Erst einmal hallo,
das klingt ja wirklich extrem mit eurem armen kleinen Kerl. Zum Thema Schockstarre kann ich nur den Erfahrungswert beitragen, dass es das tatsächlich gibt bei Katzen (mein Angstkater verfällt in dem Moment, wo ich ihn hochhebe, in absolute Schockstarre, ich halte dann ein absolut steifes Bündel Katze im Arm, das bei jeder Bewegung meinerseits panisch zusammenzuckt)... aber der Herr nutzt dann auch jede Gelegenheit zur Flucht, die sich ihm irgendwie bietet, und wenn er einen Ausweg sieht, dann wird auch gezappelt und sich gewunden. So extrem wie bei euch hab ich das noch nicht erlebt, und auch, wenn meiner starr wird, wenn man ihn festhält,
davor zeigt er das schönste kätzische Abwehrverhalten komplett mit ducken, fauchen, Ohren anlegen, knurren, brummen und manchmal auch spucken. Aber nicht einmal das scheint sich euer Kleiner zu trauen
Ich kann den Vorrednern nur zustimmen, lieber zum Tierarzt mit dem Kleinen. Für ihn ist eh schon alles scheiße und er hat sich noch nicht bei euch eingelebt und absolut kein Sicherheitsgefühl und kein Vertrauen zu euch, ich glaube, da kann man nichts kaputtmachen und wenn es wirklich etwas Organisches ist, ist der potentielle Gewinn sehr groß. Und ich muss fridolinchen zustimmen, lieber zum Tierarzt, als zu Hause behandeln lassen. Wenn ich meinen Angstkater hier fange (und das ist immer ein Akt!), eintüte (komplett mit Terror in der Box und Geschrei, als würde ich ihm das Fell abziehen), mit ihm zum Tierarzt fahre (siehe Schritt 2), er dort untersucht und ihm Blut abgenommen wird, und es dann wieder nach Hause geht, steht er nach einer halbe Stunde motzend bei mir in der Küche und möchte Frühstück. Wenn ich ihn hier kurz schnappe, ihm die Öhrchen creme und ihn dann sofort wieder laufen lasse, dann ist er tagelang beleidigt und lässt sich nicht anfassen :roll: Wer weiß, vielleicht ist er dann sogar ganz froh, wenn er wieder bei euch ist und weg von den bösen Tierarztmenschen.
Die Zeit, in der er weg ist, könnt ihr auch dazu nutzen, "sein" Zimmer katzensicher zu machen. Ihr habt ja jetzt gemerkt, wie blöd er sich auf der Suche nach einem Versteck anstellen kann, und wenn alles katzensicher ist, könnt ihr danach Vertrauen zu ihm aufbauen, ohne ihn retten und ihm damit zu nahe kommen und ihn verängstigen zu müssen.
LG
Glasi