Bauernhofkatzen...Hilfe!

Diskutiere Bauernhofkatzen...Hilfe! im Schwierige Fälle Forum im Bereich Katzenfutter; Hallo zusammen, ich habe vor fast 3Wochen 2 ca 6Monate alte Katzen von einem Bauernhof übernommen weil meine Mutter die angefüttert hat und die...
  • Bauernhofkatzen...Hilfe! Beitrag #1
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dieMietschies

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Hallo zusammen,
ich habe vor fast 3Wochen 2 ca 6Monate alte Katzen von einem Bauernhof übernommen weil meine Mutter die angefüttert hat und die beiden dabei immer eine Hauptstrasse überqueren und es absehbar war, dass sie dort überfahren werden. Beide kennen Menschen zwar vom Füttern, sind ansonsten aber sehr, sehr ängstlich.
Ich dachte, die beiden seien noch kleiner und damit auch einfacher zu zähmen. Aber jetzt ist es eben so. War mit beiden direkt beim Tierarzt, entwurmt, entfloht, das Weibchen hatte eine Blasenentzündung und hat ein Langzeitantibiotikum gespritzt bekommem. Das ganze ging bei beiden nur unter Betäubung.
Mein Plan ist, die beiden zu vermitteln, natürlich nur in beste Hände.
Momentan sind beide in einem seperaten Zimmer untergebracht, ich füttere 3x am Tag, zwischendurch gehe ich rein, z.Bsp. wenn ich telefoniere, damit die beiden sich an mich und meine Stimme gewöhnen.
Ich mache zwischendurch dort such mal für 1Std den Fernseher an. Sie haben ein Fenster mit Ausblick in den Garten und Spielzeug.
Katzentypisch sind beide nachtaktiv, und dann wird auch mal richtig getobt und gerannt. Beide stehen gut im Futter, bekommen Nass- und Trockenfutter.
Wenn ich das Zimmer betrete, höre ich,wie die beiden unter den Schreibtisch flüchten. Manchmal kann ich noch einen kurzen Blick erhaschen.
In den kommenden Tagen werde ich den Kater einfangen um ihn kastrieren zu lassen. Das Weibchen kommt später dran.
Der Tierarzt und sein Team haben mich beeindruckt, weil sie die Katzen mit so wenig Stress wie möglich behandelt haben, also vor der Betäubung. Alles ganz ruhig, ohne Hektik.
Allerdings meinte der Tierarzt, dass man die beiden nicht mehr zähmen kann.
Ich war ziemlich frustriert. Hab im Internet recherchiert und dort Berichte gelesen, wo auch schwerwilde Fälle noch gezähmt wurden. Mit viiiiiel Geduld.
Heute morgen ist der Kater das erste Mal nicht ganz unter dem Schreibtisvh verschwunden, als ich das Nassfutter aufgemacht habe. Bin dann für ein paar Minuten geblieben, (Abstand 2m) hab mich nicht bewegt, gaaanz süss mit ihm geredet und ihn mehrfach angeblinzelt. Er hat sich nicht entspannt, aber trotzdem war das ein kleiner Fortschritt.
Eine sehr gute Freundin sagte mir jetzt, sie hätte eine Familie, die beide Kätzchen übernehmen würden. Ich hab dann zu ihr gesagt, dass ich nicht denke, dass das die richtige Stelle ist, mit Tochter 9J. und Sohn glaub ich 13J . Hab ihr erklärt, dass beide Katzen komplett unzugänglich sind. Sie hat der Familie das erklärt und die wollen sie trotzdem unbedingt. Auch wenn sie nicht zahm werden. Hab der Frau mal ne email geschrieben und die Katzen beschrieben.
Sozusagen hab ich mich breitschlagen lassen und zugesagt, dass sie die Katzen bekommen können.
Das Problem ist, dass ich kein gutes Gefühl dabei habe.
Denkt ihr, dass es schlecht ist, wenn die Katzen länger bei mir bleiben, dann evtl. zwar langsam Vetrauen zu mir aufbauen und n Schock kriegen, wenn sie woanders hin kommen.
Sollte ich sie zügig abgeben? Eigentlich will ich das nicht.
Ich mach mir so Sorgen, ob woanders genug Geduld da sein wird.
Die beiden tun mir zwar leid, dass sie eingesperrt und ja doch ziemlich isoliert sind. Aber mit einem Leben mit offenen Türen im Haus und den kompletten Haushaltsgeräuschen und mehreren Menschen wären sie momentan bestimmt überfordert.
Was meint ihr, soll ich die beiden der Familie überlassen? Die beteuern, es geht ihnen nicht darum zahme Katzen zu haben, es wäre auch ok, wenn sie scheu bleiben. Ich habe gesagt, dass man die Katzen aber erst in Freigang lassen darf, wenn sie gezähmt sind. Oder? Nicht dass sie dort irgendwann rausgelassen werden und verloren gehen.
Was meint ihr?
Vielen Dank schon mal!
Liebe Grüsse, Stefanie
 
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  • Bauernhofkatzen...Hilfe! Beitrag #2
Huhu
Freut mich, daß du den Mäusen eine Chance gibst. Ich gehöre zu den Leuten, die Wildchen zähmen und vermitteln und das klappt mit Geduld und Tricks sehr gut. Gut ist immer sich bei ihnen aufzuhalten und z.B. vorzulesen, damit sie sich an die Stimme und deine Anwesenheit als ungefährlich gewöhnen.
Sie jetzt zu einer Familie mit Kindern zu geben wäre der völlig falsche Weg, selbst wenn den Leuten das egal wäre, daß die Mäuse sich nicht anfassen lassen, ist es einfach für die Mietzen arg zuviel Streß. Zähm du sie fertig und dann kann man schauen, ob sie Kindergeeignet sind. Das kann dutchaus gut gehen, ich hab auch schon einige gezähmte Wildchen an Familien mit Kindern gegeben, nicht selten haben die Kinder dann sogar einen besseren Zugang zu den Kleinen als die Erwachsenen, da sie unbedarfter aber mit mehr Gefühl an die Sache rangehen. Aber wie gesagt, zum jetzigen Zeitpunkt ist das zu früh. Frag sie, ob sie warten wollen und schick ihnen regelmäßig Fotos und Fortschrittsberichte und wenn du sie dann streicheln kannst, dann können sie kommen und schauen, ob sie sie wirklich wollen. Warten sie tatsächlich so lange und holen sich nicht bis dahin woanders welche, die unkomplizierter sind, dann sinds die richtigen Leute - ansonsten warens eh die Falschen... ;-)
 
  • Bauernhofkatzen...Hilfe! Beitrag #3
Hi, ich habe eine Frage: warum trennst du die Katzen von einander? Ich denke, du willst sie gemeinsam vermitteln oder?
 
  • Bauernhofkatzen...Hilfe! Beitrag #4
Hi, ich habe eine Frage: warum trennst du die Katzen von einander? Ich denke, du willst sie gemeinsam vermitteln oder?

Sie sind noch nicht kastriert ;-)

Ich sehe es so wie Taskali. Lasse sie vorerst bei dir und gucke wie es sich mit ihnen entwickelt.
Wildies brauchen viel Zeit und Geduld. Noch dazu sind deine ja schon etwas "älter". Bei Kleinchen geht das normal sehr gut, je älter sie werden desto schwieriger wird es bzw. ist es gar nicht mehr sinnvoll.
Wenn sie keine Fortschritte machen und unter Dauerstress stehen, ist es für die Katzen meist besser wieder frei leben zu können. Der Kater klingt allerdings schon bisserl zugänglich :lol:.

Ich drück dir die Daumen das die beiden zahm werden und einen guten Platz finden!
 
  • Bauernhofkatzen...Hilfe! Beitrag #5
Hallo zusammen,
Missverständnis: die sind nicht separiert voneinander, sondern vom Rest des Hauses: 1Kater und 3Hunden und mir. Bis auf meine täglichen Besuche zum Versorgen und wenn ich dort telefoniere und ab heute auch zum Vorlesen :lol:
Kastration des Katers kommt in den kommenden Tagen. Muss den Kater wohl mit der Falle fangen, denke dass das stressfreier ist, oder?
Glücklicherweise hat die Frau, die sie nehmen wollte abgesagt, nachdem ich ihr geschrieben habe, dass beide sehr ängstlich und noch unzugänglich sind.
Bin sehr froh, mich hier angemeldet zu haben und danke euch für eure Antworten.
Mein Plan sieht jetzt so aus, dass ich beiden erst mal behalte und hoffe, dass sie zahm werden. Bin geduldig. Aber was denkt ihr, wie lange man das tun sollte? Ein bisschen hab ich auch ein schlechtes Gewissen, die beiden bei mir einzusperren...aber die Alternative wäre echt zu gefährlich gewesen, die dort zu lassen, an der Hauptstrasse.
Das Zimmer ist nicht klein, steht ein Bett drin, ein Schreibtisch, Schrank. Kommt auch noch ein Kratzbaum mit Höhle dazu. Sie haben Bällchen, Mäuschen, diverse Spielzeuge
Also eigentlich muss ich das mit dem Zähmen einfach schaffen, weil dorthin zurücksetzen würde ich sie nicht mehr.
Liebe Grüsse, Stefanie
 
  • Bauernhofkatzen...Hilfe! Beitrag #6
Huch, noch nicht kastriert und du hast sie zusammen im Zimmer?

Kater schießen einige Wochen nach der Kastra immer noch scharf! Bitte schau das die Dame asap kastriert wird. Mit 6 Monaten sind einige Tiere schon geschlechtsreif und Kitten sind jetzt glaube ich das Letzte was Sinn macht.

Zur Zähmung von Wildies kann ich dir leider nicht viel sagen. Unsere Katzenhilfe nimmt wenn nur Kitten auf, ältere Tiere werden nur kastriert und wieder ausgesetzt da wir nicht die Kapazität haben ältere Tiere zu zähmen.

Aber ich denke Taskali kann dazu mehr sagen :-D.
 
  • Bauernhofkatzen...Hilfe! Beitrag #7
Bitte beide gleichzeitig kastrieren lassen. Sowohl weil der Kater noch ca 6-8 Wochen "kann", zum anderen weil eine Rolligkeit der Katze nochmal Stress für die Maus ist. Außerdem kann es sein das die beiden untereinander Stress bekommen wenn der Kater nach Tierarzt riecht und die Dame nicht.
 
  • Bauernhofkatzen...Hilfe! Beitrag #8
hallo Stefanie,
Respekt, daß Du dich so kümmerst!
Sind sie also auf dem Bauernhof nicht gefüttert worden, weil sich Deine Mutter dazu bereitgestellt hat?
Also könnten sie auch nicht dorthin zurück, nach medizinischer Versorgung und Kastra.
Gäbe es einen anderen, sicheren Bauernhof, wo sie Futter bekämen, für den Fall, daß sie nicht richtig zahm werden und für Familie ungeeignet bleiben?
Noch hast Du ja Zeit, sie zu beobachten und zutraulicher zu machen, denn bis sie ganz gesund sind, dauert es ja noch etwas. Aber für länger ist das im Zimmer sicher nicht das Wahre.
Bei euch könnten sie nicht als Freigänger/Kostgänger bleiben, also draußen leben unter Schutz und Futter?
 
  • Bauernhofkatzen...Hilfe! Beitrag #9
  • Bauernhofkatzen...Hilfe! Beitrag #10
In den kommenden Tagen werde ich den Kater einfangen um ihn kastrieren zu lassen. Das Weibchen kommt später dran.
Bitte lass das Mädel auch schnellstmöglich kastrieren.
Der Kater kann nach der Kastration noch rund 6 Wochen lang das Mädel schwängern - das solltest Du auf keinen Fall riskieren!
 
  • Bauernhofkatzen...Hilfe! Beitrag #11
Hallo alle zusammen,
ok, dann werd ich beide gleichzeitig kastrieren lassen. Auf jeden Fall schon mal euch allen vielen Dank :lol: für die Beratung.
In den letzten Tagen gab es einen klitzekleinen Fortschritt: der Kater verschwindet nicht komplett, wenn ich das Zimmer laaangsam betrete und beobachtet mich. Immerhin lässt er sich sehen. Ich säusel ja auch immer schwer, und blinzle.
Vielleicht ist das auch 'ne Option, dass ich die beiden behalte und als Futterstelle und Schlafplatz diene, falls sie gar nicht zahm werden wollen...
Eingesperrt im Zimmer sollen die natürlich nicht bleiben, nur solange, bis sie entweder zahm sind, oder eben, bis absehbar ist, dass sie nicht zahm werden.
Ich halte euch auf dem Laufenden.
Entschuldigt, dass ich nicht forumsmässig mit Zitaten Antworte, kenn mich damit nicht aus...und zu bequem um das zu lernen.:a050::a050::a050:
Liebe Grüsse und Gute Nacht,
Stefanie

P.S., da bin ich doch nochmal. CLAXX, du hattest gefragt, ob die beiden denn auf dem Bauernhof nicht gefüttert wurden. Es schien so, als ob das nicht der Fall war, sagt meine Mutter, die seeehr tierlieb ist,-hab ich eindeutig geerbt.
Ich hatte ihr geraten, die Kätzchen dort zu füttern, wo sie "wohnten", damit sie eben nicht über die Strasse rennen, zu ihrem Haus.
Sie hat dann also dort an den Zaun auf dem Bürgersteig einen Napf hingestellt. Der wurde von irgendwem entfernt.
Das ist auf einem ganz kleinen Kaff und ich glaube, das Volk dort hat den Anschluss verpasst. Tierschutz ist dort ein Fremdwort.
Meine Mutter hat sich dort schon mehrfach mit Leuten angelgt, die z.Bsp. ihren Hund an der Kette halten. Sie hat den Hund dann zu sich genommen.
Sie hat sich beim Bürgermeister beschwert, weil im Sommer Kühe auf der Weide geschrien habe-ohne Wasser. Eine Heldin.
Sehr lange Rede, kurzes Ende: die Kätzchen haben spitzgekriegt, wo sie wohnt und sind dann immer über die Hauptstrasse gerannt.
Und ich wollte nicht, dass sie überfahren werden.
Und bei meiner Mutter können sie nicht bleiben, sie hat 2Kater und im Schuppen noch 4Wilde 3Kater, 1Katze, die ich jetzt auf meine Kosten kastrieren lassen habe, damit es nicht ausufert.
So.
Für heute Tschüss, over and out.
Stefanie
 
  • Bauernhofkatzen...Hilfe! Beitrag #12
Hallo, Stefanie!
Deine Mutter ist ja wirklich stark! Bitte richte ihr Grüße aus und großen Respekt von mir!
So wie Du das jetzt machst, ist es das Beste, denke ich. Sehr vernünftig.

Das ist auf einem ganz kleinen Kaff und ich glaube, das Volk dort hat den Anschluss verpasst. Tierschutz ist dort ein Fremdwort.

O ja!, da wohnt man richtig entspannt und geborgen :-(
Aber solche Engel (wie ihr) sind auch an den schlimmsten Orten unterwegs, welch ein Trost.
 
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