Hallo,
meiner Meinung nach ist es am sinnvollsten, die Miezen erstmal vom Trockenfutter wegzubringen und an Nassfutter zu gewöhnen. Gerne hochwertig, aber wenn's mit Billigfutter besser klappt, dann notfalls auch das.
Barfen/Selberkochen erfordert zwar kein ernährungswissenschaftliches Studium, aber ein bisschen Bescheid wissen sollte man schon, sonst macht man seine Miezen schlimmstenfalls krank. Da Katzen reine, hochspezialisierte Carnivoren (Fleisch- bzw. Beutefresser) sind und keine Allesfresser wie wir Menschen, ist "Füttern nach Bauchgefühl" nicht das Richtige - das führt nämlich wie bei dir dazu, dass du viel zuviele Kohlenhydrate und allgemein zuviele pflanzliche Zutaten ins Futter packst und z.B. den Calciumgehalt vernachlässigst. Bei einer einzelnen Mahlzeit ist das nicht tragisch, aber man sollte halt nicht dauerhaft so füttern.
Zur Umstellung kannst du dich hier durcharbeiten:
https://www.katzen-forum.de/nassfutter/37011-maekelei-and-umstellung-futters.html
Wahlloses Rumprobieren mit immer neuen Futtersorten nützt weder dir noch den Miezen was - im Gegenteil, die Miezen gewöhnen sich dadurch nur an, immer auf was (vermeintlich) Besseres zu warten. Entscheide dich für EINE (gern hochwertige) Nassfuttersorte und misch die konsequent unter das gewohnte Futter. Fang mit mikroskopisch kleinen Mengen an, so dass die Miezen den "Fremdkörper" gar nicht bemerken, und erhöhe dann den Anteil langsam, aber stetig. Auf ein paar Tage mehr oder weniger kommt's dabei nicht an - lieber langsamer erhöhen, damit es noch gefressen wird.
Auch die (zuversichtliche) Einstellung des Fütternden ist wichtig. Wenn du mit Argusaugen über die Futternäpfe wachst, dann werden die Miezen erst recht misstrauisch, also geh vielleicht direkt nach dem Hinstellen der Näpfe aus dem Zimmer und guck eine Viertelstunde später nach, wieviel gefressen wurde.
Ach ja, ich les auch hier wieder von Miezen, die nur (oder fast nur) Trockenfutter fressen und von Nassfutter "nur das Gelee" ablecken. Das heißt aller Wahrscheinlichkeit nach NICHT, dass es sich um Geleefans handelt. Sondern dass die Miezen nicht wissen, wie sie das Nassfutter rein technisch mit dem Mäulchen aufnehmen sollen. (Probier du das mal ohne Hände.

) In der freien Natur (und das ist kein Witz) lecken Katzen nämlich ihre gefangenen Mäuse ab, um anhand der Fellwuchsrichtung das Kopfende zu finden, an dem sie anfangen zu fressen. Dieses Ablecken des Nassfutters heißt also, dass sie den "Anfang" vom Futter suchen und nicht finden.
Grade weil die Konsistenz von
Nassfutter so vielen
Trockenfutter-Katzen Schwierigkeiten bereitet, lassen sich
Trockenfutter-Katzen oft leichter auf Barf / Fleischbrocken umstellen als auf nasse Brei- oder Geleepampe. Aber wie gesagt, das bedeutet Einlesearbeit, und auch an die Nafukonsistenz kann katz sich mit der Zeit gewöhnen.