Hallo!
Ich hatte ja schon mal erzählt, dass sich meine Filou die Hinterläufe kahlleckt. Naja, kahl ist nicht richtig, sie "kürzt" die Haare, so dass nur noch das helle Unterfell zu sehen ist. Auf Pilze u.ä. ist sie natürlich untersucht worden und so wurde es als Verhaltensstörung diagnostiziert.
Ich muß dazu sagen, bei uns ist sie erst seit März, über ihre Vorgeschichte weiß man nicht viel, nur dass sie bereits zwei Vorbesitzer hatte (Abgabetier).
Die Tierärztin hat ihr im April ein schwach dosiertes Medikament gegeben, dass die Hormonlage etwas in Ruhe bringen soll. Das hat auch gut funktioniert, sie ist gar nicht mehr drangegangen und das Fell ist schön nachgewachsen.
Als Nebenwirkung war Filou allerdings sehr ruhig, hat viel geschlafen, immerhin wie gewohnt gefressen, aber praktisch gar nicht mehr gespielt. Bereits nach knapp 8 Wochen ließ die Wirkung des Medis nach. Zuerst habe ich nur gemerkt, dass sie wieder etwas "fröhlicher" war, dann traten aber auch die kahlen Stellen wieder auf
Auf Anraten der Ärztin haben wir uns dann Feliway-Stecker zugelegt, die wir nun fast 3 Wochen im Einsatz haben.
Filou scheint es sehr gut zu gehen, sie spielt richtig, jagt auch mal durch die Wohnung, fängt an Unsinn zu machen (Tapete und Sofa ankratzen), was wir von ihr gar nicht gewöhnt sind, ist manchmal richtig aufgedreht. Aber sie leckt wieder stark und so sehen ihre Hinterbeine nicht sehr gut aus.
Optisch wär es ja nicht so schlimm, aber es ist ja doch ein Anzeichen, dass irgendwas nicht stimmt und es ihr doch nicht so gut geht.
Jetzt bin ich sehr unentschlossen, was ich machen soll. Die Spritze wirkt, das wissen wir jetzt, aber mir tut es so leid, wenn sie nicht mal mehr Lust hat, nach dem Fellwedel zu schlagen und Floh sofort eine haut, wenn er versucht, sie zum Spielen zu animieren.
Feliway scheint ja irgendwie nicht viel zu bringen. Mag sein, dass sie sich etwas besser fühlt als ohne, das ist schwer zu beurteilen, aber das eigentliche Problem behebt es jedenfalls nicht.
Was würdet Ihr an meiner Stelle machen?