Es ist wohl grad jetzt zu Weihnachten nicht unbedingt passend, aber:
Ich muss mir da grad mal Luft machen, über meinen neuen Nachbarn.
Bitte helft mir, ob ich da etwas falsch sehe. Ich zweifel da grad etwas an meinem Verstand.
Jetzt kommt die etwas längere Geschichte:
Wir haben hier (einige von Euch wissen es vielleicht) 4 Kitten im Alter von mittlerweile 9 und 6 Monaten.
Noch leben sie nur im Haus, aber wir planen eigentlich, ihnen ab Frühjahr nächsten Jahres gesicherten Freigang auf unserem Grundstück zu ermöglichen. Wir leben hier zwar ziemlich ruhig auf dem Land, aber Bundesstraße ist nur ca. 500 m Luftlinie entfernt und Dosi hat aus schmerzlichen Erfahrungen in der Vergangenheit Angst, die kleinen einfach so rauszulassen. Plan war dann eigentlich, unser Grundstück (ca. 1000 qm) einzuzäunen.
Im Herbst wurde unser Nachbargrundstück verkauft. Der neue Besitzer (ja man kennt sich hier auf dem Dorf) wollte dann nach einigen Renovierungsarbeiten in das Haus einziehen und er bringt einen jungen Hund, ca. 6 Monate alt mit (Rottweiler). Grundsätzlich kein Problem. Er plante dann für das Frühjahr, sein Grundstück einzuzäunen, damit der Hund nicht in die Nachbargärten läuft, wenn er ihn in den Garten lässt. Fanden wir auch klasse.
Zwischen unseren Grundstücken liegen so ca. 30 Meter „grüne Hecke“, und wir hatten schon daran gedacht, uns an diesem Zaunbau zu beteiligen.
Den Einzug der Nachbarn haben wir nicht wirklich mitbekommen, wir haben das nur dadurch festgestellt, da GöGa, der hier Zuhause arbeitet tagsüber immer jaulen und kläffen gehört hat. Da haben wir gedacht, sie wohnen da wohl jetzt. Das war aber nach ca. 14 Tagen wieder vorbei.
Heute morgen nun, hat GöGa den Nachbarn an der Gartenhecke getroffen. Gab etwas Small-Talk, aber Nachbar musste den „kleinen“ Rottweiler am Halsband festhalten, und konnte ihn kaum bändigen. Der wollte unbedingt durch die Hecke. Hat geknurrt und gebellt. Da hat Nachbar auch freizügig zugegeben, dass die „Stille“ jetzt nicht daran liegt, dass der Hund friedlich geworden ist, er bringt ihn jetzt jeden Morgen zu seiner Mutter. Der Hund hat ihm schon in den ersten 10 Tagen, die Haustür von innen zerstört, hat randaliert – und die Versicherung will ihm das nicht zahlen!!!!. (Mein Mitleid hält sich da in Grenzen). Deswegen bringt er ihn jetzt immer morgens zu seiner Mutter.
Von dem geplanten Bau des Zauns im Frühjahr ist auch keine Rede mehr. Er hat jetzt den abenteuerlichen Vorschlag gemacht, wir sollten da mal eine Katze rauslassen, dann kann man ja mal sehen, wie der Hund reagiert. Weil er ist ja so ein lieber und der tut nichts. Man muss das einfach mal probieren.
Geht’s noch?
Ich werde keine unserer Katzen als Experiment zur Verfügung stellen.
Aber mir tut auch der arme Hund leid. Er kann ja nichts dafür.