Hallo!
Ich war in letzter Zeit öfter im Tierschutzhaus auf der Suche nach einer dritten Katze. Wir haben eine ganz süße Maus für uns dort gefunden und sie ist bereits eingezogen. Es war aber noch eine weitere Katze dort, die charakterlich perfekt zu uns gepasst hätte. Sie wurde abgegeben weil sie schwere Hautausschläge und ausfallendes Fell im Halsbereich bekommen hat, das war den Besitzern offenbar zu mühsam
Sie wurde dann im
Tierheim sehr lange (einige Wochen) mit Cortison behandelt und zeitgleich auf Trockenfutter für allergische Katzen umgestellt (irgendwas von RC). Sie wurde dann vermittelt und kam nach Monaten zurück mit noch schlimmeren Symptomen auf der Haut und starkem Durchfall. Die neuen Besitzer haben sich nicht an die Diät gehalten sondern einfach "irgendwas" gefüttert.
Mittlerweile bekommt sie ausschließlich Vet Concept Cat allergy (ebenfalls trocken) mit Kaninchen als einziger Proteinquelle. Die verträgt es bis auf gelegentliches Erbrechen aber es wurde nie ein anderes Futter probiert und es ist komplett unklar wodurch die Allergie ausgelöst wird.
Das Tierheim hat natürlich nicht die Ressourcen da viel herum zu probieren. Die Tierärztin war auch richtig beleidigt als ich sagte ich wäre bereit vorübergehend, aber sicher nicht dauerhaft Vet Concept Trockenfutter zu füttern. Sie dachte es geht mir dabei um "zu teuer" und hat mich ziemlich angeschnauzt als ich sagte es geht einfach darum dass Trockenfutter auf Dauer eben ungeeigneter Müll für Katzen ist und ich doch zuerst abklären will ob es eine gute Alternative im Nassfutterbereich oder BARF gibt die von ihr ebenfalls vertragen werden. Ziemlich unwillig hat sie dann gesagt es gibt das gleiche Vet Concept Futter auch als Nassfutter und ich müsste dann eben nur das füttern.
Ich war nach diesem Gespräch ziemlich verunsichert und wir haben uns gegen diese Katze entschieden. Die Gefahr dass sie unseren Katzen dann Futter klaut ist mir einfach zu groß. Die zwei fressen kein Trockenfutter und gehen die Wände hoch wenn ich mehr als 3 mal hintereinander das gleiche Futter gebe. Das spricht dagegen, dann alle Katzen auf Allergie-Diät zu setzen. Ausserdem sind sie es gewohnt dass ihr Futter länger herumsteht und sie jederzeit ein paar Happen holen können.
Ich wäre ja bereit gewesen die Maus zu nehmen und via AD herauszufinden wogegen sie wirklich allergisch ist, dann hätte ich eine Auswahl an Futter gehabt das für alle passt und davor eben einige Monate Stress mit getrenntem Futter und peniblem wegräumen der Reste, das wäre okay für uns gewesen. Nur, die Tierärztin war eben relativ fest davon überzeugt wenn wir nicht dauerhaft genau das eine Futter geben kommt sie dann wieder krank zurück ins Tierheim.
Jetzt geht mir die kleine Maus nicht aus dem Kopf, und ich frage mich ob ich mich zu schnell einschüchtern habe lassen, oder ob ich mir vielleicht auch das mit der AD und dem getrennten füttern zu einfach vorgestellt habe.
Würdet ihr eine allergische Katze aufnehmen wenn ihr ansonsten Tiere habt die alles vertragen? Die Frage ist natürlich für alle, aber speziell für diejenigen unter euch, die sich täglich mit diesem Thema herumschlagen.