Liebe Martha, es wird hier keiner sein, der Dich nicht zutiefst versteht und mit Dir fühlt! Das muß wirklich eine wunderbare Freundschaft gewesen sein, und kennst keine Zeit, in der Deine Kitty nicht bei Dir war. Was für eine traurige Zeit mußt Du jetzt durchstehen, und das auch noch ohne die Anteilnahme der Familie. Man kann es wohl nicht verlangen.
Da Du Dich fragst, Du wissest nicht, wie Du wieder normal leben könntest, darf ich ein Wort dazu sagen? Es hört sich auf Anhieb vielleicht nicht sehr passend an. Aber vielleicht mußt Du ja mit in den Urlaub (obwohl, Du bist ja volljährig...?) und hast da einen schweren Stand. Also: Indem Du das sogenannte Normale bewußt anschaust und es selber WILLST, könnstest Du den Prozeß erleichtern und beschleunigen. Du hast ein Stück weit die Wahl, ob Du den Schmerz pausenlos, 24 Stunden am Tag ertragen willst, weil es Dir als das einzig Mögliche scheint, oder ob Du es anders bestimmst: Täglich eine gewisse Zeit, die Du Dir nimmst, die auch die Familie respektieren MUSS, weil Du das einforderst. Da ziehst Du Dich zurück, wenn es möglich ist, in Dankbarkeit für das, was Du mit Kitty alles hast erleben dürfen, was sie Dir gezeigt und beigebracht hat, und wie sie Dich ins Erwachsenwerden begleitet hat. Das geht gut mit einem Ritual, das Dich stärken soll. Es ist nicht gut und hilft niemandem, wenn Du beschließt, Dich dem Schmerz nur hinzugeben und zu warten, ob er irgendwann weniger wird.
Falls ich Dir zu nahe getreten bin, dann verzeih bitte!
Alles Liebe und Gute und viel Kraft Dir!