Hallo zusammen,
ich möchte euch von der Kastration meiner kleinen Luna berichten.
An einem Dienstag mussten wir unsere Luna um 8:00 Uhr zum Tierarzt bringen (Ich habe mir eine Woche Urlaub genommen dafür). Am Abend zuvor habe ich die Transportbox schon mal zum "anfreunden" ins Badezimmer gestellt und ihre Lieblingsdecke reingelegt. Sie konnte dann in aller Ruhe schnuppern. Sie war erst etwas panisch, weil sie dachte "Oh Gott, da ist die Tierarzt-Folterbox wieder",aber als sie merkte, das sie da nicht rein muss (noch nicht^^), war alles wieder gut.
Am besagten Morgen habe ich mich dann ganz normal im Bad fertig gemacht und wie jeden Morgen, kam Luna auch wie üblich vorbei, um im Waschbecken zu spielen, während ich Zähne putze. Luna hat sich also im Waschbecken mit dem Wasserhahn vergnügt und sich die Pfoten gewaschen (jaaaa, das muss sein :mrgreen

und ich habe dann die Badezimmer zugemacht, damit sie nicht abhaut. Sie war dann schlagartig mit Pfoten waschen fertig und warf mir den "Was-hast-du-jetzt-bitte-mit-mir-vor-Blick" zu. Ich hab sie dann geschnappt und hab ihr einen Kuss auf den Kopf gegeben. Schwupps, war sie in der Box und ich dachte mir: "Man, das war ja einfach". Aber dann ging es los.
Ich dachte, die Box ist lebendig. Luna hat sich so gewindet und aufgebäumt, das die ganze Box sich hin und herbewegt hat und fast umgekippt ist. Ich konnte die Box gar nicht tragen, weil sie so hin und her schaukelte, dass mein Freund die Box nehmen musste. Sie hat miaut und geschrien, auf der ganzen Fahrt. Diese Stimmlage habe ich noch nie zuvor bei ihr gehört. Das war richtige Angst und soooooo schrecklich (auch für mich). Sie hat während der Fahrt immer ihre Pfote durch die Boxtür gesteckt und ich musste sie festhalten. Das hat sie dann beruhigt, ich durfte aber nicht aufhören ihre Pfote zu streicheln.
Dann haben wir sie beim Arzt abgegeben und ich musste mich verabschieden. Ich kannte das schon von Sunny, aber es war trotzdem komisch sie so allein zu lassen und nicht beruhigen zu können. Sunny war nämlich sehr ruhig bei ihrer Kastration. Um 17:00 Uhr sollten wir sie wieder abholen.
Wir also wieder nach Hause zu unserer Sunny. Die war total verwirrt und lief durch die ganzen Räume, immer und immer wieder. Sie maunzte nach Luna und hat sie die ganze Zeit gesucht. Immer wieder kam sie zu uns und hat gemaunzt. Das war ein anderes maunzen, als ich es kannte und Sunny ist eine Katze, die wenig und leise maunzt.
Ich war, wie auch bei Sunny's Kastration, die ganze Zeit unruhig und um 16:30 Uhr stand ich schon wieder auf der Matte beim Tierarzt. Ich konnte es nicht mehr aushalten. Die Tierärztin belächelte mich leicht und gab mir Luna dann mit

. Sie meinte dann noch: "Luna ist aber wirklich sehr aktiv und eigenwillig oder? :mrgreen:". "Oh ja, wenn sie was nicht mag, ist sie rigoros :razz:". Aber, alles sei gut verlaufen. Ich soll Sie aber noch eine Stunde zu Hause im Bad in der Box lassen und Ruhe geben. Außerdem soll ich auf Sunny achten, da Luna nach Tierarzt riecht und da Streit vorprogramiert sei. Eventuell sollte ich sie über Nacht trennen.
Also wir nach Hause und Luna ab ins Bad und Tür zu. Sunny lief die ganze Zeit ganz aufgeregt vor der Badezimmertür umher und kam immer wieder zu uns, maunzte und lief zur Badezimmertür. Sie wollte, das wir die Tür aufmachen :mrgreen:.
Nach einer Stunde haben wir Luna dann aus der Box rausgelassen und die Badezimmertür aufgemacht. Nun, so dachte ich, geht das gefauche los. Aber im Gegenteil:
Sunny lief sofort zu Luna, roch an ihr und rümpfte die Nase. Dann legte sie eine Pfote auf Luna's Schulter und leckte ihr Köpfchen ab. Luna ist danach aus dem Bad, ja man muss sagen getorkelt, und ist in jeden Raum der Wohnung gegangen (als ob sie sich überzeugen wollte, das noch alles so wie vorher ist). Sunny ist die ganze Zeit neben ihr hergelaufen, im Gleichschritt. Das war total süß und ich hätte so gerne Fotos davon gemacht. Aber der Moment war so schön, den musste ich genießen. Den ganzen Abend war Sunny bei ihr.
Luna war auch am nächsten Tag noch ziemlich platt von der OP und man musste sie ständig dort hochheben, wo sie gerade rauf wollte und wieder runterheben, wenn sie eben wieder runter wollte. Das war bissel anstrengend, weil sie ständig irgendwo rauf wollte und wusste "Mama kommt schon und macht alles für mich". Wo sie ja auch recht mit hat

.
Luna ist seit der OP (es ist jetzt 1 1/2 Wochen her) aber leider sehr distanziert und lässt sich kaum noch anfassen. Immer wenn ich sie streicheln wollte, haute sie mich mit der Pfote. Nicht doll, aber sie kommt halt nicht mehr kuscheln oder lässt sich streicheln. Sie legt sich zwar nachts immer an meine Füße, aber sonst lag sie immer über meinem Kopf, wie ein Haarreif. Das fehlt mir sehr, aber ich glaube, sie ist wegen der Hormone vielleicht noch etwas komisch. Also streichle ich sie jetzt nur noch, wenn sie mal zu mir kommt. Sunny ist ja auch noch da. Trotzdem doof, weil ich soooooo viel Katzenliebe zu vergeben habe :lol:
Ich bin sehr stolz auf meine Sunny, da sie sich als eine wahre Freundin erwiesen hat und Luna so toll beigestanden hat <3 <3 <3
LG, Linda