Hallo!
Am 6. Februar verlor ich Mandy (15 Jahre). Die Schwester von Lucy. Sie waren bis sie 9 Jahre alt waren immer zusammen. Sie schliefen zusammen, spielten und haben sich gegenseitig geputzt. Irgendwann gingen sie immer mehr auseinander. Wenn Lucy Mandy putzte hatte sie sie nach 2 Minuten angefaucht und lief weg.
Irgendwann fauchte Lucy immer öfter, wenn Mandy in der Nähe war. Mandy schaute sie nur uninterressiert an. Trotzdem konnten wir aber abends zusammen auf der Couch liegen, spielen oder sie saßen nebeneinander, wenn ich sie bürstete. Sie haben sich nie gegenseitig verprügelt. Es war irgendwie ein dulden der beiden und schauten sich, manchmal leise knurrend nur an. Leider.
Jetzt, wo Mandy nicht mehr da ist, hat sich Lucy nicht viel verändert. Ich glaube nicht, daß sie trauert. Viele sagten, sie ist eine "alleine Katze". Aber umgekehrt wäre es nicht anders gewesen. Lucy schaut sich aber immer um. Wenn sie in der Nähe von Mandys Plätzen ist, schaut sie immer, sie kann sich gar nicht richtig entspannen, muß immer noch lange nachsehen, ob Mandy wirklich nicht kommt.
Mein Problem ist, daß ich viel arbeite. Ich habe nur Nachtdienst und bin zwischen 8 und 10 Tagen, 11 Stunden weg. Dann muß ich schlafen. Lucy macht langsam einen Eindruck, als fühlt sie sich gelangweilt. Sie kann raus, ist Freigänger, bleibt aber höchstens 5 Minuten. Ich dachte schon es könnte die kalte Jahreszeit sein. Sie ist aber auch sehr auf mich fixiert. Kommt immer wieder rein, maunzt und springt raus und schaut mich an. Ich weiß, daß sie dann möchte, daß ich mit ihr gehe. Wir gehen im Sommer öfter mal spazieren, z.B. zu meiner Oma, wo sie dann auch zu ihr ins Haus geht.
Wäre es sinnvoll eine neue Katze zu uns zu nehmen? Ich wollte schon immer eine sibirische Waldkatze oder Maine Coon. Ihr ruhiges, ausgeglichenes Wesen hat mich immer beeindruckt. Meine Eltern haben einen sibirischen Kater, der als Spitznamen "Wellnesskater" hat. Die Ruhe selbst...
Wäre das ein Ausgleich, wenn ich so lange weg bin oder ist das nur Streß für Lucy?
Sie sitzt oft einige Meter von mir entfernt und schaut mich die ganze Zeit an. Läßt sich nicht "heranschmusen"

oder mit ihr spielen. Ich muß dazu sagen, daß sie eine Schilddrüsenüberfunktion hat. Ich konnte sie nie richtig beschäftigen, rannte aber über Tische und Schränke, so heftig, daß sie nur noch hechelte und so wurde es festgestellt.
Ich wollte nicht sooo viel schreiben, könnte mehr, hoffe aber, daß alles drin ist.
Liebe Grüße