Danke für Eure Hilfe...
@Spaddel Dein Rat bezüglich der Wasserschalen war sehr hilfreich, inzwischen trinkt
er gern Wasser, wenn auch noch etwas ungeschickt
Inzwischen hat der kleine Knirps mein Leben komplett auf den Kopf gestellt. ;-)
Es hat sich herausgestellt, daß es ein Katerchen ist. Meine Geduld hat sich letzendlich
ausgezahlt, er kam freiwillig zu mir und ließ sich dann auch hochnehmen. Ich hab ihn
nicht gleich beim ersten Mal "weggetragen", sondern wieder abgesetzt und nach einiger
Zeit hat er dann endgültig Vertrauen gefasst, so daß ich ihn mit ins Haus nehmen konnte.
Der Tierarzt ist zufrieden, der Kleine ist gesund und munter.
Und spätestens seit er zum ersten Mal meine Hand erst abgeleckt hat und dann versucht
hat an meinem Finger zu Trinken hat er mein Herz gänzlich erobert.
Aber das Haus ist ganz bäh... und das Katzenklo erst recht... naja, draußen hat er einen
rießigen Abenteuerspielplatz und er hat noch längst nicht das ganze Grundstück erkundet...
...und ich fürchte das weiß er auch...
Er bleibt nur drinnen wenn ich bei ihm bin, ansonsten ist das völlig indiskutabel.
Zum Glück ist noch Urlaubszeit, ich hoffe wenn er etwas größer wird gibt sich das. Wenn
ich ihn mal alleine lassen muß, bring ich ihn wieder zu seinem Holzschuppen, da fühlt er
sich am Wohlsten und seine Freunde leben da auch (ein Eichhörnchen und eine Igelfamilie).
Beim Eichhörnchen hat er sich das Klettern abgeschaut und turnt seitdem auch auf dem
Dach des Schuppens rum - was mein Mann weniger amüsant findet, denn dabei sind bereits
zwei Dachtaschen gen Boden gesegelt.
Andere Katzen mag er nicht so gern, ich glaub er ist da noch sehr unsicher und braucht Zeit.
Ich hatte versucht ihn mit einer älteren Katzendame bekannt zu machen, die einem Mädchen
in der Nachbarschaft gehört. Sie ist sehr sanft und ruhig und sehr zierlich und klein (also die Katze),
er ist noch vorsichtig, aber interessiert, ich hab ein bißchen Hoffnung daß die beiden sich anfreunden.
Bei allen anderen Katzen die so herumstreunen und er sie sieht (inklusive meinem) versteckt er
sich sofort -bevorzugt hinter mir, zur Not aber auch im Schuppen.
Alle anderen Tiere dagegen sind toll, was als Beute (noch) zu groß ist - also alles
das größer ist als eine Fliege, wird als potentieller Freund betrachtet. Frösche, Libellen, Raupen,
Hasen, Hühner, sogar Ponys und Rehe. Am Liebsten aber sind ihm die Eichhörnchen, ich
vermute mal das liegt an der Größe. Für mich ist es oft lustig zu beobachten, daß die anderen
Tiere ihn nicht als "Raubtier" wahrnehmen, sondern auch eher neugierig auf ihn reagieren.
Als ich ihn zum ersten Mal gemeinsam mit einem Hörnchen auf dem Schuppendach habe sitzen
sehen, dachte ich ernsthaft ich sehe nicht richtig - inzwischen schleppt er sogar Walnüsse rum.
Ich lasse ihn, er ist ohnehin nicht zu bändigen, muß aber zugeben mein Respekt für Katzenmütter
steigt täglich, ich frag mich wie die ihren Nachwuchs im Griff behalten.