Tja, Nicole,
da stehst Du vor einem weit verbreiteten Problem. Katze holen ist nicht schwer, Katze loswerden dagegen... Mit dem hart errungenen Entschluß ist leider nichts getan. Also bleiben zwei Möglichkeiten: Du suchst weiter nach einer neuen Unterkunft (was Du ja sicher tust), zweitens Du beschäftigst Dich noch einmal neu mit der Frage, daß Du sie auf anständige Weise nicht "los wirst". Manchmal findet sich keine Lösung, keine Menschen, die gerade bereit oder imstande sind, das aufzufangen, was man selbst nicht mehr stemmen kann.
Das Gefühl "Ich hab alles vergeigt" stellt sich verständlicherweise ein.
Mein Vorgehen wäre: "Was kann schlimmstenfalls passieren?", und "Wie kann ich diesen schlimmsten Fall bewältigen?".
Der schlimmste Fall wäre, sie bleiben Dir erhalten, kleben an Deinem Leben und belasten Dich. Da greift nur noch die alte Regel: Was nicht zu ändern ist, muß man mit Anstand hinnehmen. D.h. man muß die eigene Einstellung radikal verändern. Du willst nur das Beste für die Tiere? Dann gibt es nur noch mittelmäßig Gutes, aber das ist besser als Schlechtes. Sie müssen sich anpassen, egal an was. Die Alternative wäre sehr unschön für sie. (Mit Gewalt in irgendein Tierheim und Schluß.)
Meine Erfahrung ist, daß sie sehr gut spüren, worum es geht. Deine psychische Verfassung ist der Drehpunkt für alles, und sie nutzen Deine Schwächen auch aus, sie sind empathisch, manipulativ, egozentrisch und Dir ausgeliefert. Das ist alles völlig normal und natürlich. Sie wissen nur, was sie wollen. Ihnen weitergehende Gefühle unterstellen zu wollen, wäre Unsinn.
Im Moment steht ihr Wille gegen Deinen. Das kann man ändern.
Diese Gedanken - wie gesagt - nur für den schlimmsten Fall, falls er einträte.