Aaalso am Besten fange ich mal ganz von vorne an,
ich habe 3 Kätzchen, alle 3 noch im Kindesalter (Mini, Bailey, Mylo alle zwischen 1,5 und 3 Jahre alt)
Zuerst erkläre ich alles, dann komm ich zu der Geschichte ;-)
Mein Name ist Jana, ich wohne zusammen mit meinem Freund und unseren 3 Katzen in einer schönen Wohnung, ein bisschen Abseits mitten auf dem Land. Unsere Nachbarn sind eine ältere Frau (75 Jahre) in der Wohnung über uns und : Felder, Wiesen, Scheunen usw. Ein echtes kleines Katzenparadies.
Da in der ganzen Straße nur 4 Häuser stehen und es eine Sackgasse ist, fahren so gut wie keine Autos.
Meine 3 Katzen sind abolsut die Chefs im Haus. Und ja ich meine Haus und nicht Wohnung.
Denn die gute Frau über uns ist genauso vernarrt in Katzen wie wir. In unserem Keller gibt es eine kleine Treppe, die nach oben in die Wohnung der Frau führt. Diese Türen sind sobald ich nicht zu Hause bin geöffnet, dass meine Katzen auch jeder Zeit nach oben in die Wohnung können. Die leben hier wie die Könige. Jede Katze hat oben Ihre eigene Decke und wird ausgiebig beschmust. Frau G. ist aber immer darauf bedacht, dass die Katzen aber wenn wir zu Hause sind auch bei uns und in unserer Wohnung sind. Sprich, ich gehe morgens zur Arbeit, Katzen gehen raus oder direkt nach oben. Dort werden Sie umsorgt bis ich oder mein Freund wieder da sind, dann werden Sie von Frau G. aber direkt nach Hause geschickt. Meistens hören Sie schon wenn wir da sind und trudeln dann nach und nach alle wieder ein.
Ich finde das mittlerweile sehr gut, denn so weis ich immer dass meine Katzen immer jemanden haben und auch immer ins Warme können wenn ich nicht da bin. Mein kleiner Kater ist ein "Mamakind":mrgreen: Der bleibt eigentlich immer nur bei uns in der Wohnung unten, auch wenn wir nicht da sind.
Wenn wir in Urlaub gehen freut sich Frau G. immer sehr, denn dann sind natürlich meine Katzen 24 Stunden am Tag nur auf Sie fixiert. Eine Win-Win Situation für alle. Ich brauch mir keine Gedanken um die Pflege zu machen wenn ich mal weg bin, Frau G. ist nicht so einsam und meine Katzen sind fast nie alleine. Gott sei Dank ist sie damals über uns eingezogen, ein echter Segen.
Jetzt zu der Geschichte, wie ich an meine Streuner kam:
:roll:
Vor circa 2 Jahren bemerkte ich eines abends einen getigerten Kater vor meiner Terassentür. " Oh nicht schon wieder ein Verehrer von Mini" dachte ich mir. Irgendwie sah er mich aber so traurig an.
Nachdem er eine Wochelang jeden abend kam, hörte ich mich um. Er ist kastriert, nicht tattowiert, sehr zutraulich. Nach akribischem Befragen jedes Anwohners stellte sich heraus, dass er "Carlos" heißt und kein zu Hause mehr hat, da seine Besitzer weg gezogen sind und Ihn einfach da gelassen haben.
Ich ging also nach Hause, stellte einen Napf mit einer großen Portion Futter bereit und wartete. Dann saß er wieder da, schaute mich an und ich stellte den Napf hin. Das war der Beginn unsere Beziehung.
Seither kommt mein Carlos jeden morgen und jeden abend zum Essen, und sonst kommt er immer wenn er schmusen oder spielen will. In die Wohnung kommt er nicht, das liegt aber nicht an mir sondern an Mini. Mini war hier die erste und nachdem Sie sich mit Baily und Mylo abgefunden hat, hatte Sie wohl beschlossen : " Hier kommt keiner mehr rein".
Carlos also auf der Terasse, vor der Türe..alles okay. Rein traut er sich einfach nicht.
Ist aber auch okay so. Denn die liebe Frau G. lässt Ihn abends in Ihren Flur. Dort hat er ein Bettchen und er will eigentlich auch nur im Winter drinne schlafen. Aber weiter kommt er auch hier nicht in die Wohnung,- dank Mini.
Dieses 4er- Gespann läuft soweit ganz gut. Irgendeiner ist immer da wenn ich knuddeln will

Im Sommer, alle zusammen mit der Mama auf der Hängematte...da kann das schonmal eng werden aber was solls.
Carlos wird geliebt und gepflegt, wird natürlich auch schön entwurmt und bekommt regelmäßig seine Impfungen. ( ja wir bezahlen die...

)
Naja..vor einiger Zeit dann im Sommer hab ich so ein klägliches maunzen wahr genommen, nichts neues, denn die Bauernhof katzen schauen täglich mal vorbei, fressen aber nichts.
Abends aber sah ich ein kleines getigertes etwas unter der Hängematte sitzen und mich mit rießengroßen ängstlichen Augen anschauen. Ich habe nur "Hey" gesagt und schon war es weg.
Das ging dann 2 Wochen so. Irgendwann beschloss ich etwas Futter hinzustellen, da das kleine Ding sehr dünn war. Das Kätzchen kam dann tatsächlich zum Fressen, aber nur wenn ich nicht in Sichtweite war. Ich sah wohl etwas angsteinflösend aus?
Nach 3 Monaten fütten und weg gehen beschloss ich, dass ich das nichtmehr einsehe, weil ich ja wissen will wer da sitzt und mein Futter mampft. Also stellte ich das Futter nur noch vor die Terassentüre, sodass ich durch die geschlossene Türe zuschaun konnte. Der HUnger siegte und ich sah, dass es ein kleiner Kater in Mylos Alter sein musste. Circa 1 Jahr. Sehr dünn, sehr zerstrubbelt und ein kleines Häufchen Eldend.
Nach weiteren 3 Monaten füttern gelang es mir doch tatsächlich Ihn während des Fressens zu streicheln.
WOW.
Ich fand er sah aus wie ein Feli. Also hieß er nun Feli.
Und auch der kam dann jeden morgen und jeden abend mit Carlos zum essen.
Feli ist nicht kastriert aber ein sehr guter Freund von Mylo geworden. Also gehört er natürlich auch dazu.
Ich vermute dass er von dem Bauernhof kommt, dort aber der schwächste war und somit keine Chance hatte.
Da er sich leider aber nicht so gerne anfassen lässt bekommt er halt seine Wurmkuren aber kommt nicht zum
Tierarzt. In die Wohnung darf er leider auch nicht, weder unten noch oben. Nicht wegen MINI ;-) vielmehr weil er alles markiert und dass ist schon draußen schlimm genug

So sitze ich also mittlerweile im Sommer auf der Terasse mit 5 Fellnasen und nichtmehr nur mit 3.
Dazu gekommen sind in diesem Sommer noch 3 kleine griechische Landschildkröten, die sich zur Zeit aber in der Winterstarre befinden.
So leben wir also mit unserer lieben Nachbarin Frau G., Mini, Bailey, Mylo, Carlos, Feli und den 3 griechen Summer, Pebbles und Cece
