Hallo!
Wie vielleicht ein paar von euch wissen, haben wir eine Mutter-Sohn-Konstellation zuhause.. leider hatten wir uns die ganze Sache vorher nicht soo genau überlegt.
Nun ist es leider so, dass Feli (ca. 2 Jahre) ihren Sohn (fast 1 Jahr) nicht mehr ganz so lieb hat, wie wir das gehofft hatten. Es ist nicht so, dass sie sich hassen und ständig prügeln (kommt mittlerweile eigentlich gar nicht mehr vor und auch vorher liefen diese Rangeleien immer ohne Verletzungen ab), aber irgendwie wird hugo von seiner mutter eigentlich eher missachtet. Wenn er an ihr oder sie an ihm vorbeiläuft, faucht sie, manchmal wird auch kurz zugehauen, obwohl er garnichts macht (außer halt zu existieren..) Wenn sie faucht, knurrt oder ähnliches, legt er sich immer sofort hin und lässt sie vorbeilaufen. Er geht quasi der Konfrontation aus dem Weg. Er hat aber auch definitiv keine Angst vor ihr. Manchmal könnte ich mir glatt einbilden, dass er traurig guckt, wenn sie ihn so angeht.. :-(
Als die beiden noch Wohnungs- und Balkonmietzen waren, gab es immerhin noch ab und zu freundlichen Kontakt (kuscheln, putzen, spielen). Das war zwar auch schon recht wenig und Feli war oft relativ schnell genervt, aber immerhin. Seit etwa einem Monat sind die beiden Freigänger. Seitdem haben sie zuhause eigentlich nicht mehr viel miteinander zu tun, nur so wie oben beschrieben. Das einzige, was ganz selten mal vorkommt, ist, dass sie morgens nebeneinander bei uns im Bett liegen, weil halt einfach beide bei uns sein wollen, da kann Feli auch mal den nervigen Sohn in ihrer Nähe akzeptieren. ;-)
Feli macht auf mich den Eindruck, sie wäre eigentlich lieber eine Einzelkatze. Vielleicht ist das ja auch nur der Fall, weil Hugo halt ihr Sohn ist..
Hugo tut mir halt leid, weil er von seiner Mutter immer nur auf den Deckel bekommt und schlichtweg keine Liebe mehr bekommt.. Anfangs hat er immernoch versucht sich anzunähern, er hat sich z. B. einfach neben sie gelegt, ohne sie anzusehen, zu schnüffeln oder sonstiges. daraufhin ist sie meist gegangen und er lag, irgendwie traurig, allein da. Inzwischen versucht er das schon gar nicht mehr..
Jetzt wäre halt die Überlegung (noch sehr vage und bisher rein theoretisch) für Hugo einen Kumpel zu holen. Das abzuwägen ist irgendwie schwierig. Mit Hugo seh ich da eigentlich kein Problem.. der würde sich sicher arrangieren bzw. sich sogar freuen.
Aber bei Feli hab ich etwas Sorgen.. Wenn es gut geht, hat sie Ihre Ruhe. Wenn es nicht klappt, ist sie noch mehr genervt und wie gesagt, ich hab das Gefühl, dass sie am liebsten alleine wäre, wenn sie zuhause ist. Und wenn dann jetzt noch ein nerviger Kater mehr da rumrennt, wäre das für sie doch vielleicht erst recht blöd.
Eventuell könnten wir ja aber auch alles so lassen, wie es ist. Wie gesagt, aggressiv sind sie nicht (ab und zu mal eine runterhauen, sehe ich mal nicht als aggresiv an..). Sie leben halt eher nebeneinander, als miteinander. Sie sind nun Freigänger und in der Gegend gibt es reichlich andere Katzen (vielleicht findet Hugo ja auch so einen Kumpel?!).
Ich hätte halt einfach Angst, Feli mit einem weiteren Kater zu überfordern.. Andererseits habe ich Angst, dass sich Hugo irgendwie einsam fühlt..
So, das war jetzt ziemlich viel. Ich hoffe ich hab alles geschrieben, was ich wollte. Jetzt bin ich auf eure Meinungen/Ratschläge gespannt. Würdet Ihr es mit einem zweiten Kater versuchen oder es einfach so lassen wie es ist? Mir ist klar, dass uns die Entscheidung keiner abnehmen kann, eventuell beobachten wir auch einfach noch eine Weile und treffen erstmal noch gar keine Entscheidung, viel mehr möchte ich nur ein paar Meinungen lesen..

Vielleicht hatte ja auch schon jemand eine ähnliche, wenn nicht sogar gleiche Situation.