Wie kam ich zu meinen Katzen.. hm... das kommt eher einer Beichte nah... :-( War alles nicht so lustig... :-(
In meiner Kindheit hatten wir immer Katzen. Zuerst war da Angie. Über sie weiß ich nicht mehr viel, da war ich noch zu klein.
Dann kam Mitschi. Mitschi ist uns irgendwann zuglaufen, und wir behielten sie. Sie war toll. Leider waren wir nicht nett zu ihr... :-( Sie wurde nicht kastriert und "durfte" einmal Junge bekommen. Eins davon durfte sie sogar behalten, die anderen wurden ertränkt.
Zu meiner Entschuldigung kann ich heute nur vorbringen, dass ich als Kind vollstes Vertrauen in meine Mutter hatte, niemals das angezweifelt hätte, was sie tut... :-( Und wir lebten auf dem Land, da war das leider völlig normal... :-(
Das überlebende Katerchen wurde natürlich auch nicht kastriert... Oh was waren wir ... ohne Worte. :-(
Irgendwann wurde Mitschi dann von einem Auto überfahren und ihr Sohn erkrankte an
FIP. Alle tot, keine Katze mehr.
Wie wir zu Gipsy kamen weiß ich nicht mehr. Irgendwann war Gipsy da, ich zog aus,
ließ die Katze zurück. Was mit Gipsy passierte möchte ich nicht nochmal aufschreiben. :-(
Dann kam die Phase, in der ich keine Katze halten wollte. Ich lebte allein, in einer kleinen Dachgeschoss-Wohnung, ohne Balkon. Für mich gehörten Katzen raus in die Freiheit, und nicht in die Stadt mit Hauptstraße um die Ecke. Also war mir klar, dass ich mir keine Katze hole.
Dann kam ein Geburtstag, und zwei Freunde schenkten mir zwei Katzen. Also sie schenkten mir nicht die Katzen an sich, sondern einen Gutschein dass ich mir welche aus dem Tierheim besorgen dürfte.
Ich wollte aber immer noch keine, und so dachte ich, das ganze verläuft im Sande.
Bis mich eine Bekannte anrief, die von dem Geschenk wusste. Sie hatte eine Anzeige in der Zeitung gefunden, da bot jemand seine Mamakatze mit 3 Kitten an - geschenkt, wegen Krankheit. Nun gut, sind wir da hingefahren. Die Mamakatze und ein Kitten waren schon vermittelt, waren noch Othello und Shina übrig. Othello hatte ein verkrustetes verklebtes Auge, und für meine Bekannte war klar, die beiden Kleinen bleiben da keine Sekunde länger. Ich war immer am hin-und her Überlegen. Mein tiefe Überzeugung (Katzen = Freigang) gegen das Gefühl - ich muss den Katzen helfen. Habt ihr schon mal was gegen eure Überzeugung gemacht? Wie auch immer, die beiden kamen zu mir, und seit damals begleitete mich mein schlechtes Gewissen...
Zumindest hatte ich eine kleine Galerie in der Wohnung, d.h. sie konnten die Treppe rauf-und runterjagen. Und ich hab ihnen Gitter bauen lassen, die ich in die Dachfenster geklemmt hab, damit sie Frischluft schnuppern konnten.
Mein schlechtes Gewissen wurde erst weniger, als Othello so krank wurde und gar nicht mehr raus durfte (selbst wenn er gekonnt hätte). Ganz weg ist es eigentlich erst jetzt, seitdem ich auf's Land gezogen bin und Othello in seinen letzten Jahren noch die Terrasse genießen konnte.
Jetzt, wo ich den verfrorenen Doby sehe, der gar nicht raus WILL ist mein schlechtes Gewissen völlig weg und ich bin tatsächlich happy (lang hat's gedauert...)
