verabschiedete mich von Glori und wünschte einen schönen Urlaub, dann ging Glori mit der Frau mit. Das war auf einem Samstagmorgen. Zwei Wochen später, es war ein Montag, kam Glori laut Miauend zu mir. Wieder war streicheln angesagt und natürlich gab es auch wieder Leckerlis. Jetzt in der kalten Jahreszeit kommt Glori nur einmal in der Woche zu mir, aber wenn es wieder wärmer wird, ist sie jeden Morgen da um gestreichelt zu werden.